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ChrissVector

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  1. Und genau da liegt dein gedanklicher Fehler. Es gibt keinen anderen Sport, bei dem es auf irgendwas davon ankommt wenn man ein Sportgerät, und sei es nur für die ausnahmsweise Nutzung, erwerben möchte. Niemand käme auf die Idee beim Kauf von Fußballschuhen nachzuprüfen, ob man denn nicht schon Schuhe für Basketball und Volleyball im Besitz hat, und für den Verkauf in diesem Fall Teilnahmen an Fußballwettkämpfen zu verlangen. Oder den Kauf eines zweiten Paars Schuhe für den gleichen Sport davon abhängig zu machen, dass man mindestens Bezirksliga spielt. Oder zu verlangen, dass man insgesamt nur zwei paar Schuhe in sechs Monaten kaufen darf. All das sorgt dafür, dass die Nachfrage verringert wird, und gleichzeitig die Kosten für die einzelne Waffe durch Gebühren an Behörden und Verbände steigen. Der VDB hat hier genauso für seine Händler das Interesse, die Nachfrage zu erhöhen wie wir als Sportschützen ein Interesse daran haben, dass dieser Papierkrieg und die damit verbundenen Kosten ein Ende finden. Und beides hängt von den selben Regularien ab.
  2. Das letztendliche Design der Optik war genauso ein Irrweg, aber nachher ist man nunmal immer schlauer. Besser als die damals üblichen offenen Visierungen war sie aber dennoch in den meisten Fällen.
  3. Du meinst wie das G3, das MG3, die P1, die P8, 80% des Fuhrparks... Natürlich versucht man solche Produkte im eigenen Land zu fertigen und an die Bedürfnisse der eigenen Streitkräfte anzupassen. Es gibt kaum Länder, die das nicht machen, und wenn meist aus Mangel an eigener Rüstungsindustrie. Wenn überhaupt hätte man damals wohl das M16A2/A3 in Erwägung gezogen, irgendwann ne Optik drauf gebastelt bzw. A4 beschafft, und man wäre jetzt an genau dem gleichen Punkt, wahrscheinlich sogar schon seit 10 Jahren.
  4. Kürzerer Lauf (die 18 Zoll waren damals für Infanteriewaffen der Standard, auch bei den Amis), kein Klappschaft (war wenn ich nicht irre damals eine der Anforderungen, begründet mit Transport in Gefechtsfahrzeugen), keine Optik (kam bei den Amis erst etwas später verbreitet, war aber ebenfalls Teil der Ausschreibung), keine Fertigung in Deutschland (wäre wahrscheinlich noch zu verkraften gewesen, aber politisch nicht optimal), nicht voll beidseitig bedienbar (natürlich lösbar, aber damals beim M4 noch nicht gegeben)... Sicher, alles keine unlösbaren Probleme, aber halt auch kein einfaches "ich kaufe lieber M4 von der Stange" im Vergleich zum G36. Bei all seinen Problemen und Defiziten, zum damaligen Zeitpunkt eine herausragende Waffe als Standardgewehr...
  5. Gerade so, und hatte ein paar deutliche Defizite. Alu war damals keine echte Option, einfach in der Herstellung teurer bei wenig Vorteilen. Die heutigen Gehäuse aus hochfestem Alu kamen erst gut 10 Jahre später, wenn ich nicht irre. Und die Optik war damals halt ein Kompromiss, aber vergleichsweise modern. Hat sich nicht bewährt, aber hätte sich auch danach leicht tauschen lassen....
  6. Im zeitlichen Kontext der Einführung war es nicht verkehrt. Was denkst du denn wäre damals die bessere Wahl gewesen?
  7. Aber wenn er dann absehbar in 3-5 Jahren 150.000 Stück davon bei gleichbleibender Qualität und samt Zubehör liefern soll überlegt er es sich halt fünf mal, ob er seinen Hut in den Ring wirft... Zumal die Bundeswehr nicht unbedingt dafür bekannt ist ein angenehmer Abnehmer zu sein. Ja, aber schon weit vor der Ausschreibung. Hätte man das G36 auf Stand gehalten, jetzt vielleicht eine Version A3 oder A4 flächendeckend in der Truppe wäre das ganze nicht so dramatisch.
  8. Weil es keine Alternativen gibt die sich noch ernsthaft für den deutschen Markt interessieren, und gleichzeitig auch die Kapazitäten haben entsprechende Aufträge zeitnah umzusetzen. Selbst für HK ist Deutschland mittlerweile eher ein sekundärer Markt. Das mit dem "wegtreten und verbessern" will man ja nicht, da langsam irgendein Nachfolger für das G36 her muss, schließlich hat man meiner Kenntnis nach die weitere Beschaffung vor Jahren eingestellt.
  9. Das NeuSAK hat einiges zum besseren gewendet, würde es jetzt noch die Zeit und die Ausbilder geben es vernünftig auszubilden... Ich hab damals an drei Standorten drei unterschiedliche "Versionen" erlebt, mit teils absolut gegensätzlichen Inhalten. Ebenso ist das ganze Konzept um eine materielle Ausstattung gestrickt worden die es in der Truppe schlicht nicht flächendeckend gab und bis heute, über zehn Jahre nach Einführung des Konzepts nicht gibt.
  10. Genau das hat man in weiten Teilen bis heute nicht verstanden: Sowohl der gezielte Einzelschuss auf 300+ Meter, als auch die schnelle Schussfolge auf 5/10/20m sind grundlegendes soldatisches Handwerkszeug. Aber für beides braucht man erst mal Kapazitäten zur Ausbildung in Form von Personal, Zeit und Anlagen, nichts davon ist wirklich ausreichend vorhanden.
  11. Und das dürfte abseits der ganz besonderen schon sehr viel sein. Wobei die Menge der verbrauchten Munition nicht unbedingt das entscheidende ist, ein Gefechtsschießen verbraucht viel Munition, ist aber für die Schießfertigkeiten des einzelnen Soldaten oft weniger entscheidend als ihm mit einem Magazin auf Distanz die Grundlagen des Schießens abzuverlangen. Und viel entscheidender ist es gerade im Rahmen der Ausbildung. Erst mal eine Grundlage schaffen, auf der man später aufbauen kann....
  12. Das ist nur da halbe Problem. NeuSAK hat seine Stärken und Schwächen, aber das größte Defizit bleibt, wie viel die Soldaten tatsächlich darin ausgebildet werden, und vor allem wie oft sie es im scharfen Schuss üben. Ebenso wie es grundsätzlich an grundlegender Schießausbildung in der Fläche mangelt.
  13. Die Waffenbesitzkarten? Was will die Behörde damit? Vielleicht lebe ich ja auf der Insel der Glückseligen, aber meine Behörde käme nicht auf die Idee die WBK (physisch) einzubehalten über den Zeitraum, wenn der Antrag fertig ist bring ich sie mit und der Eintrag wird halt schnell gemacht.
  14. Betonung auf "vielleicht", verbunden mit einer erneuten Bewertung durch das BKA... Davor holt man sich dann doch eher einfach etwas das die Freigabe bereits hat...
  15. Dass die Waffe aus Sicht des BKA unter § 6 I AWaffV fällt, und daher vom sportlichen Schießen ausgeschlossen ist. Lernt man das nicht mehr in der Sachkunde?
  16. Ich weiß nicht wie, aber meine WBK mit Voreintrag hat, vor nicht all zu langer Zeit, keine zwei Arbeitstage gebraucht, von Einreichen bis Anruf bekommen, dass sie fertig ist... Dass das BfV einfach nur einen guten Tag hatte glaube ich nicht, also scheint es Wege zu geben, dass so etwas schnell läuft, wenn man nur will. Aber wie viele der SB wollen denn tatsächlich...
  17. Wenn man nicht immer auf das Wohlwollen bzw. die konstruktive Zusammenarbeit mit der selben Behörde auch in Zukunft angewiesen wäre...
  18. Man glaubt es kaum, der Verband der Büchsenmacher und Waffenfachhändler tritt für die Interessen von Büchsenmachern und Waffenfachhändlern ein... Aber was hat das nun mit "Systemrelevanz" zu tun? Für welches System denn überhaupt?
  19. Wann hat der VDB in welchem Kontext so argumentiert?
  20. Da ist aber eine gigantische, bei Sportschützen wahrscheinlich noch mehr als bei Jägern. Alleine mit dem Ende des Erwerbsstreckungsgebots und einer Reform, wenn nicht gar einer Abschaffung des Bedürfnisprinzips in der heutigen Form würden Sportschützen vielleicht die eine oder andere Kafuentscheidung anders treffen, da sie finanziell anders da stehen. Und das kommt wieder den "primären" Mitgliedern des VDB zugute. Natürlich handeln die nicht aus reiner Nächstenliebe, aber zu behaupten zwischen Verkäufern und Käufern, die sich beide mit Einschränkungen in ihrem Verhalten durch gesetzliche Regelungen konfrontiert sehen gäbe es keine Schnittmenge ist etwas blind...
  21. Nette Bezeichung für "offensichtlich falsch". Naja, bei Statistiken kann man das jeweilige Ministerium ja durchaus zitieren. Sauber zitiert ist aber natürlich anders.
  22. Das würde aber bedeuten, dass die Prüfung umfangreicher gestaltet wäre. Aktuell ist die Anwesenheit im Kurs zusammen mit einer oft nicht den kompletten Stoff im Detail abdeckenden Prüfung der Kompromiss. Aber vielleicht wäre es gar nicht verkehrt, die Prüfung, auch den praktischen Teil, etwas umfangreicher zu gestalten, wenn man dafür dem erwiesen Sachkundigen auch einfach den Erwerb ohne zusätzliche Bedürfnisprüfung zugesteht.
  23. Ist es definitiv... Für den Anwender...
  24. Da stimme ich dir absolut zu. Und allgemein kann man sich die Frage stellen, was alleine der Besitz von beispielsweise Nunchakus für eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen soll, dass es eines Verbots bedarf...
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