karlyman
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Ich komme ja (bezüglich "aktiver Soldat") noch aus der G3-Zeit. Das G36 habe ich, wie wohl etliche hier, ausschließlich als Reservist im Rahmen mehrerer Gefechtsübungsschießen kennengelernt. Ich kann das, was der Autor des verlinkten Beitrags wiedergibt, bestätigen. Die GÜ-Schießen wurden im Regelfall den ganzen Tag lang mit der gleichen Handvoll G36 ausgeführt, so dass diese "gut auf Temperatur" waren (ich habe freilich keine Wärmemessung vorgenommen, ob dies "heissgeschossen" entspricht...). Jedenfalls ließ sich unter diesen Bedingungen mit den Waffen auch auf 200m...150m....etc., in diversen Anschlagarten, problemlos die Mannscheibe treffen. Dass es unter einigen Extrembedingungen Probleme mit der Waffe gibt, mag zutreffen. Aber in ihrem Umfang ("trifft nicht") wird die Angelegenheit m.E. auch aufgebauscht.
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Weißt du da näheres zu den Gründen?
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Mit Bw-Liegenschaften ist es ja häufig ähnlich. Gebäude/ganze Standorte werden frisch saniert, und dann innerhalb überschaubarer Zeit geschlossen. Es geht zum Teil ja der Spott um - pass' auf, es wird saniert, dann ist übernächstes Jahr der Standort zu. Man könnte verzweifeln; und es wird klar, dass - in der Tat - die G36-Thematik nur ein Bw-Thema unter vielen ist.
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Wie absolut klug und vorausschauend im Fall von Streitkräften... Ich glaube weniger an eine Pleite... Eher, dass auch HK in überschaubarer Zeit den Weg geht, den auch der Wettbewerber aus Eckernförde nun geht. Westwärts...
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Aber auch nur, was spezielle Einsatzgebiete angeht. Ich glaube nicht, dass bei den Standard-Infanteriewaffen/StGw der NATO-Mitgliedsarmeen (ergänzt sogar noch durch die CH) die 5,56 x 45 mm so schnell, und in nennenswerter Größenordnung, verschwindet. Insel- und Einzellösungen sind in begrenztem Maßstab möglich - für das Standardgewehr wären sie von Nachschub/Logistik her problematisch.
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Ist ernsthaft in nächster Zeit damit zu rechnen, dass man vom NATO-Standardkaliber weg (und zu solchen Neu-Kalibern) geht? Da habe ich große Zweifel. Und diesbezügliche, nationale Alleingänge sind in Zeiten, wo in der NATO, besonders aber in den europ. Streitkräften immer mehr integriert werden soll, fehl am Platze.
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Mit "awesome" oder nicht hat es aber nichts zu tun, dass HK 416 und FN Scar bei den 2007er-US-Zuverlässigkeitstests schlicht besser (= mit weniger Störungen) abgeschnitten haben als das M4. Beim M4 (das sicherlich keine schlechte Waffe ist) hat das wieder spezifische Gründe, Makalu hat's schon mal beschrieben.
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Wie heißt es so schön beim Gebrauchtwagenkauf: "Preis Verhandlungssache".
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Im 19. Jhdt., und noch bis in die 1930er Jahre hinein, wäre nachbessern/modifizieren genau das gewesen, was man in der Situation - und zügig - gemacht hätte. Das war meist von Kostenüberlegungen geprägt... "weggeschmissen" wurde in der Regel nichts. Stichworte technische Anpassung auf neue Zündsysteme, neue Kaliber, Konversionen/Aptierungen... Es sind (zumindest für die Zeit) teilweise nicht die schlechtesten Lösungen dabei herausgekommen.
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Das MR 416 hat sich in Tests des US-Militärs von 2007 als zuverlässiger erwiesen als das M4. Es lag bei der Störanfälligkeit etwa in der Größenordnung (minimal schlechter) des oft gelobten FN Scar.
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Ich bin übrigens überzeugt davon, dass HK diese vernünftige Anschlusswaffe hinbekommt. Schaut man auf die Modelle 416/417, sind die eigentlich schon greifbar.
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Ich will hier keine "Waffen-Retro"-Diskussion aufmachen, aber bezüglich des behaupteten "Pressblechgerümpels" muss ich doch noch mal nachhaken: Was soll denn am FN dieser Zeit (FAL, bekanntlich vorübergehend als G1 eingeführt) besser gewesen sein als am HK G3? P.S.: Übrigens war die deutsche Bw ja nur eine von mehreren Armeen, die letztere Waffe in der ersten Hälfte der 1960er Jahre eingeführt hat. Waren da alle anderen nationalen Beschaffungsstellen etwa auch "blöd"?
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Bist du dahingehend auch "traumatisiert"? Obwohl, soo schlimm können die 1980er bei der Bw für uns nun auch nicht gewesen sein. Schließlich sind die meisten hier (ich auch) noch immer (und das freiwillig!) beim Waffenreinigen...
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Was mir auffällt, ist aber wieder - jenseits aller Fakten - die übliche politische "Nachtreterei". Z.B. Zitat n-tv: "Die Grünen nannten das Eingeständnis der Probleme einen "Super-Gau für die Bundeswehr". "Das Vertrauen der Truppe in die Leitung wird erneut erschüttert. Die Liste der Desaster im Rüstungsbereich wird damit um einen besonderen sensiblen Punkt länger", erklärte der Haushalts- und Verteidigungsexperte Tobias Lindner." Bei den Grünen geht es doch ersichtlich nicht um irgendeine konstruktive Lösung. Die wollten (und wollen wohl heimlich noch immer) die Truppe letztlich doch am liebsten abschaffen.... Die Beschaffungsmängel interessieren sie, das unterstelle ich mal, eigentlich nicht wirklich, daher nenne ich die Worte des Bedauerns mal "Krokodilstränen". Nein, die Mängel sind für sie nur ein wohlfeiles Mittel, um dem politischen Gegner ans Schienbein zu treten.
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Waffensteuer - die Trottel sterben nicht aus
karlyman antwortete auf GunTalker's Thema in Waffenlobby
Das Thema nicht künstlich hochzuspielen ist vernünftig. Wir sollten in der Tat nicht indirekt an diesen Unsinn erinnern. Also, grundsätzlich mal Ball flachhalten. Das Problem ist nur - nicht wir bringen diese Unsäglichkeit immer mal wieder hoch, sondern irgendwelche meist links-gepolten (kommunal-)politischen Wirrköpfe. Wie hier. Die Frage ist, ob dann ein "Niederschweigen" möglich ist bzw. etwas bringt. -
Waffensteuer - die Trottel sterben nicht aus
karlyman antwortete auf GunTalker's Thema in Waffenlobby
Na, dein Wort in Gottes Ohr... Allein der Umstand, dass dieses -zig mal hin und her gewälzte, dann schließlich verworfene Sch...-Steuerthema wieder und wieder hochgerührt wird, ist schon übel. Die nehmen sich eine Kommune mit starken Finanznöten, um ein ideologisches Anliegen zu transportieren... Dass es gar nicht um Einnahmbeschaffung, sondern wieder mal um "Waffenrecht durch die Hintertür" geht, zeigt die Gestaltungsforderung, zuhause gelagerte Waffen zu "besteuern", vereinsgelagerte nicht. Nach dem Motto: "Ich bastle mir kommunal mein eigenes Waffenrecht". War dieses Waffensteuer-Gespenst nicht genau in Krefeld vor Jahren (als mehrere Städte dies prüften) schon mal auf der Tagesordnung? -
IPSC-Schießen noch bis zum 31.12.2015 steuerlich unschädlich
karlyman antwortete auf gunnerySergeant's Thema in IPSC
Trend-Umkehr durch Gesetzgeber bzw. öffentliche Verwaltung; wie "nett". Echte "Trend-Un-Setter". -
IPSC-Schießen noch bis zum 31.12.2015 steuerlich unschädlich
karlyman antwortete auf gunnerySergeant's Thema in IPSC
In der Tat wurde mit dem genannten Erlass ein ganz "giftiger Keim" gesät. Denn wenn es Schule macht, dass Sportverein(igung)en die Gemeinnützigkeit "al Gusto" (hier würde ich sagen: nach Weltanschauung) aberkannt wird - dann gute Nacht. Dann ist "morgen" der Rest des Schießsports dran, Der BDS weiß schon, warum er dagegen mit äußerster Anstrengung dagegen vorgehen muss. Und eigentlich müssten sich BDMP und selbst der große DSB vor dem oben genannten Hintergrund auch schon mal Gedanken machen. -
IPSC-Schießen noch bis zum 31.12.2015 steuerlich unschädlich
karlyman antwortete auf gunnerySergeant's Thema in IPSC
Dann wird's wohl bald viele Vereins-Ausgliederungen geben; adieu IPSC-Bereiche bzw. -Sportler... Und anschließend neugegründete Mini-IPSC-Clubs mit Minimal-Beiträgen, die sich auf Vereinsanlagen einmieten. -
IPSC-Schießen noch bis zum 31.12.2015 steuerlich unschädlich
karlyman antwortete auf gunnerySergeant's Thema in IPSC
Wobei dann die spannende Frage sein wird, was denn bei einem SV-Mitglied, das in Training und Wettkampf sowohl IPSC ("böse und nicht gemeinnützig") als auch sonstige Disziplinen ("besser und gemeinnützig") ausübt, den "IPSC-Anteil" am Vereinsbeitrag ausmacht... Was für ein Schwachsinn. -
IPSC-Schießen noch bis zum 31.12.2015 steuerlich unschädlich
karlyman antwortete auf gunnerySergeant's Thema in IPSC
Wie gesagt, die Zielrichtung ist klar. Diese Variante des Schießsports ist offensichtlich "unerwünscht", und auf diese Weise geht man sie eben "hintenrum" an. -
IPSC-Schießen noch bis zum 31.12.2015 steuerlich unschädlich
karlyman antwortete auf gunnerySergeant's Thema in IPSC
Ja. Ich bin kein IPSC'ler, aber empfinde diese neue Erlasslage schlicht als Hammer übelster Sorte. Klar ist das keine "gesetzliche Regelung". Und kein Waffenrecht. Aber die Zielrichtung ist doch sonnenklar. Wieder mal ein "Mosaikstein"! -
Solche Markierungen gab es aber aus verschiedenen Gründen schon länger. Selbst mein KK-WS für die SIG P210, das ich seit etlichen Jahren habe (und absolut makellose Qualität hat), weist die "Exeter NH"-Markierungen auf. Nach Aussage meines Händlers einzig und allein deshalb, weil diese WS über SIG Sauer an den US-Markt vertrieben wurden, und wohl Rückläufer auf den europ. Markt zurück gelangten. Zu sagen für die Waffe bzw. das Teil an sich hat es in dem Fall nichts.
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Ich denke, Isny und die Jagdwaffen von Lüke + Ortmeier (BlaserSauerMauser) sind nochmal eine andere Sache. Da ist nichts von Problemen, Verlagerungen, Restrukturierungen zu hören.
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Der Artikel ist nicht so neu, und beschreibt eine laufende, leider wohl nicht aufzuhaltende Entwicklung. Was etwas aufstößt, ist der übliche säuerliche Unterton "Waffenproduktion - bäh." Und ja, Großtiere "totschießen", das tut der Herr Lüke ja auch noch.... Das mediale Klima hierzulande ist oft einfach nur noch widerlich. Manchmal denke ich, die Firma macht es gar nicht so falsch, teilweise einfach in ein freieres Land zu verlagern... Gruß, karlyman SIG-, SIG Sauer- und Blaser-Fan.