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Kettner hat Insolvenz beantragt


Guest

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war doch klar das es so kommt. mit unfreundlichem personal (dresden) das dich als kunden nur als störer bei dem privaten telefongespräch betrachtet und dem mangelhaftem angebot im geschäft lockt man nun mal keine kundschaft an. mein büma besorgt das zeug schneller und preiswerter. aber der katalog hatte schöne bunte bilder (sagt mein 3-jähriger sohn).

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@ Doc Schiller,

das war dann auch noch ein Grund. Für was Erfurt alles herhalten muß. Über ihre

Apothekenpreise besonders bei Waffen redet aber keiner.

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Seit der Änderung des Waffengesetzes durch die SPD nach den Schüssen von Erfurt sei auch das Geschäft mit Waffen zurückgegangen.


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Hätte ich mehr von dem Zeug kaufen sollen um Kettner vor der Pleite zu retten ??????


Ah da haben wir den Schuldigen! gr1.gif

Na mal ehrlich - auch hier war schon seit geraumer Zeit eine eigenartige Atmosphäre in den Kettner Filialen.

Zunächst sah man weniger Waffen, dann konnte man zusehen wie auf den verbliebenen die Staubschicht zu wachsen begann. Die Preise stiegen kontinuirlich mit jedem neuen Hauptkatalog an und auf Lager waren immer weniger Sachen Verfügbar.

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  • 2 weeks later...

In Antwort auf:

dann konnte man zusehen wie auf den verbliebenen die Staubschicht zu wachsen begann.


Muss Dir leider recht geben. In der örtlichen Filiale wuchs schon eine Rostschicht auf den Berettaflinten *Frevel*

MfG

Michael

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@hausmeister:

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war doch klar das es so kommt. mit unfreundlichem personal (dresden) das dich als kunden nur als störer bei dem privaten telefongespräch betrachtet und dem mangelhaftem angebot im geschäft lockt man nun mal keine kundschaft an. mein büma besorgt das zeug schneller und preiswerter. aber der katalog hatte schöne bunte bilder (sagt mein 3-jähriger sohn).


Also in Muenchen fand ich das Kettner Personal ausserordentlich freundlich!

Hingegen hat sich das Personal bei Frankonia Muenchen von freundlich und kompetent in den letzten 10 Jahren ich moechte fast behaupten zum Gegenteil entwickelt...

IMI

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Im Laufe der letzten zwei Jahre habe ich leider auch nur negative Erfahrungen mit Kettner gemacht. Dabei gings garnicht einmal um die Preise oder die Freundlichkeit der Mitarbeiter. Teilweise haperte es an Produktwissen ("Derjenige, der sich damit auskennt ist heute nicht da, rufen Sie doch morgen noch einmal an."), bestimmte Standardartikel waren nicht vorrätig ("Schulterholster von Bianchi? Tut mir leid, im Moment nicht.") oder bei Bestellungen konnten keine Lieferzeiten genannt werden. Dabei rede ich garnicht einmal von exotischen Artikeln. Meine Filiale hier in Berlin hatte kein Ersatzmagazin für eine Walther P99 (weiß Gott keine exotische Pistole). Da auch keine andere Filiale eins greifbar hatte, hätte man bestellen müssen, konnte mir aber nicht sagen wie lange das dauern würde.

Letztlich glaube ich aber nicht, daß diese Dinge die Hauptursache für die Pleite ist, eher so die finalen Symptome. Ich habe selbst einige Zeit im Einzelhandel zugebracht und zwei große Pleiten miterlebt (jeweils 1500 qm Ladenfläche, also keine Tante-Emma-Läden) und kann nur sagen, daß es gerade für die Mitarbeiter frustierend ist, wie sich dieser Teufelskreis aus weniger Kunden -> weniger Umsatz -> weniger Einkauf -> weniger Angebot immer weiter und immer schneller dreht. Leute werden entlassen (meißt die Guten), die Produktpalette wird solange hin- und hergedreht bis gar kein vernünftiges Sortiment mehr vorhanden ist und die Planungen der Geschäftsführung werden immer konfuser. Solche Dinge wie Erfurt, allgemein schwindene Kaufkraft und steigende Preise allgemein sind dann natürlich der Todesstoss, weil nicht mehr abzufangen.

Und wieder ein traditionsreiches Unternehmen weniger in DE... frown.gif

Mike

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Das heißt, es trifft die Österreich Filialen wie Wien, Salzburg etc. genauso.

Ich fand die "Salzburger" in punkto Produktinformiertheit, Fachwissen und Auftreten gegenüber Kunden immer ganz o.k!

Bleibt von Kettner ein Grundgerüst "Jagd & Sport" übrig, oder ist nicht einmal das sicher?

Gruß

Toni

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Also die Filiale in Chemnitz ist zwar durchaus verbesserungswürdig (zuviel Klamotten, IMHO), aber trotzdem wäre es richtig schade drum. Das Personal hat sich jedenfalls richtig gekümmert. Nur nicht zumachen!!!

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Bei der Kundenbehandlung habe ich auch ein wenig Schadenfreude.Vor ca.5 Jahren waren die Bei Kettner recht freundlich,haben mir alles erklärt,und es gab sogar eine Leerhülse als Geschenk.

5 Jahre später:Der selbe Mitarbeiter,forsch,abweisend,von oben herab.

Vieleicht hatten die alle von der Chefetage die Order bekommen,"Gesindel" abzuweisen!

Nur leider haben die nicht erkennen können,wer Gesindel und wer Gutmensch ist.

Ach doch,die in den Grünen Lodenklamotten,waren die guten Kunden! gaga.gif

Dabei sind viele Polizeibeamte,in Ziviel,meist Kriminalbeamte dort kunde gewesen,und die laufen meistens schlodderig rum.

Na ja,stammkunden kennt man ja auch.

Warum rege ich mich eigentlich auf?

Kettner hat seine STrafe bekommen,war eh viel zu teuer!

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Peter40,

vielleicht doch etwas zu engstirnig gedacht?

Fakt ist doch, das mit dem Verschwinden eines weiteren Anbieters sich die "schießsportlichen / jagdl. Aussichten" kaum bessern.

Also mir ist es lieber, es halten sich auch teure Anbieter am Markt, als das diese in der Versenkung verschwinden.

Kaufen muss ich bei denen ja nicht u. die es machen ... auch ok.

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Naja, was heißt engstirmig? Wenn die Berichte über abweisendes Verhalten gegenüber Kleinkunden ohne Lodendödel zutreffen, dann muß man wohl sagen: Ein Unternehmen, daß seinen Kundenkereis derart begrenzt, muß damit leben, daß ein Teil der Ausgegrenzten dieses Unternehmen emotional ablehnt. Erinnert mich alles an die unfreundliche Behandlung von Kleinstkunden bei bestimmten Banken, das natürlich mit dem spezifischen Geschwätz von Global Player und so weiter einhergeht. Wenn sowas schiefgeht, war es eben nur Größenwahn...

Aus Sicht des Unternehmens ist das eine andere Sache. Die haben sich ein bestimmtes Geschäftsmodell ausgesucht, das mit diesem Kundenkreis offenkundig nicht aufgegangen ist. Die Randbedingungen - weniger Geld bei den Kunden, WaffG usw. - hätten doch eigentlich als Risikofaktoren in die strategischen Planungen der Firma mit eingehen sollen. Man weiß ja nicht erst seit gestern, daß es national und international immer stärker werdenden Druck auf den privaten Waffenbesitz gibt, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit gerade in Deutschland in zusätzliche rechtliche Erschwernisse - d.h. auch Umsatzueinbußen - niederschlagen muß. (Den Deutschen, der an Erleichterungen im Gesetz glaubte und nicht verrückt war, haben wir wohl alle noch nicht getroffen.) - Vielleicht - aber das ist nur Spekulation - wären die besser gefahren, wenn sie auch billigere Angebote für Leute mit weniger Geld gemacht hätten. Wer weiß..

Wer und was da nun immer die Haupt- und Nebenursache war: Ich glaube nicht daran, daß nun Frankonia marktbeherrschend werden wird. Der Markt schrumpft hier doch sowieso (oder?). Und Anbieter, die sich um die "Ich-kaufe-gern- oder nur-teuerer-Kunden" kümmern, werden sich bestimmt sehr schnell finden. Das letzte ist sicher nicht mein Problem... AZZANGEL.gif

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Fakt ist doch, das mit dem Verschwinden eines weiteren Anbieters sich die "schießsportlichen / jagdl. Aussichten" kaum bessern.


Letztlich eine der "Nebenwirkungen", die der Gesetzgeber gerne in Kauf nimmt.

Weniger Anbieter = weniger Konkurrenz = höhere Preise = weniger Absatz/Sportschützen/Jäger = weniger Gewinn = weniger Anbieter.

Das Hobby Schiessen wird in Deutschland irgendwann so teuer werden, das es sich nur noch wenige leisten können. Dann wird nur noch ein kleiner Kreis existieren, den man einerseits besser überschauen kann und andererseits auch mit eventuellen gesetzlichen Verschärfungen besser drangsalieren kann. Wenn sich die allgemeine politische und auch öffentliche Meinung zum Thema Waffen und Schießsport nicht ändert, können wir uns warm anziehen.

Deshalb kann ich mich nicht freuen, das es Kettner erwischt hat, auch wenn der Laden nicht das Nonplusultra war.

Mike

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So seh ichs letztlich auch. Bei uns um die Ecke hat auch gerade Prechtl sein Ladengeschäft zugemacht. Nicht mehr rentabel. Am Besten zerfällt der Sport über seine Infrastruktur. Immer mehr Erschwernisse - immer weniger Händler und Vereine, die vor Ort werben - nix zu verdienen - kein Geld für Lobbyismus und eigene Presse - immer weniger Schützen / Jäger - und dasselbe von vorn. Fürs Kurzwaffen Angucken kannste für eine Auswahl jetzt schon quer durch die Republik fahren, von Ausprobieren gar nicht zu reden; Testwaffen bereitzuhalten lohnt der Umsatz nicht. Kannste demnächst zum Schießen einen Stand im Saarland anfahren, da entfällt mangels Möglichkeit zur Ausübung gleich das Bedürfnis.

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Letztlich eine der "Nebenwirkungen", die der Gesetzgeber gerne in Kauf nimmt.

Weniger Anbieter = weniger Konkurrenz = höhere Preise = weniger Absatz/Sportschützen/Jäger = weniger Gewinn = weniger Anbieter.


Ganz so sehe ich das nicht, wenn ich mich so umschaue, gehen auch hunderte von anderen Läden pleite !

Oder warum sollte dieses Jahr wieder ein Pleitenrekord in D aufgestellt werden ?

Kettner war wirklich nicht gerade freundlich und zuvorkommend, wenn es um ihre Kundschaft ging.

Wie ich schon sagte ein Schützenkollege hatte einen neuen Revolver mit 1000 Schuß bei Kettner in .44 Magnum bestellt und mehr als ein halbes Jahr drauf gewartet, als er bei Frankonia nachfragte, nur so aus Interesse, hätten die das Ding in einem Monat liefern können !

Ich denke, das Waffengesetz wird da wohl nicht reingehauen haben, oder meint ihr jeder Jäger oder Schütze kauft sich jeden Monat eine neue Waffe ?

Munition wird auch immer wieder gebraucht und viele haben sicherlich auch einige zeitlang dort Zubehör oder Kleidung gekauft.

Kettner ist kein Opfer des Waffengesetz, Kettner ist ein Opfer der schlechten Konjunktur und des zum Teil schlechten Personals !

Sonst währe ja der kleine Elektroladen, der bei uns Pleite gemacht hat Schuld an der Verschärfung des Jugendschutzgesetzes, weil er sehr viele Computerspiele in seinem Programm hatte !

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Kettner ist kein Opfer des Waffengesetz, Kettner ist ein Opfer der schlechten Konjunktur und des zum Teil schlechten Personals !


Jetzt hast du mich verkehrt verstanden. Ich habe nicht gesagt, das Kettner ein Opfer des neuen WaffG sei, ist ja auch schlecht möglich, das ist ja erst seit knapp zwei Monaten gültig. Was ich meinte ist, das das neue WaffG es Schützen nicht leicht(er) machen wird. Dadurch wird auch der Waffenhandel leiden und zwar nicht unerheblich.

Überlegt doch mal, was an Verschärfungen schon in Kraft ist, über die nicht mehr diskutiert wird, sondern die so hingenommen wurden:

1. verschärfte Aufbewahrungsvorschriften, d.h. mehr Geld für Waffenschränke ausgeben

2. Mitgliedschafts"zwang" im Verein auf EIN Jahr verlängert, d.h. mehr schiessen BEVOR man seine eigene Waffe hat, ergo mehr Ausgaben.

3. Gerade für Jungschützen, die unser Hobby so sehr braucht ist der notwendige Papiersalat (Gutachen etc.) wesentlich aufwendiger und auch teurer geworden, das wird auch eine Menge potentieller Anfänger abschrecken.

4. Höhere Auflagen an Schießstände bedeuten bei vielen kleinen Schießanlagen sinkende Rentabilität, auch da werden einige eingehen. Weniger Schießstände heißt für einige längerer Anfahrtsweg, wieder ein abschreckender Kostenfaktor für Anfänger und nicht so betuchte Schützen...

Diese Liste ließe sich wahrscheinlich noch eine ganze Weile fortsetzen...

Logischerweise ist das WaffG nicht die einzige Ursache aber es ist eben auch nicht gerade förderlich. Das war mit "in Kauf genommen" gemeint.

Letzlich will ich Kettner auch nicht in Schutz nehmen, ich habe schließlich auch meinen Teil an schlechten Erfahrungen mit denen. Tatsache bleibt aber, das jeder Waffenhändler der wegstirbt einer zuviel ist (wie in jedem anderen Wirtschaftszweig auch).

Die Konjunktur allein ist logischerweise schon ausreichend um bei vielen das Hobby Schiessen herunterzufahren, ergo machen die Waffenhändler weniger Umsatz. Wenn den Leuten per Gesetz, bzw. per VO aber noch zusätzlich Steine in den Weg gelegt werden ist das für viele der Todestoß.

Mike

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Mitgliedschafts"zwang" im Verein auf EIN Jahr verlängert, d.h. mehr schiessen BEVOR man seine eigene Waffe hat, ergo mehr Ausgaben


Wieso mehr Ausgaben?

Gehst Du davon aus, dass man nicht mehr schiesst, sobald man die Waffe hat? Ich hoffe nicht!

Bei mir steigen die Munitionskosten immer rapide an, wenn ich ne neue Waffe hab.

Oder kosten in Eurem Verein die Leihwaffen etwas?

Ich befürworte ja nicht die 12-Monats-Regelung (obwohl sie noch zu den nachvollziehbareren Neuerungen gehört), aber das mit den Kosten versteh ich nicht...

confused.gif

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@ wahrsager

Ist ein bisschen unglücklich formuliert. Das Problem ist, das nachher andere Leute entscheiden, was regelmäßig ist, und was nicht. Zweimal im Monat schiessen ist zwar nicht viel, aber das ein ganzes Jahr "durchzuhalten" wird für manche schwer, auch wenn´s blöd klingt. Ich kenne viele, die nur einmal im Monat regelmäßig trainieren. Wenn´s die Zeit erlaubt oder die Familie auch einmal mehr, aber eben nicht immer. Warum ist einmal im Monat nicht auch eine Regelmäßigkeit?

Stell dir mal die Leute vor, die etwas exotischere Disziplinen schießen wollen, ganz extremes Beispiel: Langwaffendisziplinen über 300m. Es gibt nicht viele Schießstände in DE, auf denen man so etwas machen kann. Je nachdem, wo du wohnst, mußt du halt auch einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehmen, das sind auch Kosten. Weniger Schießtermine muß ja nicht unbedingt weniger Training bedeuten. Der Eine trainiert einmal im Monat mit 300 Schuss, ein Anderer fährt zwar 4 mal im Monat schiessen, weil sein Schießstand um die Ecke ist, "verfeuert" aber nur 100 Schuss insgesamt. Wer hat jetzt mehr trainiert und wer kriegt am Ende das Bedürfnis bescheinigt? Mich stört nicht, das man eine gewisse Regelmäßigkeit im Training fordert, aber die Art wie ist halt ein bisschen unglücklich.

Tatsache ist doch, das die Gesetze so ausgelegt sind, daß Schießsport möglichst NICHT ein Breitensport wird. Würde sich dann ja auch mit dem Grundsatz beissen, "So wenig Waffen wie möglich ins Volk."

Mike

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Bezüglich den Hintergründen warum Kettner's düstere Lage zum Untergang geführt hat, empfehle ich das Manager Magazin (eine der letzten Ausgaben) in dem ein Bericht über die Firma Dröge (dem Investor der bei Kettner eingestiegen ist) enthalten ist.

Wenn man das liest und dann noch ein bischen 1+1 zusammenzählt, dann war das glasklar das es nicht mehr Bergauf gehen wird...

Schade eigentlich... icon13.gif

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