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Hausdurchsuchungen und Beschlagnahme von Gegenständen
Proud NRA Member antwortete auf Shortcut's Thema in Waffenrecht
Geht noch besser. Bei den Amis haben Polizisten schon versucht, zu argumentieren, daß sich jemand verdächtig gemacht habe, weil er das Tempolimit peinlich genau eingehalten hat. Also dürfen sie einen entweder anhalten weil man zu schnell fährt, oder sie dürfen einen anhalten, weil nur wer etwas zu verbergen hat das Tempolimit einhält. Das hält natürlich vor Gericht nicht, aber schon die Idee, dieses Argument ernsthaft einem Richter vortragen zu wollen, spricht Bände. Gab es den von Dir benannten richterlichen Beschluß aber wirklich (ohne daß weitere Verdachtsmomente vorliegen als die Verweigerung des Tests und vielleicht auch der Aussage), und wenn ja, wurde das durch die Instanzen ausgetragen? -
Erstaunlich ruhig um "diejenigen, die nicht genannt werden sollen"
Proud NRA Member antwortete auf botack's Thema in Waffenrecht
Na ja, man könnte vielleicht plausibel argumentieren, daß jeder Eisenwarenladen, der Vorhängeschlösser verkauft, ein Mitbewerber ist, weil das Vorhängeschloß alle Funktionen des elektronischen Sperrelemente besser und billiger erfüllt... -
Klingt halt irgendwie dramatischer als "Wir haben ein nicht angemeldetes Kleingewerbe geschlossen." Der Schilderung nach dürften die Kanonen wohl sogar an Berechtigte verkauft worden sein...
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Machen zivile doch auch--dazu ist die Picatinny-Schiene da. Hat manchmal auch unerwarteten Nutzen. Ich bin mir nicht so sicher, daß eine schwere Licht/Laser-Kombination an einer Plastikpistole wirklich einen direkten Vorteil zum Heimschutz bringt, aber sie kann als extra Ballast auf einem leichten Plastikrahmen das Ding durchaus angenehmer zum Präzisionsschießen machen, selbst wenn die Batterie seit Jahren leer ist.
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Diese Herangehensweise ist in der Softwareentwicklung als "Wasserfallmethode" ein klassisches Beispiel dafür wie man's nicht macht. Aus Bürokratensicht ist es so verlockend: Man schreibt eine detaillierte Spezifikation, schreibt sie aus, und wenn das Endprodukt dann der Spezifikation entspricht, dann hat man das, was man wollte, zum billigsten Preis bekommen. Das Problem ist natürlich, daß es nahezu unmöglich ist, in der Spezifikation wirklich alles zu bedenken, was man wirklich haben will. Die dem Bürokraten risikoreich erscheinende, aber tatsächlich wesentlich risikoärmere Methode ist es, agil vorzugehen, zu experimentieren, und sich Optionen offenzuhalten, wenn man feststellt, daß das was man gemeint hat haben zu wollen nicht das ist, was man wirklich haben will. Im angesprochenen Beispiel wäre die offensichtliche Lösung, für kleines Geld ein jeweils paar Tausend Unterhosen in ein paar verschiedenen Modellen zu bestellen und unter verschiedenen Bedingungen ausprobieren zu lassen. Höchstwahrscheinlich finden sich im vorhandenen Angebot Modelle, die sich als geeignet erweisen. Wenn nicht, kann man auf analoge Weise an Neuentwicklungen für die taktische Supermax-Unterhose herangehen, aber bei dem Budget, das öffentliche Stellen für so etwas einplanen, ist ziemlich unwahrscheinlich, daß dabei etwas herauskommt, das es nicht analog schon auf dem zivilen Markt gibt.
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Na ja, auf der anderen Seite ist halt der Kunde König und geliefert wird, was bestellt wird. Bei einem Revolver in .357 mit 260 Gramm Gewicht und Winzgriff gibt es auch offensichtliche Probleme bezüglich der Anwendung. Aber wenn die Leute darauf stehen und das Ding herumtragen (was übrigens perfekt ist wenn man .38 lädt), ist das dann die Schuld des Herstellers?
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Na ja, die Sache scheint bei Armeen so zu sein wie bei privaten Organisationen auch. Wenn wir einen Programmierer bezahlen, sogar fürstlich, und es dann nicht möglich ist, ihm einen vernünftigen Computer zu beschaffen, stelle ich mir auch so meine Fragen; nur daß es halt nicht um Leben und Tod geht. Irgendwie ist das aber alles ein wenig komisch. Die grundsätzlichen Argumente gegen die Kleinkaliber-Karabiner als Ersatz für Sturmgewehre hat Jeff Cooper ja schon in den Sechzigern hinreichend und auch recht polemisch dargestellt. Wenn man dann sagt, daß einem viele Schüsse wichtiger sind als die Wirkung eines einzelnen Schusses, dann sollte es eigentlich naheliegen, in die Spezifikationen zu schreiben, daß das Ding auch wirklich zum Serienfeuerschießen taugt. Dann sollte man eigentlich auch erwarten, daß von einem Soldaten, der mit dem Gewehr kämpfen soll, sowohl erwartet als auch es ihm ermöglicht wird, fleißig unter einsatzähnlichen Bedingungen damit zu üben. Munition für Kleinwaffen kostet ja nicht die Welt. Und wenn dabei dann auffällt, daß etwas schiefläuft, dann sollte man das eigentlich zeitnah abstellen, also nach einer Erprobungsphase. Ich kann nachvollziehen, daß man sich mit einem Jagdflugzeugprojekt auf die Schnauze legt. Da gibt es viele Entscheidungen zu treffen, die sich nachher nur schwer korrigieren lassen. Aber bei einem preiswerten und modularen System wie einem Gewehr sollte es doch eigentlich möglich sein, durch Versuch und Irrtum schnell zu lernen. Wenn man an 1000 Mann jeweils ein Gewehr und 10,000 Schuß ausgibt, dann kostet das weniger als ein kleineres Beratungsprojekt für das Ministerium und man sollte danach ziemlich gutes Feedback haben. (Das ist übrigens einer der Gründe, warum ich den Schießsport mag: Wenn ich etwas ausprobiere, sei es eine Technik oder eine Veränderung an der Waffe, dann sagt mir die Waffe zeitnah, ob das funktioniert, und, etwas Munitionsvorrat und Zeit vorausgesetzt, ist es so relativ leicht, sich zu verbessern. Das ist beim Musizieren z.B. anders.)
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Vermutlich sogar zum Kämpfen wenn man schlechte Infrastruktur und deshalb keinen zuverlässigen Nachschub hat. Dafür funktioniert natürlich andererseits auch ein 98 sehr gut.
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Mal ganz doof gefragt: Angeblich soll die Präzision schon nach zwei flott geschossenen Magazinen auf inakzeptable Werte sinken, also nicht bloß wenn man das Ding als leichtes MG zweckentfremdet. Schießen die beim Bund eigentlich nicht, oder geht es um völlig überzogene Anforderungen, die man sowieso nur mit frisch geputzter und kalter Waffe erreichen könnte? Ich kann jedenfalls von meinen halbautomatischen Waffen sagen, wie sie sich benehmen, wenn man im Laufe einer Sitzung 250 oder 300 Schuß durchhaut. Man sollte doch erwarten, daß im Training (jedenfalls bei manchen Soldaten, sagen wir "Elitesoldaten" oder solche, die bald in Ausland verlegt werden) einmal mehr Muni durchgeblasen wird als im Einsatz, oder sehe ich da etwas falsch?
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Zu einem guten Teil wohl Nachahmung. Einer kommt auf die Idee, kriegt jede Menge Medienpräsenz, und das bringt andere Leute auf die Idee, das gleiche zu machen. In Amerika war das in den späten achtzigern und frühen neunzigern bei Postbeamten in Mode. Dann kam Columbine und hat den Briefträgern die Schau gestohlen. Klingt zynisch, ist aber wahrscheinlich eine guter Teil der Erklärung warum es bei den Postbeamten aufgehört und bei den Schülern angefangen hat.
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Transport, Aufbewahrung, Bedürfniskontrolle und Zuverlässigkeit
Proud NRA Member antwortete auf Katja Triebel's Thema in Waffenrecht
Für diese Tätigkeitsbeschreibung und irgendwie unklare Kriterien grob "asoziales" Verhalten zu definieren, nicht zu reden vom Umgang mit Behinderten, gab es schon einmal einen Begriff, der auch mit "B" anfing. Ob jemand in seinem persönlichen Lebensbereich kreatives Chaos oder preußisch strenge Ordnung bevorzugt, fällt ja wohl eindeutig unter die allgemeine Handlungsfreiheit. Selbst unter wissenschaftlichen oder kreativen Genies gibt es da beide Varianten und alles dazwischen gleichermaßen. Fälle, in denen jemand, der zwei Arme verloren hat, einen waffenrechtlichen Antrag stellt, dürften kein praktisch existierendes Problem sein, und es ist auch nicht Aufgabe des Staates, Körperbehinderte vom Sport auszuschließen--eher noch im Gegenteil. Die Unterscheidung zwischen Exzentrizität und psychischer Störung ist auch ein schwieriges Feld, aber in jedem Fall nicht Sache von jemand der dazu null Qualifikationen hat. Im Übrigen ist, was die Körperbehinderung angeht, der Schießsport eine wunderbare Möglichkeit auch für Menschen mit teilweise erheblichen Behinderungen sich unter fairen Bedingungen sportlich mit Nichtbehinderten zu messen. Es gibt sogar IPSC im Rollstuhl, und das ist gut so.- 31 Antworten
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Mit ICD kenne ich mich nicht so aus, aber nach DSM könnte das in manchen Fällen für eine spezifische Phobie durchaus hinkommen. Eines der Kriterien ist, daß die Phobie die Lebensqualität beeinträchtigt. Das wäre bei einem Grünwähler, der nie mit Waffen zu tun hat, nicht der Fall, aber wenn die Sache so weit geht, in Angst vor oder um den eigenen Ehepartner oder die eigenen Kinder zu leben, dann ist die Lebensqualität schon beeinträchtigt, und die der Familie auch. Ein anderes Kriterium ist, daß der Patient selber einsehen muß, daß die Angst weit übertrieben ist. Das liegt in manchen Fällen sicher vor, wenn auch in vielen der Fälle, die Cooper gemeint hat, gerade nicht--da müsste man, will man jede Blödheit medizinisch umschreiben, eher an andere Diagnosen denken, mit denen man aber vorsichtig sein sollte, denn z.B. politische Einstellungen zu psychiatrisieren hat ungute Konsequenzen, auch wenn es in der Sache manchmal gar nicht falsch sein mag.
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Waffensicherung (Armatix) nun auch für Jäger politisch angedacht?
Proud NRA Member antwortete auf carcano's Thema in Waffenrecht
Also Tatsache ist jedenfalls, daß seit der Erfindung der Feuerwaffe die ganz überwiegende Mehrheit der Morde mit Feuerwaffen (legales Töten in Kriegen, selbst illegalen Angriffskriegen, gar nicht mitgerechnet) durch staatliche Stellen begangen oder begünstigt wurde. Nicht nur, aber besonders in Deutschland. Mal in ganz überschlägigen Zahlen gerechnet: Sagen wir, wenn einem einmal der Staatsapparat durchgeht und Adolf Nazi Kanzler wird, dann sind das zehn Millionen Mordopfer durch Schußwaffen. Sagen wir, "zivile" Kriminelle kommen auf 100 Mordopfer im Jahr durch Schußwaffen. Das ist ein Größenunterschied von Faktor 100,000. Eine andere Sichtweise: Bei den Morden von Ponar/Paneriai, einem Namen der im Gegensatz zu Auschwitz oder Treblinka kaum jemanden überhaupt etwas sagt, wurden innerhalb von Monaten mehr Menschen mit Feuerwaffen ermordet als in der gesamten deutschen Geschichte durch zivile Kriminelle. (Der damalige Einsatzführer hat übrigens keine zehn Jahre im Knast verbracht--wenn man es aufrechnet, kommt man so auf eine Stunde Haft pro Mord.) Soweit sind das reine Tatsachen. Welches Weltbild Du Dir daraus zimmern willst ist selbstverständlich Dir überlassen. Aber aus diesen Tatsachen kann sich dann doch einigermaßen logisch der Gedanke ergeben, daß ein Schußwaffenmonopol in Händen staatlicher Stellen sozusagen den Bock zum Gärtner macht und der zivile Waffenbesitz jedenfalls nicht das Problem mit Waffen ist.- 280 Antworten
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Die Religion ewiger Kontrollverschärfung
Proud NRA Member antwortete auf Absehen4's Thema in Waffenrecht
Die Sache an sich braucht's auch nicht. Es ist noch nicht so lange her, da war der kalte Krieg, und uns wurde beigebracht, daß eines der Kennzeichen eines totalitären Herrschaftssystems sei, daß für Inlandsreisen Ausweise verlangt werden. Wenn man mit Fluggästen anfängt, dann ist es nur logisch, bei irgendeinem Anlaß, oder auch ohne Anlaß, eine "Sicherheitslücke" zu finden, weil Bus- und Bahnreisende ja nicht kontrolliert werden. Und dann wären wir beim Sowjetsystem, jedenfalls was Ausweispflicht für Inlandsreisen angeht. -
Waffensicherung (Armatix) nun auch für Jäger politisch angedacht?
Proud NRA Member antwortete auf carcano's Thema in Waffenrecht
Die ganze Sache mit den verschließbaren Laufkondomen erschließt sich mir nicht so ganz. Ich verwende ein Plastiklaufkondom zum Holstertraining, aber das ist natürlich nicht verschließbar. Wer bei den Amis eine Waffe für wenig Geld verschließen will, tut das mit einem Vorhängeschloß durch den Verschluß oder Revolverrahmen, und das nicht zusätzlich zum Tresor sondern statt dem Tresor. Ist natürlich nicht optimal für die Verschlußfeder, aber billig und so zuverlässig wie das Schloß es eben ist. Wäre aber wohl nicht Schikane genug für den deutschen Michel. Sind das künstliche Weihnachtsbäume?- 280 Antworten
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Waffen sind Gegenstände -- wo?
Proud NRA Member antwortete auf Proud NRA Member's Thema in Waffenrecht
Um sich nicht aufzuregen ohne den Kontext zu kennen. -
Waffen sind Gegenstände -- wo?
Proud NRA Member antwortete auf Proud NRA Member's Thema in Waffenrecht
Ich glaube ich hab's hier gefunden. Mir hat das "demnach" in meiner Suche gefehlt. Danke! -
Hallo: Allenthalben geistert das "Waffen sind Gegenstände etc." durch die Foren, und leider nicht als Übersetzung zur Präambel des neuen nordkoreanischen Waffengesetzes. Aber gibt es dieses Papier eigentlich irgendwo im Original, wenn's geht aus zitatfähiger Quelle? Google hat leider nichts Brauchbares zu Tage gefördert.
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Schon klar, aber dazu noch gibt es die von Sachbearbeiter angesprochene 5-Jahres-Regelung, nach der die Erlaubnis versagt werden kann, wenn man nicht seit 5 Jahren in Deutschland gewohnt hat. Und fünf Jahre sind doch etwas länger als es sonst dauern würde, Sachkunde, Zuverläßigkeit, Bedürfnis, etc. pp. nachzuweisen. Deshalb war meine Frage ob diese Vorschrift in meinem Fall wohl zur Anwendung kommen würde oder nicht.
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Gutes Thema...einmal angenommen ich (deutscher Staatsbürger, seit einigen Jahren in Amerika und gerade ein neues Visum für ein paar mehr bekommen) ziehe irgendwann nach Deutschland zurück, wie wird das denn in der Praxis gehandhabt? Das ist ja eine "kann"-Bestimmung, so daß wohl die Verwaltungspraxis entscheidend ist. Muß ich dann am Ende gar noch fünf Jahre auf die "Nachzugserlaubnis" für die Schätzchen warten?
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AK 47 Werbespot in England...sind die geil ?!?!
Proud NRA Member antwortete auf Government71's Thema in Waffenrecht
Leider führen sie sich tatsächlich so auf. Wenn AI nichts wichtigeres zu tun hat, als dem verängstigten Bürger sein Pfefferspray und dem Sportschützen sein Repetiergewehr wegnehmen zu wollen, dann könnte man glatt eine Verschwörung unterstellen gäbe es nicht die glaubhaftere Erklärung der simplen Realitätsferne. -
AK 47 Werbespot in England...sind die geil ?!?!
Proud NRA Member antwortete auf Government71's Thema in Waffenrecht
Das Problem liegt wohl darin, daß die Waffenverbotsbewegung sich nicht schämt, mit völlig inhaltsleeren Kampagnen immer weitergehende Verbote erreichen zu wollen (und damit unfreiwillig aber wirksam Diktatoren und Verbrecher in aller Welt unterstützt) während wir es nicht einmal auf die Reihe kriegen, die nakten Fakten an die Öffentlichkeit zu bekommen, geschweige denn unsere Meinung. -
Lott hat sich wohl wirklich ein paar Dinger geleistet, die eher daneben waren, auch wenn das natürlich nicht bedeutet, daß seine Studie als ganzen unbrauchbar ist. Allerdings denke ich, daß wir um den Besitz und das Führen von Waffen zu rechtfertigen auch nicht darauf angewiesen sind zu beweisen, daß der private Waffenbesitz die Kriminalität wesentlich reduziert. Gegen diese These spricht der Umstand, daß, auch wenn das Tragen von Feuerwaffen nicht reguliert ist, nur recht wenige Leute sich die Mühe machen, dieses Recht tatsächlich auszuüben. (Eine Winzpistole entspannt und gesichert in der Handtasche ist im Ernstfall nur beschränkt nützlich und eine 1911 in gespanntem Zustand verdeckt herumzutragen ohne sich oder andere zu gefährden artet in Arbeit aus, deswegen machen das eher wenige.) Zu sagen, daß der Effekt von Waffen in Bürgerhand wohl nur begrenzt ist und deshalb Waffen verboten werden sollen dreht den Spieß allerdings um. In einer freien Gesellschaft liegt die Beweislast bei dem, der Verbote will. Es ist nicht alles verboten was vielleicht nicht besonders nützlich ist, sondern nur das, was offensichtlich und massiv schädlich ist. Den Beweis, daß Waffen in Bürgerhand schädlich sind, hat aber noch keiner geliefert. Bei den Waffenbesitzern selbst ist der Fall eigentlich kristallklar. In den amerikanischen Bundesstaaten in denen es Statistiken über die Kriminalitätsrate von Waffenscheinbesitzern gibt, sind die Waffenscheinbesitzer wesentlich weniger kriminell als der Durchschnittsbürger inclusive Kinder, Frauen und Greisen. (Kriminelle machen sich wohl aus irgendeinem Grund auch dann nicht die Mühe, sich den Schein zu besorgen, wenn sie ihn, weil noch nicht vorbestraft, bekommen könnten.) Sie schießen auch wesentlich weniger häufig auf den Falschen als die Polizei. (Das wird daran liegen, daß wenn man selber das Opfer ist und keinen Versuch macht einen lediglich Verdächtigen festzunehmen, die Situation klarer ist.) Von den legalen Waffenbesitzern selbst geht also offensichtlich keine wesentliche Gefahr aus. Die einzigen einigermaßen stichhaltige Argumente gegen den privaten Waffenbesitz sind zum einen die Beschaffung von Feuerwaffen durch Kriminelle und zum anderen ein subjektives, wenn auch unbegründetes, Bedrohungsgefühl mancher Bürger. Was die Beschaffung von Feuerwaffen angeht, scheint es so, als ob jeder ernsthaft Kriminelle ohnehin eine bekommen kann, und zwar nicht auf legalem Weg. Jedenfalls sind in der Schweiz mit weit verbreiteten Waffen wohl nicht mehr bewaffnete Kriminelle unterwegs als in Deutschland. Was die Angst Dritter angeht, so ist es zwar richtig, daß auch unspezifische und unbegründete Ängste, sei es vor Hexen, Mobiltelephonen oder Waffen, die Lebensqualität verringern und sogar krank machen können. Wenn man aber jeden Objekt einer verbreiteten Phobie verbieten wollte, dann wäre nicht mehr viel erlaubt. Es ist gut und richtig, die positiven Effekte des Waffenbesitzes hervorzuheben. Wenn es aber um Verbote geht, dann denke ich liegt die Beweislast auf Seiten derer, die Verbote haben wollen, und im Fall der Waffen ist diese Beweislast wohl unmöglich zu tragen.