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IGNORED

Nationales Waffenregister


Muck

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Gibt es eigentlich schon irgendwelche Bemühungen die Einführung eines nationalen Waffenregisters zu verhindern, bzw. um das wAffengesetz in diesem Punkt zu ändern?

Soweit mir bekannt ist, fordert doch die EU nur die Form der zentralen, bzw. dezentralen Erfassung von Waffen. Da bei uns die dezentrale Form bereits flächendeckend existiert, kann man doch mit Fug und Recht behaupten, dass es sich hier nur um Projekt zur doppelten Erfassung handelt, das bei dessen Errichtung und Unterhalt sicherlich einen mehrstelligen Millionenbetrag verbrennt ohne gleichzeitig einen besonderen Nährwert für unsere Gesellschaft zu entwickeln.

Ein solches Projekt ist im Zeichen leerer Kassen mit dem Prädikat flüssiger als Wasser zu versehen.

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Wieso, die jetzige Diätenerhöhung hier steht dem doch auch nicht entgegen!

Weil die eine Sache schlecht ist, ist sie genauso in Ordnung wie die Andere ? :huh:

Das Zentralregister könnte eine OK-Sache sein. Statt handschriftlicher Karten im Landratsamt, wo nur die Hälfte draufsteht halt ein vernetzter Datenbank-Server. Mit Verknüpfung, wenn Waffenbesitzer rechtskräftig verurteilt ist, bitte Zuverlässigkeit überprüfen.

Gefährlich und diskriminierend kann es aber auch ausgestaltet werden. Hatten wir schon ein paar mal. Leere Kassen sind zwar ein Argument, aber wenn der politische Wille da ist, hält den kein Ochs und Esel auf.

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Weil die eine Sache schlecht ist, ist sie genauso in Ordnung wie die Andere ? :huh:

Das Zentralregister könnte eine OK-Sache sein. Statt handschriftlicher Karten im Landratsamt, wo nur die Hälfte draufsteht halt ein vernetzter Datenbank-Server. Mit Verknüpfung, wenn Waffenbesitzer rechtskräftig verurteilt ist, bitte Zuverlässigkeit überprüfen.

Gefährlich und diskriminierend kann es aber auch ausgestaltet werden. Hatten wir schon ein paar mal. Leere Kassen sind zwar ein Argument, aber wenn der politische Wille da ist, hält den kein Ochs und Esel auf.

prinzipiell stimmt das schon, nur ist die Möglichkeit des Datenmißbrauchs im digitalen Umfeld etwas höher als bei Karteikarten.

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Die Politiker könnten das auch kostenlos umsetzen. Die Mafia würde mit Sicherheit gerne die Kosten europaweit übernehmen. Schließlich wäre das ein sehr interessantes Geschäftsfeld mit hoher Gewinnspanne, wenn man endlich in einer zentralen Datenbank nach Waffenmodellen sozusagen "auf Bestellung" fahnden könnte und vielleicht neben den Besitzerdaten auch gleich noch online die Aufbewahrungsdetails erfahren würde :chrisgrinst:

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...

Das Zentralregister könnte eine OK-Sache sein. Statt handschriftlicher Karten im Landratsamt, wo nur die Hälfte draufsteht halt ein vernetzter Datenbank-Server. Mit Verknüpfung, wenn Waffenbesitzer rechtskräftig verurteilt ist, bitte Zuverlässigkeit überprüfen. ...

Nur davor kommt das GIGO-Prinzip.

Mir fallen auf Anhieb 4 (!) Eintragungen in meinen WBKs ein, mit denen sich die dazugehörigen Waffen nicht eindeutig identifizieren lassen, obwohl ich der Behörde immer die richtigen Daten schriftlich anzeigte bzw. auf Fehler in dem Eintrag hinwies. Darunter (mit Mehrfachnennungen)

  • 1 mal keine Herstellungsnummer (Wechselsystem)
  • 1 mal falsche Herstellungsnummer (falsches Zeichsystem verwendet)
  • 1 mal unvollständige Herstellungsnummer (richtiges Zeichensystem in Datenbank nicht verfügbar)
  • 2 mal ist die Herstellungsnummer alleine nicht eindeutig
  • 1 mal falsche Herstellerangabe
  • 1 mal keine Herstellerangabe oder Warenzeichen
  • 1 mal keine Modellbezeichnung
  • 1 mal ungenaue Bezeichnung der Art der Waffe

Neun (!) Datenmängel in vier Einträgen und dazu kommen dann noch die kreativen Kaliberbezeichnungen. :closedeyes:

Solchen Datenmüll kannst Du zwar in eine zentrale Datei übernehmen, aber nicht sinnvoll auswerten. Wenn Du nur die Daten übernimmst, die Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch sinnvoll auswerten kannst, dann bist Du wieder auf dem Informationsniveau der Einwohnermeldedaten. :mega_shok:

Auch wird das in der Zukunft nicht besser werden. Erwerbsberechtigungspflichtige Schußwaffen sind nun einmal auch ein Bild von deutlich mehr als einem Jahrhundert der gesammten Menschheitsgeschichte. Selbst mit konzentrierten und konzertierten Kompetenz und Wissen aller Waffensammler in Deutschland ließe sich kein wirklich umfassendes IT-Fachkonzept für die Waffendatenerfassung ohne nennenswerten Lücken oder Mängeln erstellen. Denn entweder müssen an Genauigkeit und Details große Abstriche gemacht werden, oder an der Bedienbarkeit. Denn selbst in den Fällen, in denen SBs selbst kompetente, interessierte und engagierte Waffensammler sind, wird es denen nicht möglich sein, auch weitab ihrer Sammelgebiete, die Waffendatenerfassung und -identifizierung immer in guter Qualität vorzunehmen. :closedeyes:

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  • 1 mal keine Herstellungsnummer (Wechselsystem)
  • 1 mal falsche Herstellungsnummer (falsches Zeichsystem verwendet)
  • 1 mal unvollständige Herstellungsnummer (richtiges Zeichensystem in Datenbank nicht verfügbar)
  • 2 mal ist die Herstellungsnummer alleine nicht eindeutig
  • 1 mal falsche Herstellerangabe
  • 1 mal keine Herstellerangabe oder Warenzeichen
  • 1 mal keine Modellbezeichnung
  • 1 mal ungenaue Bezeichnung der Art der Waffe

Neun (!) Datenmängel in vier Einträgen und dazu kommen dann noch die kreativen Kaliberbezeichnungen. :closedeyes:

Genau das wird das Problem sein. Was glaubt ihr, wie viele Mehrfacheintragungen es wegen Zahlendrehern, vergessenen Buchstaben, unvollständigen Bezeichnungen etc. geben wird ? Ganz lustig wirds bei Eintragungen wie: KK-Gewehr Anschütz, Herst.-Nr. unbekannt. ^_^

Solchen Datenmüll kannst Du zwar in eine zentrale Datei übernehmen, aber nicht sinnvoll auswerten. Wenn Du nur die Daten übernimmst, die Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch sinnvoll auswerten kannst, dann bist Du wieder auf dem Informationsniveau der Einwohnermeldedaten. :mega_shok:

Treffer, versenkt ! :icon14:

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Guest Harlekin

@ Mausebaer und Sachbearbeiter

genau deshalb soll das NWR ja u.a. eingeführt werden - eben auch um die Qualität der Daten zu erhöhen.

Harlekin

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Genau das wird das Problem sein. Was glaubt ihr, wie viele Mehrfacheintragungen es wegen Zahlendrehern, vergessenen Buchstaben, unvollständigen Bezeichnungen etc. geben wird ? Ganz lustig wirds bei Eintragungen wie: KK-Gewehr Anschütz, Herst.-Nr. unbekannt.

Dann bekomme ich halt erst recht Besuch wegen des Verdacht auf illegalen Waffenbesitzt.

"Herr xy , wir haben da Unstimmigkeiten und es liegt der Verdacht nahe daß Sie eine Waffe nicht korrekt angemeldet haben - Hier ist der Hausdurchsuchungsbefehl.... "

Es ist ja nicht nur einmal vorgekommen daß Beamte ihre Realität auf Datenbänken für real halten.

Da sollen ja schon Tote zur Steuerveranlagung und 3 Jährige wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit belangt worden sein.

Ich freu mich drauf.

Nein was mir mehr Sorgen macht ist daß solche Datenbänke in bestimmten Kreisen Lust auf Begehrlichkeiten wecken werden und es nur ein Frage der Zeit ist, bis diese Sammlung gehackt wird, zumal wohl jede Polizeidienstelle zugreifen kann.

Dann bekommen die auf CD sämtliche Adressen und Bestände aller Waffenbesitzer und das macht mir Angst !

Über Google Suche ist es auch leicht die Örtlichkeiten auszuspionieren .

Dank unseres übereifrigen Staates sind wir aus dem Schutz der Anonymität raus und liegen auf dem Präsentierteller.

Wir haben nicht mehr Sicherheit sondern WENIGER, ein Grund mehr dagegen zu opponieren auch wenn die Verbände scheinbar kein Problem damit haben. Das Problem kommt erst noch, da bin ich sicher wenn diese Daten geklaut sind.

Welche Daten wurden bis jetzt noch nicht geklaut.

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@ Mausebaer und Sachbearbeiter

genau deshalb soll das NWR ja u.a. eingeführt werden - eben auch um die Qualität der Daten zu erhöhen.

Harlekin

Wie will man GIGO und PEBKAC loswerden indem man aus vielen kleinen Haufen einen großen macht und kräftig umrührt? :confused:

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Wegen des Waffenbesitzer-Hinweises im Melderegister weiß die Polizei ja bereits jetzt, ob bei einem Einsatz mit Legalwaffen zu rechnen ist. Diese Info ist schnell über den Computer abgerufen. Das deutschlandweite Waffenregister ist total überflüssig.

Falsch!

Das ist in Berlin nicht möglich!

In manchen Bundesländern wird das aber tatsächlich so gehandhabt, aber eben nicht einheitlich!

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Zum Thema Verläßlichkeit von Behördendaten: Ich bin vor 4 Wochen auch fast in die Mühle geraten, weil ich auf Jagdschein eine Bockdoppelflinte aus Nachlaß gekauft und angemeldet hatte, das Amt am Wohnsitz der Erben an unsere Verwaltung aber gemeldet hatte, es wäre ein Revolver in .357 gewesen. Allerdings ist es dem Augenmaß des Sachbearbeiters zu verdanken, der meinte, wenn ich BDFL schreibe, dann ist es auch eine. Erst telefonierten wir, dann er mit dem Amt in NRW und die Sache hat sich in Wohlgefallen aufgelöst.

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Das nationale Waffenregister ist so eine Sache, die eigentlich von der IANSA angestoßen wurde und in der ursprünglichen Form auch Sinn machte.

Nein, ich verbüdere mich nicht mit dem Feind!

Die Idee war, dass "military small arms", bei Verlassen des Herstellers erfaßt werden, um aufgefundene Waffen in Krisengebieten eindeutig zurückzuverfolgen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Also Verhinderung des Waffenhandels zur Begünstigung von Kriegen in der "dritten" Welt.

Aber nun haben die IANSA-Gutmenschen ja bekanntlicherweise den begriff "small arms" auf alles was bum macht und ein Kaliber unter 50mm hat ausgedehnt. In ihrer Konsequenz machen die dann auch keinen Unterschied mehr zwischen legalen und illegalen Waffen(besitzern).

Ich persönlich sehe für mich als LWB kein Problem darin, dass meine Waffensammlung in einer zentralen Datenbank erfaßt ist, heute sind die Daten im System des für mich zuständigen LRA. Die Risiken des Hackings bestehen immer, auch bei dezentralen DBen, allerdings ist der mögliche Schaden beim Datenmißbrauch natürlich wesentlich größer.

Abgesehen davon, wer hat ein teures und begehrtes Auto und Angst, da dieses in einer zentralen DB eingetragen ist? Für die Mafia problemloser, da i.d.R. die Strafen für Handel mit gestohlenen Kfz nicht so hoch bestraft wird wie für illegaler Waffenhandel.

VG, PolzA

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Wenn das Giga IT-Project "Hercules" bei der BW eingestampft wird steht ja genug Kompetenz zur Verfügung um diese Problem zu lösen. Die Jungs brauchen dringend ein Erfolgserlebnis.

Das ist in Berlin nicht möglich!

Echt? Wieso nicht? In KörtingCity sollte das doch eine der leichtesten Übungen sein.

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Die Risiken des Hackings bestehen immer, auch bei dezentralen DBen, allerdings ist der mögliche Schaden beim Datenmißbrauch natürlich wesentlich größer.

Eben ! ganz richtig und was wichtíger ist, weniger Daten auf einem Haufen sind nicht so lukrativ im Angebot auf dem Schwarzmarkt folglich sind solche kleine Datenbänke weniger das Ziel eines Angriffes wie ein lukratives großes Objekt.

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Guest Harlekin
Falsch!

Das ist in Berlin nicht möglich!

echt jetzt?

Dann verstößt Berlin ja gegen das Waffengesetz!

Oder meinst Du vielleicht nur, dass eine Abfrage der Meldedaten seitens der Polizei nicht möglich ist?

Harlekin

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echt jetzt?

Dann verstößt Berlin ja gegen das Waffengesetz!

Oder meinst Du vielleicht nur, dass eine Abfrage der Meldedaten seitens der Polizei nicht möglich ist?

Harlekin

Was ist denn mit dieser Information sinnvoll anzufangen, Polizeieinsatztechnisch?!

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"Vielfach staatlich überprüfter, nachweislich gesetzestreuer, staats- und gesellschaftstragener Mensch, der sich nicht alleine dadurch einschüchtern läßt dass Polizisten eine Schußwaffe führen. "

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Oder meinst Du vielleicht nur, dass eine Abfrage der Meldedaten seitens der Polizei nicht möglich ist?

Harlekin

Die Abfrage der Meldedaten ist schon möglich, aber der Waffenbesitz ist dort nicht hinterlegt!

Eine Abfrage ist nur direkt bei der Waffenbehörde möglich.

Liegt aber auch daran, dass jedes Bundesland sein eigenes Meldegesetz hat, so dass sich das WaffG und das Meldegesetz "beißen"!

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