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fa.454

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  1. Na ja, wer mich kennt, weiß, daß ich keinerlei Extremismus befürworte, relativiere oder entschuldige. Aber waffenrechtlich ist die RAF-Phase in der alten Republik schon interessant, wurde sie doch als Begründung für die erste Verschärfung des Waffenrechtes nach dem Krieg herangezogen. Ich sehe da einen großen qualitativen Unterschied zwischen den heute agierenden linken "Aktivisten" (gut, man könnte auch andere, deutlichere Bezeichnungen finden) und der damaligen RAF. Die erste Generation der RAF war waffentechnisch und strategisch geschult. Sie waren in Trainingscamps im nahen Osten. Sie hatten Zugang zu vollautomatischen Kriegswaffen. Darüber hinaus (oder auch evtl. dadurch begründet) gab es deutliche Verbindungen und Unterstützung durch das MfS. Ich bin mir nicht sicher, wieviel Selbstradikalisierung und wieviel Lenkung von außen ich da gewichten soll. Es hat für mich schon einen starken Zug zum Staatsterrorismus. Sie haben ja letztlich - versorgt durch das MfS - Unterschlupf und "Ruhestand" bis zur Wende gefunden. Interessant finde ich dabei auch, daß die letzte Generation nach dem Ende der DDR bedeutungslos geworden ist und die Selbstauflösung erklärte. Die letzten "Frei lebenden" verdienen sich ihren Unterhalt durch Raubüberfälle in Norddeutschland (wahrscheinlich um ihren Lebensabend auf Mallorca zu finanzieren) und sind ideologiefreie gewöhnliche Kriminelle. Jedenfalls bleibt für mich die Frage, wie weit sich die RAF ohne externe (staatliche?) Unterstützung entwickelt hätte. Da gibt es noch ein paar offene Fragen. Letztendlich wurde mit dieser Begründung das deutsche Bürgertum waffenrechtlich drangsaliert. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, daß ausgerechnet einer der damaligen Akteure später als Innenminister für Lockerungen im Waffenrecht zulänglich gewesen ist. Vielleicht weil er tiefe Einblicke in Ursache und Wirkung hatte? Heute stehen wir wieder in einer ähnlichen Situation, deshalb finde ich das Thema, daß @Schwarzwälder hervorgeholt hat, gar nicht so uninteressant. Es gab eine geplante, organisierte Mordserie der NSU mit (zumindest öffentlich) ungeklärten (und lange unter Verschluß stehenden) Verwicklungen zu staatlichen Stellen. Meine Kinder werden (vielleicht) im Rentenalter dazu mehr erfahren. Machen wir uns nichts vor, die Mitglieder des NSU waren gemessen an Ullrike Meinhoff und Andreas Baader Vollidioten. Trotzdem gelang es ihnen jahrelang, ihre Mordserie fortzusetzen (ich versuche hier das Wort "erfolgreich" zu vermeiden). Für mich bleibt auch da die Frage offen, ob die ohne Unterstützung nicht wie ähnliche Vollidioten, beispielsweise die "Terrorzelle Revolution Chemnitz" mit ihrem Luftgewehr, an ihrer eigenen Blödheit gescheitert wären. Der antisemitische Spacken in Halle mit seinem selbstgebastelten Sammelsurium ist da auch kein schlechtes Beispiel. Na ja, jedenfalls ist Deutschland anscheinend voll von (diesmal) rechten gewaltbereiten Extremisten und muß deshalb wieder sein Waffengesetz verschärfen.
  2. Macht doch nicht immer den gleichen Fehler. Er lügt! Weil es in seine Agenda paßt, weil es von ihm erwartet wird, weil es seiner Karriere dienlich ist und weil er es kann. Da wird keine Krähe auftauchen und ihm sagen, daß er Mumpitz erzählt. Da ist er auch nicht der Einzige. Ich erinnere an den Berliner Innensenator zur Anhörung bezüglich des Messerführverbotes. Oder an den Herrn Abgeordneten Stephan Mayer, seines Zeichens Parlamentarischer Staatssekretär im Innenministerium bei der ersten Lesung zum neuen Waffengesetz. Fake-News erzählen nur die anderen. Bei den guten Menschen ist es alleine der Gedanke die richtige Gesinnung, die zählt. Dann dürfte in meinem Dorf und den vier Dörfern drumherum kein anderer einen Halbautomaten besitzen. Was für eine Armut in Sachsen-Anhalt ... Apropos Herr Stephan Meyer: Dieses ehrenwerte Mitglied der Regierungsfraktion ist zuständig, daß Euch gesetzlosen rechten Terroristen zukünftig die Waffen vergrämt werden. Ich möchte wetten, daß er ein Bedürfnis nach § 19 WaffG geltend gemacht hat. Hält jemand dagegen?
  3. @Joe07 Ich rede nicht von Anfragen. Die gehen mir in der Realität hoffentlich auch zukünftig am Allerwertesten vorbei. Bisher wurde meine Erlaubnis verlängert. Prinzipiell habe ich damit schon ein Problem ... Ich rede von: Warum macht ihr euch etwas vor? Wenn der Gesetzgeber "Handlungsbedarf" im Sprengstoffrecht oder im Waffengesetz sieht, wird es dann besser? Oder eher anders? Einfach mal so ganz entspannt unter uns Pastorentöchtern gefragt: Worauf könnte der Glaube gründen, daß es so schlimm schon nicht kommen wird? Ich bin offen für Argumente.
  4. @knight: Gut, damit wären viele Politiker auch raus. Aber irgendwie fehlt mir der Glaube, daß die sich ihren eigenen Regeln unterwerfen werden. Darüber habe ich gestern noch nachgedacht. Mir kam die Verhaltensweise merkwürdig inkonsequent vor, wenn jetzt nicht auch die Wiederlader vergrämt werden. Komisch, auch ohne daß ich es ausgesprochen habe war es wohl eine sich selbst erfüllende Prophezeihung. Jetzt ist das Verhalten auch schlüssig. Hat sich damit wohl erledigt ... Noch jemand Fragen? Sie werden unsere Gesellschaft umbauen. Einige beklatschen das begeistert. Den meisten ist es egal. Und einige sträuben sich noch dagegen. @all: Klingt heutzutage in diesem Zusammenhang etwas deplaziert: Ich erinnere mich gelegentlich noch daran ...
  5. Natürlich! Deine Frage wird doch schon vom neuen Gesetzestext beantwortet: Wenn Du legal Waffen besitzt. Dann wirst Du von Deiner Behörde beim Verfassungsschutz angemeldet. Schwupp, schon bist Du ein Fall mit Akte. Klingt blöd und nach Catch 22? Hat sich damit wohl erledigt ...
  6. Ich glaube, Du verwechselst da etwas mit der höheren Macht. Kann aber passieren, äh:
  7. Schreiben an den direkt gewählten Abgeordneten meines Wahlkeises. Durchschrift an alle Vereine, incl. Kreisjägerschaft. Vielleicht bekommen wir kurzfristig eine gemeinsame Erklärung für die Presse hin. Darüber hinaus fühle ich mich nicht wirklich gut. Wenn das am Wochenende nicht besser wird, gehe ich Dienstag mal zum Doc. Kann ich nur jedem empfehlen, besser auskurieren als verschleppen.
  8. Wie lauten denn Deine ernstzunehmenden Drohungen? Ich bin wirklich intereesiert!
  9. Bitte nicht böse sein, aber Butter bei die Fische: Der stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses ist von der AfD. Der Abgeordnete Martin Hess hat bei der ersten Lesung den einzigen qualifizierten Redebeitrage gebracht. Du bist selbst in der AfD. Ich frage jetzt ganz konkret: Wie sind Deine Beziehungen zu Herrn Haug und Herrn Hess? Warum kommt von denen nichts, mit dem wir ansatzweise arbeiten können? Oder habe ich da etwas verpaßt? Das sollst Du bitte nicht als Angang an Dich verstehen, aber jetzt heißt es Beziehungen spielen zu lassen. Ich werde morgen meinem (wirklich) sehr geschätzten, direkt gewählten Abgeordneten von der Union mit Bedauern mitteilen, daß die Union damit für legale Waffenbesitzer nie mehr wählbar sein wird, wenn das WaffG auf diese Art geändert wird. Darüber hinaus werde ich Forderungen aufstellen: Die bisherige Praxis der Bedürfnisprüfung ist völlig ausreichend, wenn nicht schon übertrieben im Vergleich mit anderen EU-Staaten. Ich bin mehrfacher deutscher Meister. Deshalb besitze ich spezielle Waffen nur zu Übungszwecken und dann die gleiche noch einmal, die speziell für Wettkämpfe benutzt wird. Die neue Regelung würde mich zwingen, meine Wettkampfwaffen zu Trainingszwecken auszuschießen und wertlos zu machen. Es wäre das Ende des Spitzensportes. Darüber hinaus wird der Zwang zum festgesetzten Training gleichzeitig den Breitensport beenden, da die meisten Schützen dieses neu geforderte Trainingsaufkommen nicht erfüllen können und wollen. Ein Verbot der sportlichen Nutzung von Magazinen, die mehr als 10/20 Patronen aufnehmen, reicht. Man soll sich ein Beispiel an EU-Staaten nehmen, die das vorteilhaft für die Altbesitzer umsetzen konnten. Unsere Regierung wird wohl kaum dümmer sein. Aus § 6 AWaffV sind Kleinkaliberwaffen und alle Waffen für Kurzwaffenpatronen mit einer Bewegungsenergie unter 800 Joule auszunehmen. Wenn das WaffG sowieso angepackt wird ist das einfach, man muß es nur tun. Ob die Regelüberprüfung durch den Verfassungsschutz drinbleibt, ist mir egal. Allerdings ist Loyalität keine Einbahnstraße. Ich könnte versucht sein zu fordern, daß andere Bevölkerungsgruppen, die ständig und häufig in der Kriminalitätsstatistik auftauchen, ebenfalls regelmäßig vom Verfassungsschutz geprüft werden. Das gebietet die Verhältnismäßigkeit, wenn alle legalen Waffenbesitzer unter Generalverdacht gestellt werden. Ich werde ihn bitten, das an seine Kollegen im Innenausschuß und an die zuständigen Kollegen im Innenministerium (Seehofer, Mayer) weiterzuleiten. Aus der Ausgestaltung des endgültigen WaffG werde ich dann meine Schlüsse ziehen, ob die Regierungsparteien noch jemals von über 2 Millionen Waffenbesitzern und einem Vielfachen in ihren Familien gewählt werden wollen. Ganz sicher werde ich kein Nichtwähler! Ja, natürlich. Welchen Teil von "Dese Regierung findet Dich schai§§e, mag Dich nicht und will Dir deshalb Dein Hobby vergrämend" hast Du nicht verstanden?
  10. @Kanne81 Das waren keine deutschen blinden Hühner, die den Fang gemacht haben. Lese einfach mal den verlinkten Artikel, da trieft in jeder Zeile der Irrsinn deutscher Realität durch. Eine schlichte dpa-Meldung. ICH hätte da schon noch einige Fragen ...
  11. Eigentlich paßt das hier besser in den Wahnsinnsfaden, aber einen gewissen Bezug zur Verschärfung des WaffG gibt es schon: So sieht das aus, Mädels! Diesmal ging´s schief. Macht aber nix, gibt Bewährung für den unbescholtenen Bürger ... So, jetzt machen wir uns mal schön Sorgen um unsere auf zehn Schuß gesperrten 20er Magazine.
  12. Das ehrt Dich! Davon glaube ich kein Wort. @Gutachter: Ich kann Dir glauben, daß sie es so mitteilen. Allerdings habe ich aus den Erfahrungen von 2016 gelernt, daß zumindest Abgeordnete der Union mit vorformulierte, abgestimmte Antworten jede Form der Auseinandersetzung "abgebügelt" haben. Der Abgeordnete meines Wahlkreises hat einige Kontakte vermittelt. Die zuständige Abgeordnete im demokratisch gewählten EU-Parlament hat allerdings geruht, jegliche Kommunikation von der Phrasenmaschine im Vorzimmer abzublocken zu lassen. "Wir werden dafür sorgen, daß die berechtigten Belange ... Blah, Blub, Fasel." Danach hatte ich aber gar nicht gefragt. Einmal darfst Du raten, ob sie denn genau wie alle anderen abgestimmt hat.
  13. Tja, der Herr Martin Hess. Schade, daß er in der AfD ist, dadurch werden seine Aussagen leider von anderen pauschal abgelehnt (Bitte nicht als Kritik verstehen, daß ist meine Art mit der Realität klarzukommen). Guter Mann, vor fünfzehn Jahren hätte ich solche Aussagen von der Union erwartet. Allerdings vergesse ich nicht und die AfD hat jetzt ganz konkret was gut bei mir. Lieben Dank jedenfalls, daß er so lange aufgeblieben ist und Klartext gesprochen hat. Wieviele waren da? Ich schätze etwa 35 von 709. Alles in allem eine Le(e)hrstunde der Demokratie vor leeren Rängen! Mayer lügt, die anderen polemisieren und lassen heiße Luft ab. Gut, die FDP ... Aber ich vergesse nicht und vergebe auch keine zweite Chance.
  14. Was hat die Tat von Halle mit legalem Waffenbesitz zu tun? (Ich weiß, was Du meinst, aber damit hast Du es bereits akzeptiert) Warum? (Gleicher Grund) Nur weil ich legal Waffen besitze, bin ich kein Extremist. Natürlich wollen die Hoplophobiker diesen Zusammenhang erstellen. Ich akzeptiere solche Framingaktionen nicht. Das ist eine Unverschämtheit. Das Gegenteil ist richtig: Als Waffenbesitzer bin ich bereits heute besser überwacht und durchleuchtet als der größte Teil der Bevölkerung. Wären die Waffenbehörden und die Exekutive in der Lage, die bereits geltenden Gesetze durchzusetzen, hätte es keine Verbrechen in Erfurth und auch nicht in Winnenden gegeben. Wo ist der Anlaß für eine Verschärfung? Islamistische Angriffe in Paris? In beiden Fällen hätte auch der Verfassungsschutz nicht weitergeholfen. Wo ist der Anlaß für eine standardisierte Abfrage beim Verfassungsschutz? Abgesehen von der bewiesenen Qualität der Arbeit des Verfassungsschutzes, hätte der Täter von Halle dann keinen 3D-Drucker von seiner Behörde bewilligt bekommen?
  15. Ich weiß nicht, ob man sich Sorgen machen sollte? Hat ja bei Anis Amri wunderbar funktioniert. Oder gab es da gar so viel Informationen, daß es Exekutive und Dienste verwirrt hat?
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