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Sachbearbeiter

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  1. Eigentlich ein Thema für die Ausführungsbestimmungen in der AWaffV, aber wann und wie die geändert werden soll, weiß hier bei WO ja anscheinend auch noch niemand...
  2. Immer wenn bei einer Waffenanmeldung kein legaler Vorbesitzer ausfindig gemacht werden kann, läuft es wie folgt: 1. Die zuständige Waffenbehörde prüft nach Eingang der Anzeige nach § 37 Abs. 1 WaffG, ob die Waffe im NWR einer Person zugeordnet werden kann. 2. Bei der Polizei erfolgt eine Anfrage, ob die Waffe zur Sachfahndung ausgeschrieben ist oder polizeiliche Ermittlungen dazu laufen. Ist beides negativ, kann die Waffe jedem Berechtigten überlassen werden, unbrauchbar gemacht oder zerstört werden.
  3. Da hast Du was falsch verstanden. § 8 WaffG formuliert - wie schon in der Überschrift ersichtlich - nur die allgemeinen Grundsätze und tritt bei den "normalen" Bedürfnisfällen mit ihren jeweiligen Spezialregelungen in den Hintergrund. Die Sportschützenverbände bescheinigen deshalb immer nach § 14 (Abs. 2, 3 oder 4). Nur wenn die speziellen Bedürfnisse nach § 13 ff. WaffG für einen Fall nichts hergeben, erfolgt die Bedürfnisprüfung über § 8 WaffG (z.B. in puncto Vereinswaffen, Abschuss oder Immobilisierung von Gehegewild, Schalldämpfereinsatz, bei Auslandsschützen nach strengem Maßstab, volljährige Personen in der Ausbildung zum Jäger, Signalwaffen für Bergsteiger, Flugplatzbetreiber oder Bootsbesitzer, Ausstattung von Lehrgangsträgern zur Vermittlung der Sachkunde, Vogel- oder Schädlingsbekämpfung durch Landwirte, Berufsfischer, Winzer o.ä., Umzug mit Waffen nach Deutschland, in Erbfällen als Ausweichnorm).
  4. Hallo, habe online nur was vom BR gefunden: http://www.bundesrat.de/SharedDocs/downloads/DE/plenarprotokolle/1976/Plenarprotokoll-432.pdf?__blob=publicationFile&v=2 Vielleicht hilft Dir das ja schon mal ein bissl weiter.
  5. Ist doch nicht schwierig. Bei dieser Miniänderung geht es nur darum, dass künftig auch nach der Erteilung von Zustimmungen nach § 29 Abs. 2 WaffG (innereuropäische bzw. aus den vier Schengen-Staaten erfolgte Verbringung nach Deutschland) von der Waffenbehörde eine Info an das Bundesverwaltungsamt erfolgt - und das nun löblicherweise ausschließlich elektronisch. Bislang besteht die Meldepflicht nur bei Verbringungserlaubnissen nach § 31 Abs. 2 WaffG in andere EU-Staaten bzw. die assoziierten Schengen-Staaten.
  6. Gibts inzwischen nun eigentlich einen Entwurf zur Änderung der AWaffV ? Auf den darf man wohl besonders gespannt sein. Gemeint sind natürlich nicht diese Änderungen, die zum 03.09.2019 in Kraft treten werden: https://www.buzer.de/gesetz/13497/a224755.htm
  7. Auf § 13 AWaffV wurde hier ja bereits verwiesen. Bereits unterladen zählt als geladen. Bestückte Magazine dürfen im Tresor also niemals in der Waffe stecken ! Rechtsfolge bei Verstoß: je nach Zukunftsprognose zur Zuverlässigkeit (die Hürde ist da nicht allzu hoch) droht gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 2b WaffG der Widerruf sämtlicher waffenrechtlicher Erlaubnisse wegen so einem Mist, ggf. verbunden mit Einziehung und Ungültigkeitserklärung des Jagdscheins. Es ist zudem immer eine OWI und kann schon deshalb erst mal recht teuer werden.
  8. Das grenzt ja an unlauteren Wettbewerb. Grüßle SBine
  9. Das ist richtig und für das Opfer immer ein zumindest anfänglicher Nachteil. Dann handelt es sich um eine aufgebohrte und damit verbotene Waffe, da die zugelassenen SRS über einen Gaslauf mit Sperre/n oder gleichwertigen Vorrichtungen, die ein verschießen von Projektilen verhindert, verfügen müssen. Nur mit aufgeschraubtem Abschussbecher kannst Du z.B. die typische Silvestermunition Leuchtkugeln, Ratterer, Pfeifer etc. verschießen. Fraglich. Der Großteil der Bevölkerung schaut doch weg und haut eher selbst ab, bevor er Hilfe ruft. Außerdem wird die ermittelnde Polizei nicht sehr erfreut sein, wenn Du Deine Schussabgabe zugibst. Wenns ganz dumm läuft, zeigen die Dich an und den geflohenen ursprünglichen Täter interessiert mangels Beweisen kein Mensch mehr. Oder sie greifen gerade erst dann aus Wut so richtig an... Mit einem Spray habe ich ganz klar eine bessere Option parat. So isses...
  10. Wer kommt als Opfer schon so nah an den Täter ran ? Mit einem Pfefferspray kann ich mich bereits auf 2-3 Meter effektiv wehren, auch gegen mehrere Angreifer. Drücke ich da schon mit der SRS ab, bin ich "verraten". Konzipiert sind die Teile zur Schallerzeugung für Sportveranstaltungen o.ä. bzw. zur Signalabgabe für Bergsteiger oder auf Hoher See, nicht aber zur Selbstverteidigung. Im übrigen ist Zivilcourage natürlich eine tolle Sache. Es gab schon taffe Omas, die mit dem Regenschirm auf die Angreifer los sind und so in die Flucht geschlagen haben. Dafür braucht man Mut. Wer sich aber auf der Straße ständig zitternd und gebeugt in alle Richtungen umsieht, ist das geborene Opfer schlechthin. Schon ein forscher Gang und wehrhaftes auftreten lässt einen Täter zweifeln, ob er tatsächlich angreifen soll. Gut ist es natürlich bekannt unsichere Gegenden von vornherein zu meiden und wenn möglich im Dunkeln als Fußgänger nicht lange Wege alleine zurückzulegen. Ein klarer KO-Punkt für SRS-Waffen zur Selbstverteidigung ist auch deren Handling. Wer nicht technisch versiert ist, wird da schnell zur Lachnummer und man braucht ein Holster. Einen Tierabwehrspray hingegen halte ich problemlos in der Hosentasche rasch griffbereit in der Hand. Ich selbst weiß das schon seit Jahren sehr zu schätzen und konnte so auch schon mal einen großen Hund in die Flucht schlagen, der ohne Herrchen in der Nähe knurrend auf mich zurannte. Den hätte eine SRS mit Sicherheit nicht wirklich beeindruckt, sondern eher noch viel böser gemacht. Grüßle SBine
  11. Meines Wissens rät die Polizei ganz klar zum Tierabwehrspray (im Freien besser noch ist die nur geringfügig teurere Gelvariante, weil man mit der sogar gegen den Wind sprühen kann), denn nur mit diesem kann ich mich im Fall der Fälle auch effektiv verteidigen. Hat der Angreifer nämlich erkannt, dass ich nur eine Spielzeugpistole habe, bin ich klares Opfer und nur noch eine Lachnummer. Krach machen, um Aufmerksamkeit Dritter zu erregen und den Angreifer damit zu vertreiben, kann man auch mit anderen Dingen oder notfalls einfach "Feuer" schreien.
  12. Offenbar nicht überall, siehe hier: https://www.bundesrat.de/SharedDocs/beratungsvorgaenge/2019/0201-0300/0290-19.html
  13. Eine kleine Einschränkung gibt es da noch für diesen fakultativen Versagungsgrund wegen Niederlassungsfreiheit: Auf Staatsangehörige eines Mitgliedstaates (= EU-Staaten und derzeit die vier Vertragsstaaten des Schengener Übereinkommens Island, Fürstentum Liechtenstein, Norwegen und Schweiz) ist § 4 Abs. 2 WaffG nicht anzuwenden, soweit sie im Geltungsbereich des Waffengesetzes ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben und eine selbstständige oder unselbstständige Tätigkeit ausüben, die den Erwerb, den Besitz oder das Führen einer Waffe oder von Munition erfordert. (vgl. § 26 Abs. 5 AWaffV).
  14. Die Leihfälle nach § 12 WaffG sind natürlich außen vor, wobei natürlich auch ein JS-Inhaber ohne WBK oder jemand mit leerer gelber WBK einen nach § 13 AWaffV vorgeschriebenen Tresor verwenden muss. Sobald sich dauerhaft was an der Aufbewahrung ändert, ist das aber entsprechend § 36 Abs. 3 Satz 1 WaffG der Waffenbehörde nachzuweisen.
  15. Ein rechtschaffener Deutscher überlässt nach der Leihe erstmal zurück, kauft dann die Waffe und beantragt ordnungsgemäß den Voreintrag. 2 Monate später bekommt er den und dann kann er erwerben.
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