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Sachkundeprüfung


Guest

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Hallo,

irgendwie hab ich das noch nicht ganz gerallt mit der Sachkundeprüfung.

a ) Ist nur die Behörde Prüfungsberechtigt oder kann es auch der Anbieter des Sachkundelehrgangs sein? (generell)

b ) Kann es sein, dass gewisse Sachkundezertifikate nicht anerkannt werden? z.B. ein BDMP interner Sachkundelehrgang ungültig für einen BDS Mitglied und umgekehrt? Was sind das für Sachkundelehrgänge, wenn sie nur begrenzte Gültigkeit besitzen? Ich dachte die Waffensachkunde ist die Waffensachkunde und allgemeingültig :confused:

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Ich habe zumindest die Sachkunde bei einem Wochenendlehrgang ausserhalb meines Heimatortes gemacht und auch dort die Prüfung abgelegt. Bisher hat keiner gemuckt. Der Veranstalter (Klaus Glander) hat eine entsprechende Anerkennung und darf die bundesweit geltende Sachkundeprüfung abnehmen.

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Wichtig ist, dass Dein SB die Sachkunde anerkennt und dir eine WBK ausstellt.

Ob meine bei irgendeinem xy-Verband anerkannt wird, ist mir schnuppe.

Ich kenne DSB-Landesverbände, die erkennen verschiedene Sachkunden nicht an - solange die Schützen keine WBK haben - ja und?

Die Schützen brauchen nun so lange keine Angst zu haben, dass sie vom DSB für irgendwelche Aufsichten eingeteilt werden.

Vor dem Gesetz ist der SB entscheident - frag ihn vorher wenn es nicht eindeutig ist.

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Die Veranstalter von Sachkundelehrgängen - überwiegend Schützenvereine - haben sich seit 01.04.2003 an §§ 1 bis 3 AWaffV zu orientieren. Wenns bei der Prüfung keinen Prüfungsausschuss oder kein Prüfungszeugnis nach § 7 WaffG gibt, ist irgendwas faul.

Bei privaten Anbietern muss auf den Prüfungszeugnissen draufstehen, von welcher Behörde und mit welchem Bescheid die (bundesweite) Anerkennung erfolgt ist.

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a ) Ist nur die Behörde Prüfungsberechtigt oder kann es auch der Anbieter des Sachkundelehrgangs sein? (generell)

b ) Kann es sein, dass gewisse Sachkundezertifikate nicht anerkannt werden? z.B. ein BDMP interner Sachkundelehrgang ungültig für einen BDS Mitglied und umgekehrt? Was sind das für Sachkundelehrgänge, wenn sie nur begrenzte Gültigkeit besitzen? Ich dachte die Waffensachkunde ist die Waffensachkunde und allgemeingültig :confused:

Für die Durchführung von sowohl den Lehrgängen als auch den Prüfungen bedarfs es einer staatlichen Anerkennung und diese ist dann im Bereich des Waffengesetzes (also in der BRD) gültig. Es besteht nicht unbedingt die Notwendigkeit einen Lehrgang mitzumachen - es reicht völlig aus eine entsprechende Prüfung zu bestehen :) . Diverse Behörden bieten z.B. gar keine Lehrgänge an sondern nur die Prüfung. Daraus resultieren auch die am Markt meist besonders günstig angebotenen Lehrgänge die letztlich nur "Vorbereitungskurse" sind. Die Prüfung findet dann meistens vor einer Prüfungskommision der Behörde statt und kostet dann nochmal extra. Man erkennt den "Komplett-Anbieter" daran, dass diese ein Aktenzeichen nennen können unter der bei einer zuständigen Behörde das Genehmigungsverfahren durchgeführt wurde - dort kann man auch i.d.R. freundlich nachfragen und sich das bestätigen lassen. Diese Anbieter sind dann meist nicht ganz so günstig und haben sowohl die Ausbildungs- als auch Prüf-Berechtigung. Die dort abgelegten Prüfungen sind dann im Geltunsgbereich des WaffG uneingeschränkt und somit auch verbandsunabhängig gültig - jedenfalls sieht das Gesetz das so vor. Ich habe verschiedentlich auch davon gehört, dass einzelne Vereine oder Verbände nur die "eigene Sachkunde" als gut befinden - dies findet aber jedenfalls mal keine Grundlage im Gesetz sondern maximal in der "Hausordnung" :)

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Hallo,

irgendwie hab ich das noch nicht ganz gerallt mit der Sachkundeprüfung.

a ) Ist nur die Behörde Prüfungsberechtigt oder kann es auch der Anbieter des Sachkundelehrgangs sein? (generell)

b ) Kann es sein, dass gewisse Sachkundezertifikate nicht anerkannt werden? z.B. ein BDMP interner Sachkundelehrgang ungültig für einen BDS Mitglied und umgekehrt? Was sind das für Sachkundelehrgänge, wenn sie nur begrenzte Gültigkeit besitzen? Ich dachte die Waffensachkunde ist die Waffensachkunde und allgemeingültig :confused:

Hallo,

zu a.) : Seit 2004 biete ich in Nordwestdeutschland staatlich anerkannte Sachkundelehrgänge an. Als Prüfungsausschuss konnte ich einen Behördenvertreter, einen Waffenfachhändler und einen "Jäger/Sammler/Schützen" gewinnen.

Die Personalunion "Ausbilder/Prüfer" halte ich für wenig günstig (ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob das geht).

zu b.) Anfangs gab es einige Verbandsrangelei um die Anerkennung der Lehrgänge. Generell kann ein Verband machen was er will - so lange es seine Mitglieder mitmachen.

Bei meinen Lehrgängen habe ich inzwischen mit dem BDS und dem BDMP keine Probleme mehr. Der DSB erkennt die Sachkunde für die Erteilung von waffenrechtlichen Erlaubnissen in Zusammenhang mit seinen Bedürfnisbescheinigungen an. Wenn allerdings der DSB`ler weiter will (Trainerlizenzen etc.) benötigt er die DSB-interne-Sachkunde (Aussage des NWDSB).

Da es immer schwieriger wird, Ehrenämter zu besetzen, scheint man das in der Praxis allerdings nicht so eng zu sehen.

Weitere Infos gerne per PM -Gruß - sundance

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... Die Personalunion "Ausbilder/Prüfer" halte ich für wenig günstig (ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob das geht).

Dem kann ich nicht zustimmen. Ich finde die Kombination aus Ausbilder und Prüfer nicht nur günstig sondern im Grunde sogar erforderlich, so kann es jedenfalls nicht (wie schon mehrfach bei anderen Anbietern erlebt) passieren, dass der Ausbilder völlig an der Prüfungskommision vorbei ausbildet bzw. sich darauf beschränkt seine eigenen "Kriegsgeschichten" zu erzählen. Ich bin jedenfalls mit meinen Angebot (Ausbildung und Prüfung), auch aufgrund des durchweg positiven Feedbacks der Leute, die bei mir Ihre Sachkunde gemacht haben, uneingeschränkt zufrieden. Ich weiss halt was ich ausbilde und insoweit nachher auch abfrage. Ich halte es nicht für notwendig irgendeinem Behördenvertreter etwas recht machen zu wollen oder dem speichelschlürfend hinterher zu sabbern weil ich mir meiner Sache nicht ausreichend sicher bin. Ich weiss das ich eine gute Ausbildung mache und muss mir die Qualität nicht durch die Anwesenheit eines Behördenvertreters (der i.d.R. keine wirkliche Ahnung hat) bestätigen bzw. testieren lassen.

Als echte Erungenschaft und konstruktive Weiterentwicklung des WaffG empfinde ich den obligatorischen praktischen Teil der Prüfung. Mir persönlich ist dieser Teil auch der wichtigste. Ob jemand weiss wie weit ein bestimmtes Kaliber nun genau fliegt oder welche Eindringtiefe die Geschosse in welches Medium auch immer haben halte ich unter praktischen Gesichtspunkten für einen Sprotschützen für ziemlich irrelavant (Jäger mag sowas sicherlich mehr interessieren, die prüfe ich aber zu deren Glück nicht); ob jemand eine Waffe unter ein bißchen Prüfungsstreß (meines Erachtens ohne weiteres mit Wettkampfstress vergleichbar) immer noch sicher handhaben kann, interessiert mich viel mehr und das halte ich auch für wesentlich relevanter. Bei mir sind von den mittlerweile zahlenmäßig kräftig dreistelligen Teilnehmern nur ein paar ganz wenige Volltrottel im theoretischen Teil durchgefallen, im praktischen Teil schafft das immer mal wieder der ein oder andere. Ich gebe gerne zu, dass ich im praktischen Teil versuche heraus zu finden, ob ich mich neben dem Kollegen den ich gerade prüfe nacher in freier Wildbahn sicher fühlen würde. Das Ergebnis dieser nicht besonders wissenschaftlichen Herangehensweise hat auf das Prüfungsergebnis letztlich dann auch Einfluß - denn, man sieht sich u.U. zweimal.

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Was mich mal interessieren würde, sind die Durchfallquoten bei den "neuen" Sachkundelehrgängen. Kann hierzu bitte jemand was schreiben ?

Ich finde, dass die Prüfung insgesamt leichter geworden ist und sich damit die Ergebnisse tendenziell zu Gunsten der Prüflinge verbessert haben. Der bundesweit verbindliche Fragenkatalog steht mit Antworten im Internet - wer in der Theorie durchfällt ist zu dumm die ganze Sache wenigstens ein wenig ernst zu nehmen, zu faul sich den Fragenkatalog tatsächlich mal anzusehen oder psychisch zu labil um die ganzen Redundanzen in den Prüfungsfragen gelassen zu ertragen :rolleyes: .

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Diese Antwort erstaunt mich jetzt sehr, weil sie sich nicht mit dem deckt, was ich in letzter Zeit über die Sachkundeprüfungen gehört habe.

Man hört vermehrt, dass die Prüfung ganz schön happig sei und es nicht jeder geschafft habe.

Mal ganz ehrlich: ;) früher ist doch nie jemand durchgefallen, dem hat man die Materie halt so lange erklärt bis man davon ausgegangen ist, dass er es begriffen hat und dann den Fresszettel Sachkunde bestanden ausgestellt.

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Also im Grunde hat sich -zumindest bei uns- nichts geändert. Wir hatten in der Vergangenheit eine ebenso umfangreiche Sachkundeausbildung, wie sie heute auch vorgesehen ist. Änderungen gab es nur wegen des neuen Waffenrechts. Der praktische Teil war bei uns auch vorher mit Bestandteil der Ausbildung.

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Man hört vermehrt, dass die Prüfung ganz schön happig sei und es nicht jeder geschafft habe.

Selbstverständlich ist das meine ganz persönliche Warnehmung das die Prüfung insgesamt leichter egworden ist und erhebt ebenso selbstverständlich keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder will repräsentativ sein. Ich fand meine persönliche Sachkundeausbildung inkl. Prüfung jedenfalls damals aufwendiger und schwieriger als das heutzutage verlangte. Tatsache ist nunmal, dass der theoretische Teil im Grunde auswendig gelernt werden kann und zum typischen Zeitpunkt zu dem die Sachkunde geprüft wird (zum Ende des 12 Monats Zeitraums) ist meistens genug praktische Erfahrung im Umgang mit Waffen vorhanden um auch den praktischen Teil bestehen zu können. Ich verfahre z.B. so, dass ich für den praktischen Teil vorsichthalber intensiv vorführe was ich unter sicherer Waffenhandhabung verstehe (stoße dabei auch immer wieder auf erstaunte Gesichter und Besserwisser). Die Erstaunten sind oft genug dankbar für den ein oder anderen Trick der die Handhabung souveräner und sicherer macht, die Besserwisser werden bei aktivem Diskussionbedarf darauf hingewiesen, dass die Prüfungsordnung die Handhabung in der vorgeführten Variante vorsieht und für den Fall von gröberen "motorischen" Schwierigkeiten ein Nichtbestehen der Prüfung vorsieht :) - das verringert meistens den Diskussionsbedarf drastisch. Was die Teilnehmer persönlich davon halten ist mir tatsächlich auch völlig egal. Ich habe schon echt erstaunliches gesehen als Ergebnis der praktischen Ausbildungs von Teilnehmern bei Ihren Vereinen und bin entsprechend vorsichtig und diskussionunfreudig in Bezug auf die Handhabung von Schusswaffen.

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Tatsache ist nunmal, dass der theoretische Teil im Grunde auswendig gelernt werden kann

Na ja, schau nur mal die Theorie für den Führerschein an. Die Bögen mit den Fragen kannste Dir auch alle im Kopf abspeichern. Wichtig ist doch, dass das Wissen vermittelt wird. Und das geschieht meines Erachtens auf jeden Fall. Wie gut oder wie schlecht das erfolgt ist, sieht man dann immer erst später (nach dem Autocrash bzw. vor dem Richter)... B)

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Was mich mal interessieren würde, sind die Durchfallquoten bei den "neuen" Sachkundelehrgängen. Kann hierzu bitte jemand was schreiben ?

Also ich hatte bei meiner Prüfung keinen Durchfall ... ähem ... meinte: ich bin nicht durchgefallen. Ebenso die restlichen ca 20 Teilnehmer. Gut, drei mussten nochmal zum Einzelgespräch rein und mussten sich erklären, bekamen dann aber auch den begehrten Zettel.

Die zugelassene Prüfungskommision bestand aus unserem Kreissportleiter, einem Vertreter des Ordnungsamtes und einem "normalen" Vereinsmitglied mit Zulassung zum Sachkundeprüfer.

Insgesamt ging der Trödel über zwei Tage, wobei am ersten Tag neben den üblichen Infos zum Ablauf usw dann über ca 2 Stunden der Prüfungsstoff erarbeitet wurde. Am zweiten Tag ging es dann vor der Prüfung nochmal ca 1,5 Stunden in den Unterrichtsraum, wo jeder nochmal Fragen zur Therie stellen konnte und noch ein paar praktische Sachen (was ist Pistole, was Revolver, was Langwaffe, wie werden die DInger im Einzelnen grundsätzlich gehandhabt usw) geübt wurden.

Und dann ging es nach einer kurzen schöpferischen Pause in die Prüfung.

Daß es schwer war, kann ich nicht behaupten, allerdings bin ich ja als ehem. mil. Ausbilder bereits beruflich im Umgang mit Waffen und Sicherheitsbestimmungen vorbelastet, so daß es mir nicht besonders schwer fiel, mich in die reinen Waffensachen einzuarbeiten. Die Rechtssachen bedurften dann schon eines etwas intensivierteren Lernverhaltens, waren aber auch nicht wirklich schwer zu erlernen, zumindest wenn man sich damit beschäftigte und eben auch lernte.

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Also ich hatte bei meiner Prüfung keinen Durchfall ... ähem ...

Dein imperativer Stuhlgang am Prüfungstag hat mich jetzt eigentlich nicht sooo sehr interessiert. :lol:

Die Rechtssachen bedurften dann schon eines etwas intensivierteren Lernverhaltens, waren aber auch nicht wirklich schwer zu erlernen, zumindest wenn man sich damit beschäftigte und eben auch lernte.

So sollte das auch sein und wer sich mit der zu prüfenden Materie beschäftigt, hat naturgemäß immer schon gewisse Vorteile erfahren. (Nein, es geht jetzt nicht um Stuhlgang - mit dem sich natürlich wieder andere Leute näher beschäftigen, hüstel*)

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Na ja, schau nur mal die Theorie für den Führerschein an. Die Bögen mit den Fragen kannste Dir auch alle im Kopf abspeichern. Wichtig ist doch, dass das Wissen vermittelt wird. Und das geschieht meines Erachtens auf jeden Fall. Wie gut oder wie schlecht das erfolgt ist, sieht man dann immer erst später (nach dem Autocrash bzw. vor dem Richter)... B)

Bei mir ist das zwar auch schon etwas her mit dem Führerschein, da hat Auswendiglernen nur begrenzt geholfen. Die Übungsbögen haben sich in Fragestellung und Sortierung oft genug von den Prüfungsbögen unterschieden. Das ist bei der Waffensachkunde nicht der Fall. Die vom BVA herausgegebenen Prüfungsfragen sind für alle Prüfungskommisionen bindend, können zwar durch verbandspezifische Fragestellungen ergänzt werden, die aber auf das Prüfungsergebnis keinen Einfluß haben dürfen. Wir sind schon vor einiger Zeit aufgefordert worden unsere Genehmigung, die vor der Herausgabe des endgültigen Fragenkatalogs des BVA erteilt wurde, an den Fragenkatalog des BVA anzupassen.

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So sollte das auch sein und wer sich mit der zu prüfenden Materie beschäftigt, hat naturgemäß immer schon gewisse Vorteile erfahren.

Das ist das was ich meine und ich kann im Grunde zustimmen. Der wenn überhaupt anspruchsvolle Bereich im theoretischen Teil ist der straf- und waffenrechtliche. Den Bereich macht dann auch besser ein didaktisch brauchbar ausgestatteter Jurist und meines Erachtens nicht, wie häufig in den "Vorbereitungslehrgängen" zu sehen, ein Hobby-Astrologe. Die 4 theoretischen Bereiche Strafrecht, Waffenrecht und Waffentechnik werden von uns in dieser Reihenfolge priorisiert. Strafrecht zeichnet sich meistens auch durch die aktivste Teilnahme (anfänglich meist unqualifiziert) aus, Waffenrecht ist beliebt aufgrund der ausführliche Tipps und Klärung möglicher Mißverständnisse im Umgang mit dem Sachbearbeiter :) . Waffentechnik langweilt die meisten ein wenig und die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Erläuterung von verschiedenen Verschlußsystemen kann ich zumindest Teilweise nachvollziehen.

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Diese Antwort erstaunt mich jetzt sehr, weil sie sich nicht mit dem deckt, was ich in letzter Zeit über die Sachkundeprüfungen gehört habe.

Man hört vermehrt, dass die Prüfung ganz schön happig sei und es nicht jeder geschafft habe.

Mal ganz ehrlich: ;) früher ist doch nie jemand durchgefallen, dem hat man die Materie halt so lange erklärt bis man davon ausgegangen ist, dass er es begriffen hat und dann den Fresszettel Sachkunde bestanden ausgestellt.

Auch ich gehöre zu denjenigen hier, die die bundesweite Anerkennung haben. Und wer sie hat, weiß dass man sie nicht geschenkt bekommt, zumindest nicht in Hessen. Die gesetzlichen Vorgaben sind aber überall gleich.

Nachdem nur noch der Fragenbogen des BVA verwendet werden darf, habe auch ich festgestellt, dass bei einigen Anbietern die Durchfallquote gestiegen ist. Bei uns nicht, aber das liegt vielleicht einfach daran, dass wir schon mit Veröffentlichung des Kataloges neue Fragebögen erstellt haben und die Durchfallquote auch vorher bei +/- 10 % lag. Bei mir achtet die Behörde sehr auf korrektes Vorgehen. Also bekommt jeder Lehrgang einen neuen, bisher nicht verwendeten Fragebogen und dieser ist den Teilnehmern vor der Prüfung NICHT bekannt oder es wird gar mit ihm gezielt gearbeitet. Wer die Sachkunde nachweisen will, soll auch lernen. Und bei Waffenträgern seine Schießleistungen nachweisen und dokumentieren lassen. Er wird professionell von mehreren Referenten (auch von mir als Prüfungskommissionsvorsitzendem) vorbereitet und hat zwischen den Lehrgangsabschnitten genug Zeit, die sehr umfangreiche und bebilderte, extra erstellte und als Ordner in seinen Besitz übergehende Lehrgangsunterlage zu studieren. Zusätzlich bieten wir zwei Termine für telefonische Fragestellungen von je 5 Std an. Wer dann noch meint, er könne durch einfaches zahlen und absitzen bestehen, wird enttäuscht (bis auf die NAturtalente, gibt`s immer wieder mal). Der Behörde sind Art und Umfang unserer Unterrichtungen sehr gut bekannt, manchmal kommt auch jemand unangemeldet vorbei, er ist jederzeit willkommen. Vielleicht gab´s deswegen bisher auch nur positive Kritik (Maulerei über den Imbiss mal weggelassen), auch von der Behörde. Ich habe festgestellt, dass leider einige Anbieter und sehr viele Absolventen absolut keine Ahnung haben, was bei Vorkommnissen i.V. mit Waffen auf sie zukommt. Ich (leider) auf Grund langjähriger beruflicher Erfahrungen schon. Viele sind dann sehr erstaunt, dass sie nicht nur hören und antworten (auswendig lernen) sollen, sondern am wichtigsten - VERSTEHEN!!! Da hapert`s gewaltig, nicht zuletzt weil den Frischlingen immer von alten Hasen erzählt wird wie "easy" alles ist. IST ES NICHT! Und da Sachkunde auch darin besteht, Risiken und Nebenwirkungen zu kennen, fallen nun mal Leute durch.

Der ganze Regelungswahn hat in diesem Fall etwas gutes: Wenn sich alle Prüfer an die jetzt vorgegebenen Rahmen halten, sollte die Sachkunde wirklich bundesweit einheitlich durchgeführt werden. Aber wenn ich überlege - ich habe für Sportschützen und für Waffenträger bisher je 25 Prüfungsbögen erarbeitet - macht sich jeder die Arbeit?. Viel arbeit, aus dem Katalog kopieren is nich. Da würde ich es beim besten Willen nicht einsehen, einem Teilnehmer nur auf Grund seiner Zahlung Puderzucker feinster Körnung zu verabreichen. Fest steht doch --und das muß jeden unmissverständlich klar gemacht werden- wenn etwas passiert, wird jeder StA und jeder Richter alles, auch die Ausbildung hinterfragen.

Jeder seriöse Anbieter/Prüfer weiß das und wird die Prüfungen entsprechend gewichten.

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Was mich mal interessieren würde, sind die Durchfallquoten bei den "neuen" Sachkundelehrgängen. Kann hierzu bitte jemand was schreiben ?

Hallo,

mit den neuen Fragen tauchen oftmals Probleme auf.

Leider habe ich festgestellt, dass eine Menge Prüflinge der deutschen Sprache in Wort und Schrift nicht ganz mächtig sind.

Die Prüflinge lesen und schreiben oft nicht richtig.

In meinen Prüfungen stelle ich fest, dass wenn Fragen schriftlich zu beantworten sind, hier die grösste Fehlerquote auftaucht.

Im Bewachungsbereich kommt hinzu, dass hier eine Menge Ausländer versuchen, Arbeit zu bekommen, die naturgemäß

zusätzliche Probleme mit der deutschen Sprache haben.

Bei den Prüfungen in den Verbänden ist es in der Regel so, dass ca. 120 Fragen aus dem Katalog entnommen werden und nur diese in der Prüfung drankommen.

Da ich Prüfungen für Bewacher und Sportschützen abnehme, bin nich natürlich gezwungen verschiedene Fragen zu stellen, vor allem im Bewachungsbereich wird hier mehr Wert auf die "Jedermannrechte" gelegt.

Wer sich den Fragebogenkatalog mal genau anschaut, wird z.B. keine Fragen finden die z.b. für Berufswaffenträger gelten.

Es gibt zwar für jeden Bereich eine "andere" Sachkunde, doch die Fragen sind für alle gleich, sowie die Prüfungsinhalte.

Unterschied ist eigentlich nur, dass die "Bewacher" treffen müssen, die Sportschützen könnten lt. WaffG auch gegen die Wand schießen.

cu

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Wie wird das eigentlich gemacht bei den Sachkundeprüfungen, ab wieviel Fehlern bzw. wieviel Prozent falscher Antworten rasselt man durch ? Auf Anhieb wüsste ich nämlich nicht, wo es dazu eine gesetzliche Grundlage gibt... :huh:

Bei uns wird die von der IHK verwendete Systematik (angelehnt an das Schulnoten-System) verwendet.

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..., und wie sieht die genau aus ?

Prozentuales Bewertungssystem

100 - 90 % "sehr gut" = Note 1

89 - 80 % "gut" = Note 2

79 - 65 % "befriedigend" = Note 3

64 - 50 % "ausreichend" = Note 4

49 - 30 % "mangelhaft" = Note 5 = nicht bestanden

29 - 0 % "ungenügend" = Note 6 = nicht bestanden

CM

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