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Die Indiander Amerikas als die verlorenren Stämme Israels ... ?! Könnte unterhaltsam werden, aber nie sind Mormomen-Missionare da, wenn man mal das Buch Mormon lesen will. Bleibt wohl doch wieder nur die Online-Version.
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Ja, wie jetzt? Etwa alle Mormonen? Die haben schließlich auch ihre Schismen gehabt. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und Joseph Smith, III rd's Gemeinschaft Christi sind ja nur die größten mormonischen Kirchen. Die einen behaupten die alleinige seeligmachende Kirche zu sein und die anderen nicht. Dein Mausebaer
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Die Exegese (Auslegung der Bibel) ist ein gar lustig Ding. Inzwischen gibt es da ja sogar soetwas wie die feministische Exegese, psychoanalytische Exegese und die Black Theology. Naja, wenn's Spaß macht. Aber da kann man schon verstehen, warum die Moslems so restriktiv sind, wenn es um die Auslegung ihrer Bibelform und des Korans geht. Nur so wirklich von den Auslegungsproblemen frei machen konnte sie sich auch nicht. Ein interessanter Ansatz war der "vierfache Schriftsinn", der bis zum Mittelalter von Bedeutung war. Nach diesem war die Bibel immer auf vier verschiedene Weisen auszulegen. Literalsinn (wörtliche, geschichtliche Auslegung) = einfach als eine dokumentarische Beschreibung dessen, was geschehen war Allegorischer Sinn (Interpretation „im Glauben“) = in Bildnissen mit Bezügen zur jüdischen Tradition und Schrifttum. Insoweit ist dieser Sinn dogmatisch, da es stets bei den selben normativen Verständnissen bleibt. Tropologischer Sinn (Interpretation „in Liebe“) = "tropé", "Wendung" bezeichnet das Ersetzen eines Ausdrucks durch einen anderen, der allerdings nicht synonym, sondern einem anderen Bedeutungsfeld zugehörig ist. Dass die Bibel mit Methafern, Ironie udgl. in den Texten arbeitete. Dabei seien die Texte in einem moralischen Kontext auszulegen. Anagogischer Sinn (Interpretation „in Hoffnung“) = auf etwas Höheres hinweisend, endzeitlich, mit Blick auf die Erlösung, ... Jedoch ist ein solcher Ansatz nicht für alle Sinne durchgängig möglich. Auch können Literalsinn und tropologischer Sinn nicht deckungsgleich bei der Aussage sein (was ja auch der Ausgang dieses Threads war). So dass es bei einer selektiven Auslegung der Bibel blieb. Euer Mausebaer
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Naja, was immer noch ungerne gelehrt wird ist, dass durchaus Unterschiede zwischen Christentum, Bibel und Kirche bestehen. Wäre dem nicht so, hätte es wohl kaum die Schismen (Abspaltungen) und Häresie als Problem gegeben. Aber es denken auch viele römische Katholiken, dass sie mit dem staatsrechtlichen Kirchenaustritt aus der Kirche austräten und dass die Exkommunikation von Kirchenaustrittlern, wie sie die Bischöfe beider großen Kirchen in Deutschland pflegen, rechtens sei. Zumindest aus aus Rom wird das etwas differenzierter gesehen. Die Idee seiner Heiligkeit und Hoheit des 14. Dalai Lama, dass jeder sich erst einmal mit der Religion, in der er aufgewachsen ist, auseinander setzen sollte, bevor er sein "Heil" in anderen Religionen suchte, finde ich gut. Der Unfehlbarkeitsanspruch der Kirche, insbesondere der des Papstes, war schon immer relativ. Dass das AT in die Bibel aufgenommen wurde, hatte sicher nicht nur historische Gründe. Und wenn Dir die Unfehlbarkeit nicht behagt, lohnte vielleicht gerade für Dich ein Blick in das Buch der Prediger aka das Buch Kohelet. Aber Vorsicht! Nirgends fand ich Prediger 1,18 besser zusammen gefasst, als in der neuen revisonierten spanischen Bibel: "mas se sabre, mas se suffre." Dein Mausebaer
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... und bitte nicht vergessen, dass die Bibel nur eine Auswahl von Schriften ist. Nicht einmal alle Evengelien haben es in die Bibel geschafft. Die Bibel ist nicht das Buch der Bücher, sondern das Buch der Bücher, die "man" will, dass Du sie lesen darfst, und selbst das war zwischenzeitlich fraglich. Der Umgang mit Häretikern (Abweichlern, von der offiziellen Auslegung) bis in die Neuzeit zeigt, wie wichtig den Herrschenden die Meinungsführerschaft, ja möglichst das Meinungsmonopol war und ist. Irgendwie erstaunt es mich immer wieder, wie es das Buch der Prediger in die Bibel schaffen konnte. Euer Mausebaer
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... oder eben doch. Deine Meinung kannst Du gerne haben. Aber einen Anspruch auf das einzig mögliche oder einzig zulässige Verständnis ergibt das nicht. ...oder es war wörtlich und es waren damit insgesamt genug Schwerter. Es sollte ein Plan erfüllt werden. Ob ein göttlicher Plan oder menschlicher Plan, sei mal hier völlig dahin gestellt. Massiver Wiederstand könnte diesen Plan jedoch vereiteln.Propagandistisch ist die Kreuzigung Jesus wirksamer als es ein Tod bei einem Händel mit Vertretern einer Ordnungsmacht gewesen wäre. ... aber die war jetzt wörtlich und kein Bild? Ich bin halt ein Anhänger von Ockhams Rasiermesser, dem ökonomischen Prinzip, cui bono und der menschlichen Dummheit. Dein Mausebaer
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Die klassische Methode Wasser haltbar/genießbar zu machen in Afrika, Europa und im Mittelmeerraum war die Mischung mit Alkohol (z.B. Wein) oder gleich ein vergorenes Getränk (z.B. Dünnbier). Im tieferen Asien ging man eher zum Abkochen des Wassers über, was natürlich der Verbreitung von Aufgußgetränken förderlich war. Posca hatte vermutlich wirklich eher eine geschmackliche Wirkung, zumal es oft keine reine Wasser-Essig-Mischung war und mit weiteren Zutanten wie Kräutern und Honig versehen worden sein soll. Also nicht gerade billig und mehr ein Getränk als ein preiswerter Durstlöscher. Auch wenn der römische Staat bezüglich Verwaltung und Armee im Mittelmeerraum und West-Europa damals als "vorbildlich" angesehen werden kann, war Bestechung keine Seltenheit und eine gewisse Zuwendung an richtiger Stelle ermöglichte wohl so Einiges. Auch erklärte ein vorgetäuschter Tod von Jesus und sein "Untertauchen" dessen Wiederauferstehung und warum seine ehemaligen Jünger ihn (wegen einer veränderten äußeren Erscheinung) nicht gleich erkannten. Euer Mausebaer
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Warum denn nicht? Man muss es nur machen.
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Nun wenn Du auf die "Ohr-Geschichte" und den scheinbaren Tadel Jesu an Petrus im Matthäus-Evangelium hinaus willst, solltest Du ein paar Worte weiterlesen. Es ging darum, dass ein Plan erfüllt wurde. Dieses wird insbesondere deutlich, wenn man die spätere Institutionalisierung der Christensekte als Kirche durch Petrus und die seltsame Vorgänge bei der Kreuzigung von Jesus bedenkt. (Wozu ein Schwamm mit teuren Essig, wenn eine Weigerung mindests genauso grausam und billiges Wasser lindernder gewesen wäre? Wenn der Schwamm aber ein Medikament enthielt ... Warum der Lanzenstich, der Blut und Wasser(!!!) austreten läßt, statt des üblichen Knochenbrechens? Die gebrochenen Knochen währen damals nie wieder sauber verheilt. Aber Theaterlanzen gab es auch damals schon. ) ... Ja, das wäre es und die Überführung in einen eigenen Tread hielte diesen Thread OT-freier. Euer Mausebaer
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... und warum ließ er dann überhaupt zu, dass seine Jünger "Schwerter", die eindeutig zu der Zeit militärische Waffen waren, führten (dieses wäre dann ja eine unsinnige ökonomische und körperliche Belastung gewesen) und eben nicht die damals für "normale" Menschen üblichen Waffen wie den Stab oder einen Dolch, wenn man vermögender war? Warum führen die christlichen Bischöfe mit dem Stab bis Heute zerimonale Waffen? Nein, der Fehler ist, das Christentum nur völlig einseitig als ein Wertesystem suizidaler Lämmer auszulegen. Diese Interpretation bekam das Christentum, als es zur Unterdrückung des Volks i.S. des Marxschen "Opium fürs Volk" missbraucht wurde. Dieser Missbrauch begann in Mitteleuropa als die Franken Herrscher sich nicht mehr als "Erste unter gleichen" sondern als Könige von Gottes Gnaden durchsetzten. Unter diesem obrigkeitsstaatlichen Weltbild leiden unsere Gesellschaften bis Heute. Die Werte des Christentums bestehen nicht nur aus der Hinnahme von Leiden und Hoffung auf ein Leben nach dem Tod. Sie bestehen auch aus der Stärke und den Willen, sich für einander und andere einzusetzen, ja sogar sich für seine Feinde einzusetzen. Dazu bedarf es zwingend auch der Legitimität seine eigene körperliche Unversertheit zu schützen - in letzter Konsequenz auch mit physischen Hilfsmitteln. Wem hätte der Samariter denn noch helfen können, wenn er selbst Opfer der Räuber gewesen wäre? Eine eschatologische Sichtweise wäre die Religion der suizidalen Lämmer, eine Einstellung, dass einem selbst und andere eine Polizei (er)retten wird, ... . Die Nächstenliebe verlangt ganz konkret von jedem selbst im Hier und Jetzt sich und andere zu schützen. Wenn Du auf die Erfahrung der Erlösung setzen magst, dann sei Dir das unbenommen. Ich setzte da lieber erst einmal noch auf die Samariter, meine Nachbarn, meine Nächsten und vorallem auch auf mich selbst. Dein Mausebaer
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Es ist auch KRANK, den falschen Mythos von der Omnipotenz des Schusswaffenbesitzes zu verbreiten, dass Flachpfeifen glauben, mit einer Schusswaffe wären sie wer, und die Opfer dieser Flachpfeifen glauben, zu versuchen sich zu wehren sei sinnloser, als sich abschlachten zu lassen. Dein Mausebaer
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Das kommt insb. bei älteren Autos öfters vor. Ein Kampf um einige hundert bis wenige tausend Euros lohnt halt nicht unbedingt. Bei den hier geforderten Beträgen sähe das oft wohl auch anders aus. Interessant ist hier vor allem wie im Strafprozess, dass alles auf Aussagen aufgrund einer möglicherweise modifizierten Erinnerung basiert. (Wen es insterssiert, der kann z.B. als klassisches Buch und im Netz dazu finden: Amina Memon, Aldert Vrij, Ray Bull: Psychology and law : truthfulness, accuracy and credibility – 2nd ed., Wiley 2003) Euer Mausebaer
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Das dürfte eher Verhandlungstatik sein, um sich dann mit der Häfte oder weniger zufrieden zu geben. Nur ist scheinbar bisher die Versicherung trotz Stimmungmache in den Medien nicht weit genug eingeknickt, um sich einigen zu wollen. Dein Mausebaer s.o. Dein Mausebaer
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So oder so; es geht um GAL, das Geld Anderer Leute. Schlimm ist nur, das praktisch immer wir die "anderen Leute" sind.
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Schön für Dich Shadow! Denn nicht die Eltern des Mörders von Winnenden zahlen diese Beträge, sondern Du und ich. Meine Haftpflichtversicherung ist gerade erst rund 10% teurer geworden. Wieviel "Winnenden" über Rückversicherungsprämien genau bereits dadrin steckt, kann ich natürlich nicht sagen. Dein Mausebaer
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Das dürfte eher Verhandlungstatik sein, um sich dann mit der Häfte oder weniger zufrieden zu geben. Nur ist scheinbar bisher die Versicherung trotz Stimmungmache in den Medien nicht weit genug eingeknickt, um sich einigen zu wollen. Dein Mausebaer
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Nein, das ist klug. Wie oben schon mehrfach erwähnt, ist ein Adhäsionsverfahren (gemeinsames straf- und zivielrechtliches Verfahren, nicht nur einfache Nebenklage) zwar schneller und i.d.R. preiswerter als ein zusätzliches, eigenständiges Zivilverfahren. Aber zum einem sind die Erfolgsaussichten unsicherer und oft die Entschädigungssummen niedriger. Es ist immer anzuraten, wenn berechtigt Schadensersatz infolge einer möglichen Straftat angestrebt wird, möglichst erst den Ausgang des Strafprozesses abzuwarten oder sogar besser noch als Nebenkläger mitzubeeilflussen. Erst wenn dann eine Verurteilung vorliegt, in den Medien etwas Gras über die Sache gewachsen ist und man sich nicht außergerichtlich einigen kann, einen selbstständigen Zivilprozess wegen des Schadensersatzes zu führen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass der Richter anders als sein Kollege im Strafprozess urteilen wird, und er wird nur den Schadensersatz zu bestimmen haben und diesen nicht unbewußt mit der Strafe verknüpfen. Den Zivilprozess zu gewinnen ist da so gut wie sicher und wenn es dann doch keinen Vergleich mit der Versicherung gäbe, besteht die Chance auf einen höheren Schadensersatz als in einem Adhäsionsverfahren. Die klagenden Angehörigen haben einfach einen brauchbaren Antwalt, der weiß, wie der Hase läuft, und ausreichend wirtschaftliche Resourcen, um warten zu können. Dein Mausebaer
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Darum schnell noch klagen und falls möglich, erfolgreich vergleichen, bevor alle die anderen dran sind und vor allem die Stadt kommt. Ich denke, die klagenden Angehörigen haben einen auch praktisch ganz brauchbaren Anwalt. Verhandlungen mit der Versicherung laufen bestimmt schon eine Zeit lang mit den für Versicherungen typischen Ergebnissen. Aber nun wird Druck gemacht und nur realistisch erfolgsversprechende Forderungen gestellt, um das Geld zu bekommen, bevor nicht mehr genug zu kriegen ist und man teilen müßte. Dein Mausebaer
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Wenn sie sich erst JETZT nicht mehr anders behelfen könnten, läge der Grund aber kaum noch in dem damaligen Verlust des Familienmitglieds. Legal und legetim ist die Klage sicher. Aber dass sie nun plötzlich nicht mehr anders könnten, obwohl sie es jahre lang anders konnten, und dass das dann ursächlich mit dem damaligem Verlust eine Familienmitglieds begründet sei ... Nee, das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Klagetaktik zur Erfolgsmaximierung. Dein Mausebaer
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Wobei die vernehmenden PVB üblicherweise geschult sind, gerade in Situationen besonderer psychischer Belastung, Aussagen nahezu zu entlocken; wenn auch i.d.R. nicht psychologisch geschult sind. Letzteres sollte zu einem differenzierten Umgang mit (Zeugen-)Aussagen und den Möglichkeiten der unbeabsichtigten und der beabsichtigten Erinnerungmodifikation führen. Euer Mausebaer
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Wenn die Kläger den zuerwartenden Schadensersatz dringend benötigten, dann wäre ein Adhäsionsverfahren das Mittel der Wahl gewesen. Dabei hätte es mit dem strafrechtlichen Urteil auch gleich die Entscheidung über einen Schadensersatz gegeben. Aber dem Angeklagten wäre damit offen vor Augen geführt worden, dass es um deutlich mehr als eine Freiheitsstrafe auf Bewährung geht. Das hätte wieder herum zu mehr Gegenwehr gegen ein Strafurteil führen können. Wenn Richter sowohl über Strafe und Schadensersatz entscheiden müssen, kann es leicht vorkommen, dass die Richter bei ihrer Entscheidung das Gesamtpaket aus Strafe und Schadensersatz sehen. Dieses führt dazu, dass im Adhäsionsverfahren im statistischen Mittel der Schadensersatz etwas niedriger ausfällt. Das gewählte Vorgehen der Angehörigen maximiert das finanzielle Ergebnis. Es setzt aber voraus, dass sie über aussreichend große wirtschaftliche Ressourcen verfügen, um die Kosten des Lebensunterhalt und die des separaten Verfahrens finanzieren können. Die klagenden Angehörigen brauchen den Schadensersatz nicht zwingend, sie wollen ihn. Dein Mausebaer
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Ok, nennen wir es "taktisches Klageerhebungsverhalten zur angestrebten Maximierung des finanziellen Ergebnisses bei anscheinend ausreichenden wirtschaftlichen Resourcen der Kläger, um erst entsprechend optimal spät Klage erheben zu können". Ein Adhäsionsverfahren wäre wohl auch inzwischen längst abgeschlossen, aber auch weniger wirtschaftlich erfolgsversprechend als die hier gewählte Vorgehensweise. Diese Klageerhebeung ist sicherlich rechtens. Aber sie erfolgt auch, um Kasse zu machen. Dass sie erst so spät, nachdem strafrechtlich alles entschieden ist, erfolgt, erhöht sowohl die Erfolgswahrscheinlichkeit als auch die Chance auf einen höheren Schadensersatz. Die Angehörigen mussten und müssen dafür auf ausreichende wirtschaftliche Ressourcen zurückgreifen können, um ihren Lebensunterhalt und das Verfahren mindestens bis zum Erhalt des erwarteten Schadenersatzes zu finanzieren. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Dein Mausebaer
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Genau so.
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Ähm, verwirrte Personen sollten keine Aufgaben mit Verantwortung übernehmen - auch nicht auf Druckluftwaffenschießständen. Aber ich bin sicher, dass Dir geholfen werden kann. Dein Mausebaer