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Wie robust / empfindlich ist eine Waffe ?


ArmorPiercer

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Z.B. beim G36K ist der Lauf fast komplett vom Handschutz verdeckt, aber z.B. beim SL8 ist der Lauf völlig ungeschützt.

(Bitte keine Diskussion wegen dem SL8, es hat einen guten Kontrast zwischen Lauf und grauem Plastik ;) )

Da frage ich mich nun, wie viel "verträgt" eine Waffe ?

10cm Fallhöhe killt einen Beamer, 50cm einen Laptop - wann schiesst ein Gewehr nicht mehr genau ?

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Da frage ich mich nun, wie viel "verträgt" eine Waffe ?

10cm Fallhöhe killt einen Beamer, 50cm einen Laptop - wann schiesst ein Gewehr nicht mehr genau ?

Wie es Kimber schon schrieb, so einfach ist es da nicht.

Selbst das von Dir genannte SL8 wird einiges aushalten, wenn es gut aufkommt und wenn es dumm läuft, wird auch wenige cm bemerkbar sein.

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Mhh, sehr schlecht zu beantworten, schon gar nicht allgemein!

Wenn das 6-24*56 von meiner Remi beim rausnehmen gegen die Tresortür stößt ärger ich mich schon.

Wenn du dir allerdings mal die Zerstörungstests für VA-Läufe bei Dauerfeuer oder over-the-beach Tests anguckst, bekommst du eine Vorstellung was manche Waffen abkönnen.

Dabei kommt es auch immer auf die Präzision an welche die entsprechende Waffe leisten soll. Fährst du beispielsweise mit deinem Motorrad über eine Kashi, wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach immer noch zuverlässig schießen und das Mannziel auf die 100 irgendwie treffen. Wenn du allerdings mit deiner Büchse auf die 500/1000 oder weiter willst, kannst du ja mal die Benchrester fragen, was die ihren Waffen zumuten würden, die fahren ja schon wieder auf den Stand nur weil sie die Optik zu kräftig poliert haben...

Du siehst, pauschal beantworten, ist hier nicht.

Am besten du nennst Beispiele für die es dich interessiert z.B. erstmal Art der Waffe und was du genau mit ihr vor hast.

Du kannst ja auch nicht sagen, das jeder Laptop bei besagten 50cm kaputt ist, sonst würde ich Feinmotoriker alle zwei Wochen einen Neuen brauchen.

Allgemein kann man aber schonmal sagen, dass so eine Waffe mit unter mehr aushält als man denkt. Guck dir mal slow motion aufnahmen von einer Schussabgabe an, ist nicht gerade schön zu sehen wie es Waffe und Optik da durchschüttelt, da ist das Stolpern im Revier nichts gegen.

Grüße expedition

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Hi,

dann könnte man noch anmerken wie die Waffe oder der Lauf auf dem Boden ankommt. Ob er mit dem Laufende oder der gesamten Länge auf dem Boden aufschlägt macht schon Unterschied. Genauso ob der Boden glatt iss oder der Lauf/Waffe auf ne Kante schlägt.

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Das kann man wirklich nicht pauschal beantworten. Mir ist mal meine Jagdbüchse, die an der Wand angelehnt war, zur Seite gegen den Holzschrank gerutscht. Die Strecke betrug ungefähr 30cm. Die Treffpunktverlagerung betrug ca. 10cm auf 100m. Ein anderes Mal bin ich im Wald auf einer Eisplatte ausgerutscht und mit der Waffe voll auf den Boden geknallt. Ich hatte schon Bedenken, dass das Zielfernrohr hin ist. Aber beim Kontrollschießen habe ich überhaupt keine Treffpunktverlagerung festgestellt. Wenn man mich vorher gefragt hätte, hätte ich im ersten Fall keine und im zweiten Fall eine erhebliche Treffpunktverlagerung vermutet.

Waidmannsheil und gut Schuss

Crest

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Jäger kommen häufig auf den Stand, und schießen ihr Gewehr "neu ein, weil es umgekippt ist, jetzt ist das Glas total verstellt".

Mein Jagdlehrer hat das im Selbstversuch getestet: Die Waffe mit montiertem Glas vom Tisch fallen lassen, und dann damit geschossen. Der Treffpunkt war identisch. Ein Sturz von der Tischplatte macht also schon mal nichts aus (sofern das Glas nicht so blöd aufkommt, daß es springt).

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Hallo

@Fyodor aus meiner Erfahrung kann ich über deine Ausage nur den Kopf schütteln, kontrollieren sollte man immer ! Wie Crest sagt, 10 cm sind immer drinne, auch bei vermeindlich kleinen Stößen aufs ZF, springen muss da noch lange nix.

Kenne aber auch viel die so denken wie dein " Jagdlehrer " meistens hat der Büma denen das Gewehr beim Kauf eingeschossen und seitdem hat es den Stand nimmer gesehen. :rolleyes:

Aber klar, wenn man Glück hat, passiert natürlich nix

Viele Grüße Lulu

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Mein Jagdlehrer hat das im Selbstversuch getestet: Die Waffe mit montiertem Glas vom Tisch fallen lassen, und dann damit geschossen. Der Treffpunkt war identisch. Ein Sturz von der Tischplatte macht also schon mal nichts aus (sofern das Glas nicht so blöd aufkommt, daß es springt).

Ich denke man darf sowas nicht verallgemeinern - zumal es sicherlich auch von der Robustheit von Waffe, Optik und Montage abhängt. Ich stehe auf dem Standpunkt: Wenn irgendwas mit meiner Waffe passiert ist was die Treffpunktlage beeinflusst haben könnte wird die Waffe überprüft bevor ich damit auf Wild schieße. Bislang haben meine Kontrollen immer ergeben, dass alles in Ordnung ist, aber ich fühle mich einfach besser und sicherer damit.

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Interessantes Problem. Wie von allen Anderen hier auch schon so gesagt, leider nicht pauschal zu beantworten. Der Schlag bei einem Sturz ist ja die Belastung, der das Bauteil unterliegt. Und wenn man alle Parameter von der Belastung kennt, dann kann man schon irgendwie abschätzen, wie sich die Waffe danach präzisionsmäßig verhält.

Das Problem ist aber, daß die Präzision einer Waffe nicht nur von der Innenballistik sondern der Außenballistik abhängt. Und wenn die Mündung beschädigt wird, dann werden eventuell die Geschosse deformiert, die Gase an der Mündung verteilen sich mit neuem Wirbel usw... Benchrester-Sorgen :rolleyes:

Die nächste Frage ist, ob der Sturz auf die an der Waffe angebrachte Visier-Einrichtung eingewirkt hat. Dann hat man voraussichtlich eine Treffpunkt-Verlagerung. Das ist ja aber nicht schlimm, zumindest nicht, wenn man eine verstellbare Visierung hat.

Die empfindlichen Teile an der Waffe sind in Bezug auf die Präzision Lauf(-Mündung) und Visier. Wenn durch den Sturz diese Teile beschädigt werden, gibt's 'nen Problem. Und wenn man nix sieht, ist es immer noch 'ne Gute Idee zu testen.

Um eine Vorstellung zu kriegen, vergleich den Sturz mit einem Hammerschlag. Der hat dann eine Energie von hmm, sagen wir 100 J. Jenachdem wie groß die Fläche, Form und Material des Hammers sind, wirkt diese Energie ein. Bei einem spitzen, harten Hammer gibt es eine Kerbe, je weicher und "runder" der Hammer ist, desto mehr von der Energie wird elastisch und ohne bleibende Verformung übertragen.

Also: Wenn dir die Waffe mit der Mündung voran auf den Betonboden des Kellers oder vom Hochsitz auf einen Stein knallt, wirst Du wahrscheinlich größere Streukreise haben. Wenn sie dagegen mit dem Schaft auftrifft, wird man's vermutlich kaum in der Präzision merken, sondern sich nur über eine neue Macke ärgern müssen.

Waffen sind extrem haltbar. Wenn ich die Fallhöhe angeben müsste, bei der die Waffe sicher zerstört oder schwer beschädigt ist, würde ich 100m sagen. Aber der Teufel ist halt ein Eichhörnchen. Klar hilft es , Stoßfänger angebaut zu haben, so ein Kleiderschrank-Schaft opfert sich für die empfindlicheren Teile, die Visierung (Zielfernrohr) liegt aber meistens frei, genauso wie die Mündung. Geht eben auch beim Runterfallen vom Tisch manches kaputt.

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OK, meine Ausführung war irgendwie unvollständig und daher mißverständlich:

Natürlich ist in einem solchen Fall zu überprüfen, ob sich etwas verstellt hat. Da sollte allerdings mit maximal zehn Schuß wieder zu richten sein. Keinesfalls erklärt es ein Gießkannenbild, das sich bei 50m Schußentfernung über die gesamte Scheibe erstreckt.

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Hallo,

Ruger MK77 .308 Win mit Tasco ZF.

Durch eigene Dummheit beim Putzen

vom Tisch gestoßen :peinlich: :peinlich:

Aufschlag auf Betonboden!

Probeschießen 100m ergab Schußbild

links oben.

ZF Nachjustierung und alles wieder i.O.

witog

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Wie robust eine gute, vernünftige Waffe ist?

Schau dir mal das erste Video auf der Startseite an:

Was ich sehe ist: viele Erzählungen, einige Märchen und eine Waffe die sogar auf dem Werbevideo nicht vernünftig repetieren kann.

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Mir ist mal meine Jagdbüchse, die an der Wand angelehnt war, zur Seite gegen den Holzschrank gerutscht. Die Strecke betrug ungefähr 30cm. Die Treffpunktverlagerung betrug ca. 10cm auf 100m.

Das ist doch sehr erstaunlich. Ganze 30 cm zur Seite gekippt (nicht mal gefallen)?

Das ist für eine Waffe doch überhaupt keine Belastung.

Man kann da ja nicht mal von einem "Schlag" sprechen.

Es sei denn, die gesamte "Energie" hat in dem Fall die Optik abbekommen, und die war

von vornherein nicht stabil montiert.

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