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IGNORED

Dum-Dum...


Leupold

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Guest 102-maerz@fvlw.de

Du willst aber jetzt nicht wirklich einer "Fach"presse, kompetent und fundiert wie N-Tv den Unterschied zwischen einem Dum-Dum-Geschoss und einem Deformationsgeschoss wie z.b einem Teilmantelgeschoß erklären....

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Guest 112-Oymanns@fvlw.de
Deformationsgeschoss wie z.b einem Teilmantelgeschoß erklären....

die nach (Genver Konvention) Haager Landkriegsordnung auch nicht erlaubt sind.

edit: Nachtrag

rot gestrichen und durch Blau ersetzt.

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Guest 102-maerz@fvlw.de
die nach Genver Konvention auch nicht erlaubt sind.

in einem Krieg nicht.... aber in einem Aufbaueinsatz in dem es auch zu Kampfhandlungen mit irregulären Truppen kommen kann?...

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Entspricht i.W. dessen was ich gelesen haben.

"Dum-Dum-Arsenal, Indien" TM-Geschosse mit flacher Hohlspitze; z.T. Nachbauversuche im Feld durch Abschleifen oder Einkerben der Geschoßspitze von VM-Geschossen mit z.T. auch entsprechenden Waffensprengungen, wenn ein nachfolgendes Geschoß auf den im Lauf steckenden Mantel eines eines selbstgebauten "Dum-Dum"s trafen. :closedeyes:

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Ich denke, dass wir darin übereinstimmen können, dass in dem oben verlinkten Afghanistan-Artikel von unwissenden, verantwortungslosen (sonst hätte man sich ja schlau gemacht) Journalisten Schwachfug verzapft worden ist, oder? :AZZANGEL:

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Teilmantelgeschosse sind doch auch bei vielen Polizeieinheiten im Einsatz. Lediglich die HLO hat diese Munitionsart für Kriegseinsätze geächtet. Außerdem hat die Bundeswehr tonnenweise davon in ihren Depots. Dum-Dum ist doch lediglich der Name des damaligen Herstellerwerkes in Indien. Und - es hört sich viel besser, weil gefährlicher und abschreckender, für den Laien an als Teilmantelgeschoß.

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Die DumDum-Wirkung eines Geschosses bezieht sich nicht auf die Deformierung, sondern auf eine Zerlegung des Geschosses. Durch die gleichzeitige Ausdehnung der durch die Zerlegung entsehenden multiplen temporären Schusskanäle, die sich dann gegenseitig berühren, werden harte Organe, die in diesem Bereich liegen, zerstört. Um diese Wirkung zu erzielen, ist eine entsprechende Geschossgeschwindigkeit erforderlich, die bei dienstlichen Kurzwaffen wohl kaum erreicht wird.

Insofern ist der NTV-Artikel einfach nur Schafsch.. und Wikipedia etwas unvollständig.

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Welcher Journalist recherchiert wirklich noch seriös? Das sind doch fast alles nur noch Berufsbetroffene. a050.gif

Selbst in den seriöseren Tageszeitungen oder Magazinen findet man als Sach-/Fachkundiger immer wieder den größten Bockmist k014.gif , welcher nur der Sensationslust und damit der Auflagensteigerung geschuldet ist.

Die Nachrichten im TV braucht man sich unter diesem Gesichtspunkt gar nicht mehr anzuschauen, denn viele Berichte imitieren das Hollywood-Action-Film-Genre mit der gleichen Glaubwürdigkeit. d040.gif

Man muß solchen Mist versuchen auszublenden, denn sonst müßte man einen Kampf wie Don Quichote gegen die Windmühlen führen.

Gegen Dummheit und Ignoranz, von seiten der Presse ist nun mal kein Kraut gewachsen. c045.gif

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Teilmantelgeschosse sind doch auch bei vielen Polizeieinheiten im Einsatz.

Lediglich die HLO hat diese Munitionsart für Kriegseinsätze geächtet.

Eben diese (sachlich nicht zu rechtfertigende) Diskrepanz ist das Problem.

Das zweite Problem sind Journalisten, die keinerlei Schimmer haben (bzw. haben wollen)

von der Materie, über die sie berichten.

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die nach (Genver Konvention) Haager Landkriegsordnung auch nicht erlaubt sind.

edit: Nachtrag

rot gestrichen und durch Blau ersetzt.

Genau. Im Grunde genommen richtete sich die Ächtung Ende des vorletzten Jahrhunderts (sic!) in der HLO gegen die bei britischen Kolonialsoldaten weit verbreite Unart der Freilegung des Bleikerns durch Abfeilen des Munitionskopfes. Weil dies hervorragende Wunden bei angreifenden Sudanesen und Inder riß, entschied man sich, diese Munition lieber werkseitig zu fertigen, um die müsame Feilarbeit zu umgehen und natürlich zur Laufschonung. Damals gab es auch noch keine adäquate Versorgung für derartige Wunden.

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Genau. Im Grunde genommen richtete sich die Ächtung Ende des vorletzten Jahrhunderts (sic!) in der HLO gegen die bei britischen Kolonialsoldaten weit verbreite Unart der Freilegung des Bleikerns durch Abfeilen des Munitionskopfes.

Ja.

Was diese Regelung allerdings mit moderner, bei den Polizeien der westlichen Länder weit verbreiteten Mannstopp-Kurzwaffenmunition

zu tun hat, bleibt ein Rätsel... Das ist doch Formalismus pur.

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  • 1 year later...
Guest Krag Gun

Ein für Kriegszwecke hergestelltes Geschoss wird von hinten mit Blei gefüllt!.Ein für Jagdzwecke hergestelltes wird meistens von vorn gefüllt und ist somit am Geschossheck geschlossen!!! Wenn mann bei einem für Kriegszwecke hergestelltem Geschoß die Spitze entfernt,kann es leicht passieren das daß Blei im Geschoß herrausgeschossen wird und der Geschoßmantel im Lauf stecken bleibt!!! Ich glaube jeder logisch denkende Schütze weiß was das bedeuten kann.Eine Lauf oder Waffensprengung!!!

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...

Wenn mann bei einem für Kriegszwecke hergestelltem Geschoß die Spitze entfernt,kann es leicht passieren das daß Blei im Geschoß herrausgeschossen wird und der Geschoßmantel im Lauf stecken bleibt!!! Ich glaube jeder logisch denkende Schütze weiß was das bedeuten kann.Eine Lauf oder Waffensprengung!!!

Servus.

In den 70ern wurden "demilitarisierte" Surplus-VM-Patronen verkauft (ich glaub' von Hege). Da wurde einfach die Spitze weggeschliffen.

Und wenn dabei etwas zuviel weggeschliffen wurde, und der potentielle Durchlaß für den Kern zu groß wurde, ist auch genau das wohl passiert - es gab Mantelstecker im Lauf.

Mit Glück hat man's gemerkt - ohne Glück hat man's nach dem nächsten Schuß gemerkt.

Also Vorsicht bei solchen Experimenten, und Vorsicht bei Restbeständen solcher Munition.

Gruß

Sigges

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