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Hahn abschlagen oder langsam zurückführen?


piffpaff

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Technische Frage:

Ist es besser (bei leerer Waffe natürlich) den Hahn "trocken abzuschlagen", also abzudrücken, oder langsam zurückzuführen?

Bisher ging ich von letzterem aus, aber letzte Woche sagte man mir, das sei "schlecht für die Federn"??

Danke im voraus für die BEANTWORTUNG DIESER FRAGE!

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Guest Matze82

Moin moin!

Ich gehöre zur Fraktion der "Leerabschlager". Von meinem Tuner wurde mir dies auch nahegelegt, damit der Abzug sein Gewicht konstant hält.

Ich persönlich vertrete im Übrigen auch die Meinung: Hält die Wumme das nicht aus, so war es die falsche.

Grüße

-Matze-

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An der Stelle auch mal eine ganz naive Frage von mir zum Thema:

Warum soll denn die Spannung der Feder durch das Leerabschlagen länger konstant bleiben als durch das langsame Zurückführen?

Sprich: Spielt die Geschwindigkeit mit der eine Feder entspannt wird, für das Erlahmen tatsächlich eine Rolle und warum?

Bei ner Glock hätte ich beim „Leerabschlagen“ keine Bedenken, aber im Falle der P210 sträubt sich da irgendwas in mir :unsure:

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Warum soll denn die Spannung der Feder durch das Leerabschlagen länger konstant bleiben als durch das langsame Zurückführen?

Das hat mit der Feder nix zum tun......

Die Abzugsrasten können beim langsamen Zurücklassen eher beschädigt werden als beim Abschlagen.

Gruß

Michael

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Die Abzugsrasten können beim langsamen Zurücklassen eher beschädigt werden als beim Abschlagen....

Aber nur, wenn du während des "Zurücklassen" auch den Abzug wieder loslässt.

Mit der Feder hat es aber tatsächlich nichts zu tun.

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Abzug testen: leer abschlagen, wenn keine Pufferpatrone vorhanden ist.

Schonend entspannen: Hahn nach hinten ziehen, Abzug ganz durchziehen und so halten, Hahn langsam nach vorne lassen.

Just my 0,02 €, Jake C.

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Guest Harlekin
Aber nur, wenn du während des "Zurücklassen" auch den Abzug wieder loslässt.

jepp, und für den Schlagbolzen ist das "langsam kommen lassen" auch besser.

Harlekin

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An der Stelle auch mal eine ganz naive Frage von mir zum Thema:

Warum soll denn die Spannung der Feder durch das Leerabschlagen länger konstant bleiben als durch das langsame Zurückführen?

Sprich: Spielt die Geschwindigkeit mit der eine Feder entspannt wird, für das Erlahmen tatsächlich eine Rolle und warum?

Bei ner Glock hätte ich beim „Leerabschlagen“ keine Bedenken, aber im Falle der P210 sträubt sich da irgendwas in mir :unsure:

Also, die Feder wäre mir eher egal, wenn ich dadurch verhindere, dass sich der Schlagbolzen "verabschiedet" - den es ja auch bei modernen Revolvern gibt, gelle?

Apropos: find mal nen Hahn bei ner Glock, den man langsam zurückführen kann :rotfl2:

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Hab ich geschrieben, dass eine Glock einen (außenliegenden) Hahn hätte :confused:

Und ja, es soll Leute geben, die eine Glock nicht leer abschlagen - die nehmen eine Pufferpatrone.

Wobei mir das dann doch zu weit geht: Eine moderne Gebrauchswaffe, die es verkraftet, aus einem Flugzeug geworfen und danach mit einem LKW überrollt zu werden, sollte auch das leere Abschlagen überstehen (und genau das habe ich gemeint).

Du kannst bei Gelegenheit ja mal versuchen, den Zerlegeschieber einer Glock zu betätigen wenn das System noch teilvorgespannt ist...

Dass es nicht um die Feder geht, ist ja bereits geklärt.

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Hallo,

meine Meinung zu dem Thema:

Wenn die Waffe das Abschlagen bei leerem Patronenlager nicht überlebt -> Mülltonnendeckel auf, Waffe rein und Deckel zu.

Das Abschlagen der leeren Waffe wird beim IPSC schießen übrigens als zusätzliche/letzte Sicherheitsmaßnahme genutzt. "If Gun clear, Hammer down, holster" Wenn es dann knallt, geht der Schuß in eine sichere Richtung und nichts passiert.

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Guest Matze82
...

Das Abschlagen der leeren Waffe wird beim IPSC schießen übrigens als zusätzliche/letzte Sicherheitsmaßnahme genutzt. "If Gun clear, Hammer down, holster" Wenn es dann knallt geht der Schuß in eine schere Richtung und nichts passiert.

Nichtnur beim IPSC. Zumindest habe ich es so gelernt, daß die Waffe vor dem wegpacken generell in eine sichere Richtung gehalten und leer abgezogen wird.

Das mit der Mülltonne sehe ich genauso... Demnächst häng ich mir noch nen G-Messer ins Auto, damit ich ja nicht die dynamische Belastbarkeit ausreize....

;)

Grüße

-Matze-

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Und noch'n Karton:

Nie, Nie, niemals nicht eine Randfeuer-Patronenwaffe leer abschlagen !

Das tut dem Schlagbolzen und dem Patronenlager nämlich echt weh. Keine eigene Erfahrung, aber ich stand neben dem Herren mit dem Anschütz Präzisionsgerät, als Frau Braun ihm das erklärte. Und der glaub' ich das so bis zum Beweis des Gegenteils.

So, das war die Ausnahme zur Regel.

Ansonsten (Bei Zentralfeuer-Patronenwaffen) kein Problem mit dem Abschlagen. Da geht ja dann der Bolzen "Ins Leere". Und das ist dann für die Waffe eher weniger eine Belastung als ein Schuss, der erst ein Zündhütchen zerklopft, und dann die Rückstoß-Reaktion einwirken lässt, von Hitze/schmutz mal ganz zu schweigen.

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Na ja, wenn ein Schlabo bricht ist das ja schon äußerst dramatisch,

aber wenn's zum falschen Zeitpunkt rumst, ist das zweifelsohne schlimmer!

Also Sicherheit geht ersteinmal vor! Desshalb die Regel: Abschlagen auch wenn's wehtut!

Ich bin ja jetzt nicht so sehr der Büchsenmacher, deshalb meine magere Theorie

als "Metaller":

Kann beim trocken abschlagen der Schlabo frei nach vorn, kommt er irgendwann

zum Stillstand und fährt anschließend wieder in's Verschlußgehäuse zurück.

Bis dahin passiert nix.

Fährt der Schlabo allerdings bis auf das Blockmaß der Schlabofeder kommt er

schlagartig zum stehen. Das Beharrungsvermögen (negative Beschleunigung) der

Schlabospitze läßt sie unter Umständen abreißen. Das schlimme Ende!

Bei meiner 1911 kann der Bolzen bis Südkorea rauskommen, ohne das da was

auf Blockmaß kommt. Wie es bei anderen Waffenmodellen aussieht, weiß ich nicht.

Nun die Fakten für unsere Mathematiker hier:

Wie schnell ist der Schlabo zum Zeitpunkt des Auftreffens auf das Blockmaß der Feder?

Was wiegt der vordere Teil des Schlagbolzens?

Wann und bei welcher Kraft bricht ein Schlagbolzen des heutigen Material-u. Herstellungs-

standarts?

Rechne das mal bitte einer aus und wir können besser einschätzen, ob der Bolzen

nun bricht oder nicht.

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Nur zum besseren Verständnis. Schaut mal alle ins Glock-Forum, Thema "Stoßboden im Arsch".

Kann sein, dass ich falsch liege, aber meine Befürchtung ist das exzessive Trockentraining.........

Trotzdem bin ich überzeugt, dass die Glock meiner Meinung nach das robustetste Teil auf dem Markt ist. Nur, keine Waffe ist für längeres trockenes Abschlagen gebaut.

Seis im Hinblick auf den Schlabo, oder eben den Stoßboden.

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Nur zum besseren Verständnis. Schaut mal alle ins Glock-Forum, Thema "Stoßboden im Arsch".

Kann sein, dass ich falsch liege, aber meine Befürchtung ist das exzessive Trockentraining.........

Trotzdem bin ich überzeugt, dass die Glock meiner Meinung nach das robustetste Teil auf dem Markt ist. Nur, keine Waffe ist für längeres trockenes Abschlagen gebaut.

Seis im Hinblick auf den Schlabo, oder eben den Stoßboden.

Was ist eigentlich der Sinn des Abschlagens? Der nachdem man die Waffenkontrolle gemacht hat, nochmal richtung Ziel die Waffe Abschlagen um sicher zu gehen das nichts drin ist. Das heisst den Hahn richtig vorschnellen lassen.

Fürs Trockentraining gibt es ja so Dummypatronen.

Joker

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Ansonsten (Bei Zentralfeuer-Patronenwaffen) kein Problem mit dem Abschlagen. Da geht ja dann der Bolzen "Ins Leere". Und das ist dann für die Waffe eher weniger eine Belastung als ein Schuss, der erst ein Zündhütchen zerklopft, und dann die Rückstoß-Reaktion einwirken lässt, von Hitze/schmutz mal ganz zu schweigen.

Naja, der Schlabo saust dabei zwar mit der Spitze (Bei ZF-Patronen) ins Leere, aber eben auch ungebremst mit dem Hinterteil in ein Gegenlager (sonst würde er sich ja sofort nach vorne verabschieden).

Ob das auf Dauer gut tut, daran zweifle ich.

Ob ein leeres Abschlagen generell schädlich ist lässt sich wohl nur mit einem "jein" beantworten, da wird es auch auf die konkrete Waffe ankommen.

Bei allen zeitgemäßen Waffen ist es wohl (nicht exzessiv betrieben) eher unschädlich, bei "Klassikern" wäre ich da u.U. vorsichtig.

Nur, keine Waffe ist für längeres trockenes Abschlagen gebaut.

Seis im Hinblick auf den Schlabo, oder eben den Stoßboden.

Der Meinung würde ich mich so anschließen.

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Für KW ,wie z.b S&W Mod 19 mit schwimmenden Schlagbolzen ist es wohl auf die Dauer tödlich den Hahn trocken ab zuschlagen.

Ich kenne da niemanden der das freiwillig macht.

Eure Diskusion ist doch wohl mehr als fragwürdig oder resultiert aus wenig Sachverstand.

In einer Waffenzeitschrift( DWJ oder Visier ) war vor einiger Zeit ein Bericht wobei jemand seinen S&W zerstört hat ,weil er beim Trockentraining immer wieder den Hahn abgeschlagen hat.

Auf der Innenseite des Rahmens wo der Schlagbolzen zum Zündhütchen durchgeht ist ein Ring eingesetzt,der durch dieses leer abschlagen verloren ging.

Es kann sich wohl jeder vorstellen was passiert wenn das Zündhütchen bei der Schußabgabe aus der Hülse raus denn Hahn nach hinten treiben kann.

Die Waffe wahr danach ein Totalschaden.

Zum anderen hat es wohl noch nie geschadet ,den Abzug durch zuziehen und das Schloss zu entspannen.Bei Waffen wo dies nicht möglich ist ,könnte man auch eine Pufferpatrone nehmen. <_<

mfg

Frank

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Kann sein, dass ich falsch liege, aber meine Befürchtung ist das exzessive Trockentraining.........

Hallo,

einer der forderungen bei der zertifizierung zur dstwaffe (polizei) ist das schadlose überstehen von min. 5000x leerabschlagen. einer zertifizierten sollte dies also absolut nichts ausmachen. wobei wir das "entspannen" nach der sicherheitsüberprüfung nicht mehr ausbilden, da unnötig, wohlgemerkt betrifft dies nur den dienst und unsere spezielle waffe (p2000 cda), die mp wird weiterhin entspannt.

bei meinen sphinxen gehört ich jedoch auch zu den ängstliche, im wettkampf logen abschlagen, ansonsten wird geführt - haben die teile bis jetzt ohne probs überstanden.

gruß VA

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Nur gut, dass die immer so verrissene P99 einen Entspanndrücker hat. Ebenso haben die USPs eine Entspannfunktion.

Viel Spaß beim Diskutieren, ob es nun schädlich ist oder nicht.

Leute, die "Made in Germany" gekauft haben, gehen in der Zeit schießen! :gutidee:

TheHun

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Leute, die "Made in Germany" gekauft haben, gehen in der Zeit schießen! :gutidee:

.. aber erst wenn endgültig geklärt ist mit welcher V0 die durch Trockentraining ohne Pufferpatronen abgerissenen Schlagbolzenspitzen den Lauf verlassen. Welche Steukreise sind möglich - und - sind diese Ergebnisse reproduzierbar. :rolleyes:

Manfred

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Ich hatte mal eine Peters-Stahl (gilt die als "Made in Germany? :lol: ), bei der habe ich binnen eines Jahres 2 Schlagbolzen versemmelt, beide male Spitze abgebrochen, beide beim Trockentraining. Seitdem verkneif ich mir das.

Ist dann auch nicht wieder passiert.

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Und noch'n Karton:

Nie, Nie, niemals nicht eine Randfeuer-Patronenwaffe leer abschlagen !

Das tut dem Schlagbolzen und dem Patronenlager nämlich echt weh. Keine eigene Erfahrung, aber ich stand neben dem Herren mit dem Anschütz Präzisionsgerät, als Frau Braun ihm das erklärte. Und der glaub' ich das so bis zum Beweis des Gegenteils.

Eine RF muß sich auch leer abschlagen lassen, ansonsten wurde gepfuscht ( Schlabo zu lang)

Ich habe meine TOZ 35 und die Walther- GSP Kiste 1000de mal leer abgeschlagen, da sieht man nix, von wegen Lager eingekerbt.

Der Herr mit dem Anschütz Pfefferminzgewehr hatte bestimmt ein feines Staubtuch dabei auf dem er das "Ding" ablegte.

Die Sorte kenn ich zur genüge, Wackeldackel, Klorolle, Mantel , Mathilde auf dem Beifahrersitz, Audi , 70 auf der Landstraße und 70 in der City. :rotfl2:

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