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Schallschutztunnel


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Geschrieben

Hallo,

Aufgrund der Lärmemmision auf unserem Stand, planen wir Schallschutztunnel zu installieren. 

Man findet zwar viel Werbung darüber im Internet, aber hat jemand so was auf seinem Stand?

Mich würde insbesondere interessieren ob es auch die versprochene Dämpfung bringt auch ob es eine Beeinträchtigung beim schiessen gibt und sind die auch für Schwarzpulver zugelassen. 

Was auch wichtig wäre,  wie aufwendig ist denn ein nachträglicher Einbau im Schießstand. 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Vllt. statt Schallschutztunnel über eine Dämmung des Schießstandes als solches nachdenken.

 

Raumschießanlage:

Beachten müsst ihr insbesondere den Brandschutz, was sowohl die Klassifizierung als auch die Form( kein Pyramidenmuster etc) anbelangt

Üblich ist: Steinwolle und Sauerkrautplatte, die haben beide Einstufung als  A (=unbrennbar). Nur Steinwolle geht in RSA nicht, da poröse Oberfläche, auf der sich Pulverreste ansammeln könnten

Haben wir präventiv gemacht und muss sagen es funktioniert sehr gut.

 

Ideal ist eine Schalldämmung auf Schießständen so aufgebaut:

Wand<->Steinwolle<->-Faserplatte ohne direkten Kontakt zur Wand.  

 

Das Ganze wirkt dann als Gesamtbauteil wie eine "Federplatte", wobei die Sauerkrautplatte die Platte und die Steinwolle die Feder ist, in welcher der Schall sich totläuft. 

Schallreduktion an den gleichen Messpunkten ausserhalb des Schießstandes von  ~70-80 db auf unter 50

 

 

Offener Schiießstand:

Über Kassettenlärmschutz aus Steinwolle nachdenken, das ist praktischer als die Tunnel.

0021_berlin_schallschutz_dsci1468.jpg

 

 

Kann auch einfach  mit Holzbalken und hängenden Elementen gebaut werden:

 

Haengeabsorber_1.jpg

 

 

 

Letzteres kann man auch Tunnelartig an  den einzelnen Schießständen machen und dennoch etwas mehr Bewegungsfreiheit haben als bei den klassischen kleinen Schießtunneln

 

 

Bearbeitet von ASE
Geschrieben

Wir sind da noch in der Planungsphase.

Daher die Frage wie die praktischen Erfahrungen sind.

In den Produktbeschreibungen ist das ja alles super. Die Realität sieht aber manchmal anders aus.

Welches Konzept wir letztendlich umsetzen werden wir Entscheiden sobald alle erforderlichen Informationen vorliegen. 

Geschrieben

Ich habe auf dem 300m Stand in Wetzlar durch diese dreieckigen Schallschutzröhren geschossen.

So wie ich es verstanden habe, muss die Mündung der Waffe mehr oder minder an der richtigen Stelle vor der Röhre (aus Schützensicht) positioniert werden. Die Aufsicht der Anlage hat da sehr großen Wert darauf gelegt.

 

Es ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man kommt recht flott damit klar.

 

In wiefern der Schall tatsächlich ausreichend reduziert wird, kann ich nicht sagen, da ich ja hinter der Büchse liege und schieße.

Da es aber teils vorgeschrieben wird, werden sie schon machen, was sie sollen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb whaco:

Ich habe auf dem 300m Stand in Wetzlar durch diese dreieckigen Schallschutzröhren geschossen.

So wie ich es verstanden habe, muss die Mündung der Waffe mehr oder minder an der richtigen Stelle vor der Röhre (aus Schützensicht) positioniert werden. Die Aufsicht der Anlage hat da sehr großen Wert darauf gelegt.

 

Es ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber man kommt recht flott damit klar.

 

In wiefern der Schall tatsächlich ausreichend reduziert wird, kann ich nicht sagen, da ich ja hinter der Büchse liege und schieße.

Da es aber teils vorgeschrieben wird, werden sie schon machen, was sie sollen.

Genau. In Wetzlar, bei der SRK-Wetzlar haben wir auf beiden 300m Einhausungen sogenannte Schießtunnel/Schallschutztunnel. Manche davon sind schon älter und sollen noch von der Ruag sein. Aber auch die Firma Süssmann https://www.suessmann.ch/schallschutz/schiesslaerm/schiesstunnel/     stellt solche her.

 

Dabei sind die auf der oberen Einhausung (da wo in der Regel die Gäste schießen) hohe Schießtunnel installiert, damit dort auch beim Dreistellungskampf, stehend oder kniend auf dem Schießtisch genug Platz nach oben ist. Die sind Viereckig, aber werden nach oben hin etwas enger, so wie mittig auf dem einen Bild bei Süssmann.

 

In der unteren 300m Einhausung sind die Schießtunnel niedriger, das ist für uns Vereinsmitglieder absolut ausreichend. 

 

Was die Herabsetzung der Lautstärke des Mündungsknalls angeht, so sind diese in erster Linie dafür konzipiert, dass die Lautstärke in Schießrichtung etwas (ein paar empfindliche dB) herab gesetzt wird. Bei Waffen ohne Mündungsbremse sollte die Mündung minimal in den Schießtunnel hinein ragen. Bei Waffen mit Mündungsbremse, darf man das nicht tun, da ansonsten die Dämmschutzmatten im Tunnel sehr schnell durch die zur Seite gelenkten "Abgase" Schaden nehmen.

 

Letztendlich sei gesagt, das solche Schallschutz-Schießtunnel auch nicht ganz preiswert sind. Man muss schon mit mehreren 1.000 Euro pro Schießtunnel rechnen.

 

Gruß TPG

Bearbeitet von UA-TPG1
Geschrieben

Man kann auch einfach ein paar (5-8) alte gleich grosse Autoreifen in ein Gestell aus Metall stapeln,um 90grad drehen und das dann als schiesstunnel benutzen.

Funktioniert sehr gut,hab ich schon auf einige Ständen gesehen. Die reifen waren unten dann mit einem 5 cm Loch versehen,dass man nach dem schiessen kurz mit dem Gartenschlauch von innen durchspülen konnte und Pulver Reste nach unten abfliessen.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Doggenrotti:

.... in ein Gestell aus Metall stapeln....

Das kannste so machen, es darf nur niemals etwas auf dem Schießstand passieren, bzw. es darf niemals mal einer vom Amt kommen um "nach dem rechten" zu sehen.

 

Ich war nun schon das dritte Mal bei der Planung, dem Bau und der anschließenden Abnahmeprozedur einer Schießstätte dabei. Eines kann ich dir auch so mit Sicherheit sagen, und zwar das, das wenn der abnehmende Sachverständige irgend etwas aus Metall sieht, was sich vom Schützen aus in nächster Nähe hinter der "Feuerlinie" befindet, dann dreht er sich auf dem Absatz um und das Thema der Abnahme hat sich damit erledigt....

 

Alles was dazu führen kann, das sich z.B. bei einem direkten Anschuss Splitter etc erzeugen kann (von sich heraus oder vom Geschoss etc.) führt unweigerlich zum Erlöschen der Betriebserlaubnis eines Schießstandes.... Das ist mal sicher. Bauliche Merkmale, die nicht umgangen werden können (Träger, Betonschürzen etc.) sind sehr aufwändig so zu verkleiden, dass bei einem Anschuss eventuelle Splitterwirkung nicht mehr durch die Verkleidung gelangen, und somit schaden anrichten kann. Zum Beispiel durch dicke Ummantelungen aus Hartholz etc.

Bei der Abnahme unseres Mehrdistanzschießstand musste die letzte Hürde aus 15cm Hartholz verkleidet werden, damit Treffer, die versehentlich dort hin gehen, unmöglich etwaige Schrapnelle wieder austreten lässt 

 

Was die hier erfragten Schallschutztunnel angeht, so  müssen diese natürlich geprüft und für den Einsatz in einer Schießstätte freigegeben sein. Das ist es was diese Teile so teuer macht.

 

Gruß TPG

Geschrieben (bearbeitet)
vor 31 Minuten schrieb UA-TPG1:

 

Alles was dazu führen kann, das sich z.B. bei einem direkten Anschuss Splitter etc erzeugen kann (von sich heraus oder vom Geschoss etc.) führt unweigerlich zum Erlöschen der Betriebserlaubnis eines Schießstandes.... Das ist mal sicher. Bauliche Merkmale, die nicht umgangen werden können (Träger, Betonschürzen etc.) sind sehr aufwändig so zu verkleiden, dass bei einem Anschuss eventuelle Splitterwirkung nicht mehr durch die Verkleidung gelangen, und somit schaden anrichten kann. Zum Beispiel durch dicke Ummantelungen aus Hartholz etc.

 

Das ist in keiner Weise aufwändig und eben kein Hartholz:

 

Zitat

2.5.3 Schutz vor rückprallenden Geschossen

 

Geschosse, die auf senkrecht zur Schussrichtung stehende Flächen aus harten Baustoffen (z. B. Beton, Mauerwerk, Stahl) auftreffen, deformieren bzw. zerlegen sich. Es ist nicht auszuschließen, dass Geschossfragmente bzw. abgesprengte Teile der Baustoffe in Richtung der Schützen zurückprallen und diese gefährden. Deshalb müssen in Schießständen für Feuerwaffen die dem Schützenstand zugekehrten Flächen aus harten Baustoffen wie Hochblenden einschließlich deren Stützen, Unterzügen oder Blenden (z. B. zum Schutz von Beleuchtungseinrichtungen) verschalt werden. Die Verschalung ist bis zu den folgenden Entfernungen ab der jeweiligen Feuerlinie in Schussrichtung gesehen mit Weichholz der Dicke ≥ 2,4 cm auf Abstandslattung ≥ 2,0 cm fugenlos auszuführen:

 

 

vor 31 Minuten schrieb UA-TPG1:

Bei der Abnahme unseres Mehrdistanzschießstand musste die letzte Hürde aus 15cm Hartholz verkleidet werden, damit Treffer, die versehentlich dort hin gehen, unmöglich etwaige Schrapnelle wieder austreten lässt 

 

Ja...früher durfte mancher manches Gutachte, was vollkommener Quark war und vom nächstren Quacksalber dann mit  mit anderen, ebenso nicht Richtlinienkonformen forderungen ersetzt wurde, zum Schaden den Vereine.

 

Darum an @KPS: Informiert euch unbedingt auch selber, Schießstandrichtlinie ist Pflichtlektüre bei sowas.

 

 

Zurück zum Schallschutz:

 

 

Zitat

4 Offene Schießstände für Einzelgeschosse

 

Ggf. können Maßnahmen zum baulichen Schallschutz notwendig sein. Hierbei kann es sich beispielsweise um folgende Lösungen handeln:

– Durch entsprechende Gestaltung des Schützenstandes kann die Ausbreitung des Mündungsknalls beeinflusst werden.

– Schallabsorbierende Bekleidungen von Hochblenden können Schallreflexionen vermindern.

– Durch Teilumschließung der Schießbahn lässt sich die Ausbreitung des Mündungsknalls reduzieren.

 

 

Ich kann euch nur zu Steinwolle und ggf zusätzlich Sauerkrautplatte raten. Das ist der standard, billig und Brandschutzklasse A1. Und mit den Tunnel verbaut ihr euch die Möglichkeit für dynamischeres Schiessen, weil man in den elenden Tunnel gezwungen wird.

Bearbeitet von ASE
Geschrieben

Wie einfach wäre es doch , sich mit dem Schießstandsachvefständigen zu unterhalten was möglich und sinnvoll ist , um danach eine problemlose Standabnahme zu bekommen ...... .

Aber warum einfach , wenn es auch eine  steinigen Weg gibt 😂 .

 

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb ASE:

 

Ich kann euch nur zu Steinwolle und ggf zusätzlich Sauerkrautplatte raten. Das ist der standard, billig und Brandschutzklasse A1. Und mit den Tunnel verbaut ihr euch die Möglichkeit für dynamischeres Schiessen, weil man in den elenden Tunnel gezwungen wird.


Da die Ausgangsfrage explizit nach Schallschutztunnel ging, impliziert das Langwaffenstand, nicht Kurzwaffe. Meist ist das dann 100m aufwärts und somit für dynamisches Schießen irrelevant.

Sollte es anders sein, sollte der TE genauer schreiben, was genau Sache ist.

 

Geht es um einen Kurzwaffenstand, bin ich dabei. Sauerkrautplatten sind der Standard und ausreichend erprobt.

@KPS gib doch bitte mal mehr Infos, um was es genau geht.

- Was für ein Stand soll umgerüstet werden?

- Bist Du aktiv in der Planung involviert?

- Was sagt der Schießstandsachverständige?

- Was sagt das Lärmemmissionsgutachten genau, welche Einschränkungen hat der Verein dadurch zu erwarten?

- etc.

 

Einfach irgendetwas machen, könnte problematisch werden, wenn die Maßnahmen nicht den Anforderungen des Gutachtens zur Lärmreduzierung gerecht werden.

Wie bereist weiter oben geschrieben wurde, am besten auch den Schießstandsachvesrtändigen in die Planung einbeziehen! Auch wenn es Geld kostet.

Geschrieben

Ich habe noch mal mit unserem 1. Vorsitzenden Rücksprache gehalten. Und ja, das war in der Tat Weichholz, ich hatte das was das angeht falsch in Erinnerung.

Mit aufwändig war das fachgerecht stabile und fugenlose Montieren gemeint. Einfach mal ne Holzplatte davorstellen ist da nicht. Letztendlich können wir uns an einigen Beschreibungen hier streiten. zu guter Letzt machst du am Ende genau das, was der Sachverständige dir vorschreibt. Ein rechthaberisches, loses Mundwerk zu dem was irgendwo steht etc. bringt dich da als Betreiber, der gerade mehrere 100.000 Euro verbaut hat, nicht weiter.

So auch auf dem Mehrdistanzstand, in dem man bis auf wenige Meter ans Ziel geht. Wenn der SV sagt, da kommen min. 15cm im Kreuzverbund drauf, dann machste das einfach so und fängst nicht an zu diskutieren....

 

Gruß TPG

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