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Zu großes Patronenlager bei älterer Pistole?


Steinpilz
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Ich hätt da mal eine kurze Frage an die Runde der Experten.

Ich war letztens nachm Schießtraining bei einem befreundeten Vereinskollegen, der gleichzeitig auch Waffensammler ist.

Er zeigte mir einige seiner Stücke und unter Anderem war da eine ältere Pistole im Kaliber 9mmPara dabei.

Augenscheinlich wurde die Pistole benutzt und häufig geschossen, ist allerdings in anbetracht des Alters in sehr gutem Zustand (Lauf blank, Lager sauber und glatt)

Nach der Beschriftung dürfte es eine französische Pistole sein, den Namen hab ich mir leider nicht gemerkt.

Das Seltsame an der Pistole ist daß das Lager etwas sehr groß gefertigt ist,

Da wir grad vom Schießen kamen, hatte ich meine Glock dabei und wir verglichen die Lager indem wir eine Patrone in die Lager der ausgebauten Läufe probierten.

Im Glock-Lauf hatte die Patrone minimales Spiel, so wie ichs bisher gewohnt war.

Im Lager der alten Pistole schlackerte die Murmel herum wie ein Kuhschwanz

Da die Pistole ja wie gesagt scheinbar geschossen wurde und das nicht zu wenig, frage ich mich nun wie das sein kann.

Vom Wiederladelehrgang ist mir noch im Gedächtnis daß das Lager unbedingt passen muss, sonst......

Was für Folgen ein zu großes Lager haben kann wurde aber nicht wirklich erklärt.

Da mein Kollege nicht vorhat diese Pistole zu schießen ist meine Frage zwar rein theoretischer Natur, trotzdem intressierts mich.

Also, wie kann es sein, daß eine Pistole mit derart großem Lager ohne Folgen schießt bzw. funktioniert/repetiert?

Hat man früher vielleicht größere Lager gefertigt um unterschiedliche Munitionsfabrikate (evtl. waren die Toleranzen früher größer?) verschießen zu können?

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Ja und? :confused:

Auch wenn alles CIP-konform ist, kann es deutliche Unterschiede haben.:closedeyes:

Meine Voere 2185 Match in .308 Win mit einer Seriennummer < 100 mag geschätzt über 10 % der 150 grs. VM Mun. von Magtech, die Neuware die Frankonia verkauft, nicht. Die Patronen sind ihr nicht sauber genug kalibiert. Mein LuxDefTec L1A1 schluckt dafür auch genau die selben krummen Patronen, die die Voere beim Zuführen klemmen lassen, ohne Probleme. Alles drei ist wunderbar nach CIP gearbeitet aber trotzdem klemmt die Munition in der etwas enger gearbeiteten Waffe und wird von einen anderen Gewehr mit einem toleranter gearbeiteten Patronenlager anstandslos gefressen. :AZZANGEL:

Dein

Mausebaer

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Ja und? :confused:

Auch wenn alles CIP-konform ist, kann es deutliche Unterschiede haben. :closedeyes:....

Hab ich nicht bestritten.

Aber da es eine reine Sammlerwaffe ist, sollte man zunächst mal auf den Beschußstempel schauen bevor man hier großen Bohei macht ...

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Wieso Bohei? :huh: Ohne konkrete Daten ist das ein Null-Post. Jene Pistole kann 100%ig CIP-konform und sogar gütig beschossen sein oder aber auch nicht. GIGO halt - wer mit Informationsmüll fragt, kann auch nur informativen Müll als Antwort bekommen. :AZZANGEL:

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Eben ...

9 mm Browning long? 9 mm Bergmann-Bayard?

dies zu beantworten wäre Sache des "befreundeten Vereinskollegen, der gleichzeitig auch Waffensammler ist"

der MUSS das beantworten können. einfach mal fragen!

gruß alzi

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Also zu euren Fragen.

Das Kaliber der Pistole ist definitiv 9mmPara.

Es steht etwas auf Französisch auf dem Schlitten, aber einen Hersteller hab ich nicht gesehen, das was da stand hörte sich eher nach dem Modellnamen an.

Konnte man leider etwas schwer lesen da es sehr schwach geprägt ist.

Beschusszeichen sind auf dem Lauf.

Zumindest denke ich daß es Beschusszeichen sind, ich kenn mich da leider nicht so aus.

Die Pistole wurde vor Jahren schon gekauft, da es aber ein reines Sammlerstück ist, wurde das mit dem großen Patronenlager bis jetzt nicht bemerkt.

Und dann komm ich und mach ihm das Ding madig ^^

Seine Begeisterung hielt sich verständlicherweise in Grenzen, denn sollte damit etwas nicht in Ordnung sein, mindert das natürlich den Wert.

Angenommen er lässt die Waffe neu beschießen und sie fällt beim Vermessen des Lagers durch, kriegt er sie wieder oder wird zumindest der Lauf vernichtet?

Sie ist ja derzeit auf seiner roten WBK eingetragen und eigentlich nicht zum Schießen vorgesehen.

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LOL :lol2:

Eindeutig eine französische Lizenzfertigung der Beretta 92G :tramp4:

Eine Sammelwaffe braucht keinen gültigen Beschuß, da das Bedürfnis ja nicht zwingend mit dem Schießen der Waffe zu tun hat. Wenn sie den Beschuß wegen zu großer Toleranzen nicht bestände, gibt es halt kein DE + Adler über N + Datum + Beschußamtssiegelabdruck.

Dein

Mausebaer

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Na das ist ja schon mal ne gute Nachricht. Ich hab grad mit dem Unglücksraben telefoniert und er wird die Pistole mal zum Büchsenmacher bringen.

Eine vorläufige Begutachtung sollte der auch machen können, evtl. sogar mit einer Lagerlehre prüfen.

Ich bin wirklich gespannt, so viel Spiel hab ich in einem Lager noch nie gesehen.

Ein Maß hab ich jetzt auch.

Ich weiß nicht welche Toleranzen nach CIP zulässig sind, aber am hinteren Ende des Lagers ist das Maß angeblich 10,25mm.

Eine Patrone hat an dieser Stelle 9,85mm.

Das bedeutet, daß die Patrone satte 0,4mm Spiel hat.

Ich hab leider keinen Messschieber hier um mal das Lager meiner Glock an der Aussenkante zu messen, aber vom Gefühl her ist es weit von diesem Spiel entfernt.

Edited by Steinpilz
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Ja, 9mmPara steht drauf. Das ist das Einzige was ich lesen konnte :-)

Ich hab schon gesucht aber ich find kein Bild von der Pistole im Netz.

Hätte ich eins von diesen "Smartphones" hätt ich ein Bild machen können als ich dort war, aber ich wehre mich immer noch erfolgreich mir so ein Ding anzutun.

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Hab sie gefunden, glaub ich.

Nun ja, bei der hier steht auch was französisches auf dem Verschluss, trotzdem kommt sie aus Belgien und ist J.M.B.s Konstruktion aus dem Jahr 1935.

blcj.jpg

Wenn eine ältere 9mm Para häufig/regelmäßig zum Schießen ausgeführt wird, dann denke ich da eher an (m)eine HP.

CM :)

Edited by cartridgemaster
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Nönö, das ist sie schon. Der Markante Höcker hinten am Schlitten kommt ja nun nicht so häufig vor :-)

Gibts eigentlich irgendwo eine Liste mit CIP-Toleranzen?

Dann könnte man ziemlich schnell feststellen ob das Lager noch im Gut-Bereich liegt.

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Ich weiß nicht welche Toleranzen nach CIP zulässig sind, aber am hinteren Ende des Lagers ist das Maß angeblich 10,25mm.

Eine Patrone hat an dieser Stelle 9,85mm.

Das bedeutet, daß die Patrone satte 0,4mm Spiel hat.

quark. das höchstmaß am patronenboden beträgt 9,96mm, das mindestmaß im lager an dieser stelle 10,00mm. macht nur noch 0,29mm spiel.

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Ähm, also diese Maße sind ja selbstgemessen.

Die Patrone hat 9,85mm vor der Auszieherrille (gemessen an einer Geco Patrone) und das Lager der Pistole hat an dieser Stelle 10,25mm

Das sind für mich genau 0.4mm Spiel.

Daß die Maße so stimmen muss ich jetzt mal ungesehen glauben, sie wurden mir ja per Telefon mitgeteilt.

Aber ich glaub schon daß mein werter Herr Kollege einen digitalen Messschieber ablesen kann ;-)

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Wie gesagt, es geht hier eigentlich nur um den Wert bzw. die theoretische Funktionstüchtigkeit der Pistole.

Eine funktionstüchtige Sammlerwaffe die geschossen werden könnte, ist natürlich besser zu veräussern als eine, deren Patronenlager nicht den Vorschriften entspricht.

Wäre ich Sammler, würde ich mir sowas nicht kaufen, da kann man sich auch ne Dekopistole anschaffen.

Und neugierig wie ich nun mal bin, intressierts mich mittlerweile selber.

Erstens wie ein Patronenlager so groß sein kann und die Pistole trotzdem in den Handel kommt und zweitens vom technischen Standpunkt aus, was für Auswirkungen hat ein derart groß gefertigtes Lager beim Schuss.

Mittlerweile hab ich gelesen, daß es zu Störungen beim Ausziehen der Hülse kommen kann.

Und wie ich auch schon sagte, damals beim Wiederladelehrgang wurde nur gesagt, daß ein Lager nicht zu groß sein darf, über die Auswirkungen wurde nichts erwähnt, oder ich habs vergessen :-)

Wenn also hier jemand was weiß, immer her damit.

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