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IGNORED

Nordhessen, Jäger vermisst!


Michael-Mo
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Eben grade in den Frühnachrichten gehört:

Schwalm-Eder: Vermisster Jäger bleibt verschollen

27.06.2012

Der im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen vermisste Jäger ist noch immer verschollen. Die Polizei hat die Suche nach dem möglicherweise verletzten Mann nun erstmal abgebrochen.

Es haben sich bisher keine Zeugen gemeldet. Auch eine Vermisstenmeldung liegt nicht vor, sagte ein Polizeisprecher im Gespräch mit HIT RADIO FFH. Er bittet darum, dass sich Menschen, die rund um Fritzlar einen streunenden Hund oder ein verlassenes Auto sehen, bei der Polizei melden.

Hintergrund: Am späten Abend hatte ein Mann im Fritzlarer Krankenhaus angerufen. Er sei Jäger und von einem Wildschwein angegriffen worden. Dann war das Gespräch abgerissen. Es waren wohl Hundegebell und andere Tiergeräusche zu hören. Sofort hatte die Polizei angefangen, nach dem verletzten Jäger zu suchen. Bislang aber eben ohne Erfolg.

(Ich hoffe es ist hier nicht so fehl am Platz, ich habe keine für mich passendere Rubrik gefunden..)

Mo

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Wenn das keine Ente ist, dann ist das richtig S******e!

Klingt an sich erst mal realistisch.

Wir hatten erst letzten Winter einen Fall im Landkreis, bei dem ein nichts ahnender Jäger (Fütterung auffüllend, links und rechts ein Eimer in der Hand und das Gewehr auf dem Rücken) von einem Keiler angegriffen wurde. Irgendwie hat er es dann geschafft, den Keiler mit dem Gewehr von sich runterzuschiessen...Reschbeggt, wie der Frange sagt. Dennoch schwere Beinverletzungen, wie bei einem Keilerangriff zu erwarten.

Ausbildung im Verteidigungsschiessen auch mit Kurzwaffe, potente Kurzwaffe immer griffbereit am Mann und praktische Übung im Abbinden des eigenen Beins und relevante Alarmierungsmöglichkeiten scheinen eher in die Kategorie "gute Idee" zu fallen.

Hoffentlich finden Sie den guten Mann noch lebend...aber Blutverlust und relativ kalte Nächte sind nicht sein Freund.

Carsten

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Wenn das keine Ente ist, dann ist das richtig S******e!

Hoffe doch auf schlechten Scherz, hätte jedenfalls nicht die Tel.Nr. des hiesigen Krankenhaus parrat um anzurufen, eher schon die 110, oder wie oben, die 112.

Edited by Perser
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... und ggf. anpeilen.

Eben, wenn der Jäger mit dem Handy telefoniert hat, ist das eingeschaltet und man müßte es anpeilen können.

Allerdings kenne ich mich auf dem Gebiet überhaupt nicht aus, mit Wildschweinen schon eher.

Gude

Edited by Murmelgießer
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... und ggf. anpeilen.

Was aber idR "nur" die Funkzelle ausgibt (es findet keine Triangulation oÄ statt), und diese kann auf dem Land, mitten im Nirgendwo, schonmal größer ausfallen. Aber natürlich besser als nichts!!

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Eben, wenn der Jäger mit dem Handy telefoniert hat, ist das eingeschaltet und man müßte es anpeilen können.

Ich nehm mal dein Handy, und werf es gegen nen Baum.

Da dein Handy ja die entsprechenden Militärzertifizierungen hat, sollte ihm das nichts ausmachen...

Peilung funktioniert über Funkzellen.

d.h. es stehen Masten in der Gegend herum, und je weiter entfernt, desto schwächer das Signal des Handy.

Damit kann gesagt werden: "Irgendwo in Funkzelle A näher an Mast X als an Y".

In der Stadt kein Problem, auf dem Land Abstand der Masten locker mal bis 6km.

d.h. für die Lokalisierung nicht geeignet.

Vielleicht hatte er das Krankenhaus im Handy gespeichert. z.B. wenns ein älterer Jäger war möglich.

Zudem: Vielleicht kennt er da nen ortskundigen Arzt.

Anruf bei der 112: "Ich lieg an der Weiherkanzel!" "Äääääh wo?!?"

Anrufe beim jagenden Arzt: "Ich lieg an der Weiherkanzel! Da wo der Heinz bei der letzten Drückjagd den Bock erlegt hat!" "Ich komme!"

Die Waldwege haben nicht alle Straßennamen und die Bäume Hausnummern... :confused:

Wenn ich draußen im Wald liege, würd ich SICHER nicht die 112 anrufen und an der Großleitzentrale in der nächsten Stadt rauskommen.

Das dauert Tage, bis die das finden...

Edited by JaegerAusBayern
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... relativ kalte Nächte sind nicht sein Freund.

Gerade das kann ihm das Leben retten, wenn er sich nicht übermäßig bewegt, aber so gross ist doch Hessen nun auch nicht und haben die nicht heute alle die neuen Hubschrauber mit den tollen Infrarotkameras ?

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Schätze mal, dass die Kosten des Einsatzes an ihm hängen bleiben. Wenn der Hubi mit am Werk war, wird's richtig teuer!

Was ein Vollhorst, hoffentlich wirds schmerzhaft teuer!

(aber immer noch besser, als das wirklich ein Jäger schwer verletzt im Wald liegt..)

Mo (besser ein Depp, als ein Toter..)

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Der gehört eingewiesen...

Das tut doch kein geistig normaler Mensch. v.a. die Lizenz LKW zu fahren sollte man so einem Menschen mal schnell entziehen...

Na hoffentlich wird die Rechnung hoch. Die Beamten sollten alles aufschreiben, incl. der Kaffeepausebrötchen.

30 Jahre wird er wohl bluten müssen (dann Verjährung). Wenn der Heli dabei war, ist er locker bei 50.000€ und mehr. GUT SO!

Aber wenigstens ist kein Jagdkollege verunglückt...

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Leute gibt es.... :peinlich:

Mir erschließt sich nur nicht, wie die ihn über das Handy "orten" konnten.

Ich gehe davon aus, wenn er sogar Hundegebell auf ner CD hatte, dass er die Nummer unterdrückt hatte. Hinzu kommt, dass er bei einem Krankenhaus anrief....

VG Johannes

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Rufnummer unterdrückt heißt ja nur, dass diese dem Angerufenen nicht übermittelt wird. Im Fernmeldenetz bzw in den Logs ist der Anrufer natürlich sehr wohl ersichtlich. Sonst könnte er sich ja nichteinmal in eine Funkzelle einbuchen ^^

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...

Vielleicht hatte er das Krankenhaus im Handy gespeichert. z.B. wenns ein älterer Jäger war möglich.

Zudem: Vielleicht kennt er da nen ortskundigen Arzt.

Anruf bei der 112: "Ich lieg an der Weiherkanzel!" "Äääääh wo?!?"

Anrufe beim jagenden Arzt: "Ich lieg an der Weiherkanzel! Da wo der Heinz bei der letzten Drückjagd den Bock erlegt hat!" "Ich komme!"

Die Waldwege haben nicht alle Straßennamen und die Bäume Hausnummern... :confused:

Wenn ich draußen im Wald liege, würd ich SICHER nicht die 112 anrufen und an der Großleitzentrale in der nächsten Stadt rauskommen.

Das dauert Tage, bis die das finden...

Wenn ich in eine echte Notsituation komme, in der es um mein Leben geht, rufe ich sicher 110 oder 112 an. Keine Experimente mit irgend welchen Bekannten, so etwa halte ich für groben Unfug. Die Notrufzentrale kann immer noch bei meinem Jagdkollegen anrufen und sich erkundigen.

Anruf bei der 112:

"Ich lieg in meinem Revier in Knatterheide an der Weiherkanzel!"

"Äääääh wo?!?"

"Fragen Sie Herr XY, er ist Arzt im Krankenhaus Buxtehude oder den Jagdaufseher Herr YX..."

Bei Notrufvariante können die Rettungskräfte auf wesentlich mehr Informationen und Leute zurückgreifen, als der Empfang des Krankenhauses. Die Info zum Revier in Knatterheide grenzt die Sache schon mal so weit ein, das man einen RTW loschicken kann. Parallel dazu telefoniert die dann mit dem Krankenhaus Buxtehude, mit dem Jagdaufseher und mit der Jagdbehörde um rauszufinden wo das Revier und der Ansitz liegen.

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Seit vielen Jahren dürfen deshalb in Japan nur noch GPS-Handys verkauft. Beim Wählen von Notrufnummern wird automatisch der geographische Standort übermittelt. Deswegen sind auch GPS-Module so preiswert geworden - die reine Elektronik unter 5 $.

Die Debatte mit Handyortung hatte ich auch schon mal bei der Meldung eines beginnenden Waldbrandes. Was jeder 16-Jährige mit Webseiten bei seinen Kumpels hinkriegt, dürfen deutsche Behörden nicht - wegen des Datenschutzes. Selbst wenn man mitteilt "Ich erlaube Ihnen hiermit, dass Sie mich anpeilen" dürfen die das nicht. Bin dann anderthalb Kilometer aus dem Wald marschiert, habe der Leitwarte eine Adresse mit Straßennamen und Hausnummer angegeben und dann als Pfadfinder die Feuerwehr an die Einsatzstelle gebracht. Als Unfallopfer abseits einer postalischen Adresse hätte man in Deutschland wohl schlechte Karten.

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Mir erschließt sich nur nicht, wie die ihn über das Handy "orten" konnten.

Den Standort zu "orten", ist relativ einfach. Es wurde ja schon angesprochen.

Das Handy muß schließlich wissen, über welche Feststation es ein Gespräch aufbauen soll. Zu diesem Zweck mißt es die Feldstärken der umliegenden Stationen und wählt dann die Station mit dem stärksten Signal aus. Die vom Handy gemessenen Daten lassen sich aber (vom Provider) auslesen und mit den Feldstärkedaten von 5 oder 6 umliegenden Feststationen läßt sich dann schon recht genau ein Standort ermitteln. Selbstverständlich ist der in einem Ballungszentrum mit dichter stehenden Feststationen genauer, als auf dem platten Land. Das geht übrigends so lange, wie das Handy eingeschaltet ist, das heißt, solange sich eine Batterie in dem Gerät befindet.

Nebenbei gesagt, kann jeder diese Ortung bei seinem Provider für sein eigenes Handy beantragen. Also auch dein Chef für dein Firmenhandy.

Was den Anruf bei einem Krankenhaus angeht, so würde ich mal davon ausgehen, das dort alle Anrufe und die Verbindungsgaten automatisch mitgeschnitten werden, wie bei Polizei und Feuerwehr auch.

Edited by ratneck
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