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karlyman

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  1. Das Thema "europ. Waffenrecht" bzw. Kommissions-Vorschlag fiel mir heute auch ein bei der Berichterstattung über den Besuch des britischen Premierministers D. Cameron bei der CSU (und der Kanzlerin) im bayerischen Wildbad Kreuth. Cameron hatte da erneut für seine Sache geworben, lt. NTV (Zitat): "Cameron kündete in Kreuth noch einmal an, er möchte "the best of both worlds" – das heißt für ihn: flexible Lösungen, weniger Pflichten und keine Vertiefung der EU." Da passt etwas absolut nicht zusammen. Auf der einen Seite fordert Cameron (für GB) mehr Flexibilität, mehr Eigenstaatlichkeit und eigene Kompetenzen innerhalb der EU, generell, weniger Eingriffe der EU. Und auf der anderen Seite fordert er dann ein "europaweit einheitliches Waffenrecht nach britischem Vorbild" (noch dazu, wo die EU für Waffenrecht gar nicht zuständig ist). Was für ein Bullshit. Mehr Inkonsequenz geht eigentlich kaum!
  2. Sagen wir so, nach der ersten postalischen und Petitions-Protestwelle, gewissem Widerspruch seitens einiger EU-Mitgliedsländer, der deutschen Verbände-Information (BMI), und dann dem Beginn der Weihnachts-/Neujahrspause ist es ruhiger geworden. Es gibt auf unserer Seite eine gewisse Hoffnung, dass die Sache nicht so "ungestreift" durchgeht und etliches am Kommissionsentwurf nochmals auf dem Prüfstand steht. Vorbei aber ist überhaupt nichts. Die EU-Kommission wird weiter ihre Agenda verfolgen und versuchen, ihren Entwurf nun möglichst weitgehend durch das EU-Parlament zu bringen. Und wir als (einigermaßen) organisierte Lobby, aber auch als einzelne engagierte LWB, dürfen nicht locker lassen, weiter Informationen und Argumente in Richtung EU-Parlamentarier, aber auch unserem BMI, zu transportieren. Spätestens jetzt nach Dreikönig, wenn der "Betrieb" in Berlin und Brüssel wieder voll anläuft, muss es weiter gehen.
  3. Ich kann es mir realistisch betrachtet - und zumindest auf mittlere Sicht - auch nicht vorstellen; der Zug in der EU fährt eher in Richtung "Entwaffnung" bzw. zumindest deutlicher Erschwernisse. Auf der anderen Seite aber ist klar, dass die Gegner des LWB doch exakt die Strategie fahren, auch immer völlig zu überziehen, mindestens 150% zu fordern, um dann am Ende noch 60 oder 70% Verschärfungen zu bekommen...
  4. Na na, ich ging selbstverständlich von einem legalisierten Führen aus.
  5. Huch, es könnte sich doch jemand angesichts der sichtbaren Waffe zu Tode erschrecken.
  6. Habe ich etwas verschlafen, und GG und FDGO gelten in D seit gestern nicht mehr, bzw., wir sind nun im Totalitarismus angekommen? Nonsens.
  7. Die Abfolge ist schon richtig, und zwar auch deshalb, weil man sonst schnell in den Ruf eines "Missionierers" gerät. Wenn aber das Gespräch darauf kommt bzw. man bereits bekannt ist, ist das"Outen" - und das freundliche, aber bestimmte Vertreten unserer LWB-Belange - kein Problem.
  8. Ja, was für ein Riesen-Schmarrn. Ich hätte es mit trockenem Verweis auf die - eben verbandseigene - Sportordnung bewenden lassen. Wenn die Leute dagegen an-argumenieren, dann agieren sie ja im Grunde schon verbandsschädigend. Irgendwie sind wir in diesem Land alle schon "auf einer Liste".
  9. Systemänderung ist natürlich ein großes Wort. Aber meinungsbildend Einfluss zu nehmen, in dem man beharrlich und vernünftig für die LWB-Belange argumentiert, wo es im eigenen Rahmen geht - das geht. Ich wüsste auch nicht konkret, was das (in einem halbwegs freien Land) an "Repressalien" nach sich ziehen soll. Klar, die Gefahr, bei bestimmten Leute im eigenen Umfeld Sympathien zu verlieren, ist immer gegeben. Aber das ist sie bei vielen auch, wenn man für den "falschen" Fußballclub oder die "falsche" politische Ausrichtung Partei ergreift...
  10. Kleine Anmerkung dazu: Er soll mal in Foren zu anderen Themenbereichen/Hobbys lesen... Da ist z.T. ein Niveau (auch was Gezicke, Beleidigungen etc. angeht) versammelt, dagegen sind wir hier ein ziemlich gepflegter Debattierclub. Was die SV-Diskussion in Foren (bzw. Bedenken gegen das dortige Thematisieren) angeht: Bitte dazu auch mal über den rein deutschen Tellerrand hinausschauen.
  11. Dieses Drängen auf mehr Informationen und Erläuterungen, welches sich wie ein roter Faden durch die Stellungnahme der deutschen Bundesregierung zieht... Das ist nach meinem Empfinden die zurückhaltend formulierte Forderung "begründet euren Entwurf erst einmal richtig". So gesehen - nicht falsch. Denn exakt die (fehlende) fakten-orientierte Begründung der Normierung ist der große Knackpunkt des Kommissions-Entwurfes. Warum? Im Grunde, weil dieser Entwurf nicht von einem Sicherheits-, sondern vom Verbots-Willen gesteuert ist.
  12. Wenn bei solch tumben Schafen (die eigentlich nicht würdig sind, in einem Staat zu leben, der sich "Republik" nennt) dann das Schreiben der Waffenbehörde im Briefkasten liegt, mit der Aufforderung "Bitte das Zeug zum Schmelzofen", wachen sie auf. Dann ist es zu spät.
  13. Ja, das ist natürlich so gewollt. Nennt sich - wenn man aus diversen Gründen nicht mit absoluten Verboten agiert bzw. agieren kann - "Vergrämungstaktik". Anm.: Eine "Waffensteuer" (wie sie als sog. kommunale Aufwandsteuer um 2010 in einigen Städten diskutiert wurde, heiß umstritten war und schließlich nach heftigstem Protest fallengelassen wurde) hat auch Bremen nicht eingeführt; allerdings deftige Verwaltungsgebühren für Waffenbesitzer (s.o., Vergrämungstaktik).
  14. Naja, ich würde das nicht so streng unter "rechttfertigen" packen. Es ist einfach PR, und ordentliche, erfolgreiche PR ist immer eine gute Sache. Rückhalt in der örtlichen Bevölkerung auch.
  15. Wobei ich nicht glaube, dass Cameron zuhause in GB mit der "Durchsetzung von GB-Waffenrecht in der EU" irgend jemanden (insbesondere EU-Austrittswillige) "hinterm Ofen vorlocken" könnte. Da Zugeständnisse zu machen, wäre ohnehin für die Tonne.
  16. Ach, alles was unter "tradtional" oder "antigue" fällt, wird auf der Insel wohl etwas entspannter gesehen. Dennoch kann Mr. Cameron mit seinen Waffenrechts-"Ideen" am besten bleiben, wo der Pfeffer wächst...
  17. Die Aktion wird etwas Aufmerksamkeit beim Betroffenen erregen, und wohl weder schaden noch nützen. Der hat und verfolgt seine Verbots-Agenda so oder so; scheint ein Überzeugungstäter zu sein, den weder Steinchen im Posteingang, noch Fakten "verwirren". Alles in allem würde die dafür erforderliche Energie wohl sinnvoller in weitere sachliche Anschreiben an die EU-Abgeordneten (Faktencheck im Sinne der OA-Broschüre, individuell formuliert!) investiert.
  18. Ich habe dazu mal in die Stellungnahme der deutschen Bundesregierung zum EU-Kommissionsvorschlag geschaut: "New category C: alarm, signal, salute and acoustic firearms, replicas and certain deactivated firearms subject to declaration The amendment of category C renders alarm, signal, salute and acoustic firearms, replicas and certain deactivated firearms subject to declaration. The need for deactivated firearms and replicas to be subject to declaration requires further examination. Viewed objectively, both types of firearms are not dangerous(see above)" Zumindest zeigt es (ähnlich wie bei den HAs), dass noch ein Rest an gesundem Menschenverstand vorhanden ist. Auch wenn man sich deutlichere Worte gewünscht hätte. Eine Kat.C-Einstufung der genannten "Freien" ist einfach unnötig und grotesk. Mich wundert, dass es gegen die von der Kommission geplante "Enteignung durch die kalte Küche" bei den Freien Waffen keinen - hörbaren - Aufschrei der Hersteller, des Handels und vor allem der allein in D Millionen betroffener Besitzer gibt. War da irgend etwas zu vernehmen? Der Betoffenen-Kreis wäre ja noch deutlich größer als bei unseren HAs.
  19. Man hält es im Kopf nicht aus. Einerseits weiß man nun definitiv, dass bei diesen bzw. derartigen Taten illegale Vollauto-Kriegswaffen verwendet werden. Andererseits reitet man seitens der Grünen weiterhin auf dem dämlichen "Rückbau unbrauchbar gemachter Waffen" herum, und verlangt ausgerechnet der deutschen Bundesregierung "Handlungsbedarf" ab. Entweder können oder wollen die einfach die Fakten nicht kapieren - die Unbrauchbarmachung entsprechend deutschen Vorgaben (BKA-Anforderungen/Stempel) verhindert einen Rückbau, bzw. es wäre dieser derart aufwändig, dass die Beschaffung der "scharfen" Waffen auf dem Schwarzmarkt offenkundig einfacher und günstiger ist. Wo es beim "wiederschussfähig machen" vielleicht Probleme gibt, ist in anderen Ecken Europas, aber für die kann die deutsche Regierung nun wirklich nichts. Stattdessen will man das Kind mit dem Bade ausschütten und einfach alles in dem Bereich verbieten.... Mit "Rechtsstaat" bzw. mit dem Handeln eines sich freiheitlich nennenden Staatswesens hat das nichts mehr zu tun. Aber halt, sind ja auch die Grünen...
  20. Ja. Ein kritikloses "Abnicken und Durchwinken" wird es nicht geben, das Thema hat mehr - kritische - Aufmerksamkeit in den Mitgliedsstaaten erregt, als der Kommission wohl lieb ist. Sicherlich wird es zu Modifikationen kommen, 1:1 geht dieser Kommissionsentwurf absehbar nicht "durch". Klar ist aber auch, dass der Entwurf deshalb durch die Kommission von vornherein auf "150%" getrimmt wurde (bekanntlich voller nicht näher begründeter, maßlos überzogener Einzelforderungen). Wenn nachher 70% davon übrig bleiben, ist die Verbotsagenda wieder ein "gutes" Stück vorangetrieben.
  21. Wobei letzteres bezogen auf D der größte Lacher überhaupt ist (für die Dekowaffensammler allerdings überhaupt nicht zum Lachen..).
  22. Zitat: "In a nutshell, British PM Cameron will ask all Europe to embrace British-style gun control" Da möge uns der Himmel - und wenn wir's doch hinkriegen, auch eine gute Interessenvertretung - davor bewahren. Eigentlich ist es eine grobe Unverschämtheit - ausgerechnet der Vertreter jenes Landes, das schon halb auf dem "Absprung" aus der Europäischen Union ist, und bei wirklich jeder Gelegenheit Sonderrechte und Extrawürste einfordert, fordert nun alle anderen auf, ein vereinheitlichtes Waffenrecht nach seinem freiheits- und besitzfeindlichen Muster zu erlassen. Warum trollt sich dieses Land nicht enfach 2016/17 aus der EU davon, hält sich bis dahin mit jeglicher Einmischung zurück, und fertig...
  23. Und genau deshalb gehört dieser Kommissions-Entwurf, wenn die EU-Institutionen noch halbwegs legitim agieren wollen, spätestens im Europaparlament zerpflückt. Mit einem solchen Machwerk die Freiheit und den Besitz der EU-Bürger beschneiden zu wollen ist keine Politik, auch keine saubere Normierung, sondern schlicht eine Unverschämtheit.
  24. Wenn der vermeintliche "Sicherheitsmehrwert" nicht im Vorhinein von der Kommission klipp und klar belegt wird - was schwer fallen dürfte - dann dürfte dem Entwurf folglich nicht zugestimmt werden...
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