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IGNORED

Kommendes Verbot von Armbrüsten?


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Geschrieben (bearbeitet)
Am 12.9.2026 um 00:45 schrieb Asgard:

Also bitte: für was? Zu welchem Zweck? Bitte nicht die üblichen Allgemeinplätze, bitte etwas Aussagekräftiges, damit ich einen Sinn darin, abgesehen vom "haben wollen" Faktor, sehe. 

 

Den Einsatzzweck und die Effizienz einer Armbrust sollte man nicht abwertend betrachten, ganz im Gegenteil:

 

Viele Jahrhunderte war die Armbrust eine gefürchtete Waffe, deren Tödlichkeit auf größere Distanz (bei gleichzeitig eher minimalen Anforderungen an Training und physischer Kondition im Vergleich zum Bogenschießen) auch bei damals gepanzerten Einheiten so gefürchtet war, dass sie zeitweise sogar als Kriegswaffe "gebannt" war.

 

Der Bolzen einer Armbrust kann problemlos Schutzwesten und andere leichte Panzerungen auf Distanzen bis 30 Meter durchschlagen, was sie z.B. in bürgerkriegsähnlichen Zuständen zu einer lautlosen und tödlichen Waffe macht. Eine typische Alltagsanwendung wäre z.B. die Heimverteidigung eines abgelegenen Hauses im tiefsten Wald (mitten im Funkloch!!!) und welches (unvorhergesehen) von einer größeren Gruppe Kriminellen (bzw. anderen tendenziell aggressiven Lebensformen, welcher Art auch immer) belagert würde, welche nur durch Distanzverteidigung auf Abstand gehalten werden können, bis im Morgengrauen dann die Polizei den Belagerungsring durchbrechen und die Eingeschlossen retten kann.

 

Jeder Mensch hat ebenfalls ein persönliches Sicherheitsbedürfnis, welches unterschiedlich hoch ist. Hier kann eine Armbrust als hocheffizientes Verteidigungsmittel ebenfalls die sehr wichtige Tiefschlafphase durch ein erhöhtes Sicherheitsgefühl deutlich erhöhen, was sich sehr produktiv auf die Arbeitsleistung und damit auch auf das Bruttosozialprodukt auswirkt. Allein dieser Zweck dürfte Milliarden an Euro einsparen durch deutlich reduzierte Fehltage im Arbeitsleben und einem damit verbundenen erhöhten Gefühl an Lebensfreude und einer ebenfalls damit einhergehenden erhöhten sexuellen Anziehungskraft und der damit verbundenen Steigerung des Selbstbewusstseins bewirken.

 

Die Armbrust ist deswegen also ganz bestimmt kein überflüssiges und lebensgefährliches Spielzeug für komplexbeladene und irrational gesteuerte lebensfremde Realitätsverweigerer, sondern ein Garant für ein erfülltes und selbstbestimmtes zwischenmenschliches Dasein mit aktiver Fortpflanzung, einem produktiven Arbeitsleben und dem Bewusstsein der Möglichkeit der proaktiven Selbstverteidigung gegen den Großteil aller aggressiven Lebensformen auf diesem Planeten.

 

Lieber @Asgard, ich hoffe ich konnte Deine Frage damit abschließend und weiterführend beantworten.

Bearbeitet von GermanKraut
Geschrieben

Ich weiss ziemlich genau was historische (bzw. deren Repliken) und moderne Armbruste leisten und welche Überfähigkeiten ihnen angedichtet wurden (und werden).

 

Aus genau diesem Grund halte ich es für sehr wichtig, die modernen Dinger eben nicht länger ohne jegliche Kontrolle an jeden Dahergelaufenen zu verkaufen.

 

Zum Rest schreibe ich mal lieber nichts. :rolleyes:

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb GermanKraut:

Viele Jahrhunderte war die Armbrust eine gefürchtete Waffe, deren Tödlichkeit auf größere Distanz (bei gleichzeitig eher minimalen Anforderungen an Training und physischer Kondition im Vergleich zum Bogenschießen) auch bei damals gepanzerten Einheiten so gefürchtet war, dass sie zeitweise sogar als Kriegswaffe "gebannt" war.

 

Die Dinger waren nie kriegsentscheidend. Als die schwere Infanterie vom Schlachtfeld verschwand, war es die Feuerwaffe und nicht die Armbrust, die sie letztlich obsolet machte. 

Geschrieben
vor 17 Minuten schrieb Asgard:

Aus genau diesem Grund halte ich es für sehr wichtig, die modernen Dinger eben nicht länger ohne jegliche Kontrolle an jeden Dahergelaufenen zu verkaufen.

 

Das wird der inneren Sicherheit genauso gut dienen wie der 42a oder der kleine Waffenschein. Bürokratische Selbstbefriedigung ohne praktischen Nutzen. Ursache von Kriminalität sind Kriminelle, nicht eine mangelnde Restriktion der Allgemeinheit. Bukele hat es vorgemacht, uns hindert nur mangelnder politischer Wille.

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb Direwolf:

 

Die Dinger waren nie kriegsentscheidend. Als die schwere Infanterie vom Schlachtfeld verschwand, war es die Feuerwaffe und nicht die Armbrust, die sie letztlich obsolet machte. 

 

Trotz allem ist die Armbrust immer noch eine sehr effiziente und tödliche Distanzwaffe, für deren Handhabung und Anwendung man deutlich weniger Training und Fertigkeiten benötigt als beim Bogenschießen.

Bearbeitet von GermanKraut
Geschrieben (bearbeitet)

Na und? Die Armbrust ist als Tatmittel irrelevant. Bei 80 Messerangriffen pro Tag würden mir ganz andere Maßnahmen einfallen, als die depperten Armbrüste zu regulieren. Straftaten bekämpft man mit einem scharfen Straf- und Strafvollzugsrecht, indem man Kriminelle einsperrt, nicht mit einem kleinen Waffenschein, dem 42a oder Waffenverbotszonen.

Bearbeitet von Direwolf
Geschrieben

"Effektive und tödliche Distanzwaffe" :rotfl2:

Nein. Genau das ist sie nur auf unbewegliche, ungepanzerte Ziele. Heimtückisch, unerwartet aus dem Hinterhalt auf arglose Ziele. Dann funktioniert das Ding.

 

Solche Sprüche kenne ich sowas von. Ebenso die belämmerten Gesichter wenn die "ich habe eine super duper Armbrust, die unüberwindliche, alles durchdringenden Waffe" an einem einfachen Harnisch kläglich scheitert.

 

Bewegte Ziele mit der Armbrust treffen? Viel Spaß. Das bedeutet tägliches Training und selbst dann ist ein Wirktreffer nicht garantiert. Ach halt, ihr kauft ja in einem Land, in dem nicht mal die Bogenjagd erlaubt ist, die Jagdspitzen gleich mit, die einen hohen Blutverlust selbst bei einem Extremitätentreffer garantieren.

 

Schutz durchschlagen? Phantasiert mal schön weiter. Wir beschossen in mehreren Versuchen mit unterschiedlichen historischen und modernen Armbrusten einen ganz normalen, von einem Profi nachgefertigten historischen Brustpanzer bis hoch zu einer 350 lbs mit Winde gespannten Armbrust. Alle Bolzen prallten ab oder zersplitterten. Das gab nicht mal eine Delle.

 

Moderne Westen durchdringen? Sowas kann nur von jemandem kommen, der über Angriffe auf Schutzwestenträger nachdenkt.

 

Hier sind echt seltsame Gestalten unterwegs.

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Asgard:

Moderne Westen durchdringen? Sowas kann nur von jemandem kommen, der über Angriffe auf Schutzwestenträger nachdenkt.

 

Daraus würde ich jetzt keine Zwangsläufigkeit basteln.

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb Asgard:

Aus genau diesem Grund halte ich es für sehr wichtig, die modernen Dinger eben nicht länger ohne jegliche Kontrolle an jeden Dahergelaufenen zu verkaufen.

Der Nutzen eine solchen Reglementierung wäre, wie so oft, exakt NULL. Insbesondere, wenn sich jeder im Nachbarland eindecken kann. Wir hatten doch inzwischen wirklich genug von solcher Symbolpolitik, inzwischen sollte es doch jeder besser wissen.

Geschrieben (bearbeitet)

Sorry, aber man kann eine moderne Repetier-Pistolenarmbrust der dritten Generation nicht mit den Modellen aus dem Mittelalter und auch nicht mit den modernen, schweren Jagdarmbrüsten vergleichen. Extrem schnelle Schussfolgen, frei wählbare Auszugskraft, eine große Auswahl an Bolzen mit zum Teil heftiger Zielwirkung, Montagemöglichkeit für alle modernen Zieloptiken, werkzeuglose Zerlegbarkeit, gute Präzision auf 20 Meter. 

Ich verstehe durchaus, dass die Verfechter eines strengen Waffengesetzes nach einer Verschärfung rufen. Der Besitzer einer solchen frei verkäuflichen Waffe ist alles andere als wehrlos. Aber das widerspricht dem Geist unseres Waffengesetzes - "dem Bürger verwehren, sich zu bewehren". 

Angeblich soll dieses Motto nun "evaluiert" werden und statt eines Pauschalverbots jeglicher frei verkäuflicher Bewaffnungsoption soll geschaut werden, wie deliktrelevant eine Waffe ist. Wenn das wirklich so passiert - ich wage es kaum zu hoffen - dann wird die Armbrust ungeschoren davonkommen. Ist eine solche Pistolenarmbrust zur Heimverteidigung geeignet? Nun, sicher nicht so gut wie eine Feuerwaffe, aber doch besser als so ziemlich alles andere, was frei verkäuflich ist. Für Straftaten ist sie jedenfalls eher nutzlos. Immer noch zu sperrig, zu auffällig und mit unzureichender Drohwirkung. Deshalb passiert extrem wenig mit Armbrüsten, trotz der großen Verbreitung. 

Also: 

"Dem Bürger verwehren, sich zu bewehren" = Das Verbot wird kommen
"Die Deliktrelevanz entscheidet über den Grad der Regulierung einer Waffe" = Die Armbrust bleibt frei  

 

Wir werden sehen.

Bearbeitet von JoergS
Geschrieben

Nochmal die Frage, selbst wenn wir uns damit im Kreis drehen. Wozu dient eine Jagdarmbrust in einem Land, das nicht mal die Bogenjagd erlaubt?

 

Gut, durch die Argumentationskette liegt der Schluss nahe, dass sie zum Schuss auf Menschen verkauft werden. Natürlich nur zur "Home Defense". :rotfl2:

 

Ein guter handlicher Feuerlöscher erfüllt den gleichen Zweck. Vor allem ohne das Risiko eine tödliche Verletzung eines doch mehr hypothetischen Gegenübers zu verursachen.

 

Egal. Ist letztlich ein sinnloses Thema. Die Verschärfung wird kommen, die freie Verkäuflichkeit aufgehoben und dann gehen die Dinger den Weg all dessen was für "Home Defense" :rolleyes: angeschafft wurden. Irgendwo in den Schrank, Keller, auf den Dachboden, eingepackt verstaut.

 

Und nach der Verschärfung gilt es für einige ein neues Betätigungsfeld suchen.

 

Oder glaubt hier irgendwer daran, der Gesetzgeber ließe sich von irgendwelchen Stellungnahmen oder dem Geschreibsel in Social Media beeinflussen?

Geschrieben

Die meisten Käufer suchen die Kombination aus einer Freizeitwaffe und einer Heimverteidigungswaffe, wobei der erste Teil überwiegt - was man an den Verkaufszahlen der verschiedenen Bolzentypen klar ablesen kann. Die preiswerten und haltbaren Plastik-Bolzen sind der Renner, die teuren Jagdpfeile sind dagegen Kleinkram. 
 

9 minutes ago, Asgard said:

Oder glaubt hier irgendwer daran, der Gesetzgeber ließe sich von irgendwelchen Stellungnahmen oder dem Geschreibsel in Social Media beeinflussen?


In diesem Punkt bin ich ganz bei Dir. Ich glaube auch nicht an diese Mär der "Evaluierung" - das wird einfach nur eine gewaltige Verschärfung, ein Wolf im Schafspelz. Für mein Geschäft ist das gut, denn dann ist der Weg frei für die nächste, maßgeschneiderte Produktreihe. Ich sehe ein großes Potential bei den Repetier-Bögen, die zweite Generation geht gerade an den Start. Sie haben taktisch sogar Vorteile gegenüber den Armbrüsten. Das kommt zur rechten Zeit, bei den Pistolenarmbrüsten ist eine gewisse Marktsättigung zu verzeichnen, sieben Jahre nach der Ersteinführung der "Adder". Eine Gesetzesverschärfung bringt da eine neue Dynamik rein. Zuerst nochmal absahnen mit den "Toresschluss" Verkäufen bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes, dann die Umsätze mit Ersatzprodukten. 

Geschrieben

Hallo JoergS.

Wenn ich ihre Beiträge ab und an lese, bekomme ich immer ein mittelschweres Würgen also, ich könnte kotzen. Wie ich es sehe, versuchen Sie systematisch, die Bürger anzufixen, immer wieder neu kreierte,

meist tödliche Waffen zu kaufen, ohne Rücksicht auf die Intention der Käufer, die damit, wie kürzlich erfolgt auch Töten.

Darauf scheinen Sie auch noch stolz zu sein. 

Meine Welt ist das nicht!

Mir ist natürlich klar, dass mein Post keinerlei Wirkung hat. Aber immerzu nur alles abnicken, kann es ja auch nicht sein, zumal es Sie möglicherweise ermutigt zu denken, Sie seien ein toller Hecht!!

Eigentlich nur jämmerlich.

Geschrieben

Ja tut mir leid, ich bin Geschäftsführer einer gewerblichen GmbH und meine Gesellschafter bestehen darauf, dass ich meinen Vertrag erfülle und die Gewinne des Unternehmens maximiere. 
 

Das nehme ich ernst und es klappt ganz gut.

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb JoergS:

Ja tut mir leid, ich bin Geschäftsführer einer gewerblichen GmbH und meine Gesellschafter bestehen darauf, dass ich meinen Vertrag erfülle und die Gewinne des Unternehmens maximiere. 
 

Das nehme ich ernst und es klappt ganz gut.

 

 

Und wenn Du es nicht machen würdest, stehen schon jede Menge potenzieller anderer Anbieter in den Startlöchern, um mit allergrösster Freude diese gar nicht mal so kleine Nische gewinnbringend abzudecken.

 

Bearbeitet von GermanKraut
Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Asgard:

Nochmal die Frage, selbst wenn wir uns damit im Kreis drehen. Wozu dient eine Jagdarmbrust in einem Land, das nicht mal die Bogenjagd erlaubt?

 

Freiheit ist ihr eigener Zweck und so lange ich keine Verbrechen begehe, muss ich mich nicht rechtfertigen. Dieses Untertanendenken erinnert an das 19. Jahrhundert.

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