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IGNORED

Langwaffen-Lagerung ohne Verschluß


Rodney

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So langsam wird es etwas eng im Waffenschrank. (Ist halt nur ein schmaler.) Um etwas besser Lagern zu können, überlege ich die Verschlüsse der Repetierer herauszunehmen. Bei den Öffnungsspannern würde das ja bedeuten, dass die Schlagbolzenfeder bei der Lagerung gespannt wäre. Ist das auf Dauer schlecht oder macht das nichts aus? Oder doch lieber (wo möglich) entspannen?

Und wo wir gerade bei Lagerung sind. Ist es sinnvoll, die Waffen im Schrank in Hüllen (FWD oder wie hießen die rostschutz-beschichteten grünen Dinger noch?) zu stecken? Oder lieber offen stehen lassen?

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So langsam wird es etwas eng im Waffenschrank. (Ist halt nur ein schmaler.) Um etwas besser Lagern zu können, überlege ich die Verschlüsse der Repetierer herauszunehmen. Bei den Öffnungsspannern würde das ja bedeuten, dass die Schlagbolzenfeder bei der Lagerung gespannt wäre. Ist das auf Dauer schlecht oder macht das nichts aus? Oder doch lieber (wo möglich) entspannen?

Und wo wir gerade bei Lagerung sind. Ist es sinnvoll, die Waffen im Schrank in Hüllen (FWD oder wie hießen die rostschutz-beschichteten grünen Dinger noch?) zu stecken? Oder lieber offen stehen lassen?

Hhm,

Maschbauingenieure versichern mit glaubhaft, dass eine Feder vorallem durch die Bewegung (also das Spannen/Entspannen) ermüdet. Ähnliche Diskussion wie "kann ich aufmunitionierte Magazine monatelang lagern".

Einige meiner Waffen lagern aus Platzgründen auch mit offenem Verschluß (also gespannter Schlagbolzenfeder) in meinem Waffenschrank und das seit teilweise über 8 Jahren. Trotzdem funktionieren die noch völlig tadellos.

Gruß

Bounty

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So langsam wird es etwas eng im Waffenschrank. (Ist halt nur ein schmaler.) Um etwas besser Lagern zu können, überlege ich die Verschlüsse der Repetierer herauszunehmen. Bei den Öffnungsspannern würde das ja bedeuten, dass die Schlagbolzenfeder bei der Lagerung gespannt wäre. Ist das auf Dauer schlecht oder macht das nichts aus? Oder doch lieber (wo möglich) entspannen?

Und wo wir gerade bei Lagerung sind. Ist es sinnvoll, die Waffen im Schrank in Hüllen (FWD oder wie hießen die rostschutz-beschichteten grünen Dinger noch?) zu stecken? Oder lieber offen stehen lassen?

Die Verschlüsse würde ich nicht herausnehmen, nach m M.

Somit können auch keine Fremdkörper in die Waffe gelangen (Staub etc)

Die Waffen sollten entspannt aufbewahrt werden.

Sinnvoll kann es auch sein, die Waffen in beschichtete Holster oder Taschen aufzubewahren.

Ausnahme: Waffen mit Optik. Da ich grundsätzlich auf Anraten meines BüMa die Zielfernoptik auf der Waffe

befestigt lasse (im Waffenschrank), würde ich keine beschichteten Taschen (Name fällt mir jetzt auch nicht ein, siehe Frankonia Katalog) verwenden, da sie die Gläser beschlagen.

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Also ich liebe die FAW 08 Dinger und bin von ihrer Wirkung bisher nicht enttäuscht worden (manche Waffen lagern schon seit 15 Jahren darin).

Was ich aber von Zeit zu Zeit mache: Ich Öle auch die in FAW 08 Produkten gelagerten Waffen ein, packe sie dann natürlich nicht sofort in die Wundertüte, sondern erst nach einer gewissen Einwirkzeit des Öles.

CAVE:Es sollte kein Öl auf die FAW 08 Produkte gelangen!

IMI

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...und es sollten keine Optiken in FAW-Futteralen gelagert werden.

Die rostschützenden Ausdünstungen der FAW-Hüllen lösen die aufgedampften Vergütungsbeschichtungen der Optiken auf!

CM

Mmmmh...

Das würde ja bedeuten, dass auch meine KW-Futterale im Waffenschrank "ausdünsten" und somit die Optik meiner im Schrank stehenden LW aufgefressen wird?

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Das würde ja bedeuten, dass auch meine KW-Futterale im Waffenschrank "ausdünsten" und somit die Optik meiner im Schrank stehenden LW aufgefressen wird?

Nein, so schlimm ist es nicht.

Erst das über einen längeren Zeitraum "geschlossene Klima" innerhalb dieser FAW-Schutzhüllen erlaubt einen intensiven Beschlag der äusseren, exponierten Optikflächen. Und selbst hier muss das Zeugs schon sehr lange ohne jegliche Luftzirkulation einwirken können.

Bereits die Verwendung der allseits bekannten BUTLER CREEK-Schutzkappen auf Okular und Objektiv genügt für eine ausreichende Abdichtung auch bei längerer Lagerungszeit.

Für die "Sparfüchse", denen die BUTLER CREEK's zu teuer sind: es genügt auch eine einfache Frischhaltefolie über den Okular-/Objektivtubus zu ziehen!

Dann passiert nix.

CM :)

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Du kannst alle Waffen mit Öffnunsspannern (98er) in einem Schraubstock mit Filzbacken entspannen und die Verschlußbolzen so entspannt lagern.Die müssen ja zum zerlegen auch alle entspannt werden. So mach ich das auch da mein Platzproplem so ein wenig enschärft wird.

Vor dem einsetzen spanne Ich sie wieder auf die gleiche Art. Mit den TRG und vielen Drehverschlüssen geht das natürlich auch. Eine Zange mit Soff unterlegt geht auch und das alles ohne großen Kraftaufwand.

Und immer aufpassen das keine Kratzer an die Verschlüsse kommt. Ein Schußplaster auf die Mündung und der Staub kann draußen bleiben.Und wenn was reinkommt ist es auch egal da ich meine Waffen vor jedem Schießen nochmal nachschaue und den Lauf durchziehe.

Mit Lupus Waffenfett sind sie auch gegen Feuchtigkeit besser geschützt als mit Öl das doch bei längerer Lagerung immer über den Schaft läuft.Den Schaft auch mit demselben Fett leicht einreiben und danach trockenreiben schützt auch ein wenig gegen den Holzschimmel. Wenn es möglich stelle ich die Waffen zur Lagerung immer auf ein Hartholzbrett mit der Mündung nach unten.Ein Stück Fettgetränktes Küchenrollenpapier in die Verschlußhülze und gut ist´s.

Gruß Herbert

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Ist das auf Dauer schlecht oder macht das nichts aus?

Hab neulich einen 98er von einem alten Jäger aus dem Dorf auf Anfrage Testgeschossen.

Nach seinen Angaben hat er den "seit 25 Jahren nicht mehr in der Hand gehabt."

Gut geschossen hat er nicht, aber funktioniert, ohne Probleme.

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Hhm,

Maschbauingenieure versichern mit glaubhaft, dass eine Feder vorallem durch die Bewegung (also das Spannen/Entspannen) ermüdet. Ähnliche Diskussion wie "kann ich aufmunitionierte Magazine monatelang lagern".

Einige meiner Waffen lagern aus Platzgründen auch mit offenem Verschluß (also gespannter Schlagbolzenfeder) in meinem Waffenschrank und das seit teilweise über 8 Jahren. Trotzdem funktionieren die noch völlig tadellos.

Servus,

die Info, die Du da bekommen hast, halte ich für leicht unqualifiziert, weil nicht präzisiert.

Klar ermüdet eine Feder, die permanent ge- und wieder entspannt wird, schneller, als eine, die statischt auf gespanntem Niveau gehalten wird. Da reden wir aber von zyklischen Vorgängen. Davon kann bei einem Repetiervorgang keine Rede sein (auch wenn manch ein Saujäger meint, sehr schnell zu repetieren - aus "Sicht" der Schlabofeder ist er eine Schlafmütze)

Da ist tatsächlich das gespannte Lagern des Verschlusses das Üblere, das man der Feder antun kann. Ich empfehle daher auch das entspannen der Feder wie bereits beschrieben.

Was die Waffenkonservierung angeht, rate ich generell von der Verwendung lösungshaltiger Pflegemittel ab ! Man weiß nie, wo die flüchtigen Mittelchen überall hinkommen und was sie dort anstellen, das gilt auch für Klebungen, u.a. an Linsen. Finger weg von MoS2 - haltigen Mitteln ! Die sind auf Dauer Gift, weil sie Feuchtigkeit (auch Luftfeuchtigkeit) binden und an die benetzte Oberfläche bringen.

Gruß

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Nun möchte Ich auch einmal aus meinem Erfahrungsschatz berichten.

Kaltgeformte Druckfeder aus Federstahldraht Sorte D, Federenden angelegt und geschliffen, Feder Kugelgestrahlt, Feder danach Wärmebehandelt und gesetzt.

Lebensdauertest: 6 Millionen Lastspiele zwischen 25% Vorspannung und 75% der Blocklänge bei 20°C +/-2°C

Federbruch/Ausfall: keiner

Lebensdauererwartung unter diesen Einzatzbedingungen: ewig

Entspannte Länge wurde 3-6% gegenüber dem Neuzustand geringer.

Federkraftverlust zwischen 2 und 4% gegenüber dem Neuzustand

Frank

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