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IGNORED

Waffen trotz psychatrie aufenthalt


Affectionate_Hawk605

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vor 4 Minuten schrieb Cannon Balls:

...

Bedeutet aber nicht umgekehrt, daß Wohlstand und Intelligenz mit sozialem Verhalten korrelieren. In meiner Siedlung gibt es Bunken mit pompösen Bauten und Fuhrpark, die man als asozial bezeichnen kann. Oder, in einem Fall, als kulturell in Anatolien verwurzelt. 

Doch korrelieren schon. Vielleicht auch bedingen. Aber das sind Aussagen über Populationen und nicht über Einzelfälle.

 

In jeder menschlichen Population gibt es selbstverständlich auch Varianzen. Deswegen muss man die zu vergleichenden Gruppen auch immer auf Vergleichbarkeit prüfen. Wenn in der einen Gruppe überwiegend junge, gut gebildete, reiche, Frauen mit deutlich bemerkbaren Genanteilen aus dem Sub-Sahara-Afrika sind und in der anderen Gruppe überwiegend demente, arme, weiße Männer ohne Schulabschluss, können Effekte alleine aus der Zusammensetzung der Gruppen entstehen. Auch schon viel früher. Das hatte ich ja selbst in meiner Diplomarbeit. Wenn ich die Gruppen und die Merkmalsausprägungen, wie mein Betreuer in seiner originären Studie, mit getrennten ANOVAs untersuchte widersprach mein Ergebnis dem Ergebnis meines Betreuers. Stopfte ich die selben Daten jedoch in ein lineares Model unterstützte mein Ergebnis sein Ergebnis. :teu382:

 

Dein

Mausebaer

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Eine sehr interessante "Diskussion", auch wenn sie sich weit, sehr weit, sehr sehr weit, von der Ursprungsfrage entfernt hat, etwas was ich normalerweise absolut hasse - diesmal aber, hoppla, ich geniesse es, weiter so.

 

Hier gibt´s plötzlich (ungewollt) Einblicke in Spezialausbildungen, Fachkunde, Denkweisen, Sozialisierungen, Welt- und Wertevorstellungen, Weltanschaungen und Argumentationsketten all der Foristen, vor allem einiger ganz bestimmter, derer die den Ton angeben (möchten), die bisher zwar zu vermuten waren, aber bisher nie sooo deutlich formuliert wurden, und dies natürlich auch noch von den jeweiligen Foristen garselbst.

 

Allein dies ist es wert diesen Topic zu verfolgen, völlig unabhängig von "queren" Ursprungspost - der auch längst "vergessen" wurde, gar nicht mehr erwähnt wird.

 

Ehh?, was war der Ursprung doch gleich noch mal? Psychische "Aufälligkeiten" und die Klapse, passt also doch prima - irgendwie.

 

Peter

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vor 6 Stunden schrieb Proud NRA Member:

Wenn nun jemand als Koryphäe der Psychiatrie Leute begutachten und Studenten unterrichten kann, obwohl er nie Psychiatrie gelernt hat, auch nicht Medizin oder Psychologie, dann spricht das dafür, dass deren theoretischer Unterbau eben keine wohldefinierte Wissenschaft ist.

Die von dir genannten Bereiche behandeln Banalitäten, die grundsätzlich Jedem geläufig sind. Das bedeutet nicht, daß das Beurteilen und Einordnen dieser beobachteten Vorgänge einfach ist, das ist nicht.

Dennoch scheint eine Person auch ohne eine darin besondere Schulung durchlaufen zu haben, das durch hohe Intellihenz und soziale Kompetenz leisten zu können.

Solche Gestalten gibt es in allen Bereichen der Medizin.

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vor 2 Minuten schrieb Peter Fischer:

Eine sehr interessante "Diskussion", auch wenn sie sich weit, sehr weit, sehr sehr weit, von der Ursprungsfrage entfernt hat, ...

 

Peter

 

An der Frage war nicht viel dran und die Antwort sollte jedem mit waffenrechtlicher Sachkunde klar sein. :closedeyes:

 

  

Am 7.12.2023 um 04:53 schrieb Mausebaer:

@Affectionate_Hawk605

 

...

 

§ 6 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 WaffG ist qualitativ bzw. binär und nicht dimensional oder gar risikobezogen gestaltet. Das macht keinen Sinn und ist gefährlich, weil ggf. notwendige Hilfe deshalb nicht nachgefragt wird.

Beispiel: Hat jemand einen Reizdarm, der nur mit dem ICD-10-Code K58.x klassifiziert ist, dann ist das für § 6 WaffG irrelevant. Ist der Reizdarm mit K58.x und F54 (Psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten Krankheiten) klassifiziert, war es formell das mit der persönlichen Eignung nach § 6 WaffG, selbst wenn die Symptome des Reizdarms absolut die gleichen sind. Diese Regelung ist absoluter Schwachsinn, aber so steht es im WaffG.

 

Also: Geheilt = kein Problem und nicht geheilt = Problem, selbst wenn es ein Reizdarm ist. :closedeyes:

 

...

 

Fertig. :rolleyes:

 

Alles drum herum und darüber hinaus ist @on.

 

Dein

Mausebaer :hi:

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vor 2 Stunden schrieb Sal-Peter:

Diese kognitiven Schwächen halte ich für gespielt.

Der Mann hat zumindest ein Jurastudium komplett und erfolgreich absolviert, incl. Staatsexamen.

 

Das "nicht erinnern können" heißt in anderen Ländern "omertà".

Das ist eine Sache, die mich seit eh und je wundert: Welche Qualifikation bringt ein Jura Studium, um daraus die Befähigung zu obersten Staatsämtern abzuleiten oder gar

Firmen zu führen? Gäbe es da nicht bessere Basisqualifikationen?

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@GermanKraut


Lass sie doch. Das Ursprungsthema an sich, der "Einreicher", so denn authentisch, ist natürlich nicht ernst zu nehmen oder banal - such dir was aus, aber all die Antworten sind interessant, allein und für sich allein interessant.


Und natürlich die Erkenntnis darüber WER mit WELCHER ARGUMENTATION und WIE AUSGEARBEITET und GESCHLIFFEN formuliert hier reagiert hat - und das über bisher 6 Seiten, über so eine banale und klare Sache.


Peter

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Am 6.12.2023 um 19:03 schrieb Affectionate_Hawk605:

er hat angst

 

In dem Video ab 31:09 erklärt der Psychiater und Univ.-Dozent Dr. Bonelli, wie man übertriebene Angst wegtrainieren kann (am Beispiel Höhenangst):

 

 

Ich habe die Methode mal ausprobiert und sie funktionierte bei mir. Also gegen übertriebene Angst gibt es eine Therapie.

 

Frage: Wie ist das mit anderen negativen Gefühlen, die übertrieben oder sogar unzutreffend sind? Gibt es da auch eine Therapie? Z. B. bei den "7 Todsünden", die rechts unten im folgenden Bild stehen? Nochmal als Info: Das Bild ist ein einfaches aber mächtiges Modell für die menschliche Psyche (Erläuterung des Bildes in dem Video).

 

3bFeV58YBTLSWbD5Htwxgo-BWJTmFTWeoq8M9qSv

 

 

PS:

Ich habe selber nochmal nachgedacht: Ich glaube, die Verallgemeinerung ist Folgendes: Trotz des übertriebenen oder unzutreffenden Gefühls das Richtige tun. Wiederholt. Dazu braucht es Distanzierung von dem Gefühl, d. h. die Erkenntnis, ich bin nicht das Gefühl sondern ich habe es. Außerdem braucht es einen Kopf, der versteht, das Gefühl ist unangemessen. Und es braucht ein Herz, das die entsprechende Handlungsentscheidung trifft. Die Nummer paar mal wiederholen. Dann hat man die Todsünde schon viel besser unter Kontrolle.

 

Gegen übertriebenen Ärger wegen anderer Menschen hilft mir noch etwas anderes: Das Erinnern an großartige Menschen, mit denen ich im Leben Erfahrung machte. Gegen Trägheit hilft mir, das zu tun, was mich begeistert bzw. das Leben so einzurichten, dass ich mehr Zeit damit verbringen kann.

Bearbeitet von mwe
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Dr. Bonelli sagt im Video noch, man solle bei einem fragwürdigen Bauchgefühl mit der Vernunft argumentieren und auf die Werte in seinem Herzen hören (auch wenn der Bauch erst noch ein bisschen jammert, das sollte man ertragen können). Dann ist man nicht Sklave des Bauchgefühls sondern erreicht mit Hilfe von Verstand und Herz mehr Freiheit.

 

Von 35:10 - 38:43 sagt er das und zwar besser und lustiger formuliert als meine bescheidenen Worte.

Bearbeitet von mwe
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@Weinberger
"Das ist eine Sache, die mich seit eh und je wundert: Welche Qualifikation bringt ein Jura Studium, um daraus die Befähigung zu obersten Staatsämtern abzuleiten oder gar Firmen zu führen? Gäbe es da nicht bessere Basisqualifikationen?"

 

Da ist eine klitzekleine Kleinigkeit die du wohl ganz zufällig vergessen hast zu erwähnen, daß nämlich all diese "Personen", mit oder ohne Studium, oder ganz ohne irgendeine Ausbildung, erst mal von der Mehrheit der Wähler (des Wahlpöbels) erwählt (ERMÄCHTIGT) werden müssen.

 

Wie war das doch gleich mit der "Basisqualifikation" um über so was nebensächliches wie die Führung und Zukunft dieses Landes mitentscheiden zu dürfen, um Führer des Landes ermächtigen zu dürfen?

 

Ah ja, das Wahlalter, klar. DIE Qulifiaktion an sich, Beispiele gibt es ja genug.

 

Ohne den Wahlpöbel, die Mehrheit des Wahlpöbels, gibt es auch kein Amt.

 

Also: WER hier im Forum hat WANN bei Wahlen WEN gewählt, also ERMÄCHTIGT?

Nein, die Frage ist nicht ernst gemeint, ich erwarte keine, und schon gar keine ehrlichen Antworten.

 

Peter

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vor 33 Minuten schrieb mwe:

Dr. Bonelli

Ein gutes Beispiel, die Unterschiede zwischen Tiefenpüsychologie und den Möglichkeiten der Verhaltensmodifikation aufzuzeigen.

Was Bonelli - Verhaltensmodifikation - gezeigt hat, ist klar. Die Tiefenpsychologie fragt, - warum - eine Person Höhenangst entwickelt. Ein Gedankenexperiment:

Man zieht auf einem Platz eine Linie und stelle sich vor oder an die Linie. Man wird keine Angst haben, nach vorne zu fallen, oder ungewollt diese Linie zu überschreiten. Die Linie ist ja auf einem ebenen Platz.

Anderes Szenario:

Gleiche Linie, nun nur als senkrechte Abbruchkante in großer Höhe. Frage : Warum entsteht dort Angst.? Antwort : Man vertraut den eigenen Fähigkeiten nicht, in diesem Fall, den Körper so zu beherrschen, wie es vor einer einfachen Linie offensichtlich ohne Probleme geschieht. Gehorcht der Körper nicht, oder folgt er einem unbewußten Impuls, wars das.

Die Tiefenpsychologie könnte daraus folgern, das dieser mögliche verhängnisvolle Impuls, und dessen unbewußtes Wahrnehmen bei unbewußt Suizidgefährdeten größer ist.

Zur Beseitigung dieser Höhenangst würde man den möglicherweise unbewußten Suizidwunsch Be - und Verarbeiten.

Anm.: Mit diesem Beispiel will ich nur Mechanismen versuchen darzustellen.

Bearbeitet von Pikolomini
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vor 19 Minuten schrieb Peter Fischer:

Da ist eine klitzekleine Kleinigkeit die du wohl ganz zufällig vergessen hast zu erwähnen, daß nämlich all diese "Personen", mit oder ohne Studium, oder ganz ohne irgendeine Ausbildung, erst mal von der Mehrheit der Wähler (des Wahlpöbels) erwählt (ERMÄCHTIGT) werden müssen.

Ich darf jetzt seit knapp über 20 Jahre wählen... 

Ich hab noch nie einen Wahlzettel gesehen, auf dem ich Merkel, Scholz oder Schröder ankreuzen konnte... 

vor 1 Stunde schrieb Weinberger:
vor 1 Stunde schrieb Weinberger:

Welche Qualifikation bringt ein Jura Studium, um daraus die Befähigung zu obersten Staatsämtern abzuleiten oder gar

Firmen zu führen? Gäbe es da nicht bessere Basisqualifikationen?

 

Naja... Wer sich durch ein Jurastudium gekämpft hat, der kann schon was. Fachbereich erst mal egal. Der kann sich auf jeden Fall Inhalte erschließen und ist definitiv kein Faulenzer... Wenn du mal auf einer gewissen Ebene Führungsaufgaben übernimmst, dann musst du dich nicht mehr unbedingt in allen Einzelheiten mit dem Produkt auskennen... 

Lieber einen Juristen als einen Volkswirtschaftsler. .. 

Der denkt sich für jedes Szenario fünf Modelle aus, von denen keins wirklich zutrifft. Aber sind ja nur Modelle 

 

 

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vor 2 Stunden schrieb Weinberger:

Das ist eine Sache, die mich seit eh und je wundert: Welche Qualifikation bringt ein Jura Studium, um daraus die Befähigung zu obersten Staatsämtern abzuleiten oder gar

Firmen zu führen? Gäbe es da nicht bessere Basisqualifikationen?

Eine gute und berechtigte Frage!

 

Was hätten wir denn für Alternativen?

- Soziologie

- Politikwissenschaft

- Betriebswirtschaft

- Volkswirtschfat

- Ingenieurwesen

- Militärakademie

- Lehrer/Pädagoge

- Theologie

- abgebrochene Waldorf-Grundschule

 

Keines der Fächer - und dabei ganz besonders Politikwissenschaften - bereitet einen Menschen auf höchste Staatsämter vor.
Nein, nur das echte Leben, Höhen und Tiefen, richtige Arbeit, Übernahme von Verantwortung.

 

Darum ist es grundfalsch, Studenten in politische Ämter zu befördern (MdL).
Dito Personen, die nicht mal ihr eigenes Leben gemangt bekommen und/oder erfolgreiche Musikgruppen ruinieren.

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vor 5 Stunden schrieb Mausebaer:

Soziopathen haben halt den formellen Vorteil, von moralischen Hemmungen befreit zu sein. Ob sie moralisch oder unmoralisch Handeln ist deren freie Entscheidung.

 

Auf welche Definition von "Soziopath" beziehst Du Dich? Gehört dazu nicht immer ein Mangel an Empathie? Ich denke nicht, dass das ein Vorteil für einen Menschen ist. Außerdem kenne ich keinen mit Empathiemangel, der überdurchschnittlich moralisch handelt. Unter moralischem Handeln verstehe ich zumindest, mehr zu nutzen als zu schaden.

 

Ich denke nicht, dass ein Soziopath freier ist. Sondern er ist egoistischer, hört mehr auf Impulse aus seinem Bauch. Sein Herz und seine inneren Werte sind nur unzureichend vorhanden, aber eben diese sind notwendig, damit man sich aus der Sklaverei des Bauchgefühls bzw. des Freudschen "Es" befreien kann. Ist zusätzlich noch Vernunft vorhanden, sind hinreichende Ressourcen für die Befreiung vorhanden. Ich stimme insofern Dr. Bonelli zu.

 

PS:

Genau so wenig, wie es Dr. Bonelli tut, will ich das Bauchgefühl pauschal schlechtreden. Bauchgefühle sind mächtig, manchmal auch im Guten. Aber sie irren sich oft bzw. sind oftmals verblendet (z. B. per Propaganda- oder Reklame-Techniken, also schmutzigen psychologischen Taschenspielertricks). Daher sollte man auch seine Vernunft nutzen und auf sein Herz hören.

Bearbeitet von mwe
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9 hours ago, sealord37 said:

Es hat auch schon Hochstapler gegeben,  die ne ganze Weile als Arzt durchgegangen sind.Ok, Herzchirurg wird wahrscheinlich schwierig,  wenn man nicht wenigstens mal nen Reh aufgebrochen hat. 

 

Siehst Du, das meine ich. Niemand, absolut niemand, wird erfolgreich als Herzchirurg arbeiten, ohne das gelernt zu haben. (Mit viel Phantasie könnte man sich noch ausdenken, wie es jemand ohne Studium gelernt hat, sagen wir als inoffizielle Hilfskraft in einem Dauerbürgerkriegsland, in dem formale Ausbildung zum Erliegen gekommen ist, aber das wäre immer noch eine Art langwieriger Lehre.)

 

Dass man als Hausarzt durchaus eine ganze Weile arbeiten kann, ohne es gelernt zu haben, wirft dann Fragen auf, in wieweit diese Tätigkeit wirklich etwas mit einer definierten Wissenschaft zu tun hat, ob man Studienplätze wirklich nach Abiturnoten vergeben sollte, ob ein Doktorgrad irgendeine Korrelation mit der Ausübung der Tätigkeit hat. In Amerika gibt's als eine Antwort auf diese Frage die Nurse Practitioners. Das ist eine Fortbildung von der -- in Amerika studierten -- Krankenschwester. Die dürfen unter der Aufsicht eines Arztes, der aber nicht vor Ort sein muss, selbständig übliche Hausarztsachen machen. Meine Erfahrungen mit denen sind gut, und ich denke, sie gehen oft systematischer vor als ein Arzt, eben weil bei ihnen jemand durch die Akten durchgeht und Fragen stellt, oder das jedenfalls soll. Wenn's exotischer wird, dann sind sie nicht in der Position des Hochstaplers, Kompetenz vortäuschen zu müssen, sondern es ist Teil ihres Berufsbilds, für tatsächlich eher wissenschaftliche Fragen einfach Rat einzuholen.

 

Damit ich nicht falsch verstanden werde: Wenn ich von einer Tätigkeit anzweifle, dass es sich um eine eigentlich Wissenschaft oder sonst einen spezialisierten Wissensbereich handelt, dann meine ich damit keineswegs, die Tätigkeit sei wertlos. Natürlich will ich z.B. einen guten Hausarzt haben, brauchen wir gute Verkäufer, usw. Was ich wohl anzweifle sind aus behaupteter Wissenschaftlichkeit erhobene Macht- und Geldansprüche, die eben umso absurder werden und vielleicht gerade deshalb umso häufiger erhoben werden, je weniger wissenschaftlich das angebliche Herrschaftswissen überhaupt ist. 

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vor 14 Minuten schrieb mwe:

Auf welche Definition von "Soziopath" beziehst Du Dich? Gehört dazu nicht immer ein Mangel an Empathie?

Schwierige Frage.

Ein erfolgreicher Soziopath muss die Gefühle der Anderen durchaus deuten können - aber es hat für ihn keine andere Relevanz, als dass er sie ausnutzt. Sie berühren ihn nicht wirklich in seinem inneren, d.h., die Gefühle der anderen erzeugen im Soziopathen keine Resonanz.

 

Beispiel "Heiratsschwindler":

Der HS findet die Schwachstellen seines Opfers, nämlich dessen Wünsche, Gefühle, Bedürfnisse. Insofern hat er eine sehr hohe Empathie.

Aber es macht ihm nichts aus, das Opfer auszusaugen und danach wegzuwerfen. Er hat deswegen keine Schuldgefühle.

 

Genau so gehen übrigens "gute Verkäufer" und Anwerber für terroristische Vereinigungen, egal ob rechts oder links vor. Es sind Soziopathen mit großer Empathie.

Bearbeitet von Sal-Peter
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7 minutes ago, Sal-Peter said:

Insofern hat er eine sehr hohe Empathie. Aber es macht ihm nichts aus, das Opfer auszusaugen und danach wegzuwerfen.

 

Ich denke, der Begriff "Empathie" vermischt da zwei Dinge, die nicht miteinander zu tun haben: Das eine ist die Fähigkeit, mitzufühlen, beispielsweise das Leid anderer Leute (oder auch von Tieren) als eigenes zu fühlen. Das andere ist die Fähigkeit, anderer Leute Gefühlsausdrücke korrekt zu interpretieren und vorherzusagen.

 

Der Soziopath muss, um seine Soziopathie überhaupt ausleben zu können, ziemlich gut darin sein, anderer Leute emotionale Bedürfnisse zu interpretieren. Sie interessieren ihn aber nur als Teil einer Strategie, seine eigenen Ziele zu erreichen.

 

Beim Menschen im Autismusspektrum kann es sich umgekehrt verhalten. Der kann ein extrem herzensguter Mensch sein, der für alle da ist, die ihn um einen Gefallen fragen. Aber er kann emotionale Nuancen, die unausgesprochen bleiben, nicht korrekt interpretieren. 

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Wenn ich meine Ideen zu einer praktisch verbesserten Demokratie vorstellen würde:

 

Aktives Wahlrecht: Ab 18 - und die Stimme wird - wie genau, das müßte man noch festlegen - mit der in der letzten Legislaturperiode der jeweiligen Wahl gezahlten Einkommenssteuer gewichtet. Wer viel beiträgt, hat mehr Stimmrecht, wer Transferempfänger ist, weniger - aber mehr als Null.

 

Passives Wahlrecht: Ab 18 - abgeschlossene Berufsausbildung, mindestens 5 Jahre in der dem Land steuerpflichtig gearbeitet (egal, ob selbständig oder angestellt), in dem sich der Kandidat zur Wahl stellt. Ggf. kann man auch eine Quote für Transferempfänger einführen, um deren Belange auch abzubilden.

 

Solange das jedoch nicht konsensfähig ist, stehe ich selbstverständlich auf der Grundlage der FDGO, zumindest mehr als die Ampel.

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vor einer Stunde schrieb mwe:

 

Auf welche Definition von "Soziopath" beziehst Du Dich? Gehört dazu nicht immer ein Mangel an Empathie? ...

Klar. Ein Soziopath fühlt nicht mit. Das heißt aber nicht, dass er/sie/es sich nicht in die Situation anderer Personen verstehen kann.

  • Dumme Soziopathen fallen schnell auf und ecken aufgrund des Nichtbeachtens sozialer Normen an.
  • Intelligente Soziopathen verhalten sich im wesentlichen angepasst und situationsorientiert aber verfolgen ohne Skrupel ihre Ziele. Ihre Normenverstöße sind mit Bedacht gewählt, wenn sie überhaupt als solche zu erkennen sind. 

Dein

Mausebaer

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1 hour ago, Sal-Peter said:

Wenn ich meine Ideen zu einer praktisch verbesserten Demokratie vorstellen würde:

 

Aktives Wahlrecht: Ab 18 - und die Stimme wird - wie genau, das müßte man noch festlegen - mit der in der letzten Legislaturperiode der jeweiligen Wahl gezahlten Einkommenssteuer gewichtet. Wer viel beiträgt, hat mehr Stimmrecht, wer Transferempfänger ist, weniger - aber mehr als Null.

 

In diese Richtung gingen ja Ideen wie das Dreiklassenwahlrecht in Preußen usw. Nachdem sich aber wirklich überall "one man, one vote" durchgesetzt hat, dürfte es eher schwierig werden, das zurückzubringen. 

 

Der Staat beansprucht ja auch nicht "nur" Hab und Gut der Bürger, sondern auch deren Leben. Bei einem erheblichen Rückgriff auf die Wehrpflicht in Kämpfen mit erheblichen Verlusten wäre es irgendwie schwer erklärbar, dass nur diejenigen mit Geld ein politisches Mitspracherecht über die Sache haben sollen.

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vor 5 Minuten schrieb Proud NRA Member:

Nachdem sich aber wirklich überall "one man, one vote" durchgesetzt hat,

Der Hinweis auf das Leben in Kriegssituationen ist natürlich nicht von der Hand zu weisen.

 

Allerdings in finanziellen Dingen zählt z. B. bei Aktiengesellschaften das eingebrachte Kapital, nicht die Person.

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