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IGNORED

Anonymer Anruf= Enteignung?


d.casull

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Hallo Zusammen!

Einen Schützenkollege aus meinem Verein hat folgendes Schicksal ereilt:

Letzten Donnerstag, so wurde mir aus erfahrenem Munde berichtet, habe das für uns zuständige Ordnungsamt einen anonymen Anruf erhalten, worin die Äußerung fiel, Jemand fühle sich durch den Waffenbesitz meines Vereinskollegen bedroht! Darauf hin sind am Freitag Morgen zwei "Sixpacks" "uniformierter Gurken" mit einer "Abordnung" vom Ordnungsamt bei Ihm vorgefahren, und haben die Waffen mit Munition incl. Nitro- Pulver, ausgenommen den Vorderladerwaffen und Schwarzpulver, da konnten sie nicht ran, konfisziert!

So, nun hat sich der arme Junge einen Fachanwalt, spezialisiert auf Waffenrecht, genommen und klagt jetzt gegen den Bescheid.

Und ich schwöre auf die Biebel- der Kerl hat nix damit zu tun, mit Sicherheit nicht!!! Aber nach der Meinung fragt ja sowiso Keiner.

Im Endeffekt hat ja auch seine "Zuverlässigkeit" darunter zu leiden, und sein Ruf.

Kann sich eventuell jemand dazu äußern, oder hat jemand damit schon mal Erfahrung gemacht?

Was haltet Ihr davon?

Der Staat hat doch nur Angst- oder nicht?... die gehen doch jedem Mückenhuster nach!

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Krass sowas! :o Ein anonymer Anruf, schon eine ganze Mannschaft der Polizei und beschlagt alle Waffen mit Ausnahme der Schwarzpulverwaffen! Ich meine war die Bedrohung auf hieb und stichfestem Boden beweisbar, die so eine drastische Aktion gerechtfertigt hätte? Wieso hat man dem betroffenen Schützenkollegen nicht zuerst einmal das Gespräch gesucht von Behördenseite, bevor man ihm seine Waffen beschlagnahmen liess?

Ehrlich gesagt halte ich die Aktion der Behörden für etwas arg übertrieben. Ich hätte nicht gedacht, dass ein anonymer Anruf genügt ohne wirklich nachweisbaren Beweis (Behauptung) ausreicht, um gleich so hart von Behördenseite "angefasst" zu werden. Leider ist es in Deutschland so, sind einmal die Waffen von den Behörden beschlagnahmt worden, ist es entweder meist sehr schwer und/oder sehr teuer um die beschlagnahmten Waffen wieder zu kriegen, selbst wenn man im Recht ist. Ich wünsche deinem Schützenkollegen viel Glück einen sehr guten Anwalt und hoffentlich geringe Aufwandskosten um die beschlagnahmten Waffen wieder zurück zu kriegen.

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Das hört sich erst mal an wie: meine Oma hat mir neulich erzählt, sie hätte von jemand gelesen hat, dessen Bruder von jemand erzählt bekommen hat, dass ...

Im Normalfall genügt ein anonymer Anruf nicht, um die von dir geschilderten Konsequenzen nach sich zu ziehen. Es braucht schon etwas mehr, um einen zureichenden Verdacht zu konstruieren, insbesondere, da das ganze nur auf einer Aussage beruht. Man würde ja spätestens vor Gericht den Anzeigeerstatter als Zeuge benötigen. Im übrigen hat der Beschuldigte das Recht zu wissen, wer ihn angezeigt hat. Es gibt einschlägige Regelungen, wann einem Zeugen wirklich Anonymität gewährt wird und wie in einem Fall einer anonymen Anzeige zu verfahren ist.

Insgesamt scheint es mir, als würde da etwas nicht vollständig wiedergegeben oder die ganze Story stimmt überhaupt nicht.

Ach ja, es wäre nett, wenn du dir Bezeichnungen wie "uniformierte Gurken" sparen könntest. Macht deinen Beitrag nicht unbedingt seriöser, wenn du Polizisten mit beleidigenden Bezeichnungen versiehst. Es sei denn, du möchtest einen der in letzter Zeit so beliebten Polizeibashing-Threads starten.

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...Insgesamt scheint es mir, als würde da etwas nicht vollständig wiedergegeben oder die ganze Story stimmt überhaupt nicht.

Ach ja, es wäre nett, wenn du dir Bezeichnungen wie "uniformierte Gurken" sparen könntest. Macht deinen Beitrag nicht unbedingt seriöser, wenn du Polizisten mit beleidigenden Bezeichnungen versiehst. Es sei denn, du möchtest einen der in letzter Zeit so beliebten Polizeibashing-Threads starten.

So in etwa hätte ich auch geantwortet, wenn du nicht schneller gewesen wärst!

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Bereits die Überschrift des Threads erinnert mich an den Stil einer große deutsche Boulevard-Zeitung "Anonymer Anruf = Enteignung". Sicherstellung und Enteignung ist zunächst mal was ganz verschiedenes. Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass ein SB nur aufgrund eines anonymen Anrufes (aA) ohne weiteren Anlass so eine Aktion startet.

Gruss

SWJ

P.S. Es gab bei uns hier in der Gegend zwar auch schon Sicherstellungsaktionen bei Legalwaffenbesitzern durch Polizeibeamte, aber da war der Anlaß dann immer mehr als ein aA, wie es sich dann hinterher rausstellte. Und ACAB-Diskussionen braucht man auch nicht unbedingt künstlich provozieren.

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jaja... und die Sp-Waffen haben sie dagelassen. Da "kamen sie nicht ran"! Dann waren die anderen wohl auf dem Tisch deponiert? Wenn Waffen sichergestellt/beschlagnahmt werden, dann ALLE!

Die ganze Geschichte ist so was von trollig......

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Guest bubsche2
jaja... und die Sp-Waffen haben sie dagelassen. Da "kamen sie nicht ran"! Dann waren die anderen wohl auf dem Tisch deponiert? Wenn Waffen sichergestellt/beschlagnahmt werden, dann ALLE!

Die ganze Geschichte ist so was von trollig......

Das sehe ich auch so.......Du warst nur etwas schneller mit Deinem Beitrag :icon14:

Volker

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Guest lady-shooter

So abwegig ist die Geschichte aber nun wirklich nicht. Ein Mitglied (Sprtschütze + Jäger) meines Vereines hatte vor April 2003 ein ähnliches Erlebnis: er wurde anonym wegen angeblichem illegalen Waffenhandels angezeigt. Der Besuch hat dann alle seine legalen Waffen, seine Munition, seine WBK + Jägerpappe mitgenommen. Es wurden keine illegalen Waffen oder sonstige Hinweise bezüglich des Tatvorwurfes gefunden. Einzig damals verbotenes war eine .357Mag HP Patrone aus dem Setzkasten. Der Ämtler: sie kriegen Ihre Waffen und Scheine nie wieder. Das Verfahren wurde eingestellt. Und der Ämtler stand zu seinem Wort - also Waffen + Papiere nicht rausgerückt. Erst nach der Pensionierung dieses Beamten und das Abhandenkommen der Akte hat der Amtsnachfolger das Zeug wieder zurückgegeben. Dauer deutlich über ein Jahr.

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Ein fettes Sorry an alle P O L I Z E I K O L L E G E N!!! :s2:

Wird bestimmt NIE wieder passieren...

Der anonyme Anrufer ist wahrscheinlich sein Vater, mit dem er wohl viele viele Unstimmigkeiten hat, und das schon über Jahre.

Die Sp Waffen konnten sie von Rechtswegen nicht mitnehmen und nicht, weil sie in irgend einem "Versteck" lagen, nenee die waren schon da!

Und wers nicht glaubt- Kein Problem!

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Ja... und die zwei Nachfolgebücher!

:rotfl2:

Küsschen Küsschen

und noch ein Küsschen

Nein, ich bin nicht schwul, das müssten die Roald Dahl Yukkapalmennachfolgebücher sein.

Gruss

V

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Ich glaubs dir, sowas passiert. Hab ich aus erster Hand erfahren.

Es gibt ne Hausdurchsung wenn jemand behauptet man würde gewerblich Alkohol schmuggeln, das ganze ohne Beweise.

Ein Jahr später ist das Verfahren eingestellt, nie etwas gefunden worden aber der Denunziant bleibt geheim. Eine "Vertrauensperson" des BKA.

So schnell gehts...

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Hausdurchsuchungen werden wohl aufgrund anonymer Hinweise geschehen, aber niemals eine grundlose Beschlagnahme wie im Ausgangsthread geschildert.

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Das sehe ich ganz genauso. In unserem Bananenstaat ist in der Hinsicht leider alles möglich. :icon13:

Bananenstaat sind wir noch nicht, aber es läuft nicht rund. Im Bananenstaat hätten sie nach dem anonymen Anruf nicht nur seinen Waffen mitgenommen, sondern auch ihn. Und sonderlich glaubwürdig ist die Anrufgeschichte auch nicht. Das wurde schon im Fred dargestellt.

Schönes Wochenende

SWJ

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Bananenstaat sind wir noch nicht, aber es läuft nicht rund. Im Bananenstaat hätten sie nach dem anonymen Anruf nicht nur seinen Waffen mitgenommen, sondern auch ihn. Und sonderlich glaubwürdig ist die Anrufgeschichte auch nicht. Das wurde schon im Fred dargestellt.

Schönes Wochenende

SWJ

Ob die Geschichte unglaubwürdig ist oder nicht sei mal dahin gestellt. Zumindest halte ich sie nicht für unmöglich.

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