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Was bei Gebrauchtwaffen beachten?


Grubbel
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Hallo,

 

im "Waffenmarkt" des VDB habe ich meine favourisierte Büchse zu einem sehr günstigen Preis gefunden (ca. 1700 Euro). Sehr günstig deswegen, da es zur Büchse noch diverse Extras quasi "kostenlos" oben drauf gibt (Schmidt&Bender 10x56 Absehen 4 kein Leuchtpunkt, Zweibein, Timney Matchabzug).

 

a) Wie schätzt ihr den minimalen Preis einer gebrauchten Optik (Angaben siehe oben) ein? Min. 400 Euro?

b) Hat das Angebot eurer Meinung nach einen Haken? Nach Aussage des Händlers gibt es lediglich Klebespuren auf dem Rahmen der Optik und ein paar Kratzer am Magazinschacht. Wenn ich die Neupreise aller Gegenstände (Büchse ca. 1600 Euro, Zweibein ca. 150, Timney ca. 150, Optik min. 400) überschlage, dann komme ich auf ca. Mind . 600 Euro "Rabatt".

c) Was ist beim Gebrauchtwaffenkauf sonst zu beachten? Ich freue mich über jeden Hinweis!

 

Vielen Dank

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Jede Waffe ist soviel Wert wie DU bereit bist dafür aus zu geben.  Waffen vom VDB sind nicht oft ein Schnäppchen, aber die Preise auch selten in Stein gemeißelt . Man muss aber auch sehen das ein Händler von seinen Geschäften leben muss und auch noch das er die Gewährleistung für seine Waren übernehmen muss. Die gleiche Kombi von einem privaten Jäger kann billiger sein. Das Risiko ist beim Händler aber immer geringer, falls mit der Waffe was nicht stimmt.

Gebrauchte Optiken kauft man am billigsten AUF und mit gebrauchten Waffen. Da hab ich schon hochwertige Optiken mit Waffen billiger gesehen als die gleiche gebrauchte Optik alleine.

Zu der Büchse noch: Wenn die neu 1600 Euro, also weniger als das " Gesamtpaket " , solltest du dich Fragen ob du die "Zugaben " brauchst. Auch nutzt es wenig wenn die neu 1600 Kostet aber z.Z. nirgends zu bekommen ist.

DU musst für dich entscheiden ob DU das Geld dafür ausgeben willst. Gibt schlechtere Adressen zum Waffenkauf als die Händler des VDB. Und handeln kann man immer, und wenns nur zusätzliche Munition ist....

 

Peter

 

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Also ~ 75% der Listenneupreise hielte ich nur dann für sehr günstig, wenn es 100% genau das ist, was ich will und es auch noch fast vollständig die gesamtem Herstellergewährleistungen dazu gäbe.

 

Ansonsten gilt beim Gebrauchtwaffenkauf im Prinzip das Gleiche wie beim Gebrauchtwagenkauf - sind ja auch immer wenig geschossene Rentnerwaffen o.ä.. :teu38:

 

Dein

Mausebaer

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vor 15 Minuten schrieb PetMan:

.... und auch noch das er die Gewährleistung für seine Waren übernehmen muss. ....

 

Augen auf - hin und wieder liest man bei diesen gewerblichen Angeboten " Verkauf erfolgt im Kundenauftrag".

Da ist dann verm. hald nix mit Gewährleistung.

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vor 25 Minuten schrieb 2011-Jack:

Augen auf - hin und wieder liest man bei diesen gewerblichen Angeboten " Verkauf erfolgt im Kundenauftrag".

Stimmt, sollte man drauf achten. Erkennt man auch daran wenn die Waffe NICHT im Handelsbuch des Händlers steht, sondern der Überlasser eine Privatperson ist. Steht sie aber im Handelsbuch ist der Verkäufer der Händler, ergo auch Gewährleistung. Wird gern versucht zu umgehen von manchen Händlern.

 

Peter

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Erst mal vielen Dank für die Antworten!

 

@PetMan: In der Tat entspricht die zusätzliche Ausstattung dem was ich auch benötige und mir ohnehin kaufen müsste. Von daher passt das schon. Meine Entscheidung, ob ich das Geld dafür ausgeben möchte hängt davon ab, ob es

a) die Optik Wert ist (daher meine Frage nach dem "Wert" der Optik -> im Sinne von "was muss man für eine vergleichbare Optik !mindestens! ausgeben") und 

b) es eine Haken gibt, den ich selbst (noch nicht) erkannt habe (Händler sagt zwar, dass Büchse immer noch top schießt. Kann der Vorgänger die Waffe irgendwie so hingehunzt haben (wie auch immer), dass es in der Tat Präzisionsprobleme gibt? ->klebespuren und Kratzer weisen nicht auf einen sensiblen Umgang hin)

 

Ich danke euch 

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vor 15 Minuten schrieb Grubbel:

daher meine Frage nach dem "Wert" der Optik -> im Sinne von "was muss man für eine vergleichbare Optik !mindestens! ausgeben

Schau dich bei Egun nach vergleichbaren Optiken um und schau was dort verlangt/bezahlt wird bzw was die Optik neu kostet, wenn es sie so noch gibt

 

vor 19 Minuten schrieb Grubbel:

Kann der Vorgänger die Waffe irgendwie so hingehunzt haben (wie auch immer), dass es in der Tat Präzisionsprobleme gibt? ->klebespuren und Kratzer weisen nicht auf einen sensiblen Umgang hin)

Man kann jede Waffe verhunzen, daher schauen das es eine Gewährleistung des Händlers gibt. Und Kratzer kommen vor wenn man eine Waffe zur Jagd benutzt. Und Klebespuren kann man beseitigen. Wenn dich sowas stört musst du neu kaufen, dann aber auch mehr bezahlen. ICH habe mit Gebrauchtwaffen bisher immer Glück gehabt, kenne aber Leute die haben mehrfach ins Klo gegriffen. Grade bei " kaum geschossenen Schrankwaffen " von Schützenkollegen................ Dann lieber ein ehrliches "Arbeitstier ", dem man sein bisheriges Leben ansieht. Schlechter Schiessen muss die Waffe deswegen nicht.

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Zum Thema Gebrauchtwaffe kann ich dir sagen mach deine Glotzer mal richtig weit auf !!!

Ich denke das ist beinahe riskanter als ein gebrauchtes Auto zu kaufen.

 

vor 15 Minuten schrieb PetMan:

ICH habe mit Gebrauchtwaffen bisher immer Glück gehabt, kenne aber Leute die haben mehrfach ins Klo gegriffen.

 

Wenn man sich tiefer mit Waffen auskennt und die dann auch noch selbst testet ja dann wird man wohl eher Glück haben statt Pech.

 

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Zielfernrohre mit fixer Vergrößerung werden nicht so hoch gehandelt. Und wie beim Auto gibt es natürlich versteckte Mängel..z.B. eine Bauchauflaufung:rofl:, unsauber eingesetze Läufe, verschlissene Läufe. Wenn der Händler sagt "Schießt gut" ist das eine subjektive Beurteilung. Für einen Händler oder Jäger kann ein Streukreis von 40 mm auf Hundert Meter noch "gut" sein, für Dich wahrscheinlich nicht. Am besten: genau anschauen und mit guter Matchmunition probeschießen. Dann schaltest Du schon einige mögliche Fehlerquellen aus. Aber noch lange nicht alle.

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vor 1 Stunde schrieb Fyodor:

Noch so ein Grund, warum Du besser neu kaufst...

 

Nicht zwingend, aber gerade wenn wie hier der Abstand zwischen Listenneupreise des Sets und Preisforderung gerade einmal um ~25% aus einander liegen, kann es schnell böse Überraschungen geben - z.B. dass man für eine Handvoll Euronen mehr woanders alles niegel-nagel-neu bekommen hätte. Bei 50% des ~ Barverkaufspreis eines neuen Sets sieht es schon besser aus.

 

Btw., sichtbare Klebespuren sind oft ein Kennzeichen für Pfusch (sehr unsauber und nachlässig gearbeitet) oder den schnellen Austausch des ZF gegen ein anderes, gebrauchtes ZF (bei Gebrauchtwaffenverkauf i.d.R.: teures, hochwertiges ZF runter und altes, billiges gebrauchtes ZF - idealerweise mit gutem Markennamen - drauf). :hi:

 

Dein

Mausebaer

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Daher hier das Angebot genau wie einen Gebrauchtwagenkauf behandeln

  1. Der Preis ist sowieso jenseits des realen Marktpreises
  2. Auf keinem Fall auf ein Probeschießen verzichten
  3. Kumpel mitnehmen, der sich auskennt, oder, wenn man dass nicht zu oft macht, einfach dem nächsten Büxer oder Händler zum Kauf anbieten und erklären lassen, warum das Set nicht mehr wert sei. :teu38:
  4. Nur von Händler in noch realisierbarer "Nervnähe" kaufen. Nichts hilft besser beim Durchsetzen von Ansprüchen, als häufig im Laden auftauchen, wenn potentielle Kunden da sind und mit diesen ein Gespräch beginnen, warum man selbst (wieder) da sei. :hi:

Dein

Mausebaer

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vor 10 Stunden schrieb PetMan:

Erkennt man auch daran wenn die Waffe NICHT im Handelsbuch des Händlers steht, sondern der Überlasser eine Privatperson ist. Steht sie aber im Handelsbuch ist der Verkäufer der Händler, ergo auch Gewährleistung. Wird gern versucht zu umgehen von manchen Händlern.

Das Handelsbuch hat rein gar nichts mit den Gewährleistungsansprüchen zu tun. Solche Ansprüche bestehen ggü. demjenigen, mit dem man den Kaufvertrag geschlossen hat und er diese Ansprüche nicht wirksam ausgeschlossen hat.

 

Ob er seinen Eintragungs- und sonstigen Pflichten nachgekommen ist, spielt keine Rolle. 

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Wie schon gesagt, wenn möglich immer direkt vom Händler kaufen, nix mit Kommissionsverkauf oder im Kundenauftrag.

 

Meine Statistik:

8 Waffen vom Händler gekauft, davon 2 problemlos zurückgegeben, weil Mängel entdeckt

5 Waffen von Privat, vorher massiv Informationen vom Verkäufer und aus dem i-net gesammelt, vor Ort begutachtet und gekauft, keine Probleme bisher, toitoitoi :)

 

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Ausgerechnet mit meiner teuersten Gebrauchtwaffe hatte ich Ärger. Glücklicherweise war sie direkt von einem Händler erworben worden.

  1. Zerlegung nicht möglich, weil Gewinde festgerottet waren => zurück
  2. Schaftbruch beim erneuten Versand vom Verkäufer zu mir =>=> wieder zurück
  3. keine Funktion der Verschlussfixierung, da das System nachlässig im neuen Schaft gebettet worden war =>=>=> noch einmal zurück

... und immer schön auch meinen SB schriftlich informiert, denn natürlich hatte der Händler nur einmal, zum Erstversand, eine Verkaufsmitteilung erstellt. Ohne die Infos über die Rückgaben der Waffe, hätte ich meinem SB bestenfalls Einiges wegen der so formell verspäteten Eintragung erklären müssen. :closedeyes: 

 

Euer

Mausebaer

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