Zum Inhalt springen

J.D.

WO Sponsoren
  • Gesamte Inhalte

    1.103
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Alle Inhalte von J.D.

  1. Das liest sich aber aus der Sicht einer ganzen Menge von Usern ganz anders. Wir haben auch hier Leute, die in ihrer Freizeit unbezahlt und vom Rest zwangsläufig unbeachtet aktiv und in zunehmend ernstzunehmenden Wirkstrukturen daran arbeiten, den deutschen Waffenrechtsunsinn zum Anhalten und Rückwärtsfahren zu bewegen. Vielleicht denkst du also in Zukunft auch daran, daß es Leute gibt, die aus eigenem Antrieb Dinge in Bewegung setzen, anstatt sich genüßlich im Schreibtischstuhl zurückzulehnen und demonstrativ den ganzen Tag die Hände in die Luft zu werfen.
  2. Hunter, der Défaitismus ist bei dir ab Werk eingebaut, oder?
  3. Es ist ohne Probleme möglich, den Verkauf "legaler" Waffen auf sogenannte "zuverlässige" Personenkreise zu beschränken, wenn man von dem erwiesenermaßen völlig sinnlosen Beschränkungsvoodoo partout nicht ablassen will bzw. das nicht durchsetzbar ist. Dann bleibt halt die teure Bürokratie im Hintergrund bestehen und die Leute springen weiter über hingehaltene Stöckchen. Der Krampf, der primär weg muß, sind Bedürfnisprinzip und Führverbot. Mit der Frage der "Zuverlässigkeit" kann man sich auch später auseinandersetzen, z.B. ob man so etwas wie ein kanadisches oder schweizerisches Modell anvisiert.
  4. Naja. Meine Forderung ist's aus den bekannten Gründen ganz sicher nicht. Ich halte nichts davon, arbiträre Etiketten wie "legal" und "illegal" an irgendwelche Gegenstände zu heften. Nützt uns in Fällen, wo's hart auf hart kommt nämlich null und nix, wie Leipzig überdeutlich gezeigt hat. Was einen Tag perfekt "legal" ist, ist am nächsten plötzlich "illegal" und alle Länderministerien und Behörden ziehen erstmal blind mit. Da ist's wurscht, wie beharrlich man darauf besteht, wie schrecklich legal die AR am Vortag doch noch gewesen ist. In diese ausgelegte Argumentenfalle dürfen wir in Zukunft nicht mehr tappen. Den Fokus auf Täter zu lenken ist aber irgendwie unmodern geworden (außer in Israel vielleicht). Das wäre nämlich echte Arbeit.
  5. Kaum schreibt einer mal was vermeintlich Satirisches, wird man von der Realität (bzw. ihren Laiendarstellern) mit 220 auf dem Standstreifen auch schon rechts überholt. Du kriegst die Tür nicht zu.
  6. Was nicht minder eselhaft ist. Geht der Hermann dann her und erläßt Verwahrvorschriften und WBK-Zwang für "illegale"?
  7. Jojo. Sollen die ruhig mal fordern. Ich habe hier hingegen wahllos herausgegriffen zig brave, völlig waffenunnärrische Leute im erweiterten Bekanntenkreis aufgetan, die sich auf einmal alle tierisch aufregen, daß "legale" Schießeisen für sie quasi unerreichbar sind (wenn man ihnen die aktuelle Unrechtslage erst einmal fachmännisch erläutert hat) und sie sie sowieso nicht zur SV führen dürften. Das sind Leute, die ich zweimal im Jahr oder so sehe und also keinesfalls "bearbeite". Die kommen trotz des politmedialen Bollwerks contra Privatwaffen von ganz allein auf diese Ideen und wählen nach meiner Einschätzung auch nicht AfD. Eine massenkritische Minderheit für unsere Seite ist, so meine statistisch irrelevanten Beobachtungen trotzdem exemplarisch für das größere Ganze wren, in den nächsten Jahren etwas realistischer als früher.
  8. Politik hat mit unterschiedlichen Ideologien schon lang nix mehr zu tun, nur noch mit den Etiketten, unter denen der Wettlauf an die Tröge stattfindet. Der unbedarfte Beobachter glaubt dann, es existierten voneinander scharf trennbare Alternativen. Unerklärt bleibt unter solch irrigen Annahmen dann z.B., warum ausgerechnet unter Rot-Grün der Anscheinsparagraph fiel oder die Beinahe-Liberalisierung des WaffG von 2001/2002 kurz vor der Umsetzung stand, bevor Erfurt der Sache dann doch knapp vor der Ziellinie einen Strich durch die Rechnung machte. Die relevanten Teile der Politik (Entscheidungsfindungen) laufen auf der Ebene der Ministerialbeamten ab. Abgeordnete und Minister sind im großen Bild wenig mehr als Komparsen, deren Aufgabe es ist, der äußeren Form zu genügen (Abgeordnete) und gut vor Kameras auszusehen (Minister). Von den allermeisten Sachfragen haben beide wenig bis keine Ahnung. Diese Erfahrung haben nicht zuletzt ja auch viele geschätzte Forenmitbewohner gemacht, wenn sie Antwortschreiben aus Brüssel erhielten.
  9. Politik hat mit Emotion zu tun, nicht mit Fakten. Und für irgendwelche markigen Statements muß man sich halt vor die Kameras wuchten. Dann sind die Leute beruhigt und nicken unter murmelndem Zustimmen.
  10. Für mich hört sich das lediglich so an, als ob man in Berlin nicht weiß, was man nun eigentlich aus der Sache machen soll. Maizières Ausdrucksweise deutet darauf hin, daß er zaghaft mit dem großen Zeh das Gewässer auf die aktuelle Temperatur prüft und abwartet, ob der See Wellen schlägt, und wenn ja, ob sie gefällig sind. Je nachdem, wie Medien- und Wählerecho ausfallen, wird dann irgendetwas angefangen oder nicht. Hier existiert meiner Ansicht nach also derzeit jede Möglichkeit, steuernd auf die Sache einzuwirken.
  11. Ich würde ja ganz einfach Täter verbieten. Weil ich sehr genial bin. Dann gibt es keine Probleme mehr. Hat man dann ja schwarz auf weiß. So richtig als echtes Gesetz. Erstmal ungelegte Eier alles.
  12. Ich wäre für zusätzliche Verzögerungstaktiken. Solange, bis die Zentrifugalkräfte in Brüssels peinlichem Nerdkasperletheater stark genug geworden sind, um jedwede Entscheidung ganz zu verunmöglichen.
  13. Das Erfolgsgeheimnis der NRA liegt hauptsächlich an den engen Kontakten zu den Kongreßabgeordneten, die seit 1977 ("Cincinnati-Aufstand") aufgebaut wurden, sowie den fünf Millionen zahlender Mitglieder, die man über Mailverteiler, Webseite und social media schnell aktivieren kann. Das Hauptaugenmerk (und auch -talent) der NRA ist und bleibt aber die verschwiegene Arbeit in den Hinterzimmern auf Capitol Hill (dem FWR darin gar nicht mal unähnlich), wenn auch Outreach und Selbstdarstellung mittlerweile sehr profesisionell gestaltet sind. "Grassroots" ist an denen aber eher wenig.
  14. Ich bin auch heute nach wie vor davon überzeugt, daß die grassroots-Aktion der GRA eine gute Ernstfallübung war (zum Zeitpunkt der Durchführung mußte sie ja sogar als Ernstfall angenommen werden). Für die Zukunft verheißt das auf jeden Fall Gutes für den zunehmenden Vernetzungs- und Organisationsgrad der Szene.
  15. Nee, ganz ohne Jagd. Aber bis ich wieder in teutschen Landen zurück bin, ist der böse, böse Alptraum hoffentlich vorbei. Man wird sehen müssen, ob die zweite und dritte Lesung vor der Sommerpause wirklich zustandekommen.
  16. Ich fahr' in den Urlaub.
  17. Tjo. Mit genügend rhetorischer Gymnastik kriegt man natürlich aus jedem Satz das genaue Gegenteil dessen heraus, was er eigentlich sagt.
  18. Wieso sollte denn Deine Pistole eine "[voll!]automatische Waffe" sein? Du hast doch wohl keinen Drop-in Sear für Glock oder Berretta 92FS? "Automatisch" bedeutet einfach "vollautomatisch", genau wie in der alten Fassung von §19(1) 2.c - Was der gleichlautenden Formulierung der entsprechenden Bestimmung in der Berner Konvention geschuldet ist. Da bei uns aber niemand weiße Nashörner und Elefanten mit der Kalaschnikov wildern geht, eh schon immer irrelevant.
  19. Sehr richtig. Ich will hier auch nochmals daran erinnern, daß für die Länder bereits seit 2006 die Möglichkeit besteht, Urteile wie die Leipziger auf dem Wege der Novelle LJagdG vor Ort relativ unkompliziert und schmerzlos aus der Welt zu schaffen. Daran hat aber in den LJVen merkwürdigerweise niemand Interesse gezeigt, wiewohl die Herrschaften darauf mehrfach hingewiesen wurden (und es ja auch aus diversen Gesetzgebungsverfahren wie jüngst in BW ohnehin von sich aus hätten wissen müssen).
  20. Ich finde bislang auch nichts anderes als den Entwurf vom 24. Februar diesen Jahres.
  21. Axt und Schwert unterliegen aber bereits jetzt dem zugriffsbereiten Führverbot. Und bei Speer, Bogen und Schleuder hast Du zumindest mal jede Menge Freizeitvergnügen mit der Obrigkeit, bis da die gleiche Frage geklärt ist.
  22. Sehr schön. Die totale Demaskierung vollzieht sich immer rascher. Mir persönlich gefällt diese Abfolge von von Mal zu Mal tyrannischeren Vorschlägen ausgesprochen gut. Wenn Ähnliches parallel mit lauter anderen Partikulargrüppchen passiert (Schachtelhalmzüchter, Uhrensammler, usw.), ist der der Untergang der falschen Eliten mittelfristig nicht mehr zu verhindern.
  23. Jo, solche sting operations sind ein alter Hut. Irgendwelche blöden Dackel zu was anstiften zwecks Arbeitsbeschaffung und Rechtfertigungs-PR.
  24. Ja mir brauchst du das nicht zu sagen. Ich weiß das alles. Dummerweise mache ich in dieser bunten Republik aber keinerlei gewichtige Ansagen. Den beiden letzten Punkte deiner Liste wird stattdessen seit dem 7.3. höchstrichterlich und ausdrücklich widersprochen.
  25. Alles schön und gut und auch richtig, aber damit sind wir doch nur wieder back to square one, denn immerhin das höchste Verwaltungsgericht indula hat nun einmal gesagt, was das Gesetz seiner Ansicht nach denn bedeute (und so eine Auslegung ist immerhin eine, wenn nicht die Kernaufgabe eines Richters), obwohl es genau das nach Ansicht aller anderen (inkl. der Legislative) nicht tut. Und diese etwas, ähem, idiosynkratische Exegese wiegt doch recht gewaltig, was die Legislative aber vergleichsweise leicht beheben könnte, wenn sie denn wollte, aber bislang nicht hat, usw.
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Bitte beachten Sie folgende Informationen: Nutzungsbedingungen, Datenschutzerklärung, Community-Regeln.
Wir haben Cookies auf Deinem Gerät platziert. Das hilft uns diese Webseite zu verbessern. Du kannst die Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Du damit einverstanden bist, weiterzumachen.