Gestern zufällig angemacht und leider direkt über das Stöckchen gesprungen. Meine Frau wollte meine Gegenargumente nicht hören und die Tapete hat´s auch nicht interessiert.
Ich dachte direkt, wo ist der Bericht über die Nissan Pickup Fahrer - da ist doch gerade einer mit umgefahren worden! Der Zugang wird jedem ermöglicht! (die Klassiker halt, Ihr kennt das wenn man sich aufregt 🥴)
Wenigstens sind hier Gleichgesinnte 🤗 Offen gesagt, kann ich ganz gut verstehen, dass Personen ohne Hintergrundwissen oder Kontakt zu Sportschützen/Jägern bei solchen Berichten direkt die - ja so gelenkte - Schlussfolgerung im Kopf haben: "Das muss sofort verboten werden". Eben weil der gesamte Bericht in jedem Satz die Worte so steuert als wäre es ein Verbrechen ("wir schießen hier mit Kriegswaffen" "die gehören in den Panzerschrank aber nicht in die Hände von Bürgern").
EIN ARMUTSZEUGNIS DES JOURNALISMUS
Das es anders und neutral geht, wurde schon einige Male bewiesen. Es gibt gute Berichte, die auch mal kritisch sein können, aber der Grundton ist nicht direkt ablehnent oder gar aufhetzend. Ich stehe offener und fairer Kritik offen gegenüber. Munition und Gastschützen kann, das habe ich auch erlebt, ein Problem sein. Will jemand etwas entwenden, ist es wie im Supermarkt: Er wird es irgendwie tun und können. Und dann? Was mache ich mit ein paar Patronen. Wissen die Journalisten nicht, dass Gastschützen keine Waffen besitzen. Was ist der "Hype" um diese Munitionsklauerei. Für uns Sportschützen ist Munition nichts anderes als eine Packung Schrauben für den Tischler - damit füttern wir unser Werkzeug. Die verschrobene Wahrnehmung zu Munition sieht man ja schon bei Polizeiberichten "er hörtete 1000 Schuss Munition"... was den .22LR? Oder 9 mm... unter 1000 Schuss kauft kein Sportschütze diese Kaliber ein, dass ist teilw. eine Schachtel die in die Hand passt. Ein normaler Sportschütze/Jäger hat doch immer mind. 4000 Schuss im Schrank und das ist wenig.
Die Berichterstattung gestern war bewusst so angelegt, dass der Zuschauen nur zu dem Schluss kommen konnte, dass sowas in Deutschland ja wohl nicht sein kann und darf.
Das alles im rechtlichen Rahmen war, ein AR-15 eben kein Kriegsgerät ist und Personen ohne solche Events oder als Gastschütze überhaupt nicht an das Hobby herangeführt würden, dass entfällt komplett.
Wenn mich nicht jemand als Gastschütze mitgenommen hätte, würde ich heute zwar ein Interesse an Waffen haben (einige werden das kennen, wie man als kleiner Junge im DWJ die 1911 bestaunt hat), aber sicher nicht Sportschütze sein.
Das ist wohl auch genau so gewollt. Und das ist FALSCH!
Die Leute dürfen eigenständig Ihre Entscheidung treffen. Ob das Hobby nun Sportwagen, Schwimmen, Eisenbahn oder SM-Club geht erst einmal nur denjenigen etwas an, der das für sich entdeckt hat. Ich finde auch vieles "nicht normal", bin aber bereit, auch mal zuzuhören oder es mir zeigen zu lassen (nein SM-Club bin ich raus 🤣). Ich versuche 1-2 x im Jahr einen Bekannten mitzunehmen. Fast alle hatten Spaß daran und fragen ob Sie mal wieder mitkommen dürfen. Einer hatte sichtbar Angst und wir haben es abgebrochen - völlig ok so. Zwei sind inzwischen auch Sportschützen.