

Proud NRA Member
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Die Frage dürfte sein, ab wann der "wirtschaftliche Zweck" im Vordergrund steht. Ohne mit der Materie Erfahrung zu haben, würde ich einmal sagen, dass wenn offenkundig der verfolgte Zweck die Ausübung des Schießsports durch die Mitglieder ist, eben kein wirtschaftlicher sondern ein sportlicher Zweck im Vordergrund steht. Grenzwertig könnte es irgendwann mal werden, wenn ein erheblicher Teil der Standbenutzer Gäste sind, und denen dafür Gebühren abgenommen werden, die dann Vereinsmitgliedern zugute kommen (sagen wir mit einer unüblich hohen Aufwandsentschädigung für einen Übungsleiter, der den Gästen hilft). Auch wenn sich Gewerberecht und bürgerliches Reicht in der Definition des wirtschaftlichen Zwecks nicht unbedingt exakt gleichen müssen, sollte man doch annahmen, dass ein Idealverein im Sinne des bürgerlichen Rechts, was bei nahezu allen Schützenvereinen gegeben sein sollte, egal ob gemeinnützig oder nicht, auch keinen wirtschaftlichen Zweck im Sinne des Gewerberechts verfolgt.
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Flächenlastberechnung für Steel-Plates
Proud NRA Member antwortete auf webnotar's Thema in Steelshooting
Machst Dir Dir jetzt eine Spaß oder ist das ernst gemeint? 😄 Die Newton'sche Physik ändert sich nicht, auch nicht unter der Gallilei-Transformation. Man kann die Vorgänge auch in jedem beliebigen Intertial-, oder mit etwas mehr Arbeit auch Nichtintertialsystem aufschreiben, und sie ändern sich nicht. So geil, dass das nicht mehr ausreichen würde und eine relativistische Betrachtung nötig würde, sind selbst Deine Handladungen nicht. Recht hast Du natürlich insofern, als dass die Vorgänge beim Auftreffen komplex sind, und deshalb, wie ich ja oben schon geraten hatte, die Aufstellung eines theoretischen Modells eher schwierig werden dürfte. Daher ja mein Vorschlag, einfach die Dinge, die interessieren, empirisch zu ermitteln. Dazwischen dann für andere Kaliber zu interpolieren sollte schon grob hinkommen. -
Flächenlastberechnung für Steel-Plates
Proud NRA Member antwortete auf webnotar's Thema in Steelshooting
Schwierig, aus den angesprochenen Gründen. Eine Literatur dazu ist mir nicht bekannt, so dass es für theoretische Modelle wohl zu früh ist. Am erfolgversprechendsten wäre wohl eine empirische Überprüfung mit verschiedenen Kalibern, Geschossen, Distanzen und Zielen, und dann daraus Näherungsformeln abzuleiten. Mein Tipp wäre, dass da die Geschossgeschwindigkeit in so rund in dritter Potenz mit eingehen wird, die Geschosshärte ebenfalls im Quadrat oder dritter Potenz, und dass die damit den Rest dominieren. -
Flächenlastberechnung für Steel-Plates
Proud NRA Member antwortete auf webnotar's Thema in Steelshooting
Das mit Abstand fieseste Szenario, das bei mir vorkommt, ist die Übung auf ein kleines Ziel in 100 Yard, aus dem Stehen, von Barrikaden, usw., normal mit .223 in 55 gr., was durch das Tempo der leichten Geschosse extra gemein für den Stahl ist. Gegen den Schaden dabei sind die Schäden einerseits mit Pistolenkalibern und andererseits mit Gewehrkalibern auf größere Entfernungen (Präzision auf Distanz übe ich normal auf 600 Yard) vernachlässigbar. Gelegentlich mache ich das auch mit .308 oder 6.5. Meine Ziele haben Befestigungen, bei denen im Ziel ein Loch ist, durch das eine Schraube (mit flach-rundem Kopf und gehärtet) das Ziel hält. Die Schraube ist nach ein paar Gewehrtreffern logischerweise hinüber und das Ziel fällt runter, aber das passiert nicht besonders häufig, denn ihre Fläche ist im Vergleich zur Fläche des Ziels gering und sie ist eher gegen Rand angebraucht, während die meisten Treffer hoffentlich in die Mitte gehen. Ich führe nicht Buch, aber mehrere hundert Schuss pro Schraube kriege ich im Schnitt schon. Die Ziele halten viele Schraubenleben lang, so dass 2 x 2500 mir ein brauchbarer Schätzwert erscheint. Lebensdauerbegrenzend bei den Zielen ist bei dieser Anwendung, dass der Rand der Ziele irgendwann mal aussieht wie ein Schweizer Käse. Treffer mehr gegen Mitte, nicht direkt am Rand des Ziels, hinterlassen Kräterchen, die aber für diesen Zweck nichts ausmachen. (Ich würde ein derart malträtiertes Ziel aber nicht mehr für Pistolenkaliber auf kurze Entfernungen nehmen.) Raus kommt ein Ziel, wenn der Rand zu sehr aussieht wie ein Schnitt durch besagten Schweizer Käse und deswegen größere Oberflächen in undefinierten Winkeln entstehen. Dabei ist bei den recht kleinen Zielen, die ich für diesen Zweck verwende, logischerweise ein deutlich größerer Anteil der Treffer im Randbereich als es bei größeren Zielen der Fall wäre. All meine Stahlziele sind AR 500 oder AR 550. -
Waffenrechtlich unzuverlässig bei 50 Tagessätzen und leichter Erregbarkeit
Proud NRA Member antwortete auf heletz's Thema in Allgemein
Aber umso mehr, wenn man bei seiner eigenen Beschreibung so wirkt, als ob die Beschreibung der Polizisten noch milde sein könnte... Ich weiß nicht, was in diesem Fall vorgefallen ist, aber es gab ja genügend Fälle von Reichis, die erstmal schreiend ans Richterpult vorstürmen und vom Richter seine Geburtsurkunde oder was auch immer verlangen. Das wirkt sicher weniger günstig, als wenn man mit freundlicher und leicht betroffener Mine von seinem Platz aus erklärt, man sei auf die Polizisten lediglich zugerannt, weil man befürchtet habe, ein abwesender Angehöriger sei bei einem Unfall zu Schaden gekommen, und man bedauere zutiefst, dass die das als Bedrohung aufgefasst hätten, usw. Die Reichis sind im Grunde ein masochistischer Verein. Selbst wenn man for argument's sake einmal unterstellte, an ihren staatspolitischen Thesen wäre etwas dran, dann würden sie sich und ihrer Sache immer noch keinen Gefallen tun, wenn sie mit allen Krawall suchen. Extremfall dieses Verhaltens sind Leute wie Mahler, die eine Holocaustleugnung in einer Situation äußern, wo ihnen vollkommen klar ist, dass sie absolut niemanden überzeugen werden, so sie überhaupt selber daran glauben -- die Verfolgung wegen ihrer Aussagen ist der eigentliche Zweck der Aussagen. -
Flächenlastberechnung für Steel-Plates
Proud NRA Member antwortete auf webnotar's Thema in Steelshooting
Funktioniert so, glaube ich, nicht. Sobald das Geschoss hinreichend verbeult ist, um mit seiner gesamten Querschnittsfläche einzuwirken, ist die Sache schon vorbei. Es gibt im Grunde wohl zwei Modalitäten von Schäden an Stahlzielen, jedenfalls bei Schrot, Pistolen und leichten Gewehrkalibern -- .50 BMG ist natürlich eine andere Hausnummer, aber das ist einem bei der Anschaffung eines ursprünglich gegen gepanzerte Ziele gedachten Kalibers klar: 1. Lokale Beschädigung am Ort des Auftreffens: Eine .223 macht in ein AR 500 Ziel auf 100 Meter deutlich wahrnehmbare Kräterchen und stanzt bei Treffern an den Kanten ganze Stückchen aus, während 44 Magnum auf ein Fünftel der Entfernung das nicht tut. Die Krätcherchen entstehen ihrer kleinen Größe nach zu urteilen offenbar wenn die Spitze des Geschosses mit knapp Mach 3 angeflogen kommt und die sich dahinter plastisch verformende Masse nachdrückt, was einen enormen kurzfristigen Druck- und Temperaturanstieg auf einer kleinen Fläche (viel kleiner als der Geschossquerschnitt) direkt am Auftreffpunkt verursacht. Dieser Effekt dürfte, wenn man eine spitze Form einmal voraussetzt, ganz wesentlich von der Geschwindigkeit (vermutlich zum Quadrat oder gar Kubik) abhängen, mit eher unwesentlichem Einfluss der Geschossmasse oder des Kalibers. Daher macht 55 gr. .223 deutlich mehr kaputt als 77 gr. (handelsübliche Ladungen in beiden vorausgesetzt). 2. Durchbiegen und Materialermüdung: Vielbeschäftige Stahlziele, die nicht von Gewehrpatronen zerfressen werden, biegen sich irgendwann mal durch, also ein Schaden, der nicht auf die getroffene Fläche selber beschränkt ist. Man kann das vermindern, indem man sie gelegentlich wendet. Trotzdem, der Stahl mit seinen abrasionsresistenten Wundereigenschaften wird durch dieses Durchwalken nicht besser. Diese Art der Abnutzung dürfte nahezu ausschließlich vom Impuls des Geschosses zustandekommen. Sie ist eigentlich nur relevant, wenn die lokale Beschädigung keine große Bedeutung hat, also bei für Pistolen und Schrot genutzten Zielen. Wenn Du mich persönlich fragst, wie ich das handhabe: Ziele sind wie z.B. auch Läufe Verbrauchsmaterialen. Ich trenne Ziele für Gewehr und Pistole einigermaßen, denn ein von Gewehrpatronen zu einer Kraterlandschaft geschossenes Ziel kann Mantelfragmente in unerwartete Richtungen schicken, wenn man es aus kurzer Distanz mit der Pistole beschießt. Wenn man es nicht gerade mit Gewalt darauf anlegt, und Sachen macht, die auch von der Sicherheit her nicht so klasse sind, dann ist die Abschreibung am Ziel pro Schuß klein im Vergleich zu den Munitionskosten. Der Lehrwert, bei einer auf 100 Meter aus dem Stehen beschossenen kleinen Platte sofort Feedback zu bekommen, ist die gelegentliche Neuanschaffung eines Ziels allemal wert. Die dafür genutzte kleine Platte kostet auch nicht die Welt. Wenn ich höre, dass ich mit fünf nacheinander treffe, dann lasse ich das gut sein und wechsle nur nächsten Übung, während ich bei Papier dieses Feedback nicht hätte. Sagen wir ein auf 33% verkleinerter USPSA-Stahlkamerad kostet mich $35 und nach jeweils 2500 Schuß Gewehr auf beide Seiten mustere ich ihn aus, dann sind das 0.7¢ pro Schuß, ein durchaus bezahlbares Lehrgeld. Er hat mir in der Zeit ein Vielfaches an Munitionsgeld im Vergleich zur Verwendung von Papierzielen gespart. -
Haftbefehl mit Schussverletzung! *lol*
Proud NRA Member antwortete auf Varminter's Thema in Allgemein
Die Benutzung von Visieren verstößt als grob unsportlicher Vorteil gegen das Gangsta-Äquivalent der Genfer Konvention. -
Haftbefehl mit Schussverletzung! *lol*
Proud NRA Member antwortete auf Varminter's Thema in Allgemein
Die in diesem Umfeld beliebte Technik mit der mit einer Hand seitwärts gehaltenen Pistole und für die Formvollendung dem mit der anderen Hand umschlossenen Geschlechtsteil wird nur selten gelehrt. Hier ist eine Demonstration: -
Aufbewahrung Munition in Munitionskiste
Proud NRA Member antwortete auf z-legend's Thema in Waffenrecht
Vergiss es. Solange sich einer nicht gerade im Rausch verplappert, dass er eine Entscheidung nur aus Unsympathie gegenüber der betroffenen Person gefällt hat, ist mit diesem Delikt nichts. Eine lediglich falsche Rechtsauffassung reicht jedenfalls lange nicht. Im Übrigen kann man das normalerweise auch nur begehen, wenn man Richter oder sonst an einem förmlichen Verfahren beteiligt ist. Böswillige Verwaltungsentscheidungen fallen da in aller Regel gar nicht drunter, selbst wenn sie rein böswillig sind. -
Polizeieinsatz gegen Prinz Ernst August von Hannover und Waffenverbot
Proud NRA Member antwortete auf LordKitchener's Thema in Allgemein
Und auch gegen Kranke und Behinderte. Eigentlich ein extrem unguter Charakterzug, da nachtreten zu wollen. -
Polizeieinsatz gegen Prinz Ernst August von Hannover und Waffenverbot
Proud NRA Member antwortete auf LordKitchener's Thema in Allgemein
Bei den Amis schon seit den Neunzigern für das Medical dritter Klasse, seit letztem Jahr auch für erste und zweite Klasse (also auch zum kommerziellen und Linienfliegen). In Kanada seit 2001 für kommerzielle Piloten. Natürlich nicht automatisch sondern nach fliegerärztlicher Beurteilung der individuellen Umstände. Das funktioniert. -
Die Fragen, welche die Anwendungen unterscheiden, sind eigentlich: Musst Du unter Zeitdruck nachladen? Wenn ja, welche Ladetechnik beabsichtigst Du? (Einzel, Twin, Quad - für die beiden Letzteren sollte normal die Flinte bearbeitet werden.) Daraus ergeben sich dann auch die geeigneten Halter. Wenn Du nicht Twin- oder Quad-Laden willst, dann tust Du Dir mit den Haltern dafür auch keinen Gefallen, denn die sind logischerweise so gemacht, dass die Patronen leicht rauskommen.
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Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
Mit einer um ein Drittel geringeren Mordrate als in Deutschland. Gut, bei solchen Sachen können auch statistische Verzerrungen eine Rolle spielen (z.B. wenn rücksichtsloses Autofahren in Deutschland als Mord gewertet wird, oder in Amerika die Teilnahme an einem Einbruch, bei dem einer der Einbrecher eigenverschuldet von Dach fällt, seinen Komplizen als Mord angelastet wird), und die Zahlen sind insgesamt klein genug, dass die statistische Aussagekraft begrenzt ist. Nichtsdestotrotz fällt auf, dass bei der Auflistung der Mordrate pro Kopf europäischer Länder drei Länder mit einer auf jeweils unterschiedliche Weise deutlich ausgeprägten Waffenkultur, nämlich Norwegen, die Schweiz und Tschechien sehr gut abschneiden. Das muss kein Zusammenhang von Ursache und Wirkung sein, und wenn es einen gibt muss er nicht in eine Richtung gehen. Jedenfalls gibt es nirgendwo in westlichen Gesellschaften irgendwelche Anhaltspunkte, dass ein liberales Waffenrecht zu mehr Morden führt, eher noch für das Gegenteil. -
Polizeieinsatz gegen Prinz Ernst August von Hannover und Waffenverbot
Proud NRA Member antwortete auf LordKitchener's Thema in Allgemein
War durchaus ernstgemeint. Ich habe mich aus kleinen Verhältnissen und einer ziemlich kaputten Familie einigermaßen hochgearbeitet -- nicht wohin, das man entfernt als "ganz oben" bezeichnen könnte, aber wohl doch weiter als mir Familie, Bekannte und Pauker als Kind zugetraut hätten. So habe ich ein paar Leute, die ins Geld geboren wurden, näher kennengelernt. Viele machen etwas daraus und ich kann mir einen Funken Neid nicht verkneifen, aber bei vielen denke ich auch, das sind arme Säue, wie sie aus ihren Chancen so wenig machen, insbesondere offenbar nicht besonders glücklich sind. Und das sieht dann halt besonders doof aus. Mit jemandem, der nur deshalb nicht auf die schiefe Bahn geraten konnte, weil er schon ganz unten angefangen hat und dann da geblieben ist, kann man Mitleid haben. Wer wirklich alle Möglichkeiten hatte und dann eigentlich bloß fürs Pinkeln und Prügeln bekannt wird (unabhängig davon, ob die Geschichten alle ganz stimmen), der ist schon eine arme Sau. Das merkt man ja doch auch selber. -
Waffenrechtlich unzuverlässig bei 50 Tagessätzen und leichter Erregbarkeit
Proud NRA Member antwortete auf heletz's Thema in Allgemein
Das Kind dürfte da beim ersten Prozess um die Widerstand in den Brunnen gefallen sein, nicht bei dem um die WBK. Die Reichiszene hat ja ein gewisses Talent dafür, sich da reinzureiten. Sinnvoll angegangen wäre aus dem beschriebenen Sachverhalt vermutlich eine Verfahrenseinstellung geworden -- er ging auf die Beamten zu, weil die offenbar mit ihm reden wollten, und die Faust war als altes Zeichen der sozialdemokratischen Arbeitersolidarität "erhoben", was ja normal nicht als geeignete Stellung für einen unmittelbar bevorstehenden Angriff angesehen wird. Wenn man anstelle eine solche Erklärung vom Anwalt vortragen zu lassen natürlich sich darüber auslässt, dass man das Gericht nicht anerkenne usw., dann dürfte das weniger günstig sein, bisweilen wohl auch zu einem eigentlich so nicht bestandsfähigen Fehlurteil wegen Antipathie führen. -
Was willst Du denn erreichen/üben?
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Invictus Practical. Caddies am Gürtel mit Safariland ELS und für den Extrabedarf das DeTurk Brustgeschirr.
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Polizeieinsatz gegen Prinz Ernst August von Hannover und Waffenverbot
Proud NRA Member antwortete auf LordKitchener's Thema in Allgemein
Echt jetzt? Also der Ururur...enkel ist mit der Zeitmaschine in die Vergangenheit gefahren und hat den Urururur...großvater des Herrn gezeugt? Darüber solltest Du ein Buch schreiben. Der Kopp Verlag sollte das nehmen, außer es erscheint zu glaubhaft und seriös. -
Gibt's denn schon eine nähere Beschreibung des Tathergangs bezüglich der Entwaffnung? Zwischen Köpenickiade und brutaler Gewalt gibt's da ja ein breites Feld von Möglichkeiten.
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Angeklagt wurde er lediglich wegen des Schwarzfahrens. Dafür ist die Strafe im Rahmen. Die Bundespolizei hat offenbar wegen einer Anklage wegen Gefährdung des öffentlichen Friedens, Bedrohung und Androhung einer Sprengstoffexplosion ermittelt. Die wäre auch nicht mit 900 Euro abgegangen. Interessant wäre jetzt, warum es zu der nicht kam. Eher nicht. Wegen seiner Absicht und Verpflichtung auszureisen, haben sie ihn auf vorhandenes Bargeld durchsucht und weniger als einen Euro gefunden. Mit seinen paar Cent soll er sich nach seiner Verurteilung wegen Schwarzfahrens zum Bahnhof verabschiedet haben, trotz eines Angebots der Polizei, ihn kostenlos nach Frankreich zu bringen. Wobei das als Gratisangebot auch irgendwie seltsam ist. Wenn man eh bereit ist, ihn laufen zu lassen, dann wäre die Ausstellung einer Fahrkarte offensichtlich billiger als die Bindung zweier Polizisten plus Sprit. Wenn man ihn gerne amtlich aus dem Land schaffen will, dann ist es offensichtlich nicht sinnvoll, das nur freiwillig anzubieten, denn wer freiwillig ausreisen will, der würde das ja auch mit einer Fahrkarte selber machen.
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Die Grünen - Grundsatzprogramm 2020
Proud NRA Member antwortete auf harry tasker's Thema in Waffenlobby
Zumindest 1933 bis 1989, vermutlich aber auch Fehlentwicklungen seit 1848... (Womit nicht gesagt ist, dass in der Schweiz alles perfekt wäre - aber wenn die größte Katastrophe in der jüngeren deutschen Geschichte etwas von der Größenordnung des Sonderbundskriegs wäre, dann wäre das eine wesentlich glücklichere Geschichte.) Insbesondere vermutlich das Scheitern des Liberalismus 1848 - 1870 sowie die militärische und politische Niederlage der süddeutschen Mittelstaaten 1866. Letztere ging zwar einigermaßen glimpflich aus, die Staaten konnten auch im Deutschen Reich ihr liberales Verfassungsleben beibehalten, aber zum als typisch deutsch empfundenen öffentlichen Ton wurde nicht dieser Liberalismus sondern eher der damals auch und gerade bei den Nationalliberalen schick werdende Kasernenhofton. Das spielt vermutlich eine Rolle bei dem bisweilen nahezu pathologischen Zwang, den Staat nach Erlaubnissen zu fragen. Ein Beispiel, an dem man das in der übersteigerten Pathologie besonders schön sieht, ist diese Reichsbürgerszene. Selbst im Wahn, die Bundesrepublik existiere nicht und insbesondere deren Polizisten (eigentlich eher die der Länder, aber so ins Detail gehen sie nicht) hätten ihnen nichts zu sagen, haben die ein zwanghaftes Bedürfnis nach Dokumenten, auf denen ein Adler drauf ist, und drücken Geld für solche Dokumente ab. Die brauchen sie für ihre innere Sicherheit, obwohl sie eigentlich vermutlich schon wissen, dass man mit einem "Reichsführerschein" bei einer Verkehrskontrolle eher mehr als weniger Ärger bekommt als mit einem freundlich gesagten "Nein danke, das möchte ich nicht. Ich möchte auch sonst keine Aussage machen." Der Zettel ist vollkommen nutzlos, aber er gibt inneren Halt. -
Wer sagt denn, dass der Film zu Ende ist? Nächste Szene: Die wollen den öffentlichkeitswirksam mit dem Heli abtransportieren und ein paar verkleidete Polizisten mit SCAR-H und Teleskopgucker sichern, unvorsichtigerweise direkt neben ihm (wie bei dem mutmaßlichen Lübcke-Mörder). Fünf Minuten später fliegt er mit der einen Hand durch Hochhausschluchten und macht Präzisionsschüsse mit der anderen. Besuch beim Landwirtschaftsgroßhandel und er hat drei Faßbomben im Heli.
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Wer's kann, der macht's; wer's nicht kann, der lehrt's. Als praktizierender Gangsta ging es (ausweislich des Ärgers mit dem Gesetz) wohl nicht so erfolgreich. Also... Übrigens: Wieso beschwert sich eigentlich niemand über den inhärenten Rassismus der Gangsta-Rap-Szene. Man kann das doch eigentlich nur auf zwei Arten verstehen: Entweder fühlt sich jemand dem Milieu der Ausländerkriminalität (oder in Amerika der schwarzen Kriminalität) zugehörig und verbreitet Stereotype, dass das ein angemessener Lebenswandel sei, wenn man der betreffenden Gruppe angehöre. Oder aber, jemand fühlt sich dieser Gruppe nicht zugehörig, und macht sich über sie lustig. Also entweder mit rassistischer Zuschreibung belegte Aufforderung zur Kriminalität oder rassistischer Spott über bestimmte Ethnien. Ist doch eigentlich beides nicht so fein. Sobald man dieses Genre mit Texten betreibt, die nicht auf die Verherrlichung von Kleinkriminalität abzielen, scheint es unweigerlich zur Parodie (im umgangssprachlichen Sinne) zu werden:
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Ich wusste gar nicht: Laut §75 StPO kann jeder, der die betreffende Wissenschaft, Kunst oder Gewerbe öffentlich zum Erwerb ausübt, vom Gericht auch gegen seinen Willen zum Gutachter bestellt werden. Dürfte in der Praxis wohl eher selten sein, aber es steht drin.