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IGNORED

Geschossfangsysteme Sand oder Lamellen?


Rockwell

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Wir sind gerade dabei unsere 2. Indoor 25m Bahn auszubauen. In der ersten Bahn haben wir einen Geschossfang aus Sand in der zweiten sind wir jetzt am überlegen obs Sand oder Stahllamellen werden sollen. Dazu muss noch gesagt werden wir sind ein kleiner Verein ca. 90 Mitglieder und überwiegend KK Schützen (80% KK/20%GK).

Was haltet Ihr für das bessere System bzw. das Wartungsärmere bzw. das einfacher zu Reinigende System. Lamellen sollten dann aus 10mm ST 52 Stahl bestehen.

Würde mich über konstruktive Beitrage freuen

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Nun kann ich Dir womöglich nur mit einer Zahl helfen:

30.000

Soviel hat laut Betreiber "unseres" Standes die Entsorgung des Sandes vom Kugelfang gekostet.

Auch fand sich niemand bereit, den bleidurchseuchten Sand per Schippe und Sieb zu "reinigen".

Seitdem ist bleifreie Mun Vorschrift und man hat Lamellen installiert . Gummilappen aus alten Förderbändern hängen zum Schutz vor Querschlägern davor.

Weiterhin wird mit Kästen experimentiert, die die Kugel in einem Gehäuse "einfangen" welches vom Prinzip her wie ein Schneckenhaus aussieht. Die Projektile bzw. ihre Reste sollen in eine Art Auffangbehälter fallen.

Das non plus Ultra gibts womöglich nicht. Hoffe, vielleicht wenigstens einen Anstoß gegeben zu haben- viel Erfolg und sag an, was dabei rausgekommen ist. Das Problem haben womöglich Mehrere?!

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Der eine Verein in dem ich bin hat auf seinen 25m GK-Bahnen Lamellengeschoßfänge.

Ein bis zweimal pro Jahr muß da zum Teil mit nem Abbruchhammer das Blei rausgestemmt werden, alle paar Jahre sind auch neue Lamellen nötig.

Die Geschoßfänge müssen des öfteren kontrolliert werden und es muß eine Gummimatte zwischen Scheibe und Geschoßfang hängen, weil der Abstand leider zu klein ist ( größer geht nicht ) und da reichlich Blei von hinten die Scheibe zerlöchert.

Mein zweiter Verein hat Sandgeschossfänge.

Selten Kontrolle, nix was zurückfliegt, über Jahre kein Verschleiß, ab und zu mal den Sand naß machen, das meiste Blei sammelt sich von selbst oben.

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Ich hatte noch keine Erfahrung mit einem Sandkugelfang, aber ich kann bestätigen, dass ein Lamellenkugelfang eine S*****arbeit zum Reinigen ist.

Wir haben die Blechplatten als Rückwandschutz dahinter nun festgeschraubt...weiß nicht, wer auf die Schnapsidee kam, die lediglich hinter die Lamellen hinzustellen.

Bevor wir in 3-stündiger Kleinstarbeit die (verbogenen) Platten endlich an die Wand stemmen, bohren und dübeln konnten, durften wir mindestens genauso lange mit Schaufel, Pickel und Besen arbeiten...das hatte schon was von Bergwerk.

Das nächste Mal darf sich jmd. anders die Bleivergiftung holen.

Viele Grüße

Mike

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Hallo Rockwell

Ich gehöre auch zu jenen die auf 2 Stände gehen.

1. Verein Sandkugelfang.Sand etwas feucht halten und dann

braucht es lange nichts.

2. Verein.Lamellenkugelfang.Die Realität beim Lamellenkugelfang

siehst du erst wenn du einmal hinter die Kulissen geschaut hast.

St 52 ist meines Wissens noch zu weich.10 mm sind viel zu schwach.

Es ist erstaunlich,wie der Stahl im Zielbereich nachgibt.

Die Lamellen halten auch bei der Begrenzung auf 1500Joule

nicht ewig.Und wenn du dann die Lamellen wechseln musst,ist es

ein Schweinejob.Bei 100 meter und max 5000 Joule haben wir deshalb

wieder auf Sand umgestellt.

Ich kann dir nur raten:Schau andere Stände an,auch den Kugelfang aus der

Nähe und rede mit den Verantwortlichen.

Mfg

der Waldlaeufer

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St 52 ist meines Wissens noch zu weich.10 mm sind viel zu schwach.

Nun diese Angaben habe ich halt 1:1 aus den Schießstandrichtlinien übernommen da steht empfohlene Zugfestichkeit 500 N/mm² m also ST 52 und 8 bis 10 mm Stärke jetzt bin ich irritiert :confused:

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Hallo Rockwell

Ich habe geschrieben "Meines wissens"

Ich habe keine Richtlinien zur Hand.

Wenn ich aber in unserem Stand sehe,dass im

Bereich der 10 trotz Begrenzung auf 1500 Joule

alles kaputt und zum Teil weggeschossen ist

komme ich zu der Meinung.

Darum wiederhole ich meinen Ratschlag:Geh auf andere Stände,

schau den Kugelfang aus der Nähe an und rede mit den

Verantwortlichen.

Auch wenn du dich für den Lamellenkugelfang

entscheidest solltest du das möglichste für eine Langlebigkeit machen.

Mfg

der Waldlaeufer

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Nun diese Angaben habe ich halt 1:1 aus den Schießstandrichtlinien übernommen da steht empfohlene Zugfestichkeit 500 N/mm² m also ST 52 und 8 bis 10 mm Stärke jetzt bin ich irritiert :confused:

In den Richtlinien steht diesbezüglich ziemlicher Nonsens - hier bei uns wollte der "Sachverständige" auch eine Platte aus ST52, und zwar für GK-Langwaffen. Dafür aber 45mm dick! Klar ist die nicht beim ersten mal durch, aber lange halten wird sie nicht.

Besser sind Hardox 500, Dillidur,... und wie die anderer Hersteller auch heißen mögen. Es sind Stähle, die werden z.B. für Baggerschaufeln und ähnliches verwendet werden. 18mm reichen meines Wissens für alles, was in deutschen Schießständen üblicherweise benutzt wird (ohne Exoten wie .50BMG).

Besser als Lamellen ist meiner Meinung nach eine einzige schräge Prallfläche mit etwa 45° Anstellwinkel, es fehlen die vielen "Reflektionsflächen" die ein Lamellenkugelfang hat. Einzig die Bautiefe mag als Nachteil gelten, die ist aber immer noch geringer als beim Sandfang.

Gruß

Erik

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Man kann beides machen und jedes davon hat seine Vor- wie auch Nachteile.

Blei in der Luft gibt es bei beiden Varianten genug im Bereich des Kugelfangs, bei Stahl bestimmt aber noch mehr. Stahl macht mehr Krach. Bei Stahl hat man irgendwann mal Blei, was man verkaufen kann. Bei Sand gibt es allenfalls teueren Sondermüll, aber selbst wenn man mal 50% Geschosse im Blei hätte, kann man noch ein paar Jahre weiterschießen.

Wichtig: Bei Stahl würde ich mindestens St70 nehmen und am besten sogar eher Hartox 500 oder vergleichbaren Stahl (Hartox 600 ist aber schon zu hart). Diese Stähle bewegen sich so um die 1500 bis 2000 N/mm² Zugfestigkeit und damit funktioniert es auch. Die Beulen nicht aus. Aber auch da eher 8 bis 10 mm alleine für Kurzwaffen. Bei Langwaffen 12 mm und besser mehr, aber dann auch im Winkel und man muss damit rechnen, die Lamellen gelegentlich wechseln zu müssen.

So aus meinem Gefühl heraus, hat bei Kurzwaffen beides seine Berechtigung, bei Langwaffen würde ich eher zu Sand tendieren. Eventuell kann man auch beides nehmen. Sand, wo in den Einschlagzentren Kästen mit Stahllamellen eingesetzt sind, aber auch das eher für Kurzwaffen.

Gruß

Makalu

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@waldlaufer: es war eine verwunderte Feststellung kein angriff auf dich persönlich <_<

So nun mal zum sicherstellen der Fakten: Es soll für einen KW Stand sein bis max. 1500 Joule

Noch kurz ein Zitat aus den SSRL(Stand 2000, S.34):

Lamellenkugelfang

"Bei Kurzwaffenständen für alle Kaliber bis zu einer max. Geschoßenergie von 1500 Joule einschließlich Patronen mit Vollmantelgeschossen, empfiehlt sich ein 8 bis 10 mm starkes Blech mit einer Zugfestichkeit von min. 500 N/mm², für Kaliber 22 mit Bleigeschossen genügt eine geringere Zugfestichkeit und Stärke."

Währe mit 10 mm in ST 53 eine wesentlich niedrigere Standfestichkeit wie mit ST 70 gegeben? Weiss jemand um welchen Preis sich die Tonne ST 53 und ST 70 gerade dreht?

Kann man einen der beiden Stähle auch Härten? Wir hätten ne günstige möglichkeit so die Zugfestichkeit zu verbesser!

Sorry das ich so skeptisch bin aber ich möchte halt nicht unnötig hohe Kosten verursachen(bei der Anschaffung) aber natürlich auch eine standfeste Variante.

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Das mit den harten Platten hatte ich schon mal durchgespielt....

Problem war, das es offenbar schwierig ist, härtbare Stähle in der erforderlichen, geringen Stärke zu bekommen.

Minimalstärke war da meist 20 mm.

Da brauche ich dann aber eigentlich auch nix mehr härten, weil allein schon durch die Stärke die Platten warscheinlich ewig halten.

Vorgefräste Halbzeugplatten aus Werkzeugstahl kosten auch ein Heidengeld, also auch keine Alternative.

Ich hab die Abweiser an den Zuganlagen mal aus harten Platten gemacht, das ging aber nur weil ich die 250x250mm

Platten von einem großen Block abgesägt habe und sie dann mühevoll auf 8mm runtergefräst und geschliffen habe.

Kann natürlich normal keiner bezahlen.....

Aber jetzt müssen nicht mehr alle paar Monate die Abweiserplatten ausgetausch werden, weil sie völlig krum geballert worden sind.

Die einzig sinnvolle ( und auch bezahlbare ) Möglichkeit wenns denn Stahl sein soll wäre wohl eine einzige, schräge Platte.

Wenn man die dann gleich vergütet bestellt ist das woh eine einmalige Anschaffung.

Gruß, Norbert

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Sorry das ich so skeptisch bin aber ich möchte halt nicht unnötig hohe Kosten verursachen(bei der Anschaffung) aber natürlich auch eine standfeste Variante.

Damit sind meist um ein vielfaches höhere unnötige Folgekosten vorprogrammiert.

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Das mit den harten Platten hatte ich schon mal durchgespielt....

Problem war, das es offenbar schwierig ist, härtbare Stähle in der erforderlichen, geringen Stärke zu bekommen.

Minimalstärke war da meist 20 mm.

Gruß, Norbert

Hallo Norbert,

Hardox 500 gibt es ab 3mm Blechstärke aufwärts.

Link

Gruß Grisu

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  • 2 weeks later...
jetzt würd ich gern nochmal was anderes in den Raum werfen und zwar ;

Schnecken bzw. Trichtergeschossfänge wer hat Erfahrungen damit bzw. kann man die selber bauen???

;)

Wir haben auf unseren 100m-Ständen solche Schneckenfänger. Material ist meines Wissens Hartox. Aber die Stände werden rege genutzt, uns verschleißen sogar diese Platten. Ein zusätzliches Problem sind die "Experten", die an den Kugelfängen vorbei ballern. Um die Schnecken herum muß also zusätzlich was aufgebaut werden.

Inzwischen schicken wir Anfänger zumindest solange auf den LG-Stand, bis sie wenigstens die Scheibe treffen.

Klaas

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Hallo,

Bei der Entscheidung ob Lamellen oder Sand solltest du auch bedenken, das bei Sand die Abluft relativ ungefiltert den Schiessstand verlassen darf. Bei einem Lamellen-Kugelfang zerlegt es die Bleigeschosse, es entsteht Bleistaub, und du brauchst spezielle Feinstaubfilter in der Abluft. Wir haben zur Zeit das Problem mit einer neuen Lüftung, und die Info stammt von einem Schiessstandsachverständigen.

Grüße

wipi1

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