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IGNORED

Mehr Wehrkraft durch zivil bewaffnete Reservisten?


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Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Pistolen-Paule:

und/ oder Mitglied im VdRBW

NEIN! Der VdRBw hat mit der Reserve so viel zu tun wie der Förderverein einer Feuerwehr mit der Brandbekämpfung. Es gibt keinen Grund irgendeine Verbindung zum VwRBw zu schaffen.

 

vor 4 Stunden schrieb Cannon Balls:

Das ist falsch. Sicherheitsregeln, Kimme/Korn/ZF, TriggerControl, Aufbewahrungsdisziplin, alles das selbe. 

Das fällt für mich noch allgemein unter den Umgang mit Schusswaffen. 

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb ChrissVector:

NEIN! Der VdRBw hat mit der Reserve so viel zu tun wie der Förderverein einer Feuerwehr mit der Brandbekämpfung. Es gibt keinen Grund irgendeine Verbindung zum VwRBw zu schaffen.

Falsch. Der Verband ist zwar auf der einen Seite nur ein Betreuungsverein für ehemalige Soldaten, aber er ist auch Schießsportverband - wie DSB, BDS, BDMP, Kyhhhäuser, usw. 

Genau darum reite ich darauf herum. Wäre der VdRBw nur der Kaffekränzchen- und Stammtisch-Verein, würde ich nichts sagen. Aber eine der Aufgaben ist unter anderem auch "die militärische Weiterbildung". Und da sieht es echt mau aus. 

 

Dabei nutzen die Verbandsherren - ob Sensburg oder sein Vorgänger Kiesewetter - jedwede Gelegenheit, sich groß aufzublasen und die "Reserve" (wer auch immer das dann sein soll - ob aktive Heimatschützer oder unbeorderte Kameraden des Verbands) für jeden Konflikt ins Spiel zu bringen und rasseln noch mehr mit dem Säbel als Strack-Zimmermann und Hofreiter zusammen. 

 

Wenn denen so daran gelegen wäre, dass man die Reserve (auch außerhalb von Beorderungen und DVags) stärkt, dann wäre es spätestens mit dem Urkaine-Krieg an der Zeit gewesen, die Reserve zu stärken, zu motivieren und zeitgemäß auszubilden. 

Alleine IGF/ KLF einzufordern, SAN-Ausbildung zu fördern, usw. Vielleicht auch mal, wie das aktuelle Schießausbildungskonzept funktioniert.

Alles Dinge, die kein Geld kosten, sondern nur ein Konzept und eine vernünftige Ansprache erfordern. All das ist nicht passiert. 

 

Stattdessen nur markige Sprüche und Selbstbeweihräucherung mit Selfies:  

Herr Sensburg beim Joggen, Herr Sensburg bei einer schlauen Rede, Herr Sensburg bekommt ein neues Fleiß-Sternchen, usw. ... 

 

Eine Interessensvertretung sieht jedenfalls anders aus! 

 

 

Geschrieben
Gerade eben schrieb Pistolen-Paule:

aber er ist auch Schießsportverband

Nur geht es, zum Xten mal, nicht um Schießsport. 

Will man die Reserve stärken muss das über die Strukturen der Reserve innerhalb der Bundeswehr selbst erfolgen (und dort geschieht es ja auch, wenn auch schleppend), nicht über zivile Doppelstrukturen. Und genau aufgrund dieser Doppelstrukturen kann der VwRBw auch nur einen verschwindend geringen Beitrag zur Stärkung der Reserve leisten. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Andyd:

Wenn ich hier in den USA erwaehne, dass ich Soldat in der NATO war, dankt man mir

Kann ich nur bestätigen. Als mein Kumpel aus ISAF Tagen, ein US LTC, mich zu seiner Retirement Ceremony nach Detroit eingeladen hat gab mir mein Chief of Staff im Korps (war da auf einer längeren RDL), ein holländischer BG, eine NATO Travel Order und ich bin dann, zwar auf eigene Kosten aber in Uniform, gereist. Ging schon im United Airline Flieger los. Die Stewardes: geben Sie mir Ihre Jacke, ich hänge sie in meinen Spind. Und in Charlotte die TSA: thank you for your service, follow me to the priority lane. Das gleiche von wildfremden Menschen in der Halle. Beim nächsten Boarding: erst Soldaten in in Uniform, dann Platin Card, dann Gold Card. Beim Rückflug bin ich 23 Stunden in Dallas gestrandet. Die USO, welche Truppen betreut, hatte dort 2 Lounges mit Schlafkabinen, freiem Essen und Trinken, WIFI und jeder Menge interessante Gespräche.  

Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb Cannon Balls:

Kann ich nur bestätigen. Als mein Kumpel aus ISAF Tagen, ein US LTC, mich zu seiner Retirement Ceremony nach Detroit eingeladen hat gab mir mein Chief of Staff im Korps (war da auf einer längeren RDL), ein holländischer BG, eine NATO Travel Order und ich bin dann, zwar auf eigene Kosten aber in Uniform, gereist. Ging schon im United Airline Flieger los. Die Stewardes: geben Sie mir Ihre Jacke, ich hänge sie in meinen Spind. Und in Charlotte die TSA: thank you for your service, follow me to the priority lane. Das gleiche von wildfremden Menschen in der Halle. Beim nächsten Boarding: erst Soldaten in in Uniform, dann Platin Card, dann Gold Card. Beim Rückflug bin ich 23 Stunden in Dallas gestrandet. Die USO, welche Truppen betreut, hatte dort 2 Lounges mit Schlafkabinen, freiem Essen und Trinken, WIFI und jeder Menge interessante Gespräche.  

Ich denke durchaus auch, dass Respekt und Wertschätzung für die Dienstleistenden ein oft unterschätzter Baustein in der Frage der Erтüchtigung der Wehrfähigkeit ist – sowohl im Hinblick auf die Personalgewinnung als auch die bewusste und unbewusste Motivation, mit der der Dienst von den Aktiven tatsächlich geleistet wird. Und genau deshalb lohnt sich ein ehrlicher Blick auf diesen Vergleich.
 

Aber man muss bei dem oft bemühten Vergleich zwischen den USA und Deutschland (Europa) auch ehrlich sein: Die gesellschaftliche Haltung in den USA gegenüber ihrem Militär spiegelt eine ganz andere institutionelle und historische Realität wider.


Die US-Streitkräfte sind seit Jahrzehnten dauerhaft in echte Kampfhandlungen eingebunden – Korea, Vietnam, Golf, Irak, Afghanistan – mit Hunderttausenden Gefallenen, Schwerverwundeten, Amputierten und Veteranen mit chronischen PTSD-Erkrankungen. Das „Thank you for your service“ ist historisch gewachsen aus einem kollektiven Schuldgefühl gegenüber Vietnamveteranen, die damals beschämt und ignoriert heimkamen. Das hat sich tief ins kulturelle Gedächtnis eingebrannt.


Die Lebensrealität eines US-Soldaten im Einsatz war und ist eine andere: monatelange Rotationen in aktive Kampfgebiete, echtes Gefechtsrisiko von Tag 1, IEDs, Hinterhalte, Verluste im eigenen Squad. Wer nach Hause kommt, hat oft Kameraden verloren oder ist selbst verwundet zurückgekehrt. Dazu kommt jahrelange Trennung von der Familie, oft mehrere Deployments hintereinander – mit dem realen Risiko, nicht wiederzukommen.


Und hier ist der entscheidende Punkt: Das trifft auf die Bundeswehr als Institution schlicht nicht in vergleichbarem Maße zu – und das ist keine Kritik, sondern eine nüchterne Feststellung. Die Bundeswehr war über Jahrzehnte verfassungsrechtlich und strukturell eine reine Territorialverteidigung, ohne Auslandseinsatz mit Kampfauftrag. Ja, es gibt seit dem Afghanistaneinsatz ab 2002 Bundeswehrsoldaten, die unter echtem Gefechtsrisiko gedient haben, die Kameraden verloren haben, die mit Verwundungen oder Traumata heimgekehrt sind – und diesen Männern und Frauen gebührt selbstverständlich derselbe Respekt wie jedem Kampfveteranen weltweit. Aber das ist, gemessen an der Gesamtzahl aller Bundeswehrsoldaten über die Jahrzehnte, eine verhältnismäßig kleine Gruppe, und diese Erfahrung ist für die Bundeswehr erst seit wenigen Jahren überhaupt Realität.


Die Zahlen sprechen für sich: Seit 1950 hat die Bundeswehr bei Kampfhandlungen und Anschlägen 37 Gefallene zu beklagen – etwa doppelt so viele kamen zusätzlich durch Unfälle während der Auslandseinsätze ums Leben. Die USA verzeichnen seit 1950 rund 105.000 Gefallene in Kampfeinsätzen.

Wenn man heute 100 junge Menschen nach ihren Assoziationen mit der Bundeswehr fragt, denken 99 davon an Großonkel Rüdiger, der zum x-ten Mal erzählt, wie er während seiner W18 auf der Stube mit den Kameraden um die Wette gesoffen hat.
Nicht an den ebenso realen Soldaten, der in demselben Alter wie sie jetzt in Afghanistan während aktiven Beschusses unter Einsatz seines eigenen Lebens schwerverletzte Kameraden in die Deckung gezogen hat – und noch heute an den körperlichen und seelischen Folgen trägt.
 

In den USA hingegen gibt es kaum eine Familie, die nicht irgendjemanden kennt, der deployed war. Das prägt eine ganze Gesellschaft anders.

Die gesellschaftliche Wertschätzung wächst aus diesem kollektiven Bewusstsein für das persönliche Opfer – und das lässt sich nicht einfach übertragen, wenn die institutionelle Geschichte eine so grundlegend andere ist.

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Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb JDHarris:

DANKE DAS IHR DA SEID!

 

Warum dankst du nicht auch Sozialhillfeempfängern oder anderen Beamten? Das sind alles Transferleistungsempfänger, die einfach nur dein Geld verbrennen.

 

Ich habe diese Dankbarkeit für den Militärdienst, besonders in den USA, nie verstanden. Die einzigen Kriege, welche die dort führen, sind Invasionsangriffe gegen friedliche Nationen. Welches Militär welcher Nation hat denn wirklich in den letzten 50 Jahren irgendwas getan, wovon die jeweilige Bevölkerung, die das finanziert, überhaupt etwas hatte? 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Cannon Balls:

Kann ich nur bestätigen. Als mein Kumpel aus ISAF Tagen, ein US LTC, mich zu seiner Retirement Ceremony nach Detroit eingeladen hat gab mir mein Chief of Staff im Korps (war da auf einer längeren RDL), ein holländischer BG, eine NATO Travel Order und ich bin dann, zwar auf eigene Kosten aber in Uniform, gereist. Ging schon im United Airline Flieger los. Die Stewardes: geben Sie mir Ihre Jacke, ich hänge sie in meinen Spind. Und in Charlotte die TSA: thank you for your service, follow me to the priority lane. Das gleiche von wildfremden Menschen in der Halle. Beim nächsten Boarding: erst Soldaten in in Uniform, dann Platin Card, dann Gold Card. Beim Rückflug bin ich 23 Stunden in Dallas gestrandet. Die USO, welche Truppen betreut, hatte dort 2 Lounges mit Schlafkabinen, freiem Essen und Trinken, WIFI und jeder Menge interessante Gespräche.  

 

Während man sich hier mit "Soldaten sind Mörder" beschimpfen lassen mußte, und dann wundert man sich, warum keiner mehr Bock hat.

Bearbeitet von lrn
Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb alter_Opa:

Sich zu wehren ist vor allem eine Frage des Willens. Und wenn der Eindringling nur 50 bis 100 Bewaffnete Zivilisten erschießen würde und diese Tatsache bekannt machte, wie schnell würde dann wohl der Wehrwille der anderen nachlassen? 

Spekulation, kann sein, weiß man aber nicht.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb JFry:

 

 

 

Die Bundeswehr war über Jahrzehnte verfassungsrechtlich und strukturell eine reine Territorialverteidigung, ohne Auslandseinsatz mit Kampfauftrag.

Bei vielem hast du nicht unrecht, aber der zitierte Satz ist schlicht falsch.

Die Bundeswehr war immer für die Bündnisverteidigung vorgesehen. Das sich Deutschland an der Nahtstelle zwischen zwei Militärbündnissen befand, bedingte das der vorgesehene Einsatzraum in der Heimat lag. Es gab Kräfte zur Territorialverteidigung, aber das war nur ein kleiner Teil der Bundeswehr. Die Aufgaben der Bundeswehr waren ansonsten die selben wie die der NATO Partner.

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Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Andyd:

Verteidigungsbereitschaft faengt im Kopf an. Wenn der Soldat in der Gesellschaft nicht geachtet und gewuerdigt wird, wird auch ein Reservistenprogramm wenn man denn finanzielle Anreize bieten wuerde nicht sehr viel schaffen. 

[...]

In Deutschland muss sich in den Koepfen etwas aendern. Ein paar Reservisten die in der Freizeit Schiessausbildung machen, werden keinen nennenswerten Unterschied in der Verteidigungsbereitschaft machen - gerade wohl beim Drohnenangriff nicht.

Da ist was dran. Das lässt sich mit Geld und frommen Sprüchen auch nicht in 3 Wochen ändern. Das braucht Zeit. Viel Zeit. 

 

vor 4 Stunden schrieb Cannon Balls:

Kann ich nur bestätigen. [...] thank you for your service [....]

 

vor 3 Stunden schrieb JFry:

Ich denke durchaus auch, dass Respekt und Wertschätzung für die Dienstleistenden ein oft unterschätzter Baustein in der Frage der Erтüchtigung der Wehrfähigkeit ist – sowohl im Hinblick auf die Personalgewinnung als auch die bewusste und unbewusste Motivation, mit der der Dienst von den Aktiven tatsächlich geleistet wird. Und genau deshalb lohnt sich ein ehrlicher Blick auf diesen Vergleich.
[...]

Die gesellschaftliche Wertschätzung wächst aus diesem kollektiven Bewusstsein für das persönliche Opfer – und das lässt sich nicht einfach übertragen, wenn die institutionelle Geschichte eine so grundlegend andere ist.

 

vor 2 Stunden schrieb lrn:

 

Während man sich hier mit "Soldaten sind Mörder" beschimpfen lassen mußte, und dann wundert man sich, warum keiner mehr Bock hat.

 

Positiv ist die Bundeswehr vielen Bundesbürgern als Fluthelfer (Hamburg, Oderbruch, Ahrtal) in Erinnerung geblieben - aber weniger durch militärische Leistungen, Aufopferung, Einsatz. 

 

Die Out-of-area-Einsaätze (außerhalb Europas) waren für viele Bürger nicht nachvollziehbar. Aussagen wie Strucks Heimatfront am Hindukusch haben eher zu Verwirrung und noch mehr Ablehnung, als Begeisterung geführt. 

Und noch etwas: mit der Reduzierung der Bundeswehr, Standortschließungen und Aussetzung der Wehrpflicht verschwand die Bundeswehr auch aus dem Alltag. 

Auf den Autobahnen vielleicht mal ein grünes Auto. Aber weniger Kolonnen und schon gar nicht mit jemandem an der Drehringlafette. 

Gerade auf den Bahnhöfen, in der Fußgängerzone... sind Soldaten eine Seltenheit geworden. 

 

An den Berufsorientierungstagen der Schulen gibt es wilde Proteste, wenn der Jugendoffizier orsprechen möchte. Stattdessen (bei meinem Jüngsten so passiert) lieber jemand von McDonalds...

 

Die Deutschland-Flagge aufzuhängen ist mittlerweile "voll nazi", aber mit fremden Flagen zu wedeln und für faschistische Terrorregime Werbung zu machen, ist hierzulande gesellschaftlich voll in Ordnung. Oh man... 

 

 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Schleifalot:

Immer noch keine Antwort auf meine Frage, wo das gewesen sein soll.

Dachte ich mir schon, dass da nix mehr kommt 

 

In Nienburg, wenn du es genau wissen willst.

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