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IGNORED

Stempel(ver)fälschungen


mühli

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In letzter Zeit hörte ich von einer bestimmten Firma in DE -Namen nenne ich bewusst keinen, die ein wenig bei den Stempeln nachhilft auf bestimmten (Sammler)Waffen.

Um was geht es: Viele Waffensammler die ein bestimmtes Stück suchen, hätten gerne ein historisches Original das unter Umständen auch ein paar historisch korrekte und wenn man Glück hat relativ seltene Stempel drauf hat. Das solche Stücke mit gewissen Stempeln und wenn sie dazu noch in seltener Ausführung entsprechend teuerer sind als die Normalo-Versionen dürfte klar sein.

Jetzt habe ich eben in letzter Zeit von verschiedenen Seiten gehört das diese bestimmte Firma da immer mal wieder etwas "nachhilft" oder um(ge)stempelt um eben aus eher preisgünstigen Varianten teure Stücke (neu) konstruiert. Man könnte zu dem eigentlich schon fast Betrug sagen, was es auch ist bei genauer Betrachtung. Deshalb weil der Sammler oder Waffenerwerber bewusst im Irrtum gelassen wird, da erdenkt ein historisch gestempeltes Original zu erwerben, was es in Tat und Wahrheit eben nicht ist. Ich finde diese Praxis auch höchst unfair gegenüber dem Käufer, da ja gerade der Erwerb einer Sammlerwaffe, wobei historische Stempel wichtig sein könnten, Vertrauenssache ist.

Vielleicht hat ja der einte oder andere User schon ganz schön unangenehme Erfahrungen mit falsch oder nachträglich gestempelten Waffen die auf Original historisch getrimmt wurden bittere Erfahrungen machen müssen. Es schadet einfach der Branche, wenn eine bestimmte Firma so ein Geschäftsgebaren hat.

P.S: Ich hoffe ich habe jetzt nicht gegen irgendeine Regel der WO-Nettiquette verstossen da mein Posting hier äusserst heikel ist. Falls ja bitte Mods den Thread umgehend löschen.

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Hmmmm....

Das Problem scheint nicht nur auf D beschraenkt zu sein. Hier auf der Insel tauchen auch fragwuerdige Teile auf.

Einen Faelscher hab ich sogar kennengelernt, dieses "Borstentier". Der hat alte, billige Boxlocks auf Purdey and H&H umgebastelt.

Und neulich durfte ich auch ein gefaktes Hook Quillon 1907 sehen....

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Gewisse Abnahmestempel haben eigentlich überhaupt keine Aussagekraft mehr, wenn die Historie nicht eindeutig durch die Waffennummer oder anders belegt ist. Es geht sogar soweit das begehrte Stücke bewusst "gebaut" werden aus anderen Waffen und Ersatzteilen. Beispiele sind diverse K98 ZF Versionen, oder kleinkalibrige schwedische Ordonnanzgewehre.

Für die, dies noch nicht gemerkt haben, z.B. in Amerika kann man sich für ca. 60,- US $ einen neugefertigten "Nazischlag" bestellen, und natürlich auch den passenden WAA Stempel. In Zeiten der modernen Fertigungsmöglichkeiten stellt es kein Problem dar sich entsprechende Stempel fertigen zu lassen, wobei auch noch die alten originalen Abnahmezeichen sicher noch teilweise im Umlauf sind.

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(das diese bestimmte Firma da immer mal wieder etwas "nachhilft" oder um(ge)stempelt ) -Zitat-

Man muß das garnicht mal reduzieren und weich formulieren: "eine bestimmte Firma"-

Ich kenne einen Metaller, der dir jeden gewünschten "Stempel" als Laser"gravur" oder geätzt- ich weiß nicht wie das technisch abläuft, auf zusammengestoppelte Mauser 98 -Systeme anbringt.

Zur Ehrenrettung muß ich aber sagen, daß "er" damit kein Geschäft macht, sondern auf Wunsch von Vereinskameraden "originale" Mauserbanner und code-Gravuren" anbringen KANN.

Die Versuchung ist natürlich groß, beim Wiederverkauf solche ge"türkten" Systeme als einmalig, original, wertsteigernd zu veräußern.

Nicht anders als bei einer (Auto)tachorücksetzung:

Der "Hilfsgeselle" ist aus dem Schneider.

Mein Kaufverhalten:

Ordonnanzgewehre? Nein Danke!

Ist nicht (mehr) meine Disziplin- MEINE Waffen kaufe ich grundsätzlich nur als Neuwaffen-

mit allen Annehmlichkeiten und Gewährleistungen im Garantiefall.

Ich würde mir ebenfalls in Istanbul auch keine günstige Rolex kaufen.

Dennoch gibt es genügend Käufer, die darauf reinfallen- wie bei Waffen:

Merke- die Welt WILL beschissen sein!

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Wenn man um diese Umstände weis, kann man sich drauf einrichten.

Wer Ordonnanzwaffen nur zum Ballern haben will, dem kans Wurst sein, der sucht sich dann eh was bezahlbares.

Sammler sollten schon in ihrem Gebiet so fit sein, dass man sie nicht so ohne Weiteres übern Nuckel schieben kann.

Und wer es nicht ist, der lernt eben durch Schmerzen.

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Ein WaA Stempel frei wählbarer Größe und Bezeichnung würde mich momentan um die 80 Euro kosten, Versand inklusive.

Selbiges gillt für so ziemlich jeden anderen vergleichbaren Schlagstempel dessen Motiv und Größe variieren kann, mit diesem auch der Preis.

Die Gier ,die auf dem US- Amerikanischen Markt in den letzten 15 -20 Jahren ausgebrochen ist, gepaart mit dem minimalen Detailwissen der durchschnittlichen Konsumenten da drüben, hat vermehrt solche Blüten hervorgebracht.

Gegeben hat es das aber schon in den 60er Jahren.

Als beste Beispiele seien mal die Unmengen von "Totenkopf -Karabinern" angeführt, die von Manchen einfach deshalb als Originalstücke angesehen werden, weil das Ding ja schon bei Vattern im Schrank stand.

Ich denke mal, jeder weiß wer da gemeint ist, trotzdem wird niemand der nicht "währenddessen" danebensteht sagen "ja- der soundso macht desunddes", aus sehr einfach nachvollziehbaren Gründen.

Ob die Zungen, die behaupten, die SS unterhielte bis zum heutigen Tage irgendwo an einem westdeutschen Fluß ihr Zentralzeugabnahmeamt 4 nun wirklich böse sind, oder aber die Wahrheit kundtun, will ich nicht kommentieren. Angeblich hat die SS ja auch auf der Rückseite des Mondes und unter den Polkappen geheime Raumbasen..... zumindest wenn man gewissen Sekten(?) traut, die solches gern und oft in den Weiten des Internet kundtun. (Googlestichworte : Neuschwabenland, Haunebu Vril Schauberger usw.)

Andersrum: Wenn man für unter 1000 Euro irgendwo einen nummerngleichen K98 aus belegbaren SS- Beständen kaufen könnte- nun, wie lange müsste man da wohl warten, bis eine Flut amerikanischer Händler über uns hereinbräche um selbst die letzte SS- gestempelte Schraube zu kaufen? Bis jetzt (und auch die letzten Jahre) ist das aber nicht geschehen. Es könnte natürlich sein, daß gerade die ganz kleinen Werbeanzeigen schnell überlesen werden, besonders in den einschlägigen Zeitschriften. Könnte....

Amerikanische Foren sind da ein durchaus informativer Quell. Vor Allem wenn man die Preise liest, die dort so Mancher für eine derart aufgebrezelte Knifte abgedrückt hat. DA kommt einem bundesdeutschen Familienvater schnell die Feuchte ins Auge, eingedenk des Umstandes daß man sich für sowas ein schönes gebrauchtes Auto hätte kaufen können...

Es ist halt immer so eine Sache: Man kann natürlich dazuschreiben, "bnz Einzelrune" , "sszza4" usw. . Solange man nicht behauptet, das Ding sei ein zweifelsfreies zeitgenössisches Original (und wer will das bestimmen?) , kann man sich leicht herausreden, man hätte das Ding so bekommen, die Beweislast umkehren und ggf. mit dem Rechtsverdreher drohen.

Das ist ein Hauptübel in der gesamten Militaria- Szene, es wird gefälscht was das Zeug hält. Und gemäß der Devise "Gier frisst Hirn" wird auch gekauft. Wenn ein Hakenkreuz oder sogar Runen drauf sind, ist eh alles zu spät.

Lustig wird es erst, wenn der Beschiß (und nichts Anderes ist sowas) ruchbar wird, und der Verkäufer damit konfrontiert wird.

Von anstandsloser Rücknahme bis zur Behauptung , es sei ein Original verschickt worden und durch den Käufer gegen eine Kopie ausgetauscht worden gibt es alles Mögliche .

Nachdem die meisten Verkäufer sogar im Inland gut damit durchkommen, wird sich an solchen Unsitten auch nur wenig ändern.

Das bezieht sich jetz wohlbemerkt auf niemand Bestimmten, schon garnicht auf irgendwelche >Firmen oder Privatpersonen in Deutschland... :rolleyes:

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Weiter oben schreibt doch jemand was von gefakten Holland & Holland.... das wird es also wohl auch geben, schätze ich mal. Wobei es sich da richtig lohnen dürfte, wenn man die Preise aus den letzten Frank & Monika Katalogen im Kopf hat.

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Das thema ist Uralt aber es stimmt. Eine Firma die nicht mehr existert hat das in großen Mengen gemacht.

Weiß ich aus erster Hand.

mfg

Also ich weiß aus zwei von einander unabhängigen Quellen (Vereinstammtisch + externer Dritter), daß es eine existierende Firma gibt, die so was auchnach wie vor tut.

OK, zugegeben, solches Gerede kann man genauso bewerten wie das fälschen von Ordonanzwaffen aber irgendetwas muß schon dran sein, wenn so viele hier das auch bestätigen.

Wie man das findet, brauch nicht erwähnt zu werden... :peinlich:

Ich verzichte aus diesem Grund auch ganz bewußt auf einen meiner innigsten Wünsche (.30 M1 Carbine mit Klappschaft). Die Gefahr hier ein "Original" zu erwerben ist einfach zu groß.

Aber das wäre doch mal ein neues Sammelthema: "Ordonannzwaffen der Kriegsparteien mit gefälschten oder neuzeitlich nachempfundenen Stempelungen"

Man muß sich dafür nur begeistern können :rotfl2:

Gruß,

Oliver

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Wie erklaert sich in diesem Zusammenhang folgende Haendleranzeige in Visier 12/06?

P 08 Magazin WK 2 mit Aluboden mit Ihrer Wunschnummer € 79,00

Moin,

wahrscheinlich hat er genau genau 9999 Magazine

mit verschiedenen Nummern vorliegen... :rotfl2:

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Hallo,

ein sehr gutes Thema. Ich kann ja die Fälscher verstehen: die Gewinne gehen in den Keller, Geiz ist dauergeil, die Bude läuft nicht. Hatten wir doch in einem anderen Fred, einer nach dem anderen als Händler geht die Puste aus. In meinem Umfeld haben in den letzten 5 Jahren gut 5 Händler das Handtuch geworfen.

Der Markt ist satt, der 90er Ostmarkt hat noch mal einem Boom wie in vielen Bereichen gebracht, jetzt ist da auch Pumpe und die Wirtschaftskriese wurde eben nur mal ein paar Jahre verschoben.

Fakt ist aber, wer eben diese Manipulationen mit dem Ziel vornimmt etwas anderes Vorzutäuschen, ist und bleibt ein Betrüger.

Mir haben mal zwei Büxer von ihren früheren Lehr- und Arbeitsverhältnissen bei einigen Firmen erzählt.

Danach würde ich an eine Sammlerwaffe nur noch glauben, wenn mir mein eigener Opa seinen 98er aus dem Dachboden zieht.

Jedenfalls haben mir beide erzählt, dass in den Werkstätten Stahlplatten rumlagen, die so aussahen als ob die schon in alle Länder, Zeiten und Hersteller gewesen sind. :peinlich:

Vielleicht zeigt euch ja mal so ein großer Künster seine Werkstatt?

Beste Grüße

Bernd

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Ich verzichte aus diesem Grund auch ganz bewußt auf einen meiner innigsten Wünsche (.30 M1 Carbine mit Klappschaft). Die Gefahr hier ein "Original" zu erwerben ist einfach zu groß.

Warum denn das?? Es gibt da nur 2 Dinge zubeachten. Schaft muss zwei IO und einen gekreuzten Kanonstempel im Kreis haben, wo sage ich jetzt nicht und der Carbine MUSS ebenfalls ein Inland sein. Fertig.

Ausweichend kann auch ein RI3, oder SA auf dem Pistolengriff sein, wären dann field replacement Teile.

Bei fragen: PN!

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Also ich weiß aus zwei von einander unabhängigen Quellen (Vereinstammtisch + externer Dritter), daß es eine existierende Firma gibt, die so was auch nach wie vor tut.

eine.....! :rotfl2:

Ich kaufe schon mal deutsche Ordonanzwaffen von Sammlern oder aus Todesfällen an.

Wenn man sich die dazugehörige WBK anschaut, insbesondere die Herkunft der Waffe, dann weis man was man vor sich liegen hat.

Da sind allerlei mögliche und unmögliche Sachen im Umlauf, 08en mit Palmen auf Kniegelenken, 98er mit gleicher Pflanze auf Systemhülse und Laufwurzel, FN-HP und Modell 27t mit Runen. Beim Zubehör, Optik und deren Montagen sieht es ähnlich aus. Ich habe noch niemanden erlebt dessen kurze Seitenmontage oder Montage für ZF41 oder ZF-K43 nicht orginal sein sollte. Darüber könnte ich Bücher schreiben was ich schon an Gurken unter die Finger bekommen habe.

Gruß

Frank

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Warum denn das?? Es gibt da nur 2 Dinge zubeachten. Schaft muss zwei IO und einen gekreuzten Kanonstempel im Kreis haben, wo sage ich jetzt nicht und der Carbine MUSS ebenfalls ein Inland sein. Fertig.

Ausweichend kann auch ein RI3, oder SA auf dem Pistolengriff sein, wären dann field replacement Teile.

Bei fragen: PN!

Moin,

du weist aber schon, dass diese Schlagstempel (sowohl für Metall als auch die für Holz) als Neufertigung bei einem Ami-Versender erhältlich sind.

Zu vielen der Fakes ist zu sagen, das sie einfach grottenschlecht gemacht sind, weil ja damit schnell Geld verdient werden soll. Es gibt aber auch richtig gute Arbeiten, die man zumindest handwerklich anerkennen muß.

Oft ist es hilfreich zuerst das Gesamtbild der Waffe zu beurteilen.

Dann als Hinweis für alle Sammler oder die es werden sollen:

ALLES WAS IHR AN GUTER LITERATUR SPART WERDET IHR AN WAFFEN MEHRFACH DARAUFZAHLEN

Grüße

Robert

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.......

ALLES WAS IHR AN GUTER LITERATUR SPART WERDET IHR AN WAFFEN MEHRFACH DARAUFZAHLEN

Grüße

Robert

Moin !

Das ist ja Balsam auf meine Verlegerseele !

Robert, Danke, Danke, Danke. (Auch falls Du mich jetzt nicht direkt gemeint hast)

Grüßle

jaeger7-de

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du weist aber schon, dass diese Schlagstempel (sowohl für Metall als auch die für Holz) als Neufertigung bei einem Ami-Versender erhältlich sind.

ach weisst Du, es gibt keine guten Kopien von M1A1 Schäften. Da ist zuviel zu beachten und die Repros auf egun und auch beizahlreichen Händlern um die 100 euro sind doch ganz nett anzuschauen, auch wenn man sie auf 5 Meter als repro erkennt.

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gerade auf Börsen für Schützen , Sammler

Die Auktionen sind noch viel schlimmer... diese Woche war Horror. Dienstag Sothebys, Mittwoch Christies und heute Holts. Da kommt man schon garnicht mehr dazu sich alle Pruegel genau anzugucken (allein bei Holts hatten die so um die 3500 Lots)

Ich hab sogar schon vergessen auf was ich alles comission bids abgegeben habe...

Ich nehme mir ja sogar schon Freunde mit um beim Viewing alles sehen zu koennen... Und da war Murks dabei... die eine SO4 sah aus, als ob sie selber von einer SO4 getroffen wurde, mehrfach. Die Enfields waren bespielt, die Mausers waren grottenschlecht und bei der kleinen suessen Hammergun war der Schaft wohl gebrochen. Und bei dem eigentlich huebschen Warnant den ich erstanden habe, habe ich erst spaeter bemerkt, dass da einer die Zuege aus dem Lauf geborht hat. Das Teil haelt gerade mal die PL12 Scheibe auf 25 Yard.

Naja: Eine schoene Lee Metford haben wir bekommen, und bei den Comission Bids werde ich wohl in 2-3 Wochen wissen was ich alles bekommen habe.

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Grundsätzlich gibt es nichts, was nícht gefälscht wird. Und speziell im Sammlerbereich hilft auch Literatur nicht immer weiter, weil es eben nicht nur schlechte Fälschungen für geizige Käufer gibt ^_^ . Aber wie Robert schon geschrieben hat - ohne Hintergrundinformationen sollte man halt die Finger von sowas lassen.

Ausser man will (viel) Lehrgeld bezahlen :huh:

dl

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