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IGNORED

weniger Straftaten


moltkegoeben

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Hallo Leute,

ich habe gerade in Waffenlobby oben den Beitrag mit der Studie vom Pfeiffer dem Pfeifkopp gelesen.

http://forum.waffen-online.de/index.php?showtopic=414689

Er schreibt so sinngemäß, weniger Straftaten mit Waffen wegen der Verschärfungen, und "wir sind auf dem richtigen Weg"

oder so ähnlich.

Nun diskutiere ich mit Leuten in der Firma darüber, die auch der Meinung sind, die Verschärfungen haben den Rückgang

gebracht.

Was hab ich jetzt für Argumente dagegen?

Ich möchte mal n´paar Anregungen haben, ich selbst muß nicht erst überzeugt werden...

Grüße

Jens

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...

Was hab ich jetzt für Argumente dagegen?

Ich möchte mal n´paar Anregungen haben, ich selbst muß nicht erst überzeugt werden...

1. Diese Diskussionen verlaufen idR nutzlos, bei allem Respekt vor deinem Enthusiasmus.

2. Pro: BKA-PKS, Schweiz, Östereich, Kanada, USA, ganz EU ... Contra: UK, AUS, bedingt JAP... Diese Listen liesen sich endlos fortsetzen...

3. Überzeugen kannst dersartige Realitätsverweigerer und Ideologischen zu 99% der Fälle eh nicht, vertane Energie... das Einzige was uU gelingt, ist die Uninformierten und Desinteresssierten ein wenig einzunorden... aber nicht übertreiben... zuviel "Einsatz" wird schnell als Rechtfertigung aufgefasst und dann bildet sich das Bild ab, dass an dem Senf doch was wahres dran sein könnte... ;)

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Ich habe gute Erfahrungen mit damit gemacht die betreffenden Arbeitskollegen einfach mal zum Training mitzunehmen.

Gut, die Ausbeute an Neumitgliedern für unseren Verein aus diesem Personenkreis ist nicht sehr hoch, aber auch NICHT bei null!

Jedenfalls habe ich seitdem einen weit besseren Stand bei Anfeindungen weil die "schonmalmitgekommenen" MINDESTENS von der Contra.- zur Neutralseite gewechselt sind.

Probiers einfach.

Mfg

michael

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Moin Moin

Ich habs immer damit begründet das Verbote nichts Bringen , siehe Rauschgift ,Mord und Totschlag, Raub und was es noch alles gibt. Und wenn der Bürger angeblich Verbote fordert ,verbietet er es sich ja selbst , und wenn die Lust auf etwas kommt das er vorher Verboten haben wollte??????

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...

Was hab ich jetzt für Argumente dagegen?

...

  1. die Waffrechtsänderungen seit einschließlich 2003 haben, mit Ausnahme der kurzfristen Amnestieabgabe, anders als in England oder Australien nicht zu einer Entwaffnung der Bevölkerung geführt - weder bei legalen Besitz und schon einmal gar nicht beim rechtswidrigem Besitz. Es wurde ganz im Gegenteil
    • durch die Erweiterung der "gelben" WBK,
    • weitgehende Abschaffung des Sinnlosen Anscheinsvorschriften und
    • der Einführung von Grundkontingenten für Sportschützen

der legale Erwerb von Schußwaffen erleichtert.

[*]Verschärfungen ergaben sich bei

  • der Konkretisierung der Sicheren Aufbewahrung,
  • zusätzliche finanzielle belastende Folgen bei Erben
  • wenn ein Sportschütze mehr Sportarten betreiben möchte, als mit dem Grundkontingenten möglich sind, da diese pro Person und nicht pro Sportart gelten,
  • der faktischen Aushöhlung von Art 13 GG,
  • Verlängerung der Wartetrainingszeiten für Sportschützen,
  • Sportverbote für Kinder und Jugendliche,
  • dem Beisichtragen von Taschenmessern und dem Transport von Kochmessern u.ä.,
  • dem Transport und dem Führen von frei erwerbbaren Waffen wie Schlagstöcken, Elektroschockern oder z.B. selbst Bischofstäben von Nikoläusen,
  • beim "Führen" von Spielzeug und
  • beim Umgang mit früher freien Sachen wie bestimmte kleine Spring- und Fallmesseren, Butterfly-Messern, Draggern und Wurfsternen sowie einigen besonders emotionsbehafteten Schußwaffen, wie bestimmten Gestalltungen von Repetierschrotflinten oder Kurzwaffen in Kalibern unter (!!!) 6,3 mm.

[*]Darstellen der Kriminalitätsentwicklung nach der britischen Entwaffnungs-Waffenrechtsverschärfung auf der einen Seite http://www.fff.org/freedom/fd0210e.asp und der nach dem Einführungen von strengen Waffenrecht nach dem Vorbild Kennesaws in Georgia. http://www.freerepublic.com/focus/f-news/1818862/posts, http://www.helium.com/items/1889792-kennesaw-georgia-gun-law, http://www.firearmscoalition.org/index.php...5&Itemid=37, ...

Aber bitte erwarte nicht, dass Du mit Fakten bestehende Einstellungen ändern könntest. Einstellungen haben i.d.R. eine starke affektive Verankerung. Bei Kollegen, die noch keine Einstellung zum legalen, privaten Waffenbesitz haben, solltest Du damit aber punkten können. :rolleyes:

Dein

Mausebaer B)

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Mausebaer,

die Links nach Georgia mit den Statistiken sind ja sehr informativ,

aber trotzdem, oder gerade deshalb, bleibt der gefühlte oder statistisch nachweisbare Rückgang von Schußwaffendelikten.

Woran kann das liegen?

Lassen wir uns als LWB das mal außen vor,

haben die Illegalen durch die gesteigerte Medienpräsenz von "Verschärfern" ein höheres Unrechtsbewustsein und lassen die

Knarre lieber stecken( und machens mit was Anderem)?

Woran liegt das?

Die Anzahl der legalen Schußwaffen steigt wohl.

Es war vor einiger Zeit ein Artikel in der Sächsischen Zeitung mit der Meldung,so sinngemäs werden jedes

Jahr mehr WBK´s ausgegeben als im Vohrjahr, natürlich mit allem rumgeheule wegen diesem schlimmen Zustand usw.

Und trotzdem nimmt die Anzahl der Delikte ab, warum?

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Ich habe gute Erfahrungen mit damit gemacht die betreffenden Arbeitskollegen einfach mal zum Training mitzunehmen.

Gut, die Ausbeute an Neumitgliedern für unseren Verein aus diesem Personenkreis ist nicht sehr hoch, aber auch NICHT bei null!

Jedenfalls habe ich seitdem einen weit besseren Stand bei Anfeindungen weil die "schonmalmitgekommenen" MINDESTENS von der Contra.- zur Neutralseite gewechselt sind.

Probiers einfach.

Mfg

michael

:gutidee:

Das sollten wir alle praktizieren, denn so kommt ein Schneeballsystem in Gang. Selbst die, die nur zur Neutralität wechseln, können bei Diskussionen Waffengegnern etwas den Wind aus den Segeln nehmen.

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Er schreibt so sinngemäß, weniger Straftaten mit Waffen wegen der Verschärfungen, und "wir sind auf dem richtigen Weg"

Seit die Percussionsrevolver nicht mehr frei erhältlich sind, gab es keinen einzigen Terroranschlag und keine Amokläufe mit diesen Waffen. Wer wollte diesen Erfolg bezweifeln.

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... Kurzwaffen in Kalibern unter 6,3 mm

Kleine Korrektur: Kurzwaffen in Kurzwaffen-Kalibern unter 6,3 mm... sonst würde das ja auch auf alle Pistolen .22 l.r. zutreffen und das ist nicht der Fall... hauptsächlich trifft dieses Verbot nur auf die russ. PSM...

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Die Gewaltkriminalität geht nicht nur in Deutschland schon seit Jahrzehnten zurück. Ich wüsste nicht, dass es in der Zeit ständig Verschärfungen des WaffG gegeben hätte. Bis auf eine kurze Erhöhung nach der "Wende" ist dieser Trend schon problemlos seit den 90er Jahren aus den Statistiken zu entnehmen. Das am WaffG fest zu machen, ist abenteuerlich und fällt nur "Experten" wie der Pfeife ein - aber der weiß ja auch im Gegensatz zu sämtlichen seriösen Wissenschaftlern ganz sicher, dass Computerspiele gewalttätig machen und einen Ausknopf für's Internet möchte er auch gerne haben. Diese Person nimmt in Fachkreisen niemand ernst, im TV ist er dagegen natürlich der Held sämtlicher Talkshows, da er zu jedem Thema grundsätzlich Experte ist und immer genau das zu sagen hat, was der Sender gerade hören will.

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@Sharps

Die Gewaltkriminalität geht nicht nur in Deutschland schon seit Jahrzehnten zurück. ... Das am WaffG fest zu machen, ist abenteuerlich und fällt nur "Experten" wie der Pfeife ein

Demnach besteht also zwischen Waffengesetz und Gewaltkriminalität grundsätzlich keinerlei Zusammenhang?

Das ist wohl nicht zu entkräften, aber ich gebe zu bedenken, dass wir mit dieser Annahme eines unserer besten Argumente aushebeln, nämlich, dass durch das britische Waffengesetz (Verbot von Kurzwaffen im Jahr 1997) die Kriminalität mit Schusswaffen in England drastisch gestiegen ist...

Was die "Pfeife" angeht, hier seine Höchstleistung, "Videospieler werden Hells Angels":

http://www.fr-online.de/panorama/-eine-mac...96/-/index.html

:ridiculous:

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Demnach besteht also zwischen Waffengesetz und Gewaltkriminalität grundsätzlich keinerlei Zusammenhang?

Zumindest nicht der Zusammenhang, den Waffengegner immer konstruieren wollen, nämlich, dass Waffenverbote die Kriminalität senken.

Das ist wohl nicht zu entkräften, aber ich gebe zu bedenken, dass wir mit dieser Annahme eines unserer besten Argumente aushebeln, nämlich, dass durch das britische Waffengesetz (Verbot von Kurzwaffen im Jahr 1997) die Kriminalität mit Schusswaffen in England drastisch gestiegen ist...

Auch wenn u.a. die Lott Studie ähnliche Zusammenhänge sehen will, bin ich mit solchen Behauptungen vorsichtig. Die Kriminalität in GB ist ganz sicher nicht nur wegen des Waffenverbots in den Folgejahren drastisch gestiegen. Fakt ist aber eben, DASS sie gestiegen ist, obwohl doch die bösen Waffen verboten wurden. Damit begibt man sich argumentativ weitaus weniger auf brüchiges Eis, als mit der Behauptung, dass liberale Waffengesetze die Kriminalität sogar senken können. Aber als "Sahnehäubchen" am Ende einer Diskussion gebe ich natürlich auch gerne dafür nochmal Beispiele. Entsprechende Zahlen aus den USA liegen ja vor.

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Oder so... ;)
...sowie einigen besonders emotionsbehafteten Schußwaffen, wie bestimmten Gestalltungen von Repetierschrotflinten oder Kurzwaffen in Kalibern unter (!!!) 6,3 mm.

...

die Gestaltungen sollen sich auf das Kurze beziehen.

Dein

Mausebaer

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...

Demnach besteht also zwischen Waffengesetz und Gewaltkriminalität grundsätzlich keinerlei Zusammenhang?

...

Jein!

Die Korrelationen sind schon auffällig und stetig.

  • hohe Restriktionen des legalen privaten Besitzes von wirksamen Schußwaffen - hohe Raten von Gewaltkriminalität
  • gesetzliche Minderungen des legalen privaten Besitzes und Führen von Schußwaffen - steigende Raten von Gewaltkriminalität
  • hoher und gleichmäßiger legaler Besitz und legales Führen von Schußwaffen durch Privatpersonen - niedrige Raten von Gewaltkriminalität
  • Erleichterungen beim Besitz und beim Führen von Schußwaffen - sinkende Raten von Gewalltkriminaltität

Aber eine Korrelation ist nach lange kein direkter kausaler Zusammenhang. Denn es besteht auch:

  • viele Straßenverkäufer von Speiseeis - viele Fälle von Gewalttaten

Weder sind die Eisverkäufer besonders gewalttätig noch wird man dieses durch den Konsum von Speiseeis. :blum: Hier bestehen gemeinsame Drittvariablen => hohe Temperaturen und Menschenansammlungen.

Dass eine bekannte und deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die potentiellen Opfer von Gewaltstraftaten, sich wirksam gegen den Versuch einer Gewaltstraftat wehren können, bei sonst gleichen Bedingungen zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit von umgesetzten Gewaltstraftaten führt, ist plausibel, aber meines Wissens nie wissenschaftlich untersucht worden. :closedeyes:

Im Fall der Bananen Republik Täuschland ist zu bedenken, dass sich nicht nur die Sicherungs- und die Strafverfolgungsmaßnahmen auf die Gewaltkriminalität eingestellt haben, sondern dass vorallem sich das sozio-ökonomische Umfeld im Land und gerade auch in den Nachbarstaaten deutlich stabilisiert und verbessert hat. :rolleyes: Anders ausgedrückt, stimmte vor 20 Jahren zu Kfz-Diebstählen oft noch der Spruch "Kaum gestohlen, schon in Polen", so werden Heute die Autos bereits in Polen gestohlen und nicht mehr hier. ;)

Dein

Mausebaer

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Er schreibt so sinngemäß, weniger Straftaten mit Waffen wegen der Verschärfungen, und "wir sind auf dem richtigen Weg"

...

Und wenn man dann noch die Straftatan, die erst durch die verschärfungen entstanden sind, rausnimmt, siet das ganze noch besser aus.

Beispiel: Wurfsterne, diverse Messer, Schlagstöcke.....

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Frag doch einfach mal, ob sie die 10 Gebote kennen. Und ob sie der Meinung sind, dass diese eingehalten werden, nur weil sie die heiligsten Gebote sind. Sie beschreiben einen moralischen Kodex. Unmoralische Leute halten sich da sowieso auch nicht daran.

Mit Gesetzen verhält es sich genauso. Dies sollte den Diskussionspartnern, sofern sie nicht den IQ einer Scheibe Knäckebrot haben, etwas zum nachdenken liefern.

Nach meiner Erfahrung bringen solche Diskussionen wenig bis nichts.

Hier ein Link mit interssanten Fragen und Antworten: http://dl.dropbox.com/u/5278508/Waffen_Fragen_Antworten.pdf

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Also wir haben noch 2 Jahre Zeit, dann werden wahrscheinlich die Grünen Realitätsverweigerer auf der Regierungsbank sitzen. Diese Zeit

müssen wir, wie vom Vorschreiber richtig bemerkt, zur Öffendlichkeitsarbeit nutzen. Gegen die Borniertheit der Gutmenschen sind wir machtlos.

Aber die Mitläufer kann man vielleicht ins Neutrallager überzeugen wenn es da heißt: Ich war schon mal dort und das sind eigendlich alles

nette Leute dort .

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