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IGNORED

DWJ auf dem sterbenden Ast?


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Geschrieben
vor 21 Stunden schrieb checkinthedark:

In den 60ern und 70ern hatte das DWJ einen nennenswerten Teil dieses Anspruchs erfüllt.

Wobei man da auch erwähnen muss das recht wenige weitere Möglichkeiten zur Information bestanden.

Lese ich heute Artikel aus dieser Zeit stell ich fest das der ein oder andere DWJ Autor durchaus fantasievolle Geschichten schreiben konnte, insbesondere im Bereich der Artikel die sich mit "historischen" Waffen beschäftigen.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
Am 14.7.2024 um 22:48 schrieb checkinthedark:

In den 60ern und 70ern hatte das DWJ einen nennenswerten Teil dieses Anspruchs erfüllt.

Nun, ich denke, dass das auch in den 80ern noch so war.

 

Wenn z.B. ein gewisser K. D. Meyer über Neuheiten auf dem Wiederladesektor berichtete (Kokillen von NEI (North-East Industries?); irgendein "Super-Flux", um die Bleischmelze zu reinigen; ...) oder der Bericht über ZF-Montagen mit den spannungsoptischen Aufnahmen von Friedhelm Kersting.

Oder der Bericht über die V-Messung IM Lauf mit Doppler-Radar (gegen eine schräg vor die Mündung gestellte Alu-Folie, IIRC).

 

 

Geschrieben

Und?

Heißt es DWJ (Deutsches Waffen Journal) oder HWJ (Historische Waffen Journal)?

 

Wo fangen "historische" Waffen an, wo hören sie auf?

Wo soll die Grenze gezogen werden?

Vorder-/Hinterlader (dann wären Sharps, Werndl, Werder, ... KEINE historischen Waffen)

Schwarz-/Nitropulver

vor/nach WKII (dann lägen Garand u. M14 in verschiedenen Klassen)

...

Ab wann wird z.B. das G11 "historisch"?

Immerhin liegt dessen "Ende" deutlich im letzten Jahrtausend.

 

  • 2 Jahre später...
Geschrieben

Ich wecke diese Diskussionslinie auf (aus gegebenem Anlaß)

 

Es geht um dem Beitrag PISTOLE 08 in Heft 9/2026: Selten habe ich einen so inhaltslosen Artikel im DWJ gelesen - es kommt mir vor wie gequirlte heiße Luft. Ein Paradebeispiel für künstliche Intelligents. Gibt es keinen Redakteur, der so einen Artikel verhindert hätte? Die Inkompetenz des Autors wird deutlich an dem Satz: "Als familiengeführtes Unternehmen mit sehr enger Staatsbindung war Mauser konsequent auf Großserienfertigung ausgerichtet. usw." Von Anfang an war Mauser kein familiengeführtes Unternehmen, solche ein Satz hätte vom damaligen Museumsleiter Kussmann-Hochhalter kommen können.

 

Oh we, was ist aus der historischen Waffenkunde geworden?

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  • Wichtig 1
Geschrieben (bearbeitet)

Tja. Es gibt ja keine Redaktion mehr, das letzte Büro hat man auch abgemietet und ist umgezogen. Geld für Autoren ist auch keines mehr da, die beliebsten Rubriken wurden eingestampft. Kritische Leserbriefe werden nicht gedruckt.

 

Ich habe da ein ganz schlechtes Gefühl ....... und nein, ich bin wirklich nicht glücklich darüber.

 

Wenn die Fachpresse so flach wird, dass sie nur noch Presse ist, weil sie nicht mehr anders finanzierbar ist, wird sie bald weg sein.

 

Was bleibt sind irre Youtube Kanäle wie Gunvlog und Co.

Bearbeitet von EkelAlfred
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb EkelAlfred:

Wenn die Fachpresse so flach wird, dass sie nur noch Presse ist, weil sie nicht mehr anders finanzierbar ist, wird sie bald weg sein.

 

...was auf der einen Seite für uns "alte Leseratten" sehr schade ist, aber auf der anderen Seite für "alle" irgendwo auch eine logische Konsequenz von Angebot und Nachfrage darstellt, und das ist nicht nur bei den drei bekanntesten deutschen Waffenzeitschriften so geworden, sondern m.M.n. auch bei allen (für mich relevanten) anderen Fachzeitschriften, da ist über die letzten Jahre nix besser geworden...

Geschrieben (bearbeitet)

Derzeit beträgt die Auflage des DWJ laut veröffentlichten Angaben rund 40.000 Hefte.

 

Ich wage zu behaupten, dass seit 1995 die Auflage um mehr als 90% eingebrochen ist.

 

Über "Wild und Hund" gab es dazu mal genauere Infos, da war es sogar deutlich mehr als 90%.

 

Bei Visier sind ja inzwischen einige der Akteure verrentet, aber sie leben noch und man könnte sie fragen.

 

 

Oder sagen wir es einmal so:

 

"Wir alle leben nicht mehr! Die Zeit will uns nicht mehr! (Figur Graf Chojnicki in "Radetzkymarsch" von Joseph Roth, 1932)

 

Übrigens sind die amerikanischen Waffenhefte auch nicht mehr so richtig gut. Zu viel Werbung und zu viel blabla.

 

Ich vermute, dass die Amis das gleiche Problem haben und alle nur noch durchgeknallte YouTube Filmchen ansehen.

 

 

Bearbeitet von EkelAlfred
Geschrieben

WMH 

 

Und es sind viele Leser gesperrt oder rausgeworfen worden das spielt auch eine  Rolle.

Ich habe damals ca 25 Jahre her gesagt das eine dieser Zeitungen oft das gleiche Schreiben 🖊️.

Also 2000 stand beispielsweise was vom Wiederladen drin und 2002 wieder das gleiche.

Ich wurde komplett rausgeworfen ohne Mahnung usw. Mich hat das als Jäger nicht weiter gestört man

konnte im Internet eh alles besser nachlesen.

 

WMH meine Freunde 

IMG_9150.jpeg

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb EkelAlfred:

Ich vermute, dass die Amis das gleiche Problem haben und alle nur noch durchgeknallte YouTube Filmchen ansehen.

 

 

Nicht nur die. Small Arms Review (SAR) hatte 2023 auf digital umgestellt und ist Juni 2024 sang- und klanglos offline gegangen. 

The Armourer (GB) gibt es nicht mehr. Gazette des Armes (F) erscheint nur noch zweimonatlich und ist inhaltloser geworden.

 

Wobei auch online die Inhalte schwinden. Forgotten Weapons war mal eine sehr informative Seite, inzwischen werden Filme auf Masse produziert, ohne Tiefgang oder zu viele technische Details. 

 

Vielleicht sollten wir uns langsam mal an diese oberflächliche und schnelllebige Welt gewöhnen ... anders wird es vermutlich nicht mehr.

 

Und vielleicht schaue ich mir heute Abend mal wieder Idiocracy an, einen der besten prophetischen Filme überhaupt (neben Terminator).

 

Geschrieben (bearbeitet)

Wen interessiert denn noch eine Zeitschrift ? Schaut in die entspr. threads, ChatGPT und Co ersetzen diese leicht, der Konsument glaubt eh alles was von der KI kommt, sei es auch so hanebüchen.

Auch im Bereich der Fachbücher kommt nichts mehr, abgesehen vom 10. Titel zum ewig gleichen Thema. 

Bearbeitet von heinzaushh
Geschrieben

In Zeitschriften und Fachbüchern steht aber

auch oft genug ziemlicher Unsinn. Man muss

schon mal auf die Quelle (den Autor) schauen

und selbst ein wenig denken. Das ist völlig

unabhängig vom Medium.

Natürlich haben heute viele Zugang zu Medien

die niemals auch nur mit einem Aufsatz durch

ein Lektorat gekommen wären. Die sind aber

sehr leicht auszufiltern.

Geschrieben
vor 16 Minuten schrieb WOF:

In Zeitschriften und Fachbüchern steht aber

auch oft genug ziemlicher Unsinn. 

 


Ist mir, um mal ein Thema rauszupicken, bei Beschusstests von ballistischer Gelatine in den letzten Jahren so richtig aufgefallen. Da wurde auf Youtube ja inzwischen quasi alles getestet (leider habe ich noch nichts mit 7,65 Para/.30 Luger gefunden) und das teilweise durchaus professionell.

Vieles, was ich seit den 90ern aus den drei großen deutschen Fachzeitschriften zum Thema wusste (oder glaubte zu wissen) hat sich da auch als ziemlicher Bullshit entpuppt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Stunden schrieb EkelAlfred:

Geld für Autoren ist auch keines mehr da,

Nach der Lektüre eines ganz besonderen Schwachsinns (Schreiberling war wohl auch aus der Hamburger Ecke) habe ich den Herren angeboten, daß ich für einige Gebiete gerne Korrektur lesen könne. Ohne daß Kohle rüber kommt, geschenkt. Nicht mal eine Antwort!

Der Verdienst der Neuen reduziert sich leider auf die Entsorgung einer Poitilogin (??) mit offensichtlichem DSB Hintergrund die mich im Editorial mal als Schwurbler usw. geadelt hat.

Das letzte lesbare waren die Editorials von Walter Schulz.

Danach Höhepunkte wie Autoren die nicht schießen können aber zu geizig sind auf einen Stand mit Ransom Rest zu gehen. IPSC - Sportpistolen mit Gold Dot testen finde ich auch gut. Dafür Verteidigungswaffen mit S+B aus der losen Schüttpackung, Spitze! 

 

Auch die Kritiklosigkeit ggbr. dem deutschen wAffenrecht ähh Waffenrecht stößt mir auf. 4. Gewalt als Presse? Mag ja Anwalts Liebling sein, verstehe ich ja. Aber die Birne des Monats neu aufzulegen wäre besser.

Bearbeitet von F0BOS
Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb EkelAlfred:

Übrigens sind die amerikanischen Waffenhefte auch nicht mehr so richtig gut.

Wieso, die schreiben das gleiche wie vor rund 50 Jahren und die gleichen Leute. Nur Bob Brown ist tot, rip! Der arabische Goldhändlerepigone ist mir vor 20 Jahren mal auf der SHOT über den Weg gelaufen, etwa 10 Fanboys um sich geschart die vermutlich 4 Tage hinter ihm her wackelten wie die Studenten hinter dem Chefarzt. 

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