Jump to content
IGNORED

Öl zur Pflege von Messern mit Messing und Hirschhorn


IMI
 Share

Recommended Posts

Mit welchem Öl habt Ihr bitte zur Messerpflege gute Erfahrungen gemacht?

Konkretes Ziel der Pflege ist ein Puma Jagdnicker aus dem Jahr 1966 mit Messing und Hirschhorn. 

Am Griff ist zwischen Messerstahl und 

Messing eine schwarze (Plastik?) Einlage verarbeitet. 

 

Danke im Voraus für Eure Antworten 

IMI

Edited by IMI
Link to comment
Share on other sites

Für meine Klingen nutze ich eine Paste aus Bienenwachs, Leinöl, Terpentin (das echte, nicht der Ersatz) und Carnaubawachs. Riecht zwar recht stark, doch nach dem auspolieren hat die braune Pest keine Chance mehr. Kann ebenfalls für Holz und Leder genutzt werden.

  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

Am 26.5.2019 um 17:36 schrieb Asgard:

Für meine Klingen nutze ich eine Paste aus Bienenwachs, Leinöl, Terpentin (das echte, nicht der Ersatz) und Carnaubawachs. Riecht zwar recht stark, doch nach dem auspolieren hat die braune Pest keine Chance mehr. Kann ebenfalls für Holz und Leder genutzt werden.

Selbst gemischt oder irgendwo fertig erworben?

  • Falls gemischt, wie setzen sich die Bestandteile zusammen (wenn Du es sagen magst)
  • Falls gekauft, wo und welches Produkt?

 

Danke! :icon14:

Link to comment
Share on other sites

Selbst hergestellt. Wachs im Wasserbad erhitzen bis das Wachs füssig ist, Terpentin und Leinöl vorher mischen, ins flüssige Wachs zugeben. Gut rühren, in Gläser abfüllen. Ist das Ergebnis zu fest noch einmal erhitzen und mehr Leinöl zugeben.

 

200 g Bienenwachs

20 g Carnaubawachs

50 g Leinöl (Reformhaus, kein Baumarktkram)

50 g Terpentin, ebenfalls das echte

 

Ist für Holz, Leder und Metall geeignet. Auftragen, einziehen lassen, auspolieren.

 

  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

Am 26.5.2019 um 17:36 schrieb Asgard:

Bienenwachs, Leinöl, Terpentin (das echte, nicht der Ersatz) und Carnaubawachs.

 

Bin zwar nicht gefragt, antworte aber trotzdem mal.

 

Ich habe mir Bienenwachs mit Terpentinöl gemischt. Ohne Leinöl und Carnaubawachs. Möchte man noch den Duft beeinflussen, benutzt man 

ätherische Öle. Nach diesem Rezept. 

https://www.imkerforum.de/forum/thread/26594-bienenwachs-möbelpolitur-selbst-erstellt/

 

Will man etwas wachsen, das mit Lebensmittel in Berührung kommt, hatte ich das gefunden.

https://www.1-2-do.com/projekt/Holzwachs-im-Eigenbau---Kleinprojekt/bauanleitung-zum-selber-bauen/11459

 

Ich habe es wie Asgard im Wasserbad direkt im Glas mit großem Hals erwärmt. Manchmal ist Bienenwachs, direkt vom Imker, etwas verschmutzt, dann kann man es

durch ein Sieb schütten. 

Ich hab schon Holzbogen und Holzschäfte damit eingerieben. Es bringt die Maserung schön hervor. Am Schaft hab ich es nach dem Trocknen mit einem Lappen 

schön poliert, sieht dann schön seidenmatt aus.

Wird das Holz das erste mal bearbeitet, muß man den Vorgang 2-3mal  wiederholen. Wenn es trocken war, hab ich die Oberfläche mit Stahlwolle 000 vorher 

nochmal abgerieben/angerauht.

 

  • Like 2
Link to comment
Share on other sites

  • 1 month later...

Ich bin mit Kamelienöl auch sehr zufrieden. Es ist aber eher dickflüssig und kann mit der Zeit schon etwas ranzig werden, zumindest riecht es mit der Zeit etwas nach Fritteuse. ?

 

Seit kurzem verwende ich auch Ballistol H1 und habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht. Es stinkt deutlich weniger als das normale Waffenöl von Ballistol und ist als lebensmittelecht nach H1 Norm zerzifiziert. Bisher habe ich nur die Variante mit Sprühflasche. Das Öl ist extrem dünnflüssig. Es kriecht zwar überall hin und schmiert gut, lässt sich aus dem Grund aber nur schwer fein dosieren. Mal eben ein kleines Tröpfchen ins Victorinox endet immer in einer kleinen Sauerei. Momentan suche ich das H1 noch in der kleineren Flasche ohne Sprühfunktion in der Hoffnung, dass es in der Variante etwas zähflüssiger ist. Das ändert aber nichts an den ansonsten guten Eigenschaften des Öls. Es schmiert gut, riecht kaum, erzeugt bei Kontakt mit Lebensmitteln nicht gleich Brechreiz (wer mal etwas normales Ballistol auf der Klinge übersehen hat, weiß, was ich meine) und ist deutlich günstiger als andere H1 zertifizierte Öle.

 

Falls Klingen langfristig vor Korrosion geschützt werden sollen, würde ich mal noch die gute alte Vaseline ins Spiel bringen. Die konserviert deutlich langfristiger als jedes Öl und ist dazu noch spottbillig.

Link to comment
Share on other sites

Ballistol ist med. Weissöl. Das verharzt nicht und ist sehr dünnflüssig.

Einen wasserfreien, Lebensmittel neutralen Film erreicht man mit Silikonfett, Wachse gehen natürlich auch.

Für Messer benutze ich persönlich gerne Olivenöl.

Link to comment
Share on other sites

  • 3 weeks later...

Olivenöl enthält aber z.T. Säure und lässt Kohlenstoffstahl Klingen anlaufen. Davon abgesehen fängt es mit der Zeit zu riechen an, was auch für Kamelienöl gilt. Nach einigen Wochen riecht das Messer dann ein wenig nach Fritteuse, was nicht jedermann's Geschmack sein dürfte. Beim H1 habe ich bisher keinen störenden Geruch feststellen können. Es ähnelt sehr stark dem H1 Öl von Victorinox, kostet aber nur einen Bruchteil davon. Für den Preis einer 10ml Victorinox Flasche bekommt man 65ml Ballistol H1 in der Tropfflasche oder sogar 200ml in der Sprühdose.

 

Inzwischen habe ich auch das Ballistol H1 in der 65ml Trofflasche und es ist darin tatsächlich nicht mehr so extrem dünnflüsig wie in der Sprühdose (aber immer noch recht dünnflüssig verglichen mit anderen Ölen). Damit lässt es sich sehr viel leichter punktuell anwenden und macht insgesamt weniger "Sauerei" bei der Anwendung. Auf Nachfrage beim Hersteller wurde mir das ebenfalls bestätigt. Momentan bin ich mit dem H1 aus der Tropfflasche sehr zufrieden für alle meine Messer. Schön wären nur größere Gebindegrößen, um den Preis noch weiter zu drücken. Die 65ml Tropfflasche kostet das gleiche wie eine 200ml Sprühdose und der 5 Liter Kanister ist mir dann doch "etwas" zu viel. ?

Link to comment
Share on other sites

  • 1 year later...
  • 1 year later...

Ich benutze dafür Brunox lub & cor (nebst deren Waffenpflegespray zur Laufreinigung). Da gabs mal einen Test, ich glaub im Caliber, wo Metallplättchen mit den gängigsten Ölen (inkl. Motorenöl) bestrichen und dann

Salzwasser ausgesetzt wurden und lub & cor hat sehr gut abgeschnitten und Nein, bin da weder angestellt, beteiligt noch sonst wie verbandelt.

Link to comment
Share on other sites

Wenn ich Lebensmittel schneide nehm ich nen Lappen und putz das Öl ab. So schwierig nicht, zumindest für mich nicht.

 

Das Sicherheitsdatenblat zu Brunox Lubri Food ist im Bezug zu verschlucken recht eindeutig- und in Bezug zu den Inhaltsstoffen nicht anders wie Mineralöl.

 

Wie so oft, soll jeder machen wie er möchte.......

 

 

Edited by chapmen
Link to comment
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

 Share

×
×
  • Create New...

Important Information

Terms of Use
Privacy Policy
Guidelines
We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.