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Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
Also ganz klar: Da wo Masken nach Gesetz/Rechtsverordnung vorgeschrieben sind, muss man auch eine tragen. Insoweit: Ende der Diskussion. "Folgen auf erstes Wort" hat mir schon mein Opa beigebracht und wenn 's nicht geklappt hat, bekam ich eine gelangt. Diesen Gehorsam muss man nach Jahrzehnten antiautoritärer Erziehung erst wieder in der jüngeren Generation aufbauen, erst dann sind auch wieder andere Dinge möglich. Insofern kann man die Maskenpflicht teilweise auch als Gehorsamsübung fürs Volk ansehen. Und als bewußtseinserweiternde Massnahme, da wo fallende R-Werte oder gar ausbleibende Neuinfektionen in ganzen Bundesländern sonst ein fehlendes Gefahrenbewußtsein bewirken könnten. Böse Zungen reden auch von "Maulkorbpflicht". Andererseits: Wer weiß schon, was in Wuhan noch so lagert und wie das Virus noch mutiert... Aber da - auf den Schießständen - wo gar keine vorgeschrieben sind wie bei @762 oder wo sie nur bedingt vorgeschrieben sind (es also gesetzlich mögliche Alternativen gibt) wie bei @weissblau kann, darf, ja soll man sein Hirn bitte einschalten: Die Maskenpflicht ist schon unter Experten umstritten. Die WHO äußerte sich kritisch, der Weltärztepräsident ebenso, jüngst hat sich auch die kassenärztliche Bundesvereinigung (das Ärzteorgan, dass die ambulante Krankenversorgung in D überwacht) sehr kritisch geäußert. Selbst medial aufgebaute, regierungsnahe Spitzenmediziner äußern sich mal so, mal so. Ich habe im Rahmen von nuklearmedizinischen Herzuntersuchungen jede Woche ältere Herrschaft auf dem Fahrradergometer sitzen. Schon bei 25 Watt Minibelastung können die mit Maske nicht: Die muss immer runter. COPD/Lungeneinschränkungen, Herzvorerkrankungen uvm.: Wer die Maskenpflicht auf dem Schiessstand einführt, um den älteren Herrschaften entgegen zu kommen, belastet diese ggf. mehr als er denkt! Den relativen Sauerstoffmangel in Zusammenhang mit einer gewissen körperlichen/sportlichen Betätigung packen die einfach nicht mehr so ohne weiteres! Wer eine Maskenpflicht ohne jede Norm fordert, bekommt günstigenfalls mehrlagige/kochfeste (=rein weiße) Stoffmasken, die noch immer etwa 50% der Viren durchlassen. Schlimmstenfalls bekommt er grobmaschig-gehäkelte, die 0 Schutz bewirken, oder wochenlang benutzte Virenschleudern (Coronaviren sollen bis 7 Tage an der Außenseite von Stoffmasken "überleben"/aktiv bleiben), die dann auf dem Schiessstand auch noch mit Bleifingern zum weiteren Schadstoffeintrag des Benutzers (den man ja eigentlich schützen will) beitragen. So wird oft nur ein Pseudoschutz bewirkt. Gesichtsvisiere sind zwar bei Husten/Niesen effektiver, aber im Schiessbetrieb oft unpraktisch. Und sichere FFP3-Masken sind derzeit kaum verfügbar und daher schlicht zu teuer. Wer seine "älteren Kollegen" auf dem Schiessstand schützen will, der sollte bei Husten/Niesen schlicht und konsequent zuhause bleiben. Plexiglasabtrennungen wo immer möglich sind auch viel effektiver als diese selbstgenähten Stofflappen. Und wer tatsächlich die "Virenlast" runterbekommen will, der kann auf reinen Indoor-Ständen wirklich mal über Raumluftfilteranlagen mit HEPA oder Hyper-HEPA-Filtern nachdenken. Es gibt tatsächlich Schiessstände, die sowas haben. Habe ich verlinkt. Die Dinger gibt es auch für Großbüros zum Aufstellen auf Rollen. Schnell+einfach. So teuer sind die nicht, einige hundert Euro aufwärts. Und wenn man sich TEST-Berichte durchschaut, findet man auch die Geräte mit günstigen Filterfolgekosten raus. In bestimmten Arztpraxen ist für manche Räume (Heißlabor etc. ) nach DIN ein 8facher Raumluftaustausch pro Stunde vorgeschrieben. Ein Klimaanlagenbauer hat einen Kostenvoranschlag von etwa 20.000 EUR für mehrere Räume gemacht. Sooo teuer ist das alles gar nicht, wenn man einen Indoor-Stand hat, der auch von externen Einnahmen (Jagdschulen, Sicherheitsfirmen, Behörden) lebt/leben muss. Vor allem, wenn man gegenrechnet, was sonst alternativ ein stark eingeschränkter Betrieb (nur 2 Leute/Stand etc.) kostet bzw. was einen da an Einnahmen entgeht. Und wer denkt, die Einschränkungen rund um Corona etc. sind im Herbst vorbei, der hat immer noch nichts begriffen. Langfristig planen - und langfristig rechnet sich dann vieles! -
Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
Ich rede jetzt primär von geschlossenen Indoor-Ständen: Ich zumindest habe keine teuren Standumbauten vorgeschlagem Solide Plexiglastrennscheiben zwischen den einzelnen Schützenbahnen (nur an der Feuerlinie) wären nicht teuer und sind schnell installiert. In Einkaufszentren, Banken etc. werden solche Plexiglasdinger dann als Grund angesehen, dass das Personal dahinter keine Masken mehr tragen muss. Analog wäre das auch bei den Schützen so zu machen. Die "Maskenpflicht" bringt nichts, sondern ist auf dem Schiessstand höchstens ein Zusatzgesundheitsrisiko - zumindest in der aktuellen Form. Es ist ja nicht mal Kochwäsche für selbstgefertigte Masken vorgeschrieben. Es existieren Null Vorschriften und damit null Sicherheit. Gestern kam eine Patientin zu mir mit grobmaschig gehäkelter "Maske": ein Witz!!! Dann lieber Plexiglas statt Maske! Hat den zusätzlichen Vorteil: Die Standkapazität wäre wieder voll nutzbar. @grayson: Die von Dir zitierte VO ist für outdoor. Anforderungen für Indoor-Sportanlagen entdecke ich darin nicht - oder gibt es dafür eine eigene VO? -
Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
Schnell und unkompliziert ist gut. "Praktisch" ist Mundschutz etc. schon weniger. Letzten Endes geht es auch um Kapazitäten - die Stand Kapazitäten zu halbieren oder zu dritteln, auf lukrative Kursbelegungen etc. zu verzichten, das werden manche nicht für längere Zeit hinnehmen können. Und der Plan für die Pandemie ist ja eher in Richtung 2-3 Jahre, wenn man die weiteren Wellen realistisch nach Aussagen div. Politiker einschätzt. Also lohnt ein nachhaltiges Konzept. Zudem kannst Du mit max. 2 Leuten auf einem Stand halt keine Wettkämpfe abhalten - und das ist ja der Kern des Sportschützentums , nicht nur für Kontingentüberschreiter... -
Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
Hier geht's um einen ganz geschlossenen Indoor Stand. Die sind noch fast überall zu, also muss man was bieten. Ich habe nur ein paar Vorschläge gemacht, die zum einen eine höhere Standbelegung ermöglichen könnten und damit einen wirtschaftlichen Betrieb und die zum anderen eine sinnvollere Alternative zum Mundschutz sein könnten. Nix Fleisspünktchen, aber manchmal hilft es, wenn man weniger reflexgesteuert antwortet... Und ich habe auch nix vom Autoklavieren der Leihwaffen geschrieben... 😉 -
Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
Schön für euch, zumal es sich ja um eine geschlossene Raumschießanlage zu handeln scheint. M.E. (aber das müsst ihr entscheiden): 1. Klarstellung welches Desinfektionsmittel zur Leihwaffenreinigung verwendet werden soll. Nicht jedes ist für Waffen geeignet und nicht alle gegen Coronaviren gleichermaßengeeignet. 2. Damit ihr den unsäglichen Mund-Nasenschutz wegbekommt, würde ich über HEPA-/HyperHEPA-Filter in der Lüftungsanlage nachdenken (zur Senkung der Virenlast) oder ein Standluftfiltergerät dazu besorgen. Soo teuer sind die nicht. U.U. evtl. auch H2O2 Kaltverneblung über Nacht. 3. Ein Mund-Nasenschutz ist eher ein Gesundheitsrisiko,v.a. wenn er unspezifiziert ist, nicht regelmäßig ausgekocht wird und womöglich falsch benutzt wird (z.B. ständig mit "verbleiten" Händen dran rumgezupft wird etc.) 4. Statt der enormen Absenkung der Nutzerzahlen (was ja viel Geld kostet) - die zudem wenig bringt, denn wenn einer doch hustet/niest, fliegen die Coronaviren 7-8 m weit - würde ich überlegen, ob es nicht billiger für den Verein ist, (ggf. größere) Plexiglasscheiben zwischen den einzelnen (Pistolen-)Schützenbahnen zu installieren Ist ein weit effektiverer Schutz beim Niesen/Husten als ein unspezifizierter Stofflappen vor dem Gesicht und ist im Kundengeschäft (Einzelhandel/Banken zunehmend Usus. -
Das Hera H3L Magazin sieht gut aus und hat einen vernünftigen Preis. Verschlussfangfunktion ist da, Handling stehend (z.B. für IPSC) ist bestimmt super (vgl. von @Raiden oben verlinktes Video). Nachteile: kein Zerlegen zur Reinigung möglich und für Magazinwechsel im Liegendanschlag (z.B. BDS Fertigkeit) sicher zu lang. Rechtlich denke ich, dass Hera die Magazinkörperverbotsgeschichte gut umschifft hat durch die "Einbuchtungen" beidseits. Was aber oft vergessen wird, ist der "Anscheinsparagraph" (§6 AWaffV): Immer mehr Sportschützen kaufen sich kurze AR's in .223 mit 14,5 Zoll-Lauf etc., die inzwischen erfreulich oft beim BKA für Sportschützen "durchgehen" - aber halt nur mit kurzem 10er Magazin. Auch wer als Sportschütze auf Bullpup oder ARs in 5,45x39 (wie ich), oder in 7,62x39 oder in "6,5 Grendel" etc. setzt, bekommt vom BKA mitunter den Freipass - aber auch dann ist halt ein optisch langes Magazin ein "Anscheinsproblem". Meine Lösung: Eine Griffverlängerung unter das Magpul-10er machen, die halt wie eine Griffverlängerung aussieht und nicht wie ein langes Magazin. Ein so verändertes Mag hatte ich extra zusammen mit der AR in 5,45x39 und das ging bei mir dann auch "durch". Die Griffverlängerung ist so, dass sie auch optimal beim Liegendanschlag genutzt werden kann und eben keine Anscheinsprobleme macht.
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Vielleicht hilft Dir dieser Link weiter: https://en.wikipedia.org/wiki/Project_Appleseed
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Social distancing ist das führende Konzept. Somit sind die Standplätze knapp, weil z.B. nur max. 2 Personen auf einen bestimmten Stand (der sonst 6-7 Schützen zulässt) dürfen. Daher primär nur für Vereinsmitglieder. Wenn aber dennoch Platz frei ist, geht es ggf. auch für Nichtmitglieder. Nachfragen lohnt 😉
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Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
Das entscheidest nicht Du...abwarten. -
Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
@chapmen Es sind eben 3 Jahre Gehorsamkeitsübungen vorgesehen. Hammer and dance. -
Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
@Proud NRA Member Leider sind die Paramedics in New York aber aktuell dazu verdonnert worden, bei Verkehrsunfällen keine cariopulmonale Reanimation mehr zu machen. Nulllinien- EKG = das war es. Wegen Corona will man keine ICU Kapazitäten einschränken. Obwohl Kapazitäten schon noch vorhanden wären. In Deutschland tendiert es auch ein bisschen in die Richtung. Nicht vergessen : Die Bundestagsdrucksache hat 2,5 Millionen Tote nicht durch die Virus Infektion, sondern durch die mangelnde Behandlung der übrigen Erkrankungen vorhergesehen. Leider werden diese Kollateralschäden von den Epidemiologie und Virologen, v. a. aber von der Politik kaum thematisiert. -
Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
Im Prinzip hat der DSB ja einiges gefordert, vieles bleibt vage, aber immerhin: Zwischen jedem Schützen sollen 1-2 Bahnen leer bleiben. Gut, ist machbar, aber bei 6-8 Bahnen dann 2-3 Schützen und dafür dann wieder eine Aufsicht, das macht es wirtschaftlich schwer. Kurse mit lohnenden Teilnehmerzahlen und Wettkämpfe für die Kontingentüberschreiter gibt es so erstmal nicht. Dann sollen Flächen desinfiziert, Vereinswaffen professionell und sicher desinfiziert werden, Mundschutzhygiene, korrekte Händedesinfektionen überwacht, permanentes social distancing angemahnt und Risikogruppen angesprochen werden. Hand aufs Herz: Wer bekommt diese Inhalte in einem Schiessleiter Lehrgang vermittelt? Was passiert, wenn ein Schiessleiter bei der "insbesondere" vorgeschriebenen Vereinswaffendesinfektion selbige aus Kenntnismangel eher kontaminiert statt desinfiziert? Und wenn so viele neue Aufgaben auf die SL zukommen - wo steht dann, dass das Standpersonal entsprechend aufgestockt wird? Und wer bezahlt dies, wenn zugleich nur noch 1/3 der Schiessbahnen nutzbar sein sollen? -
Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
Respekt, da hat sich jemand viel Gedanken zum "social distancing" auf dem Schiessplatz gemacht, da sind klasse Tipps dabei!👍 Bei den Masken handelt es sich wohl um diese hier von Premium Bodywear: https://www.vpt-sachsen.de/cms/upload/pdf/Artikelbeschreibung_Mund-Nasen-Maske.pdf Hier würde ich Eure Wahl nochmals überdenken: Die Maske hat keinen Nasenbügel wie andere Stoffmasken div. Bekleidungsfirmen - dadurch besteht vermehrte Gefahr des Beschlagens der Schiessbrillen Die Maske ist zwar großteils aus Baumwolle - aber nicht kochfest. Auch da gibt es andere Stoffmasken, die hygienisch bei 90-95 Grad waschbar sind. Die Maske scheint nur 2lagig und schafft (natürlich) keine Norm. Andere Stoffmasken bieten da schon mehr. Insgesamt muss nochmal bewusst werden: Solche Stoffmasken schützen einen selbst eigentlich gar nicht. Ist man selber infektiös, können andere beim Husten/Niesen ggf. weniger Tröpfchen abbekommen. Vieles zischt aber immer noch durch! FFP3 Filtermasken schützen. Gab es zu Jahresanfang bei Amazon noch für 2-3 EUR/Stück... Genau diese trage ich bei der Arbeit. Für einen selber kann eine lose sitzende Maske, die ständig "zurechtgezupft" wird (=Rumschmieren in Augennähe) eher nachteilig wirken. Auch "verbleite" Hände an den Mundschutz bringen bzw. den Mundschutz mit Schwermetallen "kontaminieren" ist eher kontraproduktiv. -
Der Vorschlag, die Ü50 vom Stand fernzuhalten, ist wirklich nicht gut. Bestimmten Risikogruppen kann man zwar schon ein (freiwillig!) risikoärmeres Verhalten empfehlen, aber ohne Zwang und Ausgrenzung. Das ist zudem in D dann doch nicht machbar, sie z.B. Ströbele vs. Palmer: https://www.oldenburger-onlinezeitung.de/nachrichten/stroebele-droht-bei-separierung-alter-menschen-mit-verfassungsklage-38456.html
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Ja, das ist halt eine Seite, die andere findest Du z.B. hier: div. Epidemien der letzten 20 Jahre und ihre Verläufe während der ersten 100 Tage (Tote): https://www.facebook.com/rifatahmetalbuz/videos/vb.468537690173423/2710365809194695/?type=2&theater Im Endeffekt könnte vielleicht ein 2-3 Jahre langer Pandemie-ähnlicher Verlauf durch "hammer and dance" kontrolliert werden, also man lockert mal ein bisschen hier und da, dann packt man wieder den Hammer aus, mal lokal, mal national, mal global... je nach vermeintlichem Virusverlauf. Im Endeffekt sind das für die Bevölkerung auch "Gehorsamkeitsübungen", die man natürlich ordentlich überwachen und kontrollieren können muss. @Handgunner Als Verein länger warten, bis wieder Standöffnungen ohne Auflagen möglich sind, das ist ggf. schon eine Alternative, aber zumindest die Sportschützen stehen halt unter Bedürfnisnachweisdruck. Der BSSB schreibt dazu: https://www.bssb.de/verband-blog.html und der DSB schreibt dazu: www.dsb.de
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@bigtao-7Es ist ja denkbar, dass - wie bei den Einzelhandelsgeschäften bis 800 qm in Bayern - die Vorlage eines Schutz- und Hygienekonzeptes verlangt wird. Dann muss man sich ein paar Gedanken machen, informieren, aktiv werden. Wenn der Thread dann ein paar Denkanstösse geben kann, wär's doch gut. Möglich ist natürlich, dass man durch simples Abwarten einige Massnahmen umgehen kann, d.h. wer früher öffnen will, muss mehr tun. Ein "Kontaktverbot nur für Risikogruppen" läuft aber auf irgendeine Regelung raus, wie sie hier bei WO schon vorgeschlagen wurde: "Ü50 bleibt draussen" oder so. Finde ich nicht gut. Dann lieber ein paar Hygienemassnahmen umsetzen, als alle ab 50 aussperren:
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@erstezw So wird's doch korrekt. Du hast die Bayrische Notverordnung zitiert, deren Verfasser NICHT der Schwarzwälder ist. Danke. @bigtao-7 Wieso soll ein Verein den Vorturner machen? Solange nichts vorgeschrieben ist, braucht man selbstverständlich auch nichts machen. Wenn allerdings was vorgeschrieben werden sollte - oder ein Konzept verlangt wird, dann ist es gut, wenn man ein paar Vorschläge machen kann. Und zwar logischerweise solche Vorschläge, die auf dem eigenen Stand gut+günstig umsetzbar sind und zudem "passen". Genau dafür habe ich oben was zusammengestellt. Kann ja sein, man lässt uns GENAU SO wie vor der Pandemie weitermachen. Dann braucht es die Vorschläge natürlich nicht. Aber kleine Rückfrage an Dich: Wie hoch hältst DU die Wahrscheinlichkeit, dass wir GENAU SO wie früher weitermachen können?
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Ist sowas eigentlich legal in D? https://www.fullconceal.com/ Anlage 2 Abschnitt 1 sagt ja, dass folgrende Waffen verboten sind, die: Die Verwaltungsvorschriften erklären aber dazu: Gut, die Klapp-Glock ist keine Langwaffe - gilt dann Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.3 gar nicht?
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Nun ja, es gab ja vorhin die Empfehlung von @sniper-k98 alle "über 50" vom Schiessplatz auszusperren. Finde ich jetzt als "Schutz- und Hygienekonzept" nicht so schön. Mein Vorschlag: Per Aushang auf dem Schiessplatz aber auf die besondere Gefährdung von Risikogruppen (ältere Menschen, immungeschwächte Menschen oder solche mit relevanten Vorerkrankungen) hinzuweisen, kann nicht verkehrt sein. Ggf. vor Wiedereröffnung über einfache bauliche Veränderungen nachdenken: Was die Supermärkte für ihre Kassiererinnen hinbekommen, kann man auch auf dem Schützenstand schaffen: Montage einfacher Plexiglasscheiben zwischen jedem Schützen (egal ob KW- oder LW-Stand). Coronaviren "fliegen" 8m weit bei einem Hustenanfall/Niesanfall! Dann muss man auch nicht unbedingt jeden 2. Stand freilassen. Montage von Desinfektionsmittelspendern (Empfehlung: abschliessbare 😉 ) an jedem Stand Bei Schiesstischen hat jeder Schütze eine eigene Auflage mitzubringen, die ggf. desinfiziert werden kann. Standdesinfektion (Flächendesinfektion) nach Plan Leihwaffen vor/nach jedem Gebrauch mit 70%(mind.) alkoholischen Desinfektionstüchern abwischen Hülsensammeln am besten nur mit Einweghandschuhen. Essen und Trinken am Stand untersagt. Ggf. Optimierung der sanitären Einrichtungen Nur bei besonderen Konstellationen (z.B. kleine, hochfrequentierte Indooranlagen) kann zur Keimreduktion auch über HEPA-Raumluft-Filteranlagen (am besten Hyper-HEPA) nachgedacht werden. Für 100 qm Büroräume gibt es die zum Dazustellen auch auf Rollen für 250-1300 EUR. Alternativ wäre auch über Nacht über z.B. H2O2-Kaltvernebler nachzudenken. Last not least wäre je nach Verfügbarkeit und je nach dem weiteren womöglichen wellenförmigen Pandemieverlauf auch über Schnelltests nachzudenken (neben den aufwändigen Virus-RNA-PCR-Direkttests gibt es jetzt auch die Antikörper "Immun"-Schnelltests ab 10 EUR/Test und in naher Zukunft vielleicht noch schnellere und noch billigere Antigentests), die man (wenn die Tests für Nichtärzte zugelassen werden), ggf. auch auf dem Stand in geringer Zahl vorhalten könnte. Über die unteren paar Massnahmen kann man sicher diskutieren, das müsste man im Einzelnen mit einem Hygieniker oder Virologen besprechen. Die Effektivität der Punkte 1-6(8) dürfte aber fast schon common sense sein.
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@scotty600Die bayrische Landesregierung hat (nur als 1 Beispiel) diese Woche eine neue Notbekanntmachung erlassen: https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-205/ Darin heisst es: Es bedarf wenig Phantasie, sich vorzustellen, dass - wenn die Schiessstände und Schützenhäuser künftig wieder aufmachen dürfen - man dann ebenfalls ähnliche Dinge verlangen wird, namentlich ein: "Schutz- und Hygienekonzept". Insofern ist dieser Thread hier brandaktuell. Warum just dieser ganze Thread (bzw. das ganze Thema) auf Deine Ignore List soll, verstehe ich nicht. Realitätsverweigerung hilft meist nicht weiter.
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Was wird für die Wiedereröffnung der Schießstände getan?
Schwarzwälder antwortete auf Thema in Waffenrecht
Der Prof. Streeck macht eine wirklich spannende Studie in Heinsberg/Gangelt. Es ist richtig, dass er aus Abstrichen von Türgriffen und Fernbedienungen in CoViD-19 Haushalten keine Viren anzüchten konnte. Richtig ist auch: Er hält eine Übertragung via Türklinke sehr wohl trotzdem für möglich. Ein Beispiel von ihm: Jemand niest/hustet in seine Hand, fast kurz darauf die Türklinke an und ein anderer fasst wenig später an die selbe Türklinke, nimmt Virentröpfchen auf und reibt die sich ins Auge. Zum anderen muss man auch sehen, dass andere Studien andere Ergebnisse bringen. Z.B. eine diese Woche im New England Journal of Medicine neu publizierte: https://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMc2004973 Da bleiben die SARS-CoV-2 Viren 2-3 Tage aktiv auf Plastik- und Stahloberflächen. Schön finde ich, dass er bei der Mortalität beruhigende 0,37% rausbekam - und weiter dran bleibt, inwiefern der Beitrag der Corinavirusinfektion selber zum Ableben überhaupt beigetragen hat. Manche berichten ja sogar nur von 0,05% Mortalität... Schön finde ich auch, dass er eine hohe Durchseuchung (15%) vorgefunden hat - viele davon OHNE jede Symptomatik. In den USA wurde gestern von einer ähnlichen kalifornischen Studie an 3330 Leuten berichtet, bei der man 85 mal mehr Leute mit (durchgemachter) Infektion vorfand, als den offiziellen Statistiken zu entnehmen war. https://www.foxnews.com/health/coronavirus-antibody-testing-finds-bay-area-infections-85-times-higher-reported-researchers ... und in Chelsea Massachusetts fand man heute und zufällig usgesuchten Freiwillligen (aktuell Gesunden) satte 30% mit durchgemachter CoViD-19 Erkrankung. Trotzdem wird man ein "Schutz- und Hygienekonzept" anbieten müssen - auch als Schützenverein. -
Grundrechtseinschränkungen und Waffenrecht
Schwarzwälder antwortete auf Faust's Thema in Waffenrecht
Drive-by Demos wurden diese Woche schon in Michigan abgehalten: https://video.foxnews.com/v/6149644168001#sp=show-clips Im Prinzip kann man so sein Auto mit Plakaten behängen und seine Message medienwirksam rausbringen unter voller Wahrung von Social distancing etc. Gerade in Berlin müsste man aber halt überlegen, ob man mit Mietwagen ankommt oder vorübergehend (für die Demo) ein Kurzzeitkennzeichen besorgt und nutzt, damit Antifa und Co anschließend nicht die Reifen zerstechen und eine gewisse Anonymität gewahrt bleibt. -
Ein Schiesssportverband muss im Rahmen seiner Satzung agieren und in der Tat ist es da schwierig, als BDS-/DSB- etc. Präsident an die Politik Verbandsforderungen nach "Selbstverteidigung mit Schusswaffen" zu richten. Man hat allerdings die Möglichkeiten, sein Augenmerk besonders darauf zu richten, dass die Einstiegshürden in unseren Sport niedriger werden und damit eine möglichst breite Masse Legalwaffenbesitzer auch zu einem echten politischen Gewicht in Berlin werden. Leider sind in diesem Punkt in den letzten 30 Jahren nicht Hürden abgebaut, sondern beständig aufgebaut worden. Statt 6 Monaten sind 12 Monate teures Schießen mit Leihwaffen+Standmunition ( @Friedrich Gepperth war einer der ganz wenigen, die sich dagegen offen wehrte!), zahlreiche weitere Prüfungen (einschl. Verfassungsschutz) und auch laufende Bedürfnisprüfungen während der ersten 10 Jahre dazu gekommen. Dazu sind die Aufbewahrungsvorschriften massiv in die Höhe geschraubt worden. ==> Die Waffe zum Einstieg kostet vielleicht ein paar Hunderter, die Auflagen drumrum in den ersten 10 Jahren etliche Tausender. Dementsprechend ist die Zahl der Legalwaffenbesitzer von 3,5 Millionen (oft publizierte Schätzangabe in 2002 anlässlich der letzten großen WaffG Verschärfung) auf nun 960.000 gefallen. Die Spirale von immer weniger Schützen, die immer hochaktiver werden, wird uns am Ende nicht retten. 43.000 Kurzwaffenschützen in England - hat man politisch einfach plattgemacht. Totalverbot. Insofern sollten Schützenverbände sehr wohl über Forderungen nach bedürfnislosem Erwerb schiesssportlich geeigneter Waffen nachdenken, einschl. erleichtertem Vererben von Sportwaffen. Ganz Laut! Fakt: 1972 wollten DSB + DJV ein strenges Bedürfnisprinzip; div. Spiegel-Artikel von damals sind oft genug bei WO verlinkt. 1982 hat man die Bundesregierung Kohl nicht sichtbar unterstützt, als der Regierungsvorschlag, Langwaffen wieder freizugeben, in den Bundestag kam. 1991 hat man die neue EU-Waffenrechts-RL mit der neuen Kategorie D nicht zum Anlass genommen, wenigstens die Kat.D-Waffen freizugeben, die ja jagdlich+olympisch relevant und bei eigentlich allen Verbänden fleißig geschossen werden. ==> die meisten bedürfnislos erworbenen Waffen wäre irgendwann doch auf dem Schiessstand aufgetaucht, man hätte mit den Besitzern Kontakt aufbauen können (den es ggf. schon davor im Sachkundekurs gegeben hätte) und viele neue Mitglieder gewinnen können. Das Forum Waffenrecht hätte kraft Satzung durchaus ebenfalls die Möglichkeit, sich für bedürfnislosen Erwerb UND für SV einzusetzen. Meine Frau und ich sind seit 18 Jahren treue FWR-Fördermitglieder - uns hat man nicht einmal danach gefragt! Das Interesse in der Bevölkerung wäre doch riesengroß! Man sieht das an den rasant gestiegenen Trage-Erlaubnissen für Gaswaffen. Und man sah das früher, als Quelle und Neckermann noch viele scharfe Waffen in ihren Versandkatalogen hatten (die wären nicht darin angeboten gewesen, wenn nicht Abermillionen Menschen in D diese Waffen auch gekauft hätten - was ja nachweislich auch geschah). Herr Keusgen (und nicht die FWR-Fördermitglieder!) hat fatalerweise die Entscheidung getroffen, die SV-Belange im Waffenrecht unter den Teppich zu kehren. Und selbst die letzte "fast" bedürfnislose Legalwaffen-Besitzgruppe, die Erben, sollten mit Armatix ausgeschlachtet werden. International blüht das Waffenrecht genau da auf, wo SV ein relevanter Grund zum Waffenbesitz ist: USA, Russland, Brasilien, Tschechien etc. zeigen alle: Waffen zum Selbstschutz (und sei es nur in den eigenen 4 Wänden) sorgen für Liberalisierung. Gerade jetzt, in der Coronakrise, sieht man, was Bestand hat: In D : Schützenstände und viele Waffengeschäfte haben geschlossen. Null Umsatz. Nix geht. In den USA : Im Pandemie-Monat März 2020 wurden 2 Millionen scharfe Waffen verkauft. Waffengeschäfte und Schützenstände zählen zu lebenswichtigen Branchen, die landesweit NICHT geschlossen werden dürfen.