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Schussabgabe unter Wasser


libertyswiss

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Hallo Waffenfreunde

Mal eine Frage an die wirklichen Experten hier im Forum.

gis_3.jpg

Diese beiden italienischen Froschmaenner (GIS, Gruppo d'Intervento Speciale der Carabinieri) "laufen" in ca. 5m Tiefe ueber den Meeresgrund und sind mit H&K MP5 bewaffnet.

Ich habe mich schon immer gefragt, ob eine konventionelle Schusswaffe in einer Tiefe so zwischen 0,5m-15m ueberhaupt etwas taugt?

Ab welcher Tiefe explodiert der Lauf einer modernen, nicht defekten 9mmLuger-Schusswaffe (HK MP5, SIG 226, Beretta 92FS, etc.), falls er ueberhaupt explodiert?

Wobei ich mir vorstelle, dass die Tiefe sich direkt auf die Druckverhaeltnisse im Laufinnern waehrend der Schussabgabe auswirkt, da die Wassertiefe einen direkten Einfluss auf den herrschenden Unterwasserdruck hat.

Falls der Lauf die Schussabgabe unter Wasser ueberlebt, wie weit kommt das Geschoss (beispielsweise 9mmLuger-Vollmantel) ca. ?

Falls die Waffe die Schussabgabe unter Wasser ueberlebt, repetiert die Schusswaffe? Und wenn ja, ab welcher Tiefe (=Druck) tut sie's nicht mehr?

Wie laut ist das Abschussgeraeusch fuer den Schuetzen (Schallpropagation in dichtem Medium), vergleichbar wie ueber Wasser?

Wie laut ist es fuer in ca. 50m entfernte Taucher?

Hoert man's ueber Wasser?

Wuerde ein Schalldaempfer (der nicht gleich explodiert) das Abschussgeraeusch unter Wasser daempfen?

All diese Fragen beziehen sich nicht auf eine ca. armtief in eine Wassertonne gehaltene Waffe, sondern auf eine reale Situation (fuer Militaerpersonal) wie im oben angefuegten Bild.

Gruss, libertyswiss.

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Mit einer Kurzwaffe unter Wasser zu schießen ist überhaupt kein Problem,

Die Pulvergase drücken das Wasser raus, der Lauf hält das locker aus.

Die Geschosse sind allerdings nach recht kurzer Flugbahn am Ende und fallen zu Boden.

Ca. 10m

Man merkt den Druck am Körper wenn am abdrückt.

Ohrenschutz tragen ist selbstverständlich.

Es gibt für Glockpistolen sogar extra ein Feature damit sie unter Wasser schießen.

Andere brauchen das nicht :D

Gruß G43

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Wurde schon einmal in einem anderen Forum behandelt in ähnlicher Form http://www.iwoe.org/bbforum/viewtopic.php?...feaf0aedd3aca5c

Noch etwas, Schall ist im Wasser rund 4 mal so schnell als in der Luft http://www.nowotaucher.de/tauchtheorie/de_tp6_schall.html

Und hier noch was zum lesen aus einem anderen Forum http://www.bombrat.com/forum/thread.php?threadid=3266

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Und hier noch was zum lesen aus einem anderen Forum http://www.bombrat.com/forum/thread.php?threadid=3266

Du solltest vielleicht besser deine Quellen überprüfen oder zumindest lesen, über was dort geschrieben wird. Denn wer so einen Blödsinn schreibt........

Die Glock 17 ist fähig wiederholt, wehrend sie unter Wasser getaucht ist, zu schießen.......

Es funktioniert nur mit der Glock 17. Versucht niemals eine anderes Modell als die Glock 17, auch keine anderes Modell von Glock, unter Wasser ab zu feuern. Andere Pistolen würden buchstäblich auf gebläht werden und explodieren. Nur die Glock 17 ist dafür geschaffen und bestimmt die Maritimen Federteller auf zu nehmen um unter Wasser schießen zu können, und nur das Modell 17 ist dafür entworfen dem Druck, der beim unter Wasser schießen entsteht, stand zu halten. Andere Pistolen würden zu viel internen Druck erzeugen um sicher unter Wasser schießen zu können, besonders .40 S & W Pistolen.

..... und das auch noch in einem Game-Forum verbreitet :peinlich:

Visier hatte mal ne 1911er und einen 686 unter Wasser getestet.

Nun, das "Aquarium" war etwas klein gewählt, aber keine der Waffen ist explodiert oder hat sich aufgebläht, nur die 1911er hat sich mit der Mündung hochgedreht, so das keiner der Tester sich unbedingt vordrängeln wollte die durchgeladene Pistole wieder in die richtige Richtung zu drücken :chrisgrinst:

Aber irgendwie hats dann doch keine Verletzten gegeben :icon14:

Gruß Markus

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Vielen Dank euch allen fuer die ueberaus informativen Antworten und Videolinks.

Das 60-minuetige "underwater shooting"-Video werde ich mir sicherlich besorgen.

Hat jemand von euch noch zufaellig Angaben (oder gar Videolinks) mit im fullauto-Modus unter Wasser getesteten Waffen, vielleicht sogar mit potenteren Kalibern als 9Luger?

Ich denke an 5,56x45 oder 7,62x51.

Leider habe ich nirgends Angaben betreffend Unterwassergebrauch von Schalldaempfern gefunden.

Die meisten User haben eindringlich darauf aufmerksam gemacht, dass sich keine Luft mehr in der Waffe (und demnach Schalldaempfer) befinden darf. Meiner Meinung nach duerfte man also spaetestens nach dem ersten Schuss einen Schalldaempfer nicht mehr sofort zur zweiten Schussabgabe gebrauchen, da die Wahrscheinlichkeit, dass sich Gasblaeschen der Pulvergase in der komplexen Blendengeometrie "verfangen", sehr hoch ist.

Nochmals recht herzlichen Dank an euch alle.

Gruss, libertyswiss.

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In dem Video haben sie doch mit Schalldämpfern geschossen (nach dem Auftauchen). Da kam keine Wasserfontäne rausgespritzt, soweit ich das sehen konnte. Ob das unter Wasser überhaupt was bringt, kann ich mir schon kaum mvorstellen.

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Nicht nur, dass man sich als Sporttaucher vor den blöden "Harpunis" in Acht nehmen muss, jetzt wollen auch noch die Sportschützen unter Wasser rumballern? Und was ist mit den Jägern? Drückjagd auf Zackenbarsch et al? Statt Kipphase mit Schrot auf Blue Fin Jack (Pferdemakrele)? Mein Trost: Neopren gibt es in fast allen Farben, aber nicht in Lodengrün. Daher werde ich wohl noch etwas meine Ruhe haben...... :rotfl2:

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Vor ein paar Jahren hatte das Team der Visierredaktion dazu mal Versuche durchgeführt - Waffe Unterwasser eingespannt und über einen Draht von Außen abgezogen, beschossen wurde eine Schutzweste. Bei der Waffe handelte es sich um eine 45iger, der verwendete Wassertank hatte nicht sehr lange standgehalten.Leider weis ich nichtmehr in welcher Nummer der Visier darüber berichtet wurde, Doktor Schiller müsste darüber sicher noch Bescheid wissen.

Mit freundlichen Grüßen

vom Rennstädter aus dem schönen Sachsenland

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Frage: Was passiert, wenn man unter Wasser eine Pistole abfeuert?

Kurzerläuterung: Das Projektil verliert bereits nach ein bis zwei Metern seine gesamte Energie und sinkt kraftlos nach unten ab.

Wissenschaftliche Erläuterung

Entscheidend ist hierbei das höhere Eigengewicht des Wassers, das durch das Geschoss verdrängt werden muss – dieses ist nämlich für das cirka 8 Gramm schwere Projektil viel zu hoch; da nutzt auch die hohe Anschubenergie nichts.

Ganz allgemein: Wird ein Projektil im Medium Luft abgeschossen, so muss es nur die „leichte“ Luft beiseite schieben. Der Physiker sagen dazu auch Luftwiderstand oder Luftwiderstandskraft.

Wie sieht es aber im Wasser aus? Auch hier muss das Geschoss das Medium auf seinem Weg beiseite schieben – hier spricht man vom Wasserwiderstand.

Nun ist aber der zu überwindende Widerstand von Medium zu Medium unterschiedlich und das ist wiederum unter anderem auf deren unterschiedlichen Dichten zurückzuführen. Bei einer Temperatur von 20 Grad und bei normalem Luftdruck hat Luft nämlich eine Dichte von 1,2 kg/m3, wohingegen Wasser bei einer Temperatur von 20 Grad eine Dichte von 998 kg/m3 besitzt. Wasser hat also nahezu die tausendfache Dichte der Luft. Und eben weil das Wasser, das vom Projektil auf die Seite gedrückt und verwirbelt wird, so viel dichter ist, bremst es das Projektil stärker ab als die Luft. Das Geschoss gibt viel mehr Energie an das Wasser ab und damit eben auch mehr Geschwindigkeit.

Eingefleischte Kinogänger und Actionfilmliebhaber kennen sicherlich auch den folgenden Hollywood-Mythos: Der Held gerät unter Beschuss und rettet sich durch einen Sprung ins angeblich schützende Wasser. Ist man durch einen Sprung ins Wasser tatsächlich vor tödlichen Geschossen geschützt?

In unserem Versuch verlor das Geschoss auch beim Schießen von außen bereits nach 2-3 Metern im Wasser seine zerstörende Wirkung und prallte schlichtweg an einer Melone ab, die das Ziel darstellte.

Alle Versuche wurden mit einer Walther P99 der Firma Carl-Walther durchgeführt. Geschossen wurde mit Vollmantel-Rundkopfgeschossen 9 mm Luger.

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Eingefleischte Kinogänger und Actionfilmliebhaber kennen sicherlich auch den folgenden Hollywood-Mythos: Der Held gerät unter Beschuss und rettet sich durch einen Sprung ins angeblich schützende Wasser. Ist man durch einen Sprung ins Wasser tatsächlich vor tödlichen Geschossen geschützt?

In unserem Versuch verlor das Geschoss auch beim Schießen von außen bereits nach 2-3 Metern im Wasser seine zerstörende Wirkung und prallte schlichtweg an einer Melone ab, die das Ziel darstellte.

2-3m musst du aber auch erstmal getaucht sein und weh tun die Dinger bestimmt immer noch.

Anders sieht das bei Pfeilen und Armbrustbolzen aus...

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Hallo zusammen

Das Thema wurde vor kurzem auf DMAX in der Sendung "Was geht?" ausprobiert :00000733: . War sehr interessant, ich dachte auch, dass es die Waffen zerlegt.

Da die Sendungen öfters wiederholt werden, vermute ich mal, dass diese auch wiederholt wird (inhalt: von Land ins Wasser schiessen und unter Wasser schiessen).

Vorschau: Freitag, 07.12.2006 20:15 - WAS GEHT? - EXPERIMENTE AM LIMIT, DIE HÜHNERKANONE :shok:

:bb1: Thomas

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2-3m musst du aber auch erstmal getaucht sein und weh tun die Dinger bestimmt immer noch.

Anders sieht das bei Pfeilen und Armbrustbolzen aus...

...

Hat nicht direkt mit der Ausgangsfrage zu tun, (abfeuern unter Wasser), aber wer "Der Soldat James Ryan" in der ungeschnittenen Fassung gesehen hat, kommt zu einer anderen Einschätzung der Geschosse beim Eintauchen ins Wasser ...

mfg

Ralf

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...

Hat nicht direkt mit der Ausgangsfrage zu tun, (abfeuern unter Wasser), aber wer "Der Soldat James Ryan" in der ungeschnittenen Fassung gesehen hat, kommt zu einer anderen Einschätzung der Geschosse beim Eintauchen ins Wasser ...

mfg

Ralf

Hallo Dynamite Harry

Wie in dem Fersehbericht gezeigt wurde,

Schüsse von Land ins Wasser ca. 10m (Schütze stand am Beckenrand und :aug: in ein Tauchbecken)

Schüsse unter Wasser ca. 3m maximal

:bb1: Thomas und gute :lazy:

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2-3m musst du aber auch erstmal getaucht sein und weh tun die Dinger bestimmt immer noch.

Anders sieht das bei Pfeilen und Armbrustbolzen aus...

Wenn Du Glück hast wirst Du in der Situation mit .223 beschossen und nicht mit .45, denn je schneller und leichter das Geschoss, desto niedriger die Eindringtiefe ins Wasser. Bei einem Versuch in der Sendung Mythbusters waren es bei .223 nur wenige cm.

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