Zum Inhalt springen
IGNORED

Interessantes Detail bei einem der häufigen Amokläufen an amerikanischen Schulen (hier: Bend, Oregon)


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Es steht heute so in der Zeitung:
***auszugsweises Zitat***

Ein jugendlicher Schütze hat an einer Grundschule im US-Bundesstaat Oregon drei Kinder und eine Lehrkraft getötet. Der 16 Jahre alte Angreifer wurde von einem zufälligen Augenzeugen verfolgt und erschossen, wie die Polizei auf einer Pressekonferenz mitteilte. Die getöteten Kinder waren demnach fünf, acht und elf Jahre alt. [...] 

Ein Passant habe gesehen, wie der Angreifer die Schule betrat, ihn verfolgt und schließlich erschossen. Als die Einsatzkräfte das Gebäude wenige Minuten nach dem ersten Notruf betraten, sei der Täter bereits tot gewesen. [...] 

Der Täter soll bei dem Vorfall eine nicht näher spezifizierte Langwaffe benutzt und nach ersten Erkenntnissen alleine gehandelt haben. Er habe auf Türen geschossen und sich dadurch gewaltsam Zugang zur Schule verschafft [...]

Im ersten Notruf bei der Polizei hatte nach deren Angaben ein Autofahrer berichtet, ein Schütze habe auf sein Fahrzeug geschossen. Unmittelbar darauf meldeten sich demnach Dutzende weitere Anrufer und beschrieben, dass der Täter die Schule betreten und das Feuer eröffnet habe. Daraufhin sei ein Großaufgebot an Einsatzkräften ausgerückt
(Zum Thema "häufige Amokläufe": 

Laut einer Analyse von CNN gab es in den Vereinigten Staaten im laufenden Jahr mindestens 52 Schusswaffenvorfälle an Schulen, bei denen mindestens 28 Menschen getötet und 48 weitere verletzt wurden.)

***Zitat Ende***

Ich war noch nie in Oregon, kann mir also kein Urteil erlauben, wie die normale Bevölkerung so im Alltag rumläuft. Die beschriebene Tatsache, dass ein zufällig vorbeikommender Passant den Amokläufer erschoss, erstaunt mich ziemlich. 
Also ich selbst würde höchstwahrscheinlich keine Waffe im Alltag mit mir rumschleppen, selbst wenn das erlaubt wäre. Ob ich auch so handeln würde, wie der Passant? Vielleicht, käme wohl auf die genauen Umstände an. 
Wobei als "Retter" doch das hohe Risiko besteht, von der Polizei als weiterer Amokläufer angesehen zu werden und dann gleich mit erschossen zu werden. 

 

 

 
 
Geschrieben

Das ist halt der Unterschied dort. Wenn die mit einer Waffe legal rumlaufen, egal ob open oder concealed, dann machen die das in der Regel zu ihrem eigen Schutz (warum auch immer , das ist aber ein anderes Thema) und nicht weil sie es cool finden oder irgendwelche Körperteildefizite kompensieren wollen. Und die haben auch den Mumm sich zu wehren oder andere zu beschützen. Wie unlängst beim In n Out Burger geschehen. Da denkt man dann nicht, was wäre wenn... 

Wenn einer wahllos auf Kinder (oder auch andere) schießt du bewaffnet bist, dann weisst du was zu tun ist. Dafür hast du dich fürs tragen einer Waffe entschieden.

  • Gefällt mir 3
  • Wichtig 3
Geschrieben

Man wird hier auch kulturelle Unterschiede beachten. In der US Kultur ist die eigene Verantwortung deutlich höher als z.B. hier in Deutschland. Viele lehnen dort eine allgemeine Krankenversicherung ab weil sie der Meinung sind das dies die Eigenverantwortung ist ob man das macht oder nicht, hier in Deutschland wäre das undenkbar. In den USA möchte der Familienvater sich und seine Familie selber schützen, hier in Deutschland ruft man lieber die Polizei und wartet darauf das jemand anderes einen schützt. Diese Unterschiede ziehen sich durch die gesamte gesellschaft inklusive der Politik und Rechtssprechung. Hier in Deutschland wäre diese Person erstmal alle Waffen los, die Medien würden von Selbstjustiz reden und er müsste sich einen sehr guten ANwalt nehmen und lange vor Gericht kämpfen. In den USA gilt so jemand als Held der viele weitere Kinder beschützt hat. Alles in allem kann man die Situation echt nicht vergleichen!

  • Gefällt mir 2
  • Wichtig 3
Geschrieben

Aus eigener Erfahrung ist Oregon recht liberal was das Waffengesetz angeht, Open Carry ist erlaubt, für Consealed braucht man eine Erlaubnis. Wobei es in den größeren Städten immer wieder spezielle Regeln gibt, die es z.T. verbieten.

Bei den mittlerweile regelmäßigen Besuchen und Urlauben habe ich dort maximal beim Wandern, außerhalb der großen Nationalparks 3 Leute mit Waffen gesehen. Mit 2 hatte ich auch gesprochen und die haben sie nur zum Schutz vor Wildtieren dabei. Bären und Wölfe sind dort möglich aber eher unwahrscheinlich, die größte Gefahr wäre dort ein Puma.

Realistisch gesehen ist da ein Bärenabwehrspray sinnvoller.

 

Die Wahrscheinlichkeit das ein Amokläufer in Bend, vor einer Schule, wo Waffen prinzipiell verboten sind, gesehen, verfolgt und ausgeschaltet wird liegt wohl bei 0,x %.

Bei bisherigen Amokläufer kann ich mich ohne Google zu fragen an keinen Fall erinnern,  in dem ein LWB schlimmeres verhindert hätte.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb BlackFly:

In den USA gilt so jemand als Held der viele weitere Kinder beschützt hat.

 

Und es hat nur drei tote Kinder gekostet, das sich jemand als Held fühlen kann, einen Sechzehnjährigen erschossen zu haben.

DAS ist Freiheit! Nicht so wie bei uns, das ist halt der Unterschied...

 

vor 1 Stunde schrieb silverstar:

Und die haben auch den Mumm sich zu wehren oder andere zu beschützen. Wie unlängst beim In n Out Burger geschehen.

 

Primär der "Held" mit seiner FiveseveN mit SD, der erfolgreich vorbeigeschossen hat, dafür aber durch alle Medien gezerrt wird?

Bearbeitet von TT01
Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb TT01:

Und es hat nur drei tote Kinder gekostet, das sich jemand als Held fühlen kann, einen Sechzehnjährigen erschossen zu haben.

DAS ist Freiheit! Nicht so wie bei uns, das ist halt der Unterschied...

Da hast Du jetzt vielleicht ein kleines ideologisches Brett vor dem Kopf? 

Es hat nicht drei Tote Kinder gekostet das sich jemand als Held fühlen kann, die drei Kinder wären Tot auch ohne das sich jemand als Held fühlt. Korrekter wäre: Es ist eine unbestimmte Zahl an Kindern das Leben gerettet worden und dadurch wird jemand zum Held erklärt. Ob derjenige sich als Held fühlt ist mir persönlich unbekannt, meistens fühlen diejenigen sich nicht als Held sondern einfach nur als jemand der seine Bürgerpflicht erfüllt hat und das getan hat was jeder Bürger getan hätte oder hätte tun sollen. 

  • Gefällt mir 7
  • Wichtig 1
Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Minuten schrieb BlackFly:

Es hat nicht drei Tote Kinder gekostet das sich jemand als Held fühlen kann, die drei Kinder wären Tot auch ohne das sich jemand als Held fühlt.

 

Die drei Kinder wäre nicht tot, wenn der Täter nicht einfachen Zugang zu Waffen gehabt hätte. Das hat nichts mit Ideologie zu tun, das ist eine Tatsache.

Es hat eher mit Ideologie zu tun, dass jeder eine Waffe haben können müsste (Bärenarme und so), eigentlich für die "well organized Militia", aber den Teil überliest man da drüben gerne weil das zu anstrengend ist. In diesem, wie in vielen anderen Fällen, ist der Täter bis zur Tat kein Krimineller und die Gewaltkultur (der Typ mit der Knarre ist der Held) in den USA trägt stark dazu bei, dass (Waffen-)Gewalt als Lösungsweg für Probleme gesehen wird. Und wenn man sich dann für die Verfügbarkeit einer Tatwaffe nur umdrehen oder im eigenen Haus oder Nachbarhaus nachschauen muss.

 

DAS ist das eigentliche ideologische Brett und die vermeintliche Lösung für das Problem verstärkt es nur.

 

Wieviele Schulschiessereien hatten wir dieses Jahr in D, bei ca. einem Viertel der Bevölkerung der USA?

 

vor 13 Minuten schrieb BlackFly:

sondern einfach nur als jemand der seine Bürgerpflicht erfüllt hat und das getan hat was jeder Bürger getan hätte oder hätte tun sollen. 

 

Wäre das nicht vielleicht eher für ein Land und eine Politik incl. Sozialfürsorge zu sorgen, das es nicht notwendig macht, dass jeder überall eine Knarre mit rumschleppen muss? Der Wilde Westen ist seit ca. 140 Jahren vorbei...

Bearbeitet von TT01
Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb TT01:

 

Die drei Kinder wäre nicht tot, wenn der Täter nicht einfachen Zugang zu Waffen gehabt hätte. Das hat nichts mit Ideologie zu tun, das ist eine Tatsache.

 

Bist du in Besitz erlaubnispflichtiger Waffen? Wenn ja, gebe sie bitte ab.... 

Das ist im Prinzip das was du forderst. 

Er hätte auch mit einem Pickup in eine Gruppe Kinder an der Bushalte fahren können, auch mit 16.

Zu einfacher Zugang zu KFZ.....

  • Gefällt mir 4
  • Wichtig 1
Geschrieben (bearbeitet)

Ein erschwerter Zugang zu Waffen verhindert Straftaten nicht. Das Tatmittel ist austauschbar, immer gleich ist der Täter.

Und ja, auch in Deutschland haben wir ein Problem mit Waffengewalt in immer größerem Ausmaße! Und oh wunder, kaum eine der Waffen ist im legalen besitz des Täters. Also das Argument das die Kinder nicht tot wären wenn nur Waffen verboten wären ist leider Blödsinn.

Und wenn meine Kacke nicht stinken würde wäre die Welt auch viel besser, darüber brauchen wir aber nicht zu sinnieren. Die Situation ist so wie sie ist. Egal ob wir es uns so oder anders wünschen, die Geschichte hat sich so entwickelt und gegen die vielen Waffen in den USA ist man machtlos und wird sie nicht mehr los. Kann man gerne kacke finden, aber ändert halt nix am Fakt. Genauso wenig wie man etwas an dem Fakt ändern kann das von Menschen die legal eine Waffe tragen weniger Gefahr ausgeht als von Menschen die illegal eine Waffe tragen und das wenn viele legal eine Waffe tragen diese eben auch andere Menschen schützen können (und eben oftmals auch tun). Auch in den USA zeigt die Statistik: Strenges Waffenrecht = viel Gewalt und liberales Waffenrecht = weniger Gewalt. Nun lässt sich sicherlich darüber streiten was die Ursache und was die Wirkung ist, und sicherlich haben beide Seiten irgendwie recht, unter dem Strich kann man aber eben dies statistisch klar belegen.

 

PS: Da der Täter noch nicht volljährig ist durfte er vermutlich die Waffe nicht besitzen. An den US Gesetzen kritisiere ich nicht das unbescholtene Bürger eine Waffe haben dürfen, ich kritisiere aber das sie diese einfach offen liegen lassen dürfen und damit eben auch andere Menschen ganz leich unberechtigt an die Waffen kommen. Ich würde vermuten dies war auch hier so, der 16 jährige hat einfach von Papa die Knarre genommen oder vielleicht sogar von einem Wildfremden durch das offene Pickupfenster aus der Halterung am Heckfenster geklaut

Bearbeitet von BlackFly
Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb silverstar:

Bist du in Besitz erlaubnispflichtiger Waffen? Wenn ja, gebe sie bitte ab.... 

Das ist im Prinzip das was du forderst. 

Nein, ist es nicht. Gerade das Wörtchen "erlaubnispflichtig" ist neben der damit verbundenen verpflichtenden Registrierung und der sicheren Aufbewahrung der entscheidende Unterschied beim Zugang zu Schusswaffen in Deutschland und den meisten zivilisierten Ländern gegenüber den USA.

Der einfache, sprich regelmäßig weder erlaubnis- noch registrierungspflichtige Zugang zu Schusswaffen für unbescholtene, volljährige Bürger ohne Verpflichtung (und Kontrolle) einer sicheren Lagerung und ohne effektive Verhinderung einer Weitergabe an nicht erwerbsberechtigte führt zwangsläufig zu einem deutlich leichteren Zugang zu Schusswaffen auch für Personen die diese legal nicht erwerben können. 

 

Es ist kein Widerspruch in Deutschland legal Schusswaffen zu besitzen weil man selbst die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt und gleichzeitig die Umstände in den USA im Zusammenhang mit Waffenbesitz zu kritiseren. 

 

Ja, auch strengere Gesetze verhindern solche Taten nicht zu 100%, aber sie erhöhen die Schwelle erheblich und senken damit ihre Häufigkeit. Auch wenn man die sozialen Hintergründe mit einbezieht hat es einen Grund, warum derartige Taten in den USA um Größenordnungen häufiger sind als in jedem anderen Land der Welt, und das ist nunmal der Zugang zu Schusswaffen.

  • Gefällt mir 1
  • Wichtig 1
Geschrieben (bearbeitet)
vor 54 Minuten schrieb TT01:

Die drei Kinder wäre nicht tot, wenn der Täter nicht einfachen Zugang zu Waffen gehabt hätte. Das hat nichts mit Ideologie zu tun, das ist eine Tatsache.

 

Die Logik ist überzeugend. Vielleicht könnte man - übertragen auf hiesige Verhältnisse - hier bei uns einmal versuchen, Messerstechereien durch Führverbote zu verhindern.

Bearbeitet von lrn
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb ChrissVector:

Nein, ist es nicht. Gerade das Wörtchen "erlaubnispflichtig" ist neben der damit verbundenen verpflichtenden Registrierung und der sicheren Aufbewahrung der entscheidende Unterschied beim Zugang zu Schusswaffen in Deutschland und den meisten zivilisierten Ländern gegenüber den USA.

 

Und du meinst eine Erlaubnispflicht verhindert das einer durchdreht ?

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb ChrissVector:

Es ist kein Widerspruch in Deutschland legal Schusswaffen zu besitzen weil man selbst die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt und gleichzeitig die Umstände in den USA im Zusammenhang mit Waffenbesitz zu kritiseren. 

 

Immerhin einer versteht es. Danke! :good:

 

vor 32 Minuten schrieb ChrissVector:

Ja, auch strengere Gesetze verhindern solche Taten nicht zu 100%, aber sie erhöhen die Schwelle erheblich und senken damit ihre Häufigkeit.

 

Ich wiederhole in diesem Zusammenhang noch einmal meine von den drei Schreibenden noch nicht beantwortete Frage: Wieviele Tote hatten wir in Deutschland dieses Jahr durch mit Schusswaffen ausgestattete Schüler, die in ihrer Schule Mitschüler erschießen? 

 

 

vor 34 Minuten schrieb BlackFly:

Ein erschwerter Zugang zu Waffen verhindert Straftaten nicht. Das Tatmittel ist austauschbar, immer gleich ist der Täter.

 

Ein erschwerter Zugang zu Waffen verhindert (genauer: reduziert) Straftaten mit diesen Waffen.

 

Das Beispiel Deutschland zeigt das ja. Messer sind einfach verfügbar und damit passiert deutlich mehr.

 

 

 

 

vor 37 Minuten schrieb BlackFly:

Genauso wenig wie man etwas an dem Fakt ändern kann das von Menschen die legal eine Waffe tragen weniger Gefahr ausgeht als von Menschen die illegal eine Waffe tragen und das wenn viele legal eine Waffe tragen diese eben auch andere Menschen schützen können (und eben oftmals auch tun).

 

Unter'm Strich lebt das amerikanische Volk durch seine Waffen in (fast) jedermanns Hand gefährdeter als andere Völker. Du kannst also "können" auch durch "müssen" ersetzen.

 

vor 38 Minuten schrieb BlackFly:

Die Situation ist so wie sie ist. Egal ob wir es uns so oder anders wünschen, die Geschichte hat sich so entwickelt und gegen die vielen Waffen in den USA ist man machtlos und wird sie nicht mehr los.

 

Das ist falsch und man könnte durchaus etwas tun. Man will es dort aber nicht. Genauer gesagt will es eine kleine, aber lautstarke Minderheit nicht. Die wollen das eher in die andere Richtung weiterteiben. Dahinter stehen recht primitive Machtphantasien und eine riesige Industrie, die auf ihr Geld natürlich nicht verzichten möchte, koste es was es wolle.

 

Aber ja, das ist die Sache der Amerikaner. Wenn die das so wollen und nicht ändern, dann ist das halt so.

 

Aber hier darüber in einem Internetforum zu tippen dass das da drüben ja "besser" wäre als hier ist ziemlich kurz gedacht.

 

vor 43 Minuten schrieb BlackFly:

Auch in den USA zeigt die Statistik: Strenges Waffenrecht = viel Gewalt und liberales Waffenrecht = weniger Gewalt.

 

Das ist nur die verzerrte Fehlinterpretation von Statistiken, aus der sich Interessensgruppen nur das rausziehen, was ihre eigene Argumentationslinie stützt und den Rest geflissentlich ignoriert. Netto erzeugt das liberalere Waffenrecht in den USA mehr Gewalt als unser strenges Waffenrecht hierzulande. Und es geht doch darum, dass alle möglichst sicher sind? Oder geht es nur darum, dass ein paar das trügende Gefühl haben können, vermeintlich sicherer zu sein?

 

vor 46 Minuten schrieb BlackFly:

An den US Gesetzen kritisiere ich nicht das unbescholtene Bürger eine Waffe haben dürfen, ich kritisiere aber das sie diese einfach offen liegen lassen dürfen und damit eben auch andere Menschen ganz leich unberechtigt an die Waffen kommen.

 

Das wäre schon mal ein guter Anfang, der einen guten Teil von Gefahren reduzieren könnte.

Aber das ist für einige Ideologen drüben (wie auch hier) schon ein undenkbarer Eingriff in ihre "Freiheit", auch wenn sie das Leben anderer kostet.

 

vor 50 Minuten schrieb silverstar:

Bist du in Besitz erlaubnispflichtiger Waffen? Wenn ja, gebe sie bitte ab.... 

 

Ich führe sogar in den USA Schusswaffen. Und trotzdem finde ich es nicht bewundernswert, was da drüben abgeht.

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb TT01:

Ein erschwerter Zugang zu Waffen verhindert (genauer: reduziert) Straftaten mit diesen Waffen.

Es verhindert oder reduziert aber keine Straftaten. Das Mittel ist austauschbar und ich behaupte mal das es den meisten Opfern letztendlich egal ist ob sie erschossen, erstochen oder erschlagen werden

 

vor 8 Minuten schrieb TT01:

Das ist falsch und man könnte durchaus etwas tun. 

Waffen verbieten? Was soll das bringen? Es sind viel zu viele unregistrierte Waffen unterwegs als das ein Verbot irgendwas bringen würde. Das einzige was ein Verbot bringen würde: Der Straftäter erwartet mit einer weniger hohen Wahrscheinlichkeit bewaffnete Gegenwehr.

 

vor 8 Minuten schrieb TT01:

Aber hier darüber in einem Internetforum zu tippen dass das da drüben ja "besser" wäre als hier ist ziemlich kurz gedacht.

Habe ich das irgendwo geschrieben das alles besser wäre? Vieles mag in meinen Augen "besser" sein, vieles ist aber auch "schlechter". Der größte Unterschied zwischen uns: Ich akzeptiere die Situation als gegeben und träume nicht davon das mit einem einfachen Verbot alles gerichtet werden kann.

 

vor 8 Minuten schrieb TT01:

Netto erzeugt das liberalere Waffenrecht in den USA mehr Gewalt als unser strenges Waffenrecht hierzulande. Und es geht doch darum, dass alle möglichst sicher sind? Oder geht es nur darum, dass ein paar das trügende Gefühl haben können, vermeintlich sicherer zu sein?

Da habe ich aber auch was ganz anderes geschrieben: Ich habe nicht geschrieben das es dort aufgrund des liberalen Waffenrechts weniger Gewalt gibt (was inhaltlich total falsch wäre und auch deswegen totaler Blödsinn wäre da es auch in den USA Staaten gibt die teilweise strengere Gesetze haben als Deutschland). Es geht darum das innerhalb der USA die Staaten mit strengeren Gesetzen auch mehr Kriminalität haben und anders herum. Nun kann man natürlich darüber diskutieren ob die so wenig Gewalt wegen den liberalen Gesetze haben oder so liberale Gesetze haben weil sie so wenig Kriminalität haben. Was aber leider recht gut belegt ist: Was in einer bestimmten Region sich veränderte nachdem das Waffenrecht liberalisiert oder verschärft wurde und z.B. Consealed Carry erlaubt bzw verboten wurde

 

vor 8 Minuten schrieb TT01:

Das wäre schon mal ein guter Anfang, der einen guten Teil von Gefahren reduzieren könnte.

Aber das ist für einige Ideologen drüben (wie auch hier) schon ein undenkbarer Eingriff in ihre "Freiheit", auch wenn sie das Leben anderer kostet.

Und das ist genauso falsch wie die Ideologie das strengere Gesetze verbrechen verhindern

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb BlackFly:

Waffen verbieten? Was soll das bringen? Es sind viel zu viele unregistrierte Waffen unterwegs als das ein Verbot irgendwas bringen würde.

 

Habe ich irgendwo etwas von verbieten geschrieben? Ich kann mich nicht daran erinnern.

 

Aber man könnte den Zugang zu Waffen erschweren um die Anzahl an unregistrierten Waffen über die Zeit zu verringern.

Man könnte die Registrierung von Waffen verpflichtend machen.

Man könnte Aufbewahrungsvorschriften festlegen, die die Wanderung von Waffen aus der Legalität in die Illegalität deutlich reduzieren.

Man könnte gewisse Vorgaben an Waffenbesitzer machen, die über die jetzigen Anforderungen hinausgehen, um die generelle Anzahl an Waffen zu verringern, die für Straftaten genutzt werden können.

Man könnte eine Gesellschaft anstreben, die Gewalt nicht als primäres Lösungskonzept sieht und fördert (siehe US Presse, siehe US Entertainment, siehe US Politik...). Dazu gehört auch der einfache Waffenbesitz*.

Man könnte ein Gesundheitssystem aufbauen, das nicht auf der freizügigen Verteilung von Opioiden basiert.

Man könnte ein Gesundheitssystem aufbauen, dass sich um Leute mit psychologischen Problemen kümmert, ohne dass diese um ihre Existenz fürchten müssen.

 

Was die letzten beiden Punkte mit dem Waffenbesitz zu tun haben? Die gleichen Leute die freien Waffenbesitz fordern sind üblicherweise die, die gegen beides sind oder sogar beides versuchen zu verhindern...

 

vor 8 Minuten schrieb BlackFly:

und träume nicht davon das mit einem einfachen Verbot alles gerichtet werden kann.

 

Nee, du träumst aber davon, dass andere die die einfache Verfügbarkeit von Schusswaffen nicht befürworten der Meinung seien, dass mit einem einfachen Verbot alles gerichtet werden könne... 

 

vor 17 Minuten schrieb BlackFly:

Was aber leider recht gut belegt ist: Was in einer bestimmten Region sich veränderte nachdem das Waffenrecht liberalisiert oder verschärft wurde und z.B. Consealed Carry erlaubt bzw verboten wurde

 

Bei diesen "Belegen" werden dann allerdings immer gerne wesentliche Rahmenbedingungen und parallele gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen ausgelassen, übersehen oder bewusst ignoriert, um Dinge zu belegen, die damit nicht belegbar sind.

 

vor 19 Minuten schrieb BlackFly:

Es geht darum das innerhalb der USA die Staaten mit strengeren Gesetzen auch mehr Kriminalität haben und anders herum.

 

Oder die größeren Ballungsgebiete und massiv höhere Einwohnerdichte.

Oder massive soziale und wirtschaftliche Fehlentwicklungen.

Oder regelmäßige politische Instabilität durch ein dämliches Zweiparteiensystem.

Oder, oder, oder... 

 

Es ist halt leider nicht so eindimensional und simpel, dass man das auf das Waffengesetz herunterbrechen kann.

Was gewisse Interessensgruppen natürlich nicht davon abhält, das trotzdem zu tun. Und denen das dann nachzuplappern, teilweise auch hier.

 

vor 1 Minute schrieb BlackFly:

Es verhindert oder reduziert aber keine Straftaten.

 

* die Mordrate je 100k Einwohner liegt in D bei ~0,9 - in den USA irgendwo zwischen 5,7 bis 6,3. Die USA haben ein gesellschaftliches und kulturelles Gewaltproblem. Der Waffenbesitz ist ein Teil davon und trägt einen wesentlichen Beitrag dazu bei. Und die Lösung mancher da drüben (und auch hier in den ersten Beiträgen im Thread) ist: Mehr Waffen.  :bud:

 

Und am Ende bleibt die Feststellung: Weniger weitestgehend unkontrollierte(r) Waffenbesitz und -aufbewahrung reduziert die Menge an Waffengewalt.

Willst Du Straftaten generell reduzieren, dann musst Du die gesellschaftlichen und sozialen Probleme angehen.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb TT01:

Ich führe sogar in den USA Schusswaffen. Und trotzdem finde ich es nicht bewundernswert, was da drüben abgeht.

Das ist natürlich etwas anderes, dann erlaube mir bitte die Frage, wie würdest du in solch einem Fall reagieren, dort, vor Ort, wenn ein Teenie mit der VRF, aka. Pumpgun, vor deinen Augen in eine Schule

marschiert und anfängt zu schießen?

 

 

 

 

 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb TT01:

 

Es hat eher mit Ideologie zu tun, dass jeder eine Waffe haben können müsste (Bärenarme und so), eigentlich für die "well organized Militia", aber den Teil überliest man da drüben gerne weil das zu anstrengend ist. 

 

Klar überliest man das, steht so ja auch nicht drin.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb silverstar:

Das ist natürlich etwas anderes, dann erlaube mir bitte die Frage, wie würdest du in solch einem Fall reagieren, dort, vor Ort, wenn ein Teenie mit der VRF, aka. Pumpgun, vor deinen Augen in eine Schule

marschiert und anfängt zu schießen?

 

 

Wahrscheinlich das gleiche, was 99,9999 % aller zivilen Waffenträger in dieser unerwarteten und absolut nicht einschätzbaren oder überschaubaren Situation tun würden:

 

In Deckung gehen, nach Möglichkeit sofort die Polizei rufen, anschließend zusehen, dass man schnell und sicher aus der Gefahrenzone kommt, den Vollprofis für solche Situationen alles weitere überlassen und hoffen, dass man am Ende des Tages seine Lieben sicher und unversehrt in den Armen hält.

 

Und den Heldenbonus bzw. hoffentlich nicht stattfindenden Heldentod anderen Personen überlassen, die dafür ausgebildet sind und eine deutlich höhere Überlebenschance in solchen Situationen haben als man selbst.

 

 

 

 

Bearbeitet von GermanKraut

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Bitte beachten Sie folgende Informationen: Nutzungsbedingungen, Datenschutzerklärung, Community-Regeln.
Wir haben Cookies auf Deinem Gerät platziert. Das hilft uns diese Webseite zu verbessern. Du kannst die Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Du damit einverstanden bist, weiterzumachen.