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Geschrieben

Das „Extreme Euro Open“  in Hodonice bei Znaim ist das weltgrößte und wichtigste internationale jährliche IPSC-Turnier, sodass dort auch Amerikaner und Asiaten sowie Weltmeister anreisen, um sich zu vergleichen. Das Match ist sofort ausgebucht. Hotels vor Ort bucht man ebenfalls sofort nach der geglückten Anmeldung. Mit dem Standort in Znaim, 1 Stunde nördlich von Wien, ist es gut erreichbar, sodass manche mit Familie anreisen. Man schießt 3 Tage lang auf komplexe Outdoorstages mit viel Stahl und Moving-Targets. Die Tschechen haben dabei wirklich viel Erfahrung. Als Level 3 (ohne overhead) sparen sie m.M.n. auch nicht mit no-shoot-targets oder sonstigen very-sophistcated-targets, was es interessant und abwechslungsreich macht. Es gibt eine brauchbare Infrastruktur und man muss sich als Schütze um nichts kümmern, bisschen Abpicken vielleicht, sofern sie genug Personal finden, was bei täglichen Arbeitszeiten von 13 Stunden plus Anfahrtszeit, 4 Tage lang manchmal schwierig wird. Toller Bewerb. Wie bei jedem Level 3 wollen alle ein gutes Gelingen, sodass dir auch als Neuling das Schießen Spaß machen sollte. Häng dich wo an und nimm dir eine Woche Zeit.

Geschrieben

Level 3-Bewerbe sind die weitaus interessantesten Bewerbe, die es bei dem Sport gibt. Da sie internationalen Standards entsprechen müssen und internationale Kundschaft bringen, ordentlich Geld kosten und das Überleben der meisten (IPSC-)Vereine finanzieren, wird ihnen entsprechendes Augenmerk geschenkt. Es gibt häufig 2-Tages-Bewerbe, bei denen sich die weite Anreise lohnt. Es wird der komplette Spielplatz mit vielen Stages bespielt, also immer zumindest 12 Stages pro Tag bis 20 an 2 Tagen. Es wird ordentlich Zeit und Hirnschmalz in das Stage-Design und Geld in das Stage-Equipment investiert. Es werden alle eigenen und befreundeten ROs und Helfer zusammengerufen, damit der Ablauf gut funktioniert. U.s.w.

 

Level 1-Bewerbe (z.B. Klub-Matches) und Level 2-Bewerbe (z.B. Bezirksmeisterschaften) dienen, um Erfahrung zu sammeln, neues Equipment auszuprobieren und mit Freunden seinen Spaß haben. Level 4 und 5 sind manchmal recht eintönig aufgestellt, um ja allen Ansprüchen und denen der Funktionäre einer Europa-(Welt-)meisterschaft gerecht zu werden. Daher lerne rasch und fahre bald auf Level 3-Bewerbe.

 

IPSC ist echter Breitensport. Jeder freut sich, wenn neue Leute Interesse zeigen und mitmachen. Die Veranstalter mit dem Aufbau-Team genauso wie die ROs. Die paar Top-Schützen hätten überhaupt nichts zu tun, wenn sich nicht die Masse der Leute zu einem guten, interessanten und freundschaftlichen Bewerb zusammentun würden. Die Könner geben dir jederzeit Tipps, wennst fragst. Ich selbst würde niemals einem Anfänger oder ungeübten Schützen gegenüber herablassend auftreten. Das ist (siehe oben) selbstzerstörerisch und dumm. Wenn, dann diskutiert man mit den 80%-Schützen. Bei einem so großen Bewerb versucht man alle erfahrenen ROs zu kriegen und entsprechend zuzuteilen. Dementsprechend ist es für Anfänger noch viel leichter dort mitzumanchen als beim Heimspiel mit irgendwelchen frischinstruierten Kampfrichtern.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb peng peng:

Wird man da als Anfänger nicht ausgelacht?

Nein, das sind eher abstrakte Ängste von Dir. Da steht keiner rum und lacht dich aus.

 

Hatte bisher nur einen einzigen Schützen getroffen der sich für was ganz besonderes gehalten hat und dementsprechend abschätzig war, wenn auch nicht ganz so offensichtlich. Was ich allerdings von anderen erfahrenen Schützen und RO's so gehört habe muss der wohl überall so seinen Ruf weg haben etwas "ganz besonderes" zu sein. Falls der nochmal in meine Squad gewürfelt wird werde ich um versetzung in eine andere Squad bitten.

 

Ich hatte mich bei meinem ersten Lvl3 total verrückt gemacht und mir zu viel Druck aufgebaut, ging dann natürlich total in die Hose. War aber nicht wegen der anderen Teilnehmer oder RO's, sondern weil ich selbst ähnlich gedacht hatte wie Du, und natürlich auch performen wollte. 

 

Habe mich für dieses Jahr zu 19 Matches angemeldet, die meisten Lvl3. Ist noch mein erstes Jahr und das dient mir dazu zu lernen, zumindest rede ich mir das ein :grin: versuche natürlich trotzdem im vorderen drittel zu landen bzw. mein Elo-Rating hoch zu bekommen.

 

Lange Rede kurzer Sinn: Schau dass bei Dir die Basics sowie Sicherheitsregeln verinnerlicht sind, dann kannst Du Dich auch ruhig auf einem "großen" Lvl 3 Match anmelden. Der Vorteil ist dann dass Du bei Matches im Inland oder kleineren Matches deutlich entspannter bist und eher weiter kommst.

Bearbeitet von HeavyGauss
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Sonntag:

und Level 2-Bewerbe (z.B. Bezirksmeisterschaften) dienen, um Erfahrung zu sammeln, neues Equipment auszuprobieren und mit Freunden seinen Spaß haben

Wobei daraus keinesfalls der Schluss gezogen werden sollte, dass die grundsätzlich vom Anspruch her einfacher seien…

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb HeavyGauss:

Dir. Da steht keiner rum und lacht dich aus.

Absolut.

Mache das jetzt 2,5Jahre, rund 30 Matche und habe noch nirgendwo erlebt, dass über einen offensichtlichen Anfänger, genau wie über langsamere oder auch schlechtere Schützen negativ geredet wurde.
Im Gegenteil, es ist eine fast immer sehr offene, freundliche und hilfsbereite Community.

Und wenn mal jemand in der Squad nicht so redebereit sondern fokussiert ist ist das ja auch o.K., denn jeder darf den Anspruch haben, in den sich ergebendenPausen einfach voll konzentriert und fokussiert zu sein.

Geschrieben
19 hours ago, peng peng said:

Wird man da als Anfänger nicht ausgelacht? Ich mein ja nur, wenn da die ganze Weltelite anreist. 

 

Was meinst du was du alles lernen kannst wenn du mal mit bei einem Top Schützen in der Squad landest.

Geschrieben

das ist aber so ein klassiker von neulingen → um himmels willen kein hochrangiges match schießen, man könnte ja schlecht performen.
ich würde immer die komplexesten dinger fahren, da lernt man seine defizite kennen und weiß woran man arbeiten muss.

 

Geschrieben

Ja, Angst brauchst nicht haben. Solange Du nicht die ganze Veranstaltung bremst:D.

Ich finde allerdings das man beim Match auch nicht mehr sieht wie auf YouTube.

Du kannst ja nicht hinterher laufen:gr1:.

 

Mal ne Frage zu Open. 
Viele haben einen Ladehebel, und ich habe auch gehört das die Magazine so hergerichtet werden das der Verschluss nicht offen bleibt. Ich frage mich warum dieses:unknw:

Ich dachte ich plane die Stage so dad der Magwechsel durchgeführt wird bevor es leer wird? 

Geschrieben

Die Durchladehebel sind eher eine Notwendigkeit da bei den Open-Knarren mit Major-Ladungen (deutlich stärker geladen als normale Munition!) der Schlitten evtl zu stark beschleunigt wird und deshalb das Red Dot beschädigen kann. Daher hat man die Red Dots an den Seitenmontagen quasi fest über den Rahmen montiert. Durch diese Brücken und bei der gleichzeitigen Verwendung von geshieldeden Sicherungshebeln hast quasi keine optimale Möglichkeit den Schlitten noch irgendwie zu repetieren, insbesondere nicht bei einer Störung. Zudem hat man etwas weniger bewegte Masse am Schlitten während des Repetiervorgangs, daher ist das Nickmoment auch nochmal geringer.

 

Bei den Magazinen ist es so dass man nicht die Magazine an sich modofiziert sondern flachere Follower einsetzt um eine Murmel mehr laden zu können. Dafür reicht dann der Follower nichtmehr aus um den Schlittenfanghebel innen zu erreichen.

 

Habe ich bei meinem 170mm Magazinen für meine Open auch so gemacht, Serienmäßig gingen da 26 (mit viel Gewürge 27) Schuss rein, mit einem anderen Magazinboden und flacherem Follower bekomme ich nun 29 Schuss rein.

 

Man setzt sich die Reloadpunkte ja sowieso dass man in der Bewegung mit etwas "reserve" im Magazin nachlädt, wenn man dann an einen Swinger kommt oder die eine Plate ums verrecken nicht umfallen will dann hat man noch 1-2 Murmeln mehr im Magazin.

Geschrieben (bearbeitet)

@HeavyGauss 29 Schuss pro Magazin plus ein 2.  Magazin!!!??? 😯 Ein Long Course hat doch max nur 32 Schuss. D.h. rein rechnerisch würde man spätesten nach 16 Schuss nen Magwechsel machen können. Da bleiben aber viele Reserveschüsse pro Mag übrig. Das ist ja klasse. Ich plane meine Magwechsel i d Produktion immer so, dass ich von den 15 mindestens 3, besser vier in Reserve behalte. Leider lässt meine Präzision weniger noch nicht zu. Da mache ich lieber einen Magwechsel mehr als im Optimalfall nötig wäre und schmeise dafür lieber ein Mag mit noch 4 Patronen auf den Boden, falls es doch mal optimal laufen sollte.

BTW die 29 Schuss klappen auch nur im Ausland.😉

Bearbeitet von peng peng
Geschrieben

Stage-Design berücksichtigt bei long und tw auch bei medium courses die verschiedenen Divisionen: auf PCC nimmt niemand Rücksicht, Open wird immer weniger, Classic weiß man nicht wirklich wie es weitergeht, aber die und Production sind beim Stage-Design für manche ein Thema. Um einen gefahrlosen und auch flüssigen Ablauf zu ermöglichen, stehen Targets dann häufig getrennt in Gruppen von 4 oder 7 bis 8 Schuss (bei mehreren Positionen). Also mehrmals beispielsweise 2 x Papier oder 3 x Papier und 1 oder 2 Stahlziele. Damit kann man erreichen, dass Classic-, Revolver- und Production-Schützen nach dem letzten Schuss einer solchen Gruppe die Kanone in bestimmte Richtung halten können und einen gefahrlosen Reload machen können: er fliegt nicht raus und den anderen gehts gut.

 

Wenn nun ein Open-Schütze sowas schießt, würde er vielleicht bereits nach der ersten 4er-Gruppe das Magazin wechseln (28 Schuss offen), das lange Magazin danach hat also nicht genug Reserven und er macht bei guter Gelegenheit einen zweiten Reload oder zittert sich zum Ende, weil es dann häufig unrythmisch und wackelig wird: die Moving-Targets stehen immer ganz hinten. Es ist faszinierend das zu beobachten. Da lernt man viel über gute Abläufe bzw. Magazinwechsel.

 

 

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb Hasenklage:

Ja, Angst brauchst nicht haben. Solange Du nicht die ganze Veranstaltung bremst:D.

 

Da finde ich es problematisch, dass das regelwerk da den ros nicht die möglichkeit gibt zum abpfiff nach einer gewissen zeitmarkierung.
wer mal davon betroffen war das ein neuling auf der 200m bahn in pgubr bei rifle die popper nicht trifft, aber 8 magazine am man hat.
gibt leute dieliegen da 7min wo andere 2 brauchen, wenn du dann eine squad hast wo alle so schießen ist das dann das bottleneck der veranstaltung.
für einen vernünftigen ablauf sollte da eingegriffen werden können.

 

Geschrieben

Ja das verstehe ich, aber wenn ich bei Handgun 20sec länger brauche als der Rest wird das niemanden weh tun.

 

Ausser mir selbst der lernen musste das mir alles mit AA getroffen mich dann trotzdem weit abgeschlagen zurück fallen lässt:shout:

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb schattenspeer:

Da finde ich es problematisch, dass das regelwerk da den ros nicht die möglichkeit gibt zum abpfiff nach einer gewissen zeitmarkierung.
wer mal davon betroffen war das ein neuling auf der 200m bahn in pgubr bei rifle die popper nicht trifft, aber 8 magazine am man hat.
gibt leute dieliegen da 7min wo andere 2 brauchen, wenn du dann eine squad hast wo alle so schießen ist das dann das bottleneck der veranstaltung.
für einen vernünftigen ablauf sollte da eingegriffen werden können.

 

Ein aber wirklich extremes Beispiel, nicht ansatzweise so erlebt.

Kam schon vor, dass ein Supersenior mit neuen Hüften, extrem eingeschränkt im Gehen und Bewegen, bei vielen Stages die doppelte Zeit brauchte.
Ich habe die ganzen 2 Tage nicht einen doofen Kommentar über ihn mitbekommen.

 

Wo ich aber Kritik angebracht finde ist, wenn Schützen, und das passiert bei Anfängern logischerweise häufiger, wirklich nerven und die Squad aufhalten, weil sie logistisch extrem schlecht aufgestellt sind. Schlecht präparierte, abgestimmte oder gewartete Waffen mit andauernden Störungen. Zu wenig Magazine für die Anforderung des Matches. Es gibt viele Dinge, die nichts mit den paar Sekunden für langsameres Schiessen zu tun haben, über den Tag aber andere in der Squad oder auch die ganze Squad Zeit, und damit oft auch Konzentration, kosten.

Da kann und darf Kritik dann auch mal angebracht sein.

Geschrieben

es geht nicht darum irgendwen zu dissen und ich finde es toll wenn ältere menschen auch noch spaß am schießsport haben.
aber mein extrembeispiel ist eigentlich jedes jahr auf der rifle dm zu beobachten, unabhängig vom alter.
ja ich brauch da auch schonmal 1-2 nachschüsse. aber ich mache keine 60 schuss auf 6 popper. dafür sollte es dieses timelimit geben. einfach ne zeitliche vorgabe und wenn du die nicht einhälst ist das halt so. aber da wie son wilder drauf ballern weil man die munition dabei hat und den ganzen wettbewerb ausbremsen ist schon unschön.

 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb schattenspeer:

für einen vernünftigen ablauf sollte da eingegriffen werden können.

Ich habe schon immer nach mehr fixed time und vor allem virginia geschrien. Aber vielleicht hatte man Angst daß zahlende Kunden weg bleiben wenn sie sehen daß sie nicht schießen können? 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb MB69:

Ein aber wirklich extremes Beispiel, nicht ansatzweise so erlebt.

Kam schon vor, dass ein Supersenior mit neuen Hüften, extrem eingeschränkt im Gehen und Bewegen, bei vielen Stages die doppelte Zeit brauchte.

Glaub vor zwei Jahren bei der Schmeisser Rifle: Genau aus den von @schattenspeer genannten Gründen ging das Match bis 19:30 Uhr und es fehlten uns trotzdem zwei Stages (die man am nä. Tag hätte fertig schiessen können. 

Kein Schütze sagt etwas gegen körperlich eingeschränkte, Neulinge oder sonstigen etwas langsameren. Auch wenn diese dann auch noch einen Re-shoot erhalten.

Aber hat jemand eh schon einen Null-Wertung, dann muss man realistisch sein, das Miss akzeptieren und die Stage beenden oder auch mal aufgeben. Drei Minuten und fünf Magazine (oder mehr) in drei Schiesspositionen für zehn Popper, das ist heftig.

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