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knight

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  1. Hier ist es so, dass nahezu jeder uniformierte Polizist, den ich zu Berufsverkehrszeiten in der Bahn sehe (ich nehme da jetzt einfach mal vereinfachend an, dass die dann von bzw. zur Arbeit fahren), seine Dienstwaffe an der Seite trägt. Ausnahme sind die mit den goldenen Sternen auf der Schulter. Aber die sieht man eh recht selten. Die Sinnhaftigkeit einer etwaigen Kontrolle bzw. einer sicheren Aufbewahrung wäre ja nicht davon abhängig, ob jemand die Waffe mit nach Hause nehmen muss, sondern ob er sie mit nach Hause nimmt. Würde man die Maßstäbe des WaffG anlegen, müsste er ja sogar vor der Erlaubnis, die Waffe mit nach Hause nehmen zu dürfen, erstmal nachweisen, dass er sie zu Hause auch sicher aufbewahren kann. Das ist in etwa so wie mit dem NWR. Da wird/wurde von verschiedenen Polizeigewerkschaften und sicher auch Politikern argumentiert, dass die Polizei ja wissen müsse wenn sie zu einem Einsatzort gerufen wird, ob dort Waffen im Haus sind. Das können sie ja dann über das NWR abfragen (ja, ich weiß, ich weiß.... die haben halt nunmal so argumentiert....). Nimt man das Argument auf, fällt natürlich sofort eine Lücke auf: Wenn ein Dienstwaffenträger seine Waffe zu Hause hat (hier würde sogar "haben kann" reichen, aber es geht jedenfalls nicht um "haben muss"), dann müssten die Polizisten, wenn sie zu einem Einsatz dorthin gerufen würden, das ja genausogut wissen sollen. Ist logisch, oder? Jaaaaa, denkste. So logisch ist das dann auch wieder nicht. Die Logik ist hier keine universal geltende Wahrheit, sondern abhängig von der Perspektive. Jedenfalls, wenn man die Polizeigewerkschafter, die eben noch wie oben argumentiert haben, darauf anspricht, dann reagieren die alle gleich (ist tatsächlich so). Zuerst sagen sie dir, dass die Polizei ja von sich wisse, dass da ein Polizist wohne und sie darüber nicht extra informiert werden müssten, daher würde der NWR-Eintrag ja nicht gebraucht. Da kann man dann darauf antworten, dass die Polizei ja wohl schwerlich alle Kollegen vom Zoll, der Bundeswehr, LKAs etc. kennen könne. Der letzte Polizist, mit dem ich mich etwas näher dazu ausgetauscht habe, hat 40 km Weg zur Arbeit. Da weiß die Dienststelle zu Hause auch nicht notwendigerweise, was der von Beruf ist (war in dem Fall auch noch ein anderes Bundesland). Das Wissen vor Ort kann also gar nicht in der Breite vorhandensein, wie eine Hinterlegung im NWR. Ja, weißte, was man dann von denen hört? (Wieder in allen Fällen gleich, wieder vorhersagbar)? Nix. Ich kann es ja verstehen. Ich will auch nicht im NWR zentral abfragbar sein. Es geht mir auch nicht wirklich darum, da unbedingt die Polizisten im NWR drin zu haben. Die wären da genauso Opfer wie wir. Wo ich mir aber schon fragwürdig vorkomme ist, wenn die selben Maßstäbe zwar an andere gelegt werden, aber für sich selbst eben gerade nicht gelten sollen. Am Ende kann man da auch einfach ehrlich sein: Das Thema Waffen ist schon eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, wo für die gleichen Sachverhalte verschiedene Maßstäbe angelegt werden, je nachdem ob man aus sicht des Spielregelgebers zur eigenen Mannschaft gehört, oder eben zur Konkurrenz. Das ist kein Vorwurf an Polizisten als Person, sondern an Politiker und Funktionäre als ... ach da kommt ihr schon selber drauf.
  2. Wie wäre es mit der sicheren Aufbewahrung zu Hause? Ich habe es schon öfter mal hier geschrieben: Vor Jahren war ich dienstlich in einer Hauptstand eines nördlichen Bundeslandes. Ich hatte noch etwas Zeit und bin durch die Stadt geschlendert. Da bin ich in einen Demonstrationszug von Polizisten für mehr Gehalt geraten, von denen etwa die Hälfte ihre Dienstwaffe bei sich hatte. Ich habe mal nix gesagt. Das war mir meine Gesundheit nicht wert, dass ich mir mal das Sprechermikro genommen hätte und die anwesenden darum gebeten hätte, mal mehr als einen Meter Abstand zueinander zu halten, sonst wären sie auf einer Demonstration für private Interessen (nicht dienstlich sondern private Veranstaltung und daher kein Führen erlaubt) und sie wären auf einer Versammlung (Versammlungen sind nur friedlich und ohne Waffen erlaubt), was dann ziemlich viele Karrieren beendet hätte... Wobei das ja nie und nimmer verfoglt worden wäre, das ist auch mal klar Es gibt nun mal Leute, die sind an Wissen als Ressource interessiert. Ok, ist nicht für jeden was, aber diejenigen, die eine Frage diskutieren, weil sie die eben interessant finden, die dürfen das nun mal. Der Sinn kann sich da auch erst später ergeben, z.B. das man einfach mehr von der Systematik des WaffG oder Gesetzen an sich versteht. Oder man könnte zu der Erkenntnis kommen, dass unsere Politiker zwar sehr besorgt sind, dass LWB-Waffen mit mindestens der Stufe 0 weggeschlossen werden, aber bei der eigenen Mannschaft mit ganz anderen Augen hin schauen. Das ist ja keine Kritik an dem Polizisten selbst, aber vielleicht findet man es dann nicht mehr so toll, diese Politiker wieder zu wählen?
  3. Einmal das. Diese Aussagen sind reine Augenwischerrei. Korrekt wäre, die Aussagen von vor der letzten Wahl mit den Tatsachen aus der Wahlperiode gegenüber zu stellen. Da müsste der DJV nämlich auch so tolle Sprechblasen wie: "Wir haben euch die teuren Tresore eingebrockt" oder "Wir haben dem EU Unsinn zugestimmt" auf die Plakate malen. Zum anderen wurde die AfD mit fadenscheinigen Argumenten übergangen. Deren Aussagen tauchen also gar nicht erst auf.
  4. Dort geht es weiter.
  5. Erledigt.
  6. Und weil das Selbstschutzargument nicht greift, ist es im WaffG auch explizit vorgesehen? Scherzkecks. Wenn du legitim vergleichen möchtest, dann musst du Waffenmissbrauch mit staatlicher Waffengewalt vergleichen. Der Vergleich hinkt sowieso brutalstmöglichst, weil du die vielen Toten in den Kriegsgegnerländern der USA gar nicht in der Statistik hast. So kann man sich natürlich auch die Welt zurechtmalen. Wundert mich bei der Alpenprawda allerdings nicht. Wir drehen uns im Kreis. Schreib uns doch mal schön der Reihe nach aufgereit, was du eigentlich möchtest und was nicht. Dann haben wir das ein und für alle mal fixiert.
  7. So wie ich das in Erinnerung habe, sind EU-Richtlinien auf der gleichen Ebene wie Verfassungsrecht - jedenfalls in Deutschland. Das ist ja ein Grundproblem der EU. Wenn die Gurkenkrümmung festgelegt wird, dann hat das hier in Deutschland gleich Verfassungsrang. https://www.amazon.de/Europa-welches-Verfassung-europäischen-Demokratie/dp/3406688691
  8. Der gesunde Menschenverstand sagt einem auch, dass Recht dem Unrecht nicht zu weichen hat. So ist das ja auch bei uns geregelt (du argumentierst ja hin und wieder einfach so, dass sei nun mal so geregelt). Aber wenn das so ist, dann hilft einem das abstrakte Recht dazu eben nicht weiter (außer man lebt das Leben des Brian, wo man das abstrakte Recht erhält, eine Frau zu sein). Wenn es praktische Relevanz haben soll, dann braucht man nicht nur das Recht sondern eben auch die Möglichkeit dazu. Das können dann in der letzten Konsequenz auch Schusswaffen sein. Aber in D ist es ja schon ein Wunder, dass damals das Pfefferspray nicht auch für Mädchen verboten wurde... Ach ja? Wie viele "unschuldige" sterben denn im Straßenverkehr weil jemand vollgedröhnt unterwegs war? Die Anzahl von Toten durch legale Waffen in Deutschland liegt ungefähr so in der Größenordnung von Tote durch Blitzschlag. Selbst wenn die sich durch eine Liberalisierung verdoppeln oder verdreifachen würde, wäre das im Vergleich zu anderen Lebensrisiken nichts - noch dazu wo man die verhinderten Toten (oder andere verteidigte Rechtsgüter) dagegen rechnen müsste (wobei ich das für makaber halte, Tote gegen Tote aufzurechen, aber du machst das ja die ganze Zeit eh...) Ich hoffe mal, das diente nur zur Auflockerung und du meinst das nicht ernst, oder? Der redet da von "es gibt Fakten, über die man nicht diskutieren kann" und bringt dann den Vorfall in Australien als das weltweit größte Massaker und das sei eben durch das Waffenverbot nie wieder passiert. Er erwähnt komischer Weise nicht, dass mehr als 10 Jahre vor dem Vorfall in Australien ein größeres Massaker in Süd Korea stattfand mit deutlich mehr Toten. Ach ja, er erwähnt auch nicht, dass es nach Gunblane in GB sehr wohl wieder ein Massaker gab, allerdings mit illegalen Waffen. Und er konnte wohl nicht wissen, dass sich in Manchester einfach in Islamist in die Luft sprengt und dabei mehr Jugendliche und Kinder tötet, als damals in Gunblane. Komsicher Weise brach nach Gunblane heftigster Aktionismus aus und nach Manchester gab es lediglich die üblichen Ansagen von "dem Terror nicht weichen" und "unsere freie Gesellschaftsordnung nicht nehmen" und "kein Generalverdacht" usw. Und so ganz nebenbei lässt er unerwähnt, dass mit Abstand die meisten Toten durch Schusswaffen auf das Konto von Regierungen gehen. Ach ja, der Amoklauf in Süd Korea wurde von einem Polizisten durchgeführt: https://de.wikipedia.org/wiki/Woo_Bum-kon => du bist dran. Ach komm, jetzt aber. Die Selbstmordrate ist in Australien höher als in Deutschland? Kann gar nicht sein. Das liegt bestimmt daran, dass so viele Ureinwohner von ihren Bummerangs erschlagen werden. Es kommt ihm ja nur auf die Tötungsdelikte mit Schusswaffen an. Wenn die weniger werden, dann ist alles gut. Wie hoch die Anzahl der Tötungsdelikte überhaupt ist, spielt ja keine Rolle. Hauptsache es passiert nichts mit Schusswaffen. Darauf kommt es an!
  9. Danke für den Hinweis! Gibt es Publikationen von ihm frei im Nezt? Links? etc.?
  10. Der fundamentale Unterschied war hier, dass es um eine Änderung des Bundesjagdgesetztes ging, was vom Landwirtschaftsministerium verantwortet wird. Da sitzen halt Leute, die sich als Dienstleister für die Landwirte und Jäger verstehen. Änderungen im WaffG werden vom Innenministerium verantwortet. Da sitzen Leute, die Sportschützen und Jäger als Konkurrenz oder Fremdkörper in ihrer Herrschaftsstruktur sehen und daher eben die Ellenbogen auspacken (oder sonstige Piesackinstrumente). Wobei hier gewisse Landesinneministerien das Bundesinnenministerium sicher toppen.
  11. Jaja, jetzt ist mal wieder das Opfer Schuld (wahlweise die Gesellschaft), dass der Täter so brutal agiert hat.
  12. Das wird nur dann passieren, wenn es eine glaubwürdige Drohung von Wählerabwanderungen Richtung AfD geben wird, weil man uns eben nicht zuhört.
  13. Das hinkt. Ein treffenderer Vergleich wäre, nur diejenigen zu kontrollieren, die auch einen Führerschein haben. Oder nur die Fahrzeuge zu kontrollieren, die ein Nummernschild haben.
  14. Einen viel besseren verfassungsechtlichen Hebel sehe ich in meiner juristischen Naivität und dem Glauben an die Verfassung an ganz anderer Stelle: Der §36, der die Behörde zu den Kontrollen ermächtigt, spricht allgemeine von (Hervorhebung durch mich): Es geht also um die tatsächlichen Besitzer solcher Waffen bzw. Munition. Es geht nicht nur um Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis! Der Unterschied ist, dass letztere nur die LWBs wären, wohingegen im Gesetzestext auch die IWBs eingeschlossen sind. So. Das heißt umgekehrt, die Behörde kann sich nicht darauf zurückziehen, dass sie nur bei den LWBs kontrolliert. Sie muss auch ein (natürlich funktionierendes) Konzept ausarbeiten, wie sie bei den IWBs kontrolliert. Wie sie das macht, ist ja nicht das Problem der LWBs. Vielleicht ruft sie mal in Berlin an, wie die Herren und Damen Abgeordneten sich das vorgestellt haben? Kontrolliert sie nicht bei den IWBs, sondern nur bei den LWBs, dann ist das eine Situation, wo nur der ehrliche von den Maßnahmen betroffen ist, der unehrliche jedoch nicht. Wäre das Zahlenverhältnis krass einseitig so, dass es sehr viel mehr LWBs gäbe, als IWBs, dann könnte man das tolerieren. Aber es scheint ja nach allen Schätzungen eher so zu sein, dass die IWBs in der Merheit sind. Das lässt sich also eben nicht ignorieren. Im Steuerrecht bedeutet so eine Situation z.B., wenn nur diejenigen ehrlich eine Steuer zahlen, die ehrlich die Verhältnisse angeben und diejenigen, die es unehrlich nicht tun und gleichzeitig kaum befürchten müssen, dass die Situation aufgedeckt werden kann, dass diese Steuer dann unzulässig ist.
  15. Akzeptiert. Ok, du möchtest gerne die Primärquelle lesen. Das kann ich verstehen. Nicht verstehen kann ich, weshalb der Threadinhalt jetzt nicht einfach mal akzeptiert werden kann. Sowohl Inhalt als auch Urheber der Aussage sind im Thread dokumentiert. Und wir haben den Thread ja damals nicht als Verschwörung angelegt, um ihn bei solchen Gelegenheiten vorzeigen zu können.
  16. Sorry, aber du hast nach gefragt: und ich habe dir ein Beispiel gezeit. Wenn dir die Antwort nicht gefällt, dann darfst du das ja so finden. Aber hinterher die Frage zu verdrehen finde ich dann langweilig. Das kostet mich auch Zeit, sowas rauszukramen. Und wenn es dann einfach ignoriert und unter völlig anderem Vorzeichen angezweifelt wird, dann spare ich mir das beim nächsten Mal.
  17. Ja. Da: https://forum.waffen-online.de/topic/448759-gdp-berlin-unterstützt-bewaffnete-bürger/
  18. Das möchte ich bezweifeln. Einfluss haben diejenigen, die oft auf der Helikopterebene mit den Politikern reden und deren Posten eben direkt von Politikern besetzt werden. Also quasi die politischen Beamten. Da kann man sich ausrechnen, wie wahrscheinlich politisch korrekte Antworten sind. So wie du dich ausdrückst, würde die Politik ja auf diejenigen hören, die direkt den Einsatz auf der Straße durchführen. Ich denke mal, wenn die Politik auf diese hören würde, dann sähe es um unsere Polizei ganz anders aus. Den direkten Kontakt mit Abgeordneten oder hohen Entscheidungsträgern im Minitsterium mag es auch für weniger exponierte Polizisten aufgrund einer fachlichen Sonderstellung geben. Einer (nach eigenen Angaben, prüfen kann ich das nicht) ist ja hier im Forum recht aktiv. Aber ich denke, das ist eher die Ausnahme als die Regel.
  19. In einem Museum in einem unserer Nachbarländer wurde mir mal erzählt, was für Anstrengung ein "Sammler" wiederum aus deren Nachbarland unternommen hat, um an ein kleines Teil für so. 40.000 Eur aus diesem Museum zu kommen. Erinnert sich noch jemand an das Eisenstangenattentat im Eiskunstlauf? Komische Gestallten hat's überall. Vor einigen Jahren gab es hier diverse Berichte darüber, dass Waffenhändler einen Waffenschein bekamen, weil sie häufig Waffen transportieren. Ob das heute noch so gelebt wird, weiß ich allerdings nicht. Das Beste war jedenfalls der mit der Auflage, dass er die Waffe zum Selbstschutz nur dann führen darf, wenn er eine Waffe für jemand anderen transportiert (so sinngemäß). Das führte dann dazu, dass er zum Selbstschutz seine Waffe führen durfte, wenn er die Kundenwaffe zum Kunden brachte. Auf dem Rückweg hatte er ja nur seine eigene Waffe und für die galt der Schutzgrund ja nicht. Die musste er dann wie üblich nicht zugriffsbereit und nicht schussbereit zurücktransportieren.
  20. Moderativer Hinweis: Hier geht es um die Haltepunktfeststellung in der BW und nicht um Nordamerikanische Geschichte. Bitte zurück zum Topic!
  21. Ihr denkt alle zu kompliziert. Knüppel, die uns zwischen die Beine geworfen werden, werden aus einem einzigen Grund geworfen.
  22. War das nicht so, dass die geladene Lagerung an sich zwar dem Gesetz entspricht, aber ein Gericht daraus ein Verstoß gegen die Sicherheitsregeln gemacht hat und die geladene Lagerung über diese Schiene (persönliche Eignung) zwar nicht verboten ist, aber eben hintenrum ausgeheblet wurde.
  23. Auf Wunsch des Verfassers habe ich einen Beitrag ausgeblendet, zwei recht kurze Antworten darauf ebenfalls.
  24. Na dann zitiere ich dich mal: Du argumentierst klipp und klar: Je weniger Waffen verfügbar, umso weniger Selbstmorde. Und wir kommen hier her: Das fragen wir dich. Du argumentierst doch die ganze Zeit so. Worauf du antwortest: Zu Willst du schon wieder ablenken? Ob die AfD eine einzige, mehrere oder alle meiner Interessen vertritt, habe ich nirgendwo hier in dieser Diskussion thematisiert. Mir eine Nähe zur NPD zu unterstellen (auch wenn es im besten Fall nur rhetorisch gemeint war) betrachte ich als persönliche Beleidigung! Die geringe Misbrauchsrate spricht genauso dafür, wie eine geringe Kriminalitätsrate dagegen spricht. Und Notwehr davon abhängig zu machen, wie oft ein Tatkategorie vorkommt, kann ja wohl nicht sein. Notwehrfähig ist jedes Rechtsgut. Es kommt nicht darauf an, wie oft es insgesamt angegriffen wird. Bauchgefühle stehen hier nicht zur Debatte. Wir diskutieren nicht, wie der Status Quo ist. Das wäre langweilig. Die Frage ist, wie man das Waffenrecht moderner und zeitgemäßer weiterentwicklen kann. Ah, jetzt brauche ich also die Waffen, um micht gegen die Migranten zu verteidigen. Wo hast du das jetzt wieder her? Gebetsmühlenartig in der Tat, aber falsch nicht. Wie oben dargelegt. Und außerdem bleibe ich dabei: Ich lehne es ab, dass einer sich einschränken soll, weil jemand anderes sich sonst umbringen würde. Die Studie besagt gar nichts. Da steht, dass es eine sprungartige Reduktion der Schusswaffensuizide mit der Einführung von Armee XXI gab. Die Grafik zeigt klipp und klar, dass der Trend schon vorher eingesetzt hat - Joker_ch hat sie weiter oben verlinkt. Und es wird nichts dazu gesagt, ob die Suizidquote insgesamt reduziert wurde. Und außerdem bleibe ich dabei: Ich lehne es ab, dass einer sich einschränken soll, weil jemand anderes sich sonst umbringen würde. Schön. Spielt aber keine Rolle. Oder warum glaubst du gibt es überhaupt einen Notwehparagrafen? Wenn du kein Pfefferspray möchtest, dann nim halt keins. Wenn jemand anderes sich im Falle eines Falles verteidigen können möchte und nicht nur einfach auch dürfen täte, dann halte ich das nicht für dumm, sondern genauso vorrausschauend, wie ein erste Hilfe Kurs, ein Verbandskasten, ein Feuerlöscher, ein Anschnallgurt... Ich lgaube mit den fett markierten Passagen ist hier alles zu gesagt. Na dann haben wir es jetzt noch mal ausdrücklich, dass du so argumentierst, dass Schusswaffen die Selbstmordrate erhöhen. Oben hast du das noch abgestritten. Ich zitiere noch mal: Zu Ah, Schaum, heiße Luft und persönliche Erfahrungen. Soso. Sind persönliche Erfahrungen für dich die gleiche Kategorie wie Schaum und Luft? Du kannst ja gerne deine Meinung haben, aber du solltest auch bedenken, dass gerade bei der aktuellen Sicherheitslage (unsere geschätzte Regierung wird ja nicht müde zu betonen, dass wir vom Terror betroffen sind), wie auch von anderen Ländern lernen und handeln könnten, bevor etwas großes passiert. Und Abseits von Terror gibt es genug, wo die Leute dennoch betroffen sind und sich auch dort wehren dürften aber eben nicht können. Wenn du z.B. so auf Auswirkungen von Schusswaffen bei Suiziden rumm reitest, könntest du ja auch mal darauf schauen, wie sich das Einbruchsverhalten ändert, wenn Schusswaffen in den Häusern verfügbar sind.
  25. Das fragen wir dich. Du argumentierst doch die ganze Zeit so. Oh, wie gnädig. Ja, weil sie unsere Interessen vertritt. Die AfD und die FDP haben gegen die EU Feuerwaffenrichtlinie gestimmt. Und die dämlichen neuen Aufbewahrungsregeln sind auch nicht von denen. Was soll denn da kein Argument sein? In der Sekunde, in der man bedroht ist, ist die Polizei nunmal Minuten entfernt und wenn es nur wenige Minuten sind, dann kann man ihr auch keinen Vorwurf machen. Wenn man das Argument nicht entkräften kann, dann definiert man es halt weg, damit man sich nicht damit beschäftigen muss, oder wie? Dieser Thread hier geht doch genau eben um diesen Fall: Eine akute Bedrohung ist so weit eskaliert, dass man sich entsprechend wehren muss. Das ist doch ein no brainer. Eine Methode, die nicht verfügbar ist, kann nicht gewählt werden. Und? Die Frage ist doch, ob jemand dann von seinem Vorhaben ablässt oder statt dessen eben zu anderen Methoden greift. Das macht beim Ergebnis nämlich keinen Unterschied. Und genau da versagen deine ganzen Statistiken. Dann dürfte sich ja in Japan keiner selbst umbringen. Ja ist es, und wer seine Brieftasche nicht verteidigen will, der braucht es ja nicht zu tun. Aber es gilt auch: Wer keins drauf kriegen will, braucht nicht anderer Leute Brieftasche nachzustellen. Notwerhfähig ist jedes Rechtsgut, auch eine Brieftasche. Deine Ironie sehen viele Deutsche nicht mehr so locker, seit die Verkaufszahlen von Pfefferspray und Schreckschusswaffen explodiert sind. Deinen Sarkasmus kannst du dir sparen. Du magst zwar sehr wortgewandt rüber kommen, aber wenn es zentral wird, vermengst du die Begriffe und so ganz nebenbei vesuchst du uns dauernd auf eine völlig nebensächliche Spur zu ziehen, um da dann das eigentliche Thema zu schlagen. Klappt nur nicht. Die Frage ist, ob die Verfügbarkeit von Schusswaffen die Selbstmordrate an sich signifikant erhöht. Und um das ein und für alle mal zu wiederlegen: Das hat sowieso nix mit Führen von Schusswaffen zu tun, denn Millionen von Schützen und Jägern haben sowieso schon ihre Waffe zu Hause. Wenn sie die noch führen dürften, kann sich da null Komma gar nix ändern. Aber wenn ich Mausebär richtig deute, dann hat er hier ein interessantes Studienobjekt gefunden. Insofern profitiert sogar noch eine Uni von diesem Thread. Das ist dein Meinung und die darfst du gerne haben. Aber genauso musst du damit leben, dass andere das eben anders sehen. Die Bedrohung als unrealistisch wegzudefinieren, hilft halt demjenigen nicht, der sie gerade hat. Aber derjenige hat nun mal auch Rechte und die darf er einfordern.
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