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IGNORED

Gastschütze. Erfahrungen bei der Vereinssuche...


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Geschrieben
vor 37 Minuten schrieb Weinberger:

Ich verstehe ehrlich gesagt die Vorgehensweise nicht. Der Verein liegt direkt nebenan, da wäre es doch einfacher mal hinzugehen, zu schauen, zu fragen.

Vielleicht mögen die einen auf Anhieb und die Welt sieht dann doch etwas anders aus, als in der Mail.

Oder man nimmt das Mailangebot an, schießt da öfter, lernt die Leute kennen und dann ergeben sich ggf. ganz andere Möglichkeiten. Auf der Anonym-Ebene

(Schreiben) ist doch etliches anders als im wirklichen Leben. Also, nix wie hin:grin:.

 

Die Vorgehensweise ist erstmal gewissen Umständen geschuldet.

Aber ich werde demnächst auch noch vorbei schauen 👍🏼

Geschrieben

Ich war von ein paar Jahren familiär öfter in Franken unterwegs und wollte die Gelegenheit nutzen, da mal auf einem bekannten und sehr gut ausgestatteten Stand vorbeizuschauen. Also angerufen und nachgefragt, wie die es denn mit Gästen handhaben. 

Antwort: Gar nicht, Gäste sind nicht mehr willkommen. Sie hatten kürzlich wohl einen Jäger, der mehrfach an der gleichen Stelle in die Decke geschossen und massiv Schaden an der Lüftungsanlage verursacht hat. Seine Haftpflicht hat sich geweigert den Schaden zu übernehmen mit der Begründung, so blöd könne keiner sein und sie würden das als Vorsatz einstufen. Seit dem keine Gäste mehr, egal wer.

 

Finde ich einerseits etwas drastisch, andererseits hatte ich vor ein paar Tagen erst jemanden bei uns auf der Anlage stehen, der von seinem Heimatverein weg wollte, weil da "das Licht so schlecht wäre" und er deswegen auf 25m nichts treffen würde. Außerdem würden in seinem Heimatverein Treffer in den Sockel 20€ kosten und das sieht er nicht ein - ist ja nur ein bisschen Holzverkleidung. Da ist man dann schon mal kurz sprachlos.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb pulvernase:

Antwort: Gar nicht, Gäste sind nicht mehr willkommen. Sie hatten kürzlich wohl einen Jäger, der mehrfach an der gleichen Stelle in die Decke geschossen und massiv Schaden an der Lüftungsanlage verursacht hat. Seine Haftpflicht hat sich geweigert den Schaden zu übernehmen mit der Begründung, so blöd könne keiner sein und sie würden das als Vorsatz einstufen. Seit dem keine Gäste mehr, egal wer.

Wobei: Was ich da nicht verstehe: Wo ist bei dieser Konstellation das Problem des Vereins?

Der Verursacher des Schadens ist klar – und damit auch, wer gegenüber dem Verein haftet. Ob die Versicherung zahlt oder nicht, kann dem Verein dabei völlig schnuppe sein; das ist eine reine Frage des Innenverhältnisses zwischen dem Schützen und der Versicherung.

Einzig wenn bei dem Schützen wirklich nichts (auch mit Gerichtsvollzieher) zu holen ist, könnte es einen Unterschied machen, indem man versucht, den Betrag direkt über die Versicherung zu bekommen.

Aber der normal vorgesehene Weg ist doch: Schütze verursacht Schaden, der Schaden wird rechtssicher geklärt, der Schütze zahlt den Schaden und die Versicherung ersetzt dem Schützen die Summe bis zur Höchstdeckungssumme – ggf. unter Abzug des Selbstbehalts. Wie bei jeder anderen Privathaftpflicht auch.

Natürlich kommt es vor, dass die Versicherung direkt an den Geschädigten leistet. Das ist aber immer eine individuelle Entscheidung – und erst recht nichts, worauf sich ein Geschädigter verweisen lassen muss, falls von dort nichts kommt.


Davon abgesehen ist das natürlich eine riesige Scheiße, einen Schaden zu verursachen und dann nicht dafür geradezustehen.

Es mag Grenzfälle geben, in denen die Schadensverursachung nicht klar ist und der angebliche Verursacher dann vielleicht sogar zu Recht nicht einsieht, größere Summen zu bezahlen. Aber danach sieht es hier nicht aus.

(z. B. ein Rückpraller am Kugelfang bei einem ordnungsgemäßen Schuss trifft dann mit letzter Kraft die Lampe, die bereits vorher – gerade noch am letzten Gewindegang – halb von der Decke hing, und die dann einfach „ohne erkennbare Einschussbeschädigung“ runterfällt.)

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb JFry:

Wobei: Was ich da nicht verstehe: Wo ist bei dieser Konstellation das Problem des Vereins?

Der Verursacher des Schadens ist klar – und damit auch, wer gegenüber dem Verein haftet. Ob die Versicherung zahlt oder nicht, kann dem Verein dabei völlig schnuppe sein; das ist eine reine Frage des Innenverhältnisses zwischen dem Schützen und der Versicherung.

 

Bist Du der, der sich da rumstreitet? Mit der Versicherung konferiert? Auf dem Stand steht für die Begutachtung? Eine Firma sucht für die Reparatur? Wieder auf dem Stand steht für eine Begutachtung? Bei der Reparatur anwesend ist?... Alles nur wegen einem kleinen Loch, wo der Sachverhalt für "Den Verein" ganz klar ist.

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Vroma:

Bist Du der, der sich da rumstreitet? Mit der Versicherung konferiert? Auf dem Stand steht für die Begutachtung? Eine Firma sucht für die Reparatur? Wieder auf dem Stand steht für eine Begutachtung? Bei der Reparatur anwesend ist?... Alles nur wegen einem kleinen Loch, wo der Sachverhalt für "Den Verein" ganz klar ist.

Nö.
Ich bin der der dem Schützen die Rechnung schreibt... FERTIG!


 

Geschrieben

Dann ist Dein Arbeitsaufwand bei der Schadensbehebung übersichtlich.

Vielleicht versteht aber der eine oder andere durch Ausführung, warum Gastschützen oft nicht auf Stände dürfen.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb JFry:

Nö.
Ich bin der der dem Schützen die Rechnung schreibt... FERTIG!


 

Und wenn er nicht bezahlt, böse gucken?

Einen Prozess wegen 20 oder 100€ anstreben?

Russenmafia schicken?

Sorry, ich will nicht provozieren. Es geht mir um die Realisierbarkeit der Maßnahmen und deren Verhältniss Aufwand zu Erfolgsaussichten.

 

Zurück zum Thema, eine Anekdote von vor 30 Jahren. Da war ich für längere Zeit in München gestrandet (leider). Also Verein in Ottobrunn aufgesucht. Die hatten einen top Stand unter einer Tiefgarage, vermutlich parallel als Atombunker gefördert worden.

Ich frag höflich ob ich einmal Probetraining machen kann mit vielleicht Mitgliedschaft in Zukunft.

Antwort vom Gamsbartschützenmeister: bei uns fängt man mit LuPi an für ein Jahr, dann mit vielen Ringen kann man anfangen KK zu trainieren blablabla.

Mein Einwand, ich habe ja schon eine KK, hatte ein Rückspulen des Tonbandes im Kleinhirn zur Folge. 

 

Das war schon immer so bei Spießern, egal welcher Verband.

Geschrieben

Ich war 2012 in Reha für 6 Wochen. Wollte aber keine 6 Wochen mit Schießen pausieren. Dort vor Ort einen Verein gegooglet, den Sportwart angerufen, Situation geschildert und gefragt ob ich meine beiden KW dort lagern dürfte und dort auch trainieren dürfte. War kein Problem. Entsprechende papiere vor Ort geschrieben und die Waffen nebst Munition da gelagert und 2 mal die Woche geschossen. Am ende 50 Euro in die Jugendkasse gegeben und fertig. War auch ein DSB Verein. Geht also auch .

Bei uns im DSB Verein mit BDS Gruppe ( 130 Mann stark) kann jeder die Disziplinen schiessen die der Stand hergibt. Soviele Patronen Laden wie er denkt zu brauchen und vom Gesetz erlaubt sind . Und auf zugelassene Scheiben schiessen wie er will. Und wenn 2 Bahnen frei sind stellen wir auch gerne ne Fallplattenanlage auf. Gäste von Ausserhalb  mit WBK dürfen unter Aufsicht und gegen Gastgebühr von 10 Euro Schiessen. Das erlauben wir bis zu  3 mal. Dann sollte man in den Verein kommen oder woanders Gast sein. Das wird auch genauso kommuniziert und gab noch nie Probleme . Gleiches gilt für neue ohne WBK. Dürfen unter Aufsicht Schiessen, wer mit zb der KK KW die Scheibe trifft darf auch gerne mit einer 9mm o.ä. Schiessen. Nach 3 mal sollte man sicher sein ob das einem liegt und in den Verein kommen. Neulinge brauchen keine 10 Euro zu Zahlen , nur die Munition die sie verschiessen.

So handhaben wir das, ich weiß aber auch von vielen Verein die sowas gar nicht machen/wollen, Neulinge auch erst mal nur Drucklufft , dann KK , dann erst GK schiessen dürfen. Wir haben dementsprechen einen hohen zulauf an neuen Mitgliedern im Verein.Geht das dieses Jahr ungebremst so weiter müssen wir da aber auch Schauen . Muss ja auch immer einer da sein der sich um die neuen Kümmert im ersten Jahr. Ich selber habe grade 4 neue ohne Waffen in meiner Betreuung, mehr ist aber für einen zuviel............die sollen ja auch was lernen.

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb Schleifalot:

Ich frag höflich ob ich einmal Probetraining machen kann mit vielleicht Mitgliedschaft in Zukunft.

 

Bei uns, in einem Salzburger Verein in Ö, nennen wir das "Schnupperschiessen".

In Ö gibt es aufgrund unseres WaffG meiner Vermutung nach prozentuell wahrscheinlich deutlich mehr Kurzwaffenbesitzer ohne Zugehörigkeit zu einem Schützenverein als bei euch in D.

Voraussetzung für ein Schnuppertraining ist daher klarerweise WBK/WP und eine eigene mitgebrachte Kurzwaffe.

1-3 mal kann der Interessent zu einem kostenlosen Training, stets unter Aufsicht versteht sich, vorbeikommen.

Dann sollte die Entscheidung fallen, ob Beitritt zum Verein oder doch nicht.

 

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb Schleifalot:

....

Antwort vom Gamsbartschützenmeister: bei uns fängt man mit LuPi an für ein Jahr, dann mit vielen Ringen kann man anfangen KK zu trainieren blablabla.

...

Das war schon immer so bei Spießern, egal welcher Verband.

...

 

Das gruselige daran ist, dass es so etwas in verschiedenen Abwandlungen heute auch noch vereinzelt gibt ....

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb berndfig:

Das gruselige daran ist, dass es so etwas in verschiedenen Abwandlungen heute auch noch vereinzelt gibt ....

Wobei Abwandlung ja nicht gleich Abwandlung ist...
Je nachdem, wen man vor sich hat (Eindruck, Statur etc., eventuell auch nur, um die Reaktion zu testen), finde ich zum Beispiel den Verweis darauf, vorher mal einen, maximal zwei Termine (oder auch nur mal eine Serie) mit der LuPi zu machen, nicht unbedingt verwerflich.
Einfach, um wegen der absoluten Basics zu schauen. Klar, geht oft auch ohne – und ich entscheide zum Beispiel nach Bauchgefühl (meist KK zum Einstieg, und GK ein paar Schüsse am selben Termin sind dann auch möglich) –, aber grundsätzlich finde ich zum Zwecke der Einweisung nichts Verwerfliches daran, wenn jemand als Verantwortlicher da einen Zwischenschritt möchte.
Aber ein Jahr oder auch nur mehrere Wochen/Monate bei jemandem, der eigentlich gar kein Interesse an LuPi hat – nee, das ist lächerlich.

Umso mehr, wenn es dem Interessenten nicht einmal um Kurzwaffen geht, sondern eher zum Beispiel um Wurfscheibe  – also etwas ganz anderes wo es halt nichts vergleichbares mit "freien" Waffen gibt.
 

Wenn ich privat jemanden mitnehme, dem ich grundsätzlich Sorgfalt zutraue, aber bei dem ich nicht sicher weiß, ob er Erfahrung mit Feuerwaffen hat, dann ist der Ablauf bei Kurzwaffen meist: 1× Platzpatrone, dann mehrere Platz, dann eine scharfe, dann 5 scharfe. Dann trete ich zurück und lasse die Person wie jede andere eingewiesene Person frei schießen, wenn ich der Meinung bin, das passt.
Bei Langwaffen überspringe ich die Platzpatronen aber dann doch. Ausnahmen bisher nur in Fällen, wo dann der gerade 14-jährige Nachwuchs von Bekannten/Familie aufgeregt, aber etwas unsicher das erste Mal eine Waffe abfeuert. Dann ist der erste und vielleicht zweite Schuss – trotz KK – nicht scharf. Aber fünf Minuten später gibt es da dann auch „die echten“...
 

Und ja, es gehört etwas Einschätzung dazu, was nun für diese Person besser ist. Und meist muss ich sagen, dass ich wohl richtig lag, wenn mir nachher dann gesagt wird, dass sie den Zwischenschritt mit zwei, drei Schuss Platzpatronen „gut“ fanden und es Anspannung rausgenommen hat. Zumal bisher auch alle wieder gerne wieder mitkommen und ich noch nicht einen einzigen Fall hatte wo Schussangst entwickelt wurde.
Leider wird es aber immer Umständlich passende Platzpatronen zu bekommen... Oder man bekommt technisch passendes Problemlos, darf es aber nicht verwenden (wie 9mm R.K. die zwar passen, die man aber trotzdem nicht in den .357er stecken darf da ja  formal anderes Kaliber und auch nicht offiziell Kompatibel)
 
Dass so etwas bei jemandem mit Erfahrung natürlich Blödsinn ist und vielleicht sogar (zurecht) mit Verstimmung aufgefasst werden kann, ist natürlich ebenfalls richtig – es kommt immer auf die Umstände an.

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