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IGNORED

Ein ganzer Raum als Safe unter waffenrechtlichen Aspekten


Tina_74

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Hallo ihr Lieben.

Ich habe folgende Idee: Da mir die ganze Safe- und Sicherungsgeschichte auf den Keks geht und einige von euch ja bereits

Erfahrungen mit modifizierten (sprich: verstärkten) Kellerräumen gemacht haben, die als "begehbarer Safe" dienen, möchte

ich nun einmal herausfinden, ob nicht auch ein ganz normaler (Büro-)Raum als Safe möglich ist. Auf die Idee kam ich dank

dieser Tür: http://www.safedirect.de/pageID_3848421.html

Ich habe keine Lust mehr auf kleine Safes mit Frickelschloss und stets zu kleinem Waffenfach. In meinen Safes liegt

mittlerweile alles mögliche: Waffen, Munition, Zubehör, Unterlagen, etc. Es wäre doch viel sinnvoller, nach einem Arbeitstag

einfach die sprichwörtliche Tür hinter sich zu machen zu können und gut is´. Fallen euch spontan andere Modifikationen ein

als bei einem Kellerraum (mal abgesehen von den Fenstern, die man sicherlich "bruchfest" machen müsste :-)? Hat jemand

schon einmal eine waffenrechtlich relevante Abnahme für ein solches Büro bekommen? Mich interessieren wie üblich nicht

Kontaktadressen, sondern Erfahrungen. Ich find die Idee wirklich faszinierend!

LG

Tina

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In diesem Zusammenhang:

Worüber ich noch nie bewußt was gelesen habe, ist, einen (Keller-)Raum auf das Niveau "Blechschrank mit Stangenriegelschloß" zu bringen.

Dann könnte man nämlich die Mun. und das Pulver einfach so reinstellen (und sich auch keine grauen Haare wachsen zu lassen, ob in den 5.000 .40er-Hülsen in der Tonne, die man mal en gros bekommen hat, nicht doch noch irgendwo eine einzelne Scharfe steckt oder ob nicht mal eine Patrone in eine Falte des Range Bags geschlupft ist und desh. theoretisch nicht korrekt im Mun.-Schrank verwahrt ist).

Gibt's was in DIESE Richtung an Informationen?!?

Grüße

Iggy

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Hallo!

Danke für die Links, aber da geht es ja auf den ersten Blick vor allem um Kellerräume. Ich möchte aber im Idealfall meinen

Büroraum entsprechend "aufrüsten". Da würden mich Erfahrungen natürlich sehr freuen, und das nicht nur, weil es dort auch

ein Fenster gibt (welches bitte nicht zubetoniert werden soll :-). Den gravierenden Unterschied (und die für das Forum eventuell

vorhandene Innovation) sehe ich darin, dass in diesem Raum ja ganz normal gearbeitet werden soll - und daß dieser Raum dann

auch nach Arbeit aussehen soll. Soll heissen: Eine Waffe liegt eventuell in der Schublade, da stehen Ordner rum, ich hab dort

PC, Drucker usw. usf. Und die Tür sollte tunlichst wie eine Bürozimmertür aussehen und nicht nach Bank of England. Das Ganze soll

so unauffällig wie möglich in meine Wohnung integriert werden, in der auch mein Büro ist.

LG

Tina

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Das wird dir hier niemand beantworten können - zumindest nicht verlässlich - weil nienmand Deine Örtlichkeiten kennt und z.B. meine Vorgaben für dich nicht gelten können.

TIP: Frage bei Deinem SB nach dem zuständigen Ausßendienstmitarbeiter für Deinen Bereich.

Dieser kommt dann bei dir vorbei und sagt dir genau, welche Bedingungen du erfüllen musst, welche (baulichen) Änderungen du umsetzen musst und die sonstigen Dinge.

Es spielt auch eine große Rolle, welche Art und Anzahl von Waffen und Mun du aufbewahren willst.

Bei uns wird diese Beratung und die anschließende Abnahme von der Polizei durchgeführt und ist kostenlos.

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Hallo Tina

Ich gehe davon aus, daß du KWs und mehr als 10LW lagern möchtest.

Zuerst wirst du die Wand des zukünftigen Bürotresorraums in Augenschein nehmen müssen. 15cm Stahlbeton oder 24cm Kalksandstein (von der Sorte, die unter einen Sturz kommen) sollten es schon sein. Ansonsten wirst du nachbessern müssen.

Dann eine Tür. Ich schlage dir eine Tresortür mit Sicherheitsstufe VDS1 vor. Macht zu VDS0 preislich wenig aus, du kannst aber unbegrenzt lagern und die Kracher auch mit Murmeln bestücken. Wenn du wert auf die Optik legst, da ist fast alles Machbar, kostet aber dann ein Heidengeld. Eine normale Tresortür mit elektr. Schloss bekommst du für etwas über 2tsd. Euro. Für eine schicke Tür nach deinen Wünschen rechne mal mit dem Doppelten bis dem Dreifachen.

Aber jetzt kommt der Knackpunkt: Du möchtest in dem Raum arbeiten. Nichts dagegen zu sagen, Solange du alleine bist und die Waffen ständig unter Kontrolle hast. Wenn du rausgehst und ein anderer könnte daran, mußt du die Tür schließen.

Ansonsten kannst du sicherlich das Projekt verwirklichen.

Steven

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Tina

Hallo Tina,

es ist durchaus möglich einen solchen Raum zu sichern wenn die Kosten für Dich keine Rolle spielen.

Aus meinem Bekanntenkreis hatte jemand Ähnliches vor u. hat es dann in Zusammenarbeit mit der zuständigen Stelle bei der Kripo auch realisiert .

Das Fenster muß einbruchsicher sein mit Zertifizierung, was das Ganze extrem verteuert. Glasstärke waren 40mm. Zusätzlich mußte er noch ein Stahlgitter vor das Fenster setzen.

Die Eingangstür mußte eine zertifizierte Tresorraumtür sein.

Da er auch Kurzwaffen in diesem Raum lagern wollte, kam er um eine Alarmanlage nicht herum. Die wiederum nur eine zertifizierte Firma einbauen durfte. Adressen bekam er von der Kripo.

Aufgrund der Lage dieses Raumes, mußte er die Alarmanlage nicht bei einer Zentrale aufschalten lassen, sonst hätte er zusätzlich monatlich noch löhnen können.

Da eine Wand im Innenbereich nur 11,5 cm hatte, mußte er diese Mauer auf insgesamt 25cm vormauern lassen.

Dieser Spaß hat Ihn ca. 15000 Euro gekostet.

Gruß wolli2002

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Hallo Tina,

Gruß wolli2002

Hallo zusammen.

Das waren die Infos, die ich meinte. Dass niemand anderes in den Raum darf, wenn ich nicht

anwesend bin (oder derjenige nicht auch eine WBK/einen WS hat), war mir klar. Und dass es

teuer werden dürfte, auch. Aber es ist zumindest reizvoll, das Ganze mal durchzuplanen. Auch

wenn die baulichen Veränderungen ggf. noch eine entsprechende Hürde sein dürften. Das mit

dem vergitterten Fenster missfällt mir im Übrigen :-(

LG

Tina

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Das mit dem vergitterten Fenster missfällt mir im Übrigen :-(

Tina: man könnte das Schutzgitter auch innen anbringen und als Notausgang nutzen, dafür muss es entsprechend beweglich sein. ;)

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Geht auch ohne Gitter, bei entsprechender Schutzerwartung der verbauten Fensterelemente und Gläser...

Sollte man annehmen. Aber ob Gitter oder nicht, hängt von dem zuständigen Beamten ab der auch die Abnahme macht.

Übrigens, 40mm Panzerglas baut man nicht in jeden Fensterrahmen ein. Der Rahmen muß in Verbindung mit dem Glas abgenommen sein, sonst bekommt man nicht den Aufkleber mit der Zertifizierungsnummer, u. ohne diese Nummer keine Abnahme. Das Fensterelement meines Bekannten wiegt stolze 160kg.

wolli2002

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In diesem Zusammenhang:

Worüber ich noch nie bewußt was gelesen habe, ist, einen (Keller-)Raum auf das Niveau "Blechschrank mit Stangenriegelschloß" zu bringen.

Dann könnte man nämlich die Mun. und das Pulver einfach so reinstellen (und sich auch keine grauen Haare wachsen zu lassen, ob in den 5.000 .40er-Hülsen in der Tonne, die man mal en gros bekommen hat, nicht doch noch irgendwo eine einzelne Scharfe steckt oder ob nicht mal eine Patrone in eine Falte des Range Bags geschlupft ist und desh. theoretisch nicht korrekt im Mun.-Schrank verwahrt ist).

Gibt's was in DIESE Richtung an Informationen?!?

Grüße

Iggy

Wenn du eine F 90 Tür drin hast mit einem Sicherheitsschloss sind alle Spatzen gefangen. Normales Fenster musste dann aber vergittern. Um die Sache ganz rund zu machen sprich mit deiner kriminalpolizeilichen Beratungsstelle (kostenlos), die geben auch eine Empfehlung schriftlich ab. Wenn die dem SB vorliegt ist alles klar. In einem meiner Bereiche klappt die Zusammenarbeit zwischen Kripo-Beratung, Ordnungsamt/Waffenbehörde und den LBW ganz hervorragend.

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Hallo Tina

Ich gehe davon aus, daß du KWs und mehr als 10LW lagern möchtest.

Zuerst wirst du die Wand des zukünftigen Bürotresorraums in Augenschein nehmen müssen. 15cm Stahlbeton oder 24cm Kalksandstein (von der Sorte, die unter einen Sturz kommen) sollten es schon sein. Ansonsten wirst du nachbessern müssen.

Dann eine Tür. Ich schlage dir eine Tresortür mit Sicherheitsstufe VDS1 vor. Macht zu VDS0 preislich wenig aus, du kannst aber unbegrenzt lagern und die Kracher auch mit Murmeln bestücken. Wenn du wert auf die Optik legst, da ist fast alles Machbar, kostet aber dann ein Heidengeld. Eine normale Tresortür mit elektr. Schloss bekommst du für etwas über 2tsd. Euro. Für eine schicke Tür nach deinen Wünschen rechne mal mit dem Doppelten bis dem Dreifachen.

Aber jetzt kommt der Knackpunkt: Du möchtest in dem Raum arbeiten. Nichts dagegen zu sagen, Solange du alleine bist und die Waffen ständig unter Kontrolle hast. Wenn du rausgehst und ein anderer könnte daran, mußt du die Tür schließen.

Ansonsten kannst du sicherlich das Projekt verwirklichen.

Steven

Hallo.Aber muß die Munition nicht getrennt von den Waffen gelagert werden?

Wenn beides in einem Raum steht, stell ich mir das problematisch vor.

Oli

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Und bei dem ganzen heraufbeschwörenden Amok-Gelaber einer gewissen Organisation haben wir ruck-zuck den nächsten Fall und Du kannst Dir dann in Deinem Wertraum in Zukunft nur noch eine Feinwerkbau 300S-Sammlung und die Erma-Gaser anschauen.

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Das mit der kriminalpolizeilichen Beratung ist so eine Sache. Zwar sind die kompetent und freundlich und geben einem sehr gute Tipps, aber sie sind am Ende nicht diejenigen, die die Sache letztendlich abnicken. Dafür ist nämlich das Landratsamt zuständig.

In meinem Fall schaute sich der Kripo-Berater um, hörte sich an, was ich vorhabe und am Ende wollte es wohl auf Nummer sicher gehen und empfahl einen Ausbau nach VdS-Klasse 6. Und da stand ich plötzlich und merkte, das alleine die WK6-Tür mit Anlieferung und Einbau bereits 20.000,- kostet, für den Wandausbau weitere 18.000,- und die EMA-Anlage nochmal 20.000,-. Für die Summe kann man sich dann auch gleich ein altes Bankgebäude auf dem Dorf als Zweitwohnsitz für die Sammlung kaufen...... Und wenn solche Formulierungen erstmal im Raum stehen, ist das auch mit dem LRA schlecht wegzudiskutieren. Deshalb lieber gleich mit dem zuständigen SB die Sache durchgehen.

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