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IGNORED

Sachkunde


mühli

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Für mich als Laien der sowas wie (Waffen)Sachkunde nicht kennt, ist das faszinierend mal einen Einblick in so einen Fragekatalog zu sehen. Zufälligerweise entdeckte ich mal so einen Fragenkatalog-siehe hier http://www.schuetzenbund.de/pdf/waffenrech...ndepruefung.pdf

Zuerst erinnerte mich das ganze an die Autotheorieprüfung nur mit dem drei bis vierfachen Volumen an Fragen. :ninja: Zugebenermassen ich erschrack ein wenig wie viele Fragen zur Verfügung stehen und wie detailiert teils sehr sehr fachspezifisch diese Fragen reingehen.

Ich komme da nicht ganz draus bei folgendem. Wenn man das erste Mal im Leben eine Waffe beim Büma kauft, dann braucht man ja eigentlich nur relativ wenig aber sehr Essentielles zu wissen. Das wären mal die Sicherheitsregeln im Umgang mit der Waffe, wie bedienen, wie handhaben, welche Munition dazu gehört wie aufbewahren und allenfalls transportieren und evt. noch ein bisschen mehr sag ich mal so. Einen grossen Teil davon kann einem ja der Büma erklären und/oder man bekommt von erfahrenen Schützen am Schiessstand die wichtigsten Dinge um Umgang mit Waffen und co. erklärt. Alles weitere, wenn mich Stempelkunde usw. interessiert könnte man ja von sich aus selbstständig wenn man will, in Büchern oder dem Internet nachschlagen. Auch das Waffenegesetz oder bestimmte Passagen davon, könnte man ja selbstständig wenn man daran interessiert ist nachschlagen und der Rest wird einem ja sowieso von Verbänden/Behörden etc. gesagt wie man vorgehen muss.

Sehr viele Fragen die ich jetzt mal überflogen habe vom Fragenkatalog, sind eigentlich schön zu kennen aber doch nicht wirklich sehr wichtig dies wissen zu müssen. Irgendwo sollte es doch sowas wie eine eigene Verantwortung geben, selber wenn man etwas wissen will dies selbstständig nachzuschlagen und dies nicht unbedingt anhand einer Prüfung zu prüfen, oder sehe ich das falsch?

Wisst ihr ich kann diese Sachkundeprüfung nachvollziehen für Leute die wirklich detaliertes Wissen über Waffen und co. wie Büma, Waffensachverständige, Juristen mit Spezialgebiet Waffenrecht etc. brauchen aber für den Laien Hobby-Sportschützen ist dies doch eigentlich eher unnötig oder sehe ich das wieder falsch?

Deshalb begreife ich nicht wieso man in DE hier generell für alle auch für werdende Sportschützen bzw. Otto-Normalverbraucherwaffenbesitzer sowas kompliziertes wie diese Sachkundeprüfung durchführt, da es dies eigentlich, sorry das Wort, uberflüssig erscheint. Ich mein in anderen Ländern geht es ja auch ohne Sachkunde problemlos, deshalb sehe ich kein Grund was der Nutzen einer Sachkundeprüfung für alle werdenen legalen Waffenbesitzern soll. Wäre es wirklich so viel schlimmer wenn man die Sachkundeprüfung nur auf diese bestimmte Gruppe Büma etc. beschränken würde die wirklich schon berufsmässig ein vertieftes Fachwissen brauchen?

Ich entschuldige mich schon mal im Voraus wenn ich dies jetzt so geschrieben habe. Vielleicht bin auch zu dumm und einfältig dies als aussenstehender Laie zu begreifen, da ich sowas wie ne Waffensachkunde noch nie selber gemacht habe und deshalb schlecht dies selber beurteilen kann.

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Nun, da man eine Sachkunde machen muss, kann man sich nicht auf "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" berufen..

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@Tinnitus

Da hast du sicherlich recht. Nur in meinem Fall der natürlich, da nicht vorgeschrieben bei uns, nie sowas wie ne Sachkunde gemacht hat, kann mich auch nicht auf "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" berufen. Mal ein fiktives Beispiel: Nehmen wir mal an ich hätte illegalerweise einen Schalldämpfer ohne Ausnahmebewilligung erworben und bin dabei erwischt worden.

Der Richter falls dieser Verstoss überhaupt vor Gericht kommen sollte, würde wahrscheinlich vorstellbar in so einem Fall einfach sagen; Schauen sie, sie sind als Waffenbesitzer alt und reif genug selber im Waffengesetz/Verordnung was es in der guten Buchhandlung gibt oder im Internet entsprechend nachzuschauen. Oder auch; Ich als Richter gehe davon aus etc. etc. dass sie hätten wissen müssen, dass es für den Erwerb eines Schalldämpfers dafür eine entsprechende Ausnahmebewilligung braucht... und so weiter und sofort.

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Eine Sachkundeprüfung finde ich prinzipiell eine sehr gute Sache. Aber es wird wirklich unglaublich viel Quatsch abgefragt, der nachher nicht mehr relevant ist.

Bis vor kurzem gab es sowas wie eine Sachkundeprüfung noch gar nicht, auch nicht in Deutschland. Da hat der Vereinsvorsitzende bestätigt, daß der Schützenneuling im Umgang mit Waffen verantwortungsbewußt und sicher genug ist, und gut war. Stempelkunde mußte damals niemand vorweisen können. Paßt aber alles ins Schema "So wenig Waffen wie möglich ins Volk!".

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Das Prinzip ist das folgende.

a.) Die Sachkundefragen müssen umfangreich sein damit der Kurs länger dauert und es muss mehr gefragt werden als in anderen Verbänden, damit man deren Sachkunde nicht anerkennen muss.

b.) Der vom Verband durchgeführte Kurs wird vom Landessportbund bezuschußt woraus sich ableitet, dass nur Mitglieder im Landessportbund überhaupt an der Ausbildung teilnehmen können.

Und so behalte ich alle meine Schäfchen zusammen...

Neutral betrachtet ist Sachkunde nicht schlecht und im eigenen Interesse. Es wird wohl kaum jemanden geben der ohne Basiswissen segelt oder taucht.

Nur was so manche Stammesfürsten nun daraus machen... :icon13:

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Ich glaube, man muß hier ein bißchen differenzieren. Waffen-Sachkunde im "landläufigen" Sinn, so wie sie in den meisten Vereinen bis zum Erscheinen dieses VWA-Ergusses unterrichtet wurde, war und ist richtig und auch wichtig: schließlich soll sich ein "Neuschütze" ja anschließend auf dem Amt bzw. beim BüMa passabel verständlich machen können und ungefähr wissen, wovon die Rede ist. Und nicht beim Mun-Kauf sagen: "So 'ne Kugel halt, so groß ungefähr" oder dergleichen :)

Gängige Kaliberbezeichnungen, Waffentypen und grundsätzliche Hantierungs- und Aufbewahrungsvorschriften muß ein Sachkundeteilnehmer bei mir jedenfalls beherrschen, sonst war's eben nix. Daß aber in dem neuen Fragenkatalog auch Fragen zur Innenballistik und dergleichen enthalten sind, ist gelinde gesagt ein Schmarrn - ich bilde keine Büchsenmacher oder Ballistiker aus, sondern Sportschützen. Wer sich dafür interessiert, - da geb' ich Mühli voll Recht - der liest sich das Wissen sowieso über kurz oder lang an, und wer nicht, läßt's eben bleiben: sportliches Schießen ist auch ohne dieses Know-How möglich.

Glücklicherweise ist es ja ein Fragenkatalog, d.h. man kann daraus auswählen - und da sind mehr als genug "normale" Fragen dabei, mit denen man die Prüfungsbögen füllen kann. Rein zufällig sind das sogar weitgehend die gleichen, die wir vorher auch schon immer verwendet hatten...

Greetinx,

R.L.B.

FWR-Mitglied Nr. 000 280

..von Anfang an dabei!

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Das Prinzip ist das folgende.

a.) Die Sachkundefragen müssen umfangreich sein damit der Kurs länger dauert und es muss mehr gefragt werden als in anderen Verbänden, damit man deren Sachkunde nicht anerkennen muss.

b.) Der vom Verband durchgeführte Kurs wird vom Landessportbund bezuschußt woraus sich ableitet, dass nur Mitglieder im Landessportbund überhaupt an der Ausbildung teilnehmen können.

Und so behalte ich alle meine Schäfchen zusammen...

Neutral betrachtet ist Sachkunde nicht schlecht und im eigenen Interesse. Es wird wohl kaum jemanden geben der ohne Basiswissen segelt oder taucht.

Nur was so manche Stammesfürsten nun daraus machen... :icon13:

:appl:

Grundsätzlich ist eine Sachkunde in Ordnung und muss sein, Waffen sind eben keine Spielzeuge.

Das Problem ist das was daraus gemacht wird. Anstatt das alle an einem Strang ziehen und eine allgemeine Sachkunde durchführen, beschränkt auf das wesentliche - Sicherheit, Handhabung, Waffges. - so wie im Waffengesetz gefordert.

Hier kocht mal wieder jeder Verband sein eigenes Süppchen und führt die allein seligmachende, möglichst umfangreiche Sachkunde durch.

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Sorry Leut ihr macht mich jetzt gerade wirklich kirre. Habe ich das jetzt als so richtig verstanden, dass es verschiedene Versionen von Sachkunden bzw. Sachkundeprüfungen in Deutschland gibt? :confused: Ich dachte dies sei in Deutschland einheitlich? Also jetzt müsst ihr mir helfen. Sind diese Sachkundeprüfungen von Bundesland zu Bundesland verschieden? Beispiel: Bayern, NRW oder sogar von Landkreis zu Landkreis evt. sogar von Gemeinde zu Gemeinde oder sind für das bestimmte Verbände zuständig? Sorry ich blick da echt momentan nicht (mehr) durch.

Ich meine es ist doch etwas unfair wenn zufälligerweise Max Musterman der in München wohnt, nur weil er dort wohnt oder dem Verband XX angehört zufälligerweise eine sagen wir mal so, deutlich einfachere Sachkundeprüfung durchmachen muss als sein Kollege Peter Müller der zufälligerweise in Hamburg wohnt und dem Verband YY angehört?

Spinne ich jetzt oder kann es sein, dass bei euch betreffend Sachkundeprüfungen ein wenig ein buntes Sammelsurium oder sollte ich sagen ein Chaos herrscht? :o Sollte mein Verdacht dahingehend zutreffen schwant mir böses. Ich meine das ist doch unfair, da der einte Antragssteller womöglich eine viel einfachere Sachkundeprüfung machen muss als ein anderer der woanders wohnt? Ich meine damit ist doch der Willkür Tür und Tor geöffnet?

Wieso vereinheitlicht man die Sachkundeprüfungen nicht einfach und macht es nicht mehr, (falls zutreffend) abhängig wo man wohnt, bzw. welchem Verband man angehört und würde somit faire Bedingungen und gleiche Chancen für alle bilden? Sollte also mein furchtbarer Verdacht zutreffen ist ja das mit den verschiedenen Sachkundeprüfungen alles andere als fair, nein ich würde sagen sogar unfair. Sorry wenn ich so dumm frage, aber kann man dagegen nicht etwa klagen gegen diese Ungerechtigkeit? Falls es tatsächlich verschiedenen Arten von Sachkundeprüfungen geben sollte, wäre dies doch zumindestens ein Grund für eine Beschwerde oder etwa nicht?

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Nennen wir's mal den "Deutschen Effekt": der Fragenkatalog vom Verwaltungsamt war ja eigentlich ein Ansatz zur landesweiten Vereinheitlichung. Nur haben dabei soviele Köche in den Brei gespuckt (..."und das muß noch rein... und die Frage will ich unbedingt"...) sodaß ein Monstrum erster Güte 'rausgekommen ist (wie man's von Teutschen Gesetzen ja zur Genüge kennt). Demzufolge wurde auch die "Regelunterrichtszeit", die bisher normalerweise bei 1 - 2 Tagen lag, auf 3 bis 5 Tage angepaßt - nur daß das in der Praxis fast nicht durchführbar ist. Die Vereine haben nämlich auch noch was anderes zu tun...

Und damit ist gerade die Vereinheitlichung im Keim erstickt worden: etwas praktisch Unmögliches fordern, und somit die Ausführenden zwingen, sich auf die eine oder andere Art dran vorbeizumanövrieren... schade aber wahr.

Greetinx,

R.L.B.

FWR-Mitglied Nr. 000 280

...von Anfang an dabei

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In Deutschland führen verschiedene Organisationen anerkannte Sachkundelehrgänge durch.

Im Kern sind die natürlich weitgehend gleich - wir reden ja über die selbe Materie.

Die Behörden akzeptieren die Zertifikate aus anerkannten Sachkundelehrgängen.

Nur in manchen Verbänden wird es dann lustig.

z.B. NSSV (DSB) bildet Schießsportleiter, Fachschießsportleiter, Trainer, usw aus.

Die Basis dafür ist die Sachkunde. Und rate mal welche ! Genau, gut aufgepasst, die der DSB-Kreisverbände !

Ob ich nun Jäger bin oder den Lehrgang der DSU besucht habe interessiert den DSB herzlich wenig.

Ich kann eben die spezielle Frage nach der Innenfarbe eines Anschütz KK-Laufes nicht beantworten. :)

Und glaube nicht, dass die Standaufsichten untereinander austauschbar wären. Nein, die Sachkunde der Jäger ist doch viel zu umfangreich um eine DSB Aufsicht anzuerkennen. :)

Auf der Ebene Schießsportleiter, Kampfrichter oder Jury kann ich das noch nachvollziehen, da unbedingte Regelkenntnis erforderlich ist. Aber auf dem Niveau der Sachkunde / Aufsichten ?

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Beim DSB sind spezielle Sachkundelehrgänge für Aufsichten in Planung (oder gibts schon?). Wer sich mal Gruseln will lese DAS. Und du siehst ein Jäger ist dafür fachlich nicht geeignet.

In Deutschland führen verschiedene Organisationen anerkannte Sachkundelehrgänge durch.

Im Kern sind die natürlich weitgehend gleich - wir reden ja über die selbe Materie.

Die Behörden akzeptieren die Zertifikate aus anerkannten Sachkundelehrgängen.

Nur in manchen Verbänden wird es dann lustig.

z.B. NSSV (DSB) bildet Schießsportleiter, Fachschießsportleiter, Trainer, usw aus.

Die Basis dafür ist die Sachkunde. Und rate mal welche ! Genau, gut aufgepasst, die der DSB-Kreisverbände !

Ob ich nun Jäger bin oder den Lehrgang der DSU besucht habe interessiert den DSB herzlich wenig.

Ich kann eben die spezielle Frage nach der Innenfarbe eines Anschütz KK-Laufes nicht beantworten. :)

Und glaube nicht, dass die Standaufsichten untereinander austauschbar wären. Nein, die Sachkunde der Jäger ist doch viel zu umfangreich um eine DSB Aufsicht anzuerkennen. :)

Auf der Ebene Schießsportleiter, Kampfrichter oder Jury kann ich das noch nachvollziehen, da unbedingte Regelkenntnis erforderlich ist. Aber auf dem Niveau der Sachkunde / Aufsichten ?

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Alles weitere, wenn mich Stempelkunde usw. interessiert könnte man ja von sich aus selbstständig wenn man will, in Büchern oder dem Internet nachschlagen. Auch das Waffenegesetz oder bestimmte Passagen davon, könnte man ja selbstständig wenn man daran interessiert ist nachschlagen und der Rest wird einem ja sowieso von Verbänden/Behörden etc. gesagt wie man vorgehen muss.

Deshalb begreife ich nicht wieso man in DE hier generell für alle auch für werdende Sportschützen bzw. Otto-Normalverbraucherwaffenbesitzer sowas kompliziertes wie diese Sachkundeprüfung durchführt, da es dies eigentlich, sorry das Wort, uberflüssig erscheint.

Ich sehe das schon etwas anders:

Ein Sportschütze, Jäger oder Sammler muß zwingend die wichtigsten Regelungen aus den einschlägigen Gesetzen wie "besitzen", "führen", "Notwehr","Notstand", "Nothilfe" u.a. kennen.

Es schadet auch keineswegs, wenn er einige Kenntnisse aus der Innenballistik oder Außenballistik hat.

Ein Jäger muß nach meiner Meinung zwingend auch Kenntnisse aus der Zielballistik haben.

Die grundsätzliche Frage stellt sich ja, wenn ein legaler Waffenbesitzer sich überhaupt keine Kenntnisse aneignen will, egal aus welchen Sachgebieten, warum er dann eine Waffe überhaupt haben will.

Hier trennt sich die Streu vom Weizen:

Wenn sich jemand keine Kenntnisse aus der Sachkunde (freiwillig, aus eigener Motivation!!) aneignen will, unterstelle ich, dass jemand mit der Waffe nur Unfug treiben will und dann braucht er keine Waffe, sondern soll sich ein anderes Hobby suchen (meine persönliche Meinung!)

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Ehrlich zugegeben bin ich etwas entsetzt was ich da teils lese. Ich vermute es herrscht da auch ein bunter Wirrwarr an Gebühren von ganz billig bis ganz teurer sowie wohl auch bunt durchmischt in verschiedenen Qualitätsstufen. Tschuldigung aber wenn ich sowas lese, http://www.securitytreff.de/viewtopic.php?...7e3e46f112e5e14 bleibt einem ja die Spucke weg.

Ich meine damit kann ein Anbieter wenn er es wirklich böse meinte mit diesen Sachkundeprüfungen ja fast "Schindluder" betreiben. Was ich nicht begreife, wenn das ja bekannt ist, dass es da mitunter schwarze Schafe gibt von Anbietern diverser Sachkundeprüfungen, wieso wird da nicht mal von staatlicher Seite mittels der Justiz nicht mal auf den Tisch gehauen?

Ich finde wenn ich hier mal entschuldigerweise als Laie einbringen darf, die Sachkundeprüfung für den normalen Sportschützen sollte erstens nur noch von staatlich geprüften anerkannten Stellen durchgeführt werden dürfen. Dies zu fairen Konditionen und einigermassen einheitlichen Regeln, egal in welchem Bundesland man wohnt oder welchem Verband man angehört. Die bestandene Sachkundeprüfung sollte weiterhin bei allen Verbänden einheitlich anerkannt sein also verbandsunabhängig und dies landesweit, was nichts anders heisst egal wo man wohnt.

Seit mit bitte nicht böse, aber ich bin wirklich froh bleibt mir sowas wie ne Sachkundeprüfung erspart, schon alleine wie teuer so eine Sachkundeprüfung kosten kann jenachdem.

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...

Ein Jäger muß nach meiner Meinung zwingend auch Kenntnisse aus der Zielballistik haben.

...

Keine Frage !

Nur das ist etwas, was man aus der allgemeinen Waffen-Sachkunde herausnehmen könnte und z.B. gut im Jagdbetrieb unterbringen könnte.

Obwohl sicherheitsrelevant werden die Jagdleitsignale ja auch nicht mit der Sachkunde vermittelt.

Eine einfache überschaubare allgemeine Waffen-Sachkunde könnte je nach Bedarf mit verbandsspezifischen Modulen erweitert werden.

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und das Beste ist, daß einige Verbände Sachkundeprüfungen durchführen, die nur die Sachkunde auf Waffen ihrer Spordordnung bestätigen.

Kommentar: :gaga:

Das Thema wurde bei meinem Waffenrechts-Sachbearbeiter schon mal vorgebracht, und er vertritt die Position, dass im Hinblick auf die Anforderungen die Sachkunde nur entweder bescheinigt oder eben nicht bescheinigt werden kann - aber nicht teilweise oder mit Einschränkungen.

Gruß,

karlyman

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und das Beste ist, daß einige Verbände Sachkundeprüfungen durchführen, die nur die Sachkunde auf Waffen ihrer Spordordnung bestätigen.

... was vom grundgedanken her prinzipiell richtig ist. allerdings war dies ein zugeständnis an die elitären spezialisten der in der regel olympischen disziplinen. dem richtigen grundgedanken des § 1(2) awaffv folgend, brauchten diese nämlich wirklich nur für die "beantragte waffe" - z.b. der flinte für wurfscheibe oder einer freien pistole / scnellfeuerpistole etc. eine sachkunde in der prüfung nachzuweisen. diese herangehensweise wurde offenkundig für deine oben beschriebene sachkundeprüfung herangezogen. was nun natürlich wiederum keinen sinn mehr macht!

im übrigen ist es in der tat so: der fragenkatalog wurde mit detailinhalten überfrachtet. diese lerninhalte so detailliert und weitschweifig vermitteln zu wollen, halte ich für didaktischen unsinn. aus der sichtweise des lehrenden sage ich: SO geht die sachkunde an der zweifelohne richtigen idee vorbei.

im ergebnis natürlich gibt es dann unterschiedliche herangehensweisen, den in der awaffv geforderten inhalten leben einzuhauchen. total daneben liegt derjenige, welcher alles machen will. hab ich in meiner ersten methodik-didaktik-vorlesung vor 25 jahren schon mitbekommen: "wer alles schaffen will, schafft gar nichts"

letztendlich sehe ich aber auch folgendes: der nachweis der sachkunde ist element zur erteilung einer waffenrechtlichen erlaubnis. der aspirant hat also nahezu ein jahr die möglichkeit, sich mit dem stoff zu beschäftigen. neuvermittlung sowie ellenlanges eingehen auf grundlegende elemente in den zwei unterrichtstagen des skl würde mich also auch sehr, sehr wundern.

insofern sehe ich den skl als ein notwendiges instrument, um die basics rechtlich haltbar abzuprüfen. details kommen durch "learning by doing", also im schützenleben vor und nach dem skl.

btw. gleiches gilt sinngemäß für die lehrgänge zum erlaubniserwerb nach § 27 sprengg.

zurück zum ursprung: ich persönlich finde den skl nebst prüfung wichtig. ich wünschte mir lediglich wieder eine sachkunde, welche diesen namen auch verdient. ich weiß, dass es zahllose lehrgangsausrichter gibt, welche mit herzblut bei der sache sind und wirklich exklusive arbeit leisten. allerdings gibt es auch solche, welche soch einen lehrgangsträgertitel erworben haben und eine marktlücke füllen. qualität nebensache, zertifikat und gut ist!!

gruß aus thüringen

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Ich finde wenn ich hier mal entschuldigerweise als Laie einbringen darf, die Sachkundeprüfung für den normalen Sportschützen sollte erstens nur noch von staatlich geprüften anerkannten Stellen durchgeführt werden dürfen.

Ich bin wahrscheinlich nicht der einzige der nicht sicher ist ob Du das ernst gemeint hast. Schreib es bitte künftig dazu.

Karl

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@karl22

Sorry habe mich missverständlich ausgedrückt. Meinte eigentlich damit zum Schutz vor schwarzen Schafen der Branche da es offenbar schon Ungereihmtheiten gab wie obengenannter Link aufgezeigt hat. Sprich Organisationen/Personen etc. die wiederholt negativ aufgefallen sind, sollten keine Bewilligung mehr haben oder kriegen Sachkundeprüfungen durchzuführen. Das meinte ich eigentlich mit staatlich geprüft. Mag sein das dies jetzt missverstanden wurde.

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Bitte trennt mal, Sachkunde ist nicht gleich Sachkunde. Es gibt eine Sachkunde für Sportschützen, eine für Händler und auch eine für Waffenträger. Die sind alle Unterschiedlich und auch wer sie abnimmt ist verschieden. Die Prüfer die bei den Sportschützen die Prüfung abnehmen bzw den Kurs abhalten machen vorher einen Lehrgang für die Berechtigung beim Sportverband. Hier der WSV1850. (siehe LG601) also der DSB. Wir halten den Kurs im Verein immer mit 2 Ausbildern ab und gut ists. Diese Sachkunde wird auch vom BDS und normalerweise auch vom BDMP anerkannt, da sie sich über alle Waffen die diese Verbände haben ersteckt.

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