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Geschrieben

Falls du nicht Open schießt ist es doch ganz einfach: Alles gehört an die Seite oder hinten hin.

 

Was spricht dagegen nen Magnet am ersten Pouch zu haben? Insbesondere in Prod schleppste doch zuweilen ne Menge Kram mit dir rum.

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Hasenklage:

Ich fand diese 1m Ziele auch doof.

Ich schrieb nirgends, dass ich die doof finde. Im Gegenteil. Auch wenn sie oft gar nicht so einfach sind wie ein Laie vielleicht meinen würde bei der geringen Entfernung. Und es gibt Dinge, die man trainieren kann um eben nicht vor dem Target zu stehen und den Punkt zu suchen.

Schreibe Dir aber vorsichtshalber auch nichts mehr da Du eh von vorneherein immer alles besser weißt.

Und wenn 16moa bei Dir 0,6cm auf 8m sind machtˋs wenig Sinn sich noch weiter auseinanderzusetzen.
Man trainiert das oft und andauernd, explizit das Nutzen der unteren Kreismarkierung z.B. beim Casino-Drill und liegt damit

auf 5m deutlich besser und dann kommst Du mit irgendwelchen Tabellen um die Ecke.

Schöne Ostern weiter…

Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb MB69:

 

Und wenn 16moa bei Dir 0,6cm auf 8m sind machtˋs wenig Sinn sich noch weiter auseinanderzusetzen.

Das tut mir leid das ich so besserwisserhaft rüber komme. 
 

Kann ja sein das ich falsch liege. 
In der folgenden Tabelle habe ich im Strelok die Nullpunktverschiebung auf 16moa (der halbe circle) eingestellt. 
Das ist nach meinem Verständnis das selbe wie wenn ich am unteren Ende des Circle anhalte. 
wie man sehen kann sind die Abweichungen nicht signifikant. Je weiter die Entfernung, je mehr macht das aus, aber schau einfach nochmal in die Tabelle oder sag mir was ich da falsch sehe. Auch schöne Ostern.IMG_1571.thumb.png.62a4b843c853dfa27df9980959a2b50f.png

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Die zweite Tabelle ist jetzt ohne Nullpunktverschiebung. Auf 2m macht also Fleck statt Circle unten 0,9cm aus. 
Das wird wohl auch beim besten Schützen der Welt in der Streuung untergehen. 

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb MB69:

Dann lade ich Dich ein, uns mit Konstruktivem an Deiner Expertise teihaben zu lassen.

Ich lerne gerne dazu.

Wenn die einfachsten Basics nicht da sind, ist es eher hilfreich einen Kurs zu machen.

 

Hier gibt es dann halt Leute die 2 Matches gemacht haben und jetzt denken sie haben alles verstanden, weil es beim zweiten Match mal kein DQ bekommen haben. 
 

Allein bei den beiden Themen Offset und Magnet rollen sich mir die Nägel hoch wenn ich die Diskussion lese. 

Geschrieben

Es gibt eigentlich keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten. Schade dass das immer eskalieren muß.

 

Ich mach mal weiter um eine Richtung zu zeigen wo der Faden hingehen soll.

 

Zum Magazinmagneten: Ich habe jetzt noch einen zweiten bestellt und werde ihn jeweils in der Mitte meiner beiden Doppelmagazinhalter anbringen. Das sollte die beste Lösung für mich sein.

Zum Hosenträger (BW Koppeltragehilfe). Ich brauch sowas weil mir ständig die Hose/Gürtel rutscht. Ich dachte immer das liegt an meiner Wampe, aber nachdem ich 20 Kilo abgenommen hab ist das immer noch so.

Meine liebe Frau hat mir oben im Brustbereich einen Verbindungsstreifen eingenählt damit die Koppeltragehilfe nicht von der Schulter rutscht. Ich weiß jetzt werden einige sagen, so ein Quatsch braucht keiner, ich sah in Philippsburg mehre Schützen

bei denen das Holster schief hing und sie es ständig hoch rückten.

 

Zum Thema Reddot und automatische Leuchtstufe. Ich übe trocken zu Hause und schalte mir dort auch unterschiedliche Lichtzenarien. Also im hellen stehend ins dunkele und umgekehrt. Bisher hatte ich keine Probleme mit dem SCS.

Auch das Thema Sehfeld (Größe des Glases) habe ich mal versucht nachzuspielen. Das hat bei MIR keine eklatanten Vorteile wenn das Glas größer ist. 

Verglichen habe ich das doch recht kleine Glas des SCS mit dem Holosun 507 das doch einiges höher und breiter ist. Für mich bleibt es so, beide Augen sind offen und ich sehe ja nicht nur duch sondern nehme ja auch alles 

Außerhalb des Gehäuses war. 

 

Ansonsten steht mein Setup erstmal. Es wird wohl die Produktion Optics bleiben, wobei ich mal versuchen werde wie es mit KuK  klappt. Bei Fallscheibe zB sehe ich da bei mir keinen Unerschied bzw keine Vorteile.

Es wird also auch bei der PDP F bleiben obwohl der Griff zu klein ist. Es ist ja ein größerer Griffrücken dabei, wenn da noch jemand einen Tip hat...gerne.

Federführungsstange von DPM (dreistufig) habe ich noch geordert. 

 

Verratet Ihr doch Eure Ausrüstungstricks damit hier ein positiver Austausch stattfinden kann. 

Ansonsten: Make Love not War:)

 

 

 

Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb Hasenklage:

Zum Magazinmagneten: Ich habe jetzt noch einen zweiten bestellt und werde ihn jeweils in der Mitte meiner beiden Doppelmagazinhalter anbringen. Das sollte die beste Lösung für mich sein.

 

Was für mich funktioniert: 

Magnet von außen an die Magpounches dran. Beim Beep kein Magazin dran.

Denn: Magnet brauchst du in 2 Situationen:

  • Start ohne Magazine am Gürtel (Nach Beep schnell dran pappen)
  • zum schnellen wegpacken bei unload show clear (du musst es nicht in den pounch friemeln)

 

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Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Hasenklage:

Danke, so hab ich mir den Tröt vorgestellt, konnte Dir aber nicht ganz folgen. Beim Start ohne Mag liegt doch das Magazin auf einem Tisch? Und ich setze es doch dann sofort in die Waffe?

 

Könnte es passieren, dass du mit einem Magazin nicht schaffst die ganze Stage zu absolvieren? 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Hasenklage:

Danke, so hab ich mir den Tröt vorgestellt, konnte Dir aber nicht ganz folgen. Beim Start ohne Mag liegt doch das Magazin auf einem Tisch? Und ich setze es doch dann sofort in die Waffe?

 

 

da gibtes verschiedene Optionen  - alle Mags auf einem Tisch oder Tonne oder sonst wo, oder nur das erste Mag. Selbst wenn du nur ein mag für einen shortcourse brauchst, nimmst du immer nach Möglichkeit mehr mit. Das eine kann runterfallen, klemmen, leer sein, du verfehlst die Waffe und es geht dir fliegen (alles schon gesehen).

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Hasenklage:

Es gibt eigentlich keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten. Schade dass das immer eskalieren muß.

 

Ich mach mal weiter um eine Richtung zu zeigen wo der Faden hingehen soll.

 

Zum Magazinmagneten: Ich habe jetzt noch einen zweiten bestellt und werde ihn jeweils in der Mitte meiner beiden Doppelmagazinhalter anbringen. Das sollte die beste Lösung für mich sein.

Zum Hosenträger (BW Koppeltragehilfe). Ich brauch sowas weil mir ständig die Hose/Gürtel rutscht. Ich dachte immer das liegt an meiner Wampe, aber nachdem ich 20 Kilo abgenommen hab ist das immer noch so.

Meine liebe Frau hat mir oben im Brustbereich einen Verbindungsstreifen eingenählt damit die Koppeltragehilfe nicht von der Schulter rutscht. Ich weiß jetzt werden einige sagen, so ein Quatsch braucht keiner, ich sah in Philippsburg mehre Schützen

bei denen das Holster schief hing und sie es ständig hoch rückten.

 

Zum Thema Reddot und automatische Leuchtstufe. Ich übe trocken zu Hause und schalte mir dort auch unterschiedliche Lichtzenarien. Also im hellen stehend ins dunkele und umgekehrt. Bisher hatte ich keine Probleme mit dem SCS.

Auch das Thema Sehfeld (Größe des Glases) habe ich mal versucht nachzuspielen. Das hat bei MIR keine eklatanten Vorteile wenn das Glas größer ist. 

Verglichen habe ich das doch recht kleine Glas des SCS mit dem Holosun 507 das doch einiges höher und breiter ist. Für mich bleibt es so, beide Augen sind offen und ich sehe ja nicht nur duch sondern nehme ja auch alles 

Außerhalb des Gehäuses war. 

 

Ansonsten steht mein Setup erstmal. Es wird wohl die Produktion Optics bleiben, wobei ich mal versuchen werde wie es mit KuK  klappt. Bei Fallscheibe zB sehe ich da bei mir keinen Unerschied bzw keine Vorteile.

Es wird also auch bei der PDP F bleiben obwohl der Griff zu klein ist. Es ist ja ein größerer Griffrücken dabei, wenn da noch jemand einen Tip hat...gerne.

Federführungsstange von DPM (dreistufig) habe ich noch geordert. 

 

Verratet Ihr doch Eure Ausrüstungstricks damit hier ein positiver Austausch stattfinden kann. 

Ansonsten: Make Love not War:)

 

 

 

Die DPM Federführung darfst du in Production nicht benutzen 

Geschrieben

OK, danke für den Hinweis.  Im Apendix steht:

 

19.4 Federn von Fremdherstellern sind erlaubt, sofern diese die gleiche Konfiguration auf-
weisen wie das Original.
 

Hab ich ein bischen dehnbar gesehen. Aber OK. Beim Abzugsgewicht bin ich auch knapp:crazy: 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Hasenklage:

OK, danke für den Hinweis.  Im Apendix steht:

 

19.4 Federn von Fremdherstellern sind erlaubt, sofern diese die gleiche Konfiguration auf-
weisen wie das Original.
 

Hab ich ein bischen dehnbar gesehen. Aber OK. Beim Abzugsgewicht bin ich auch knapp:crazy: 

Losgelöst von Deinen DPM Federn: 2,27 oder 1,36 ist als Abzugsgewicht definiert, bist höher alles gut bist Du darunter bist Du draussen wenn gemessen wird...Schiess doch erstmal ein paar Matche bevor Du da eine "Production-Optics-Race-Gun" draus machst.

Geschrieben

Ich verfolge den Tread jetzt auch schon seitdem er gestartet ist da ich mich selbst auch noch als Anfänger bzw. eher unerfahrenen Schützen betrachte. Auch wenn ich bei lokalen LVL1+2 Matches schon Overall und über alle Divisions hinweg den ersten Platz geholt habe. Bei den Lvl. 3 Matches hatte ich schon den einen oder anderen "Glanzmoment" wo ich auf der einen oder anderen Stage nen besseren HF als so mancher Top-Schütze hatte, aber für die oberen 10% hat es noch nicht gereicht. ipscelo.com hält einem da ganz gut den realistischen Spiegel vor (ab dem dritten Lvl. 3 Match taucht man dort automatisch auf), aktuell C-Class, also nichts besonderes.

 

Kurz zu meiner "Vita" im Kontext mit der Pistole, einen echten "Mentor" hatte ich so gesehen nie:

-Ende 2024: CZ P-10F gebraucht gekauft, hauptsächlich Fallscheibe geschossen, Steiner MPS draufbauen lassen

-März 2025 Dynamic Pistol 1-3 bei Hardtask ->  3 Tage mit je 8h unterwegs mit der Pistole im Holster ist halt doch was anderes als immer mit offenem Verschluss auf dem Tisch abgelegt. Wird bei den deutschen Sportschützen gerne als "Rambo-training" abgetan und eher belächelt, aber ich habe da sehr viel mitgenommen, insbesonere bezüglich Routine und sicherer Waffenhandhabung. Da war ich dann später das eine oder andere mal derjenige der hätte belächeln können...

-April 2025: Erste Teilnahme bei einem IPSC-Training mit einer in einer Indoor-Anlage eingemieteten Gruppe von IPSC-Schützen inkl. RO's, danach 1x im Monat regelmäßiges Training dort, Start von regelmäßigem Trockentraining

-September 2025 SuRT, Umstieg auf BUL Tac Comp / Open Division

-November 2025 erstes Match (Lvl.1 Beginnersmatch) mit Platz 1 in der Open / Platz 3 über alle Divisions inkl. RO's

-Bisher insgesamt 8 Pistol-Matches geschossen, davon drei Lvl. 3

 

 

Was mir hier in diesem Fred massiv ins Auge sticht ist dass man sich über Auslegung des Regelwerks und Equipment sowie Tuningteile auslässt, aber so garkein wirkliches Wort über die wichtigen Themen:

 

-Basics

 

-Trockentraining / Trainingsroutine / selbst "pushen" beim Training

 

-eigene Fehler / Schwächen erkennen / sich selbst hinterfragen - diese Dinge nach einem Match notieren und im Trockentraining/Live Fire Training isoliert abstellen

 

-wo kann ich Zeit einsparen? <-- das wichtigste beim IPSC

 

 

Ich bin der Meinung dass man hier in der Zielrichtung dieses Threads irgendwo falsch abgebogen ist, daher der Versuch das doch irgendwo wieder in die richtige Richtung zu bringen.

 

Fehler wie die Sache mit dem 15-Schuss-Magazin gegen den geschlossenen Verschluss versemmeln oder dass der Magazinauslöseknopf flöten geht und die Waffe dann in eine unsichere Richtung zeigt sind für mich ein Signal dafür dass man sich nicht in Ruhe, zu Hause, mit aller Zeit der Welt, mal intensiv mit seinem Equipment auseinandergesetzt hat oder diverse Szenarien einfach mal trocken durchgeübt hat. Ich urteile hier nicht, ich analysiere nur!

 

1.Basics/Trainingsequipment:

 

-Die Anordnung des Equipments ist eindeutig im Regelwerk festgehalten, hier gibt es, wie ich auch selbst in einem anderem Thread feststellen musste, quasi keinen Spielraum. Im Zweifel mit der schlechteren Konfiguration üben und auf dem nächsten Match einen RO fragen. Wenn man sich ein neues Teil für das Equipment oder für die Waffe kauft --> Funktionsprüfung und trocken damit arbeiten! Niemals auf ein Match fahren und Equipment verwenden das man vorher noch nicht ausgiebig getestet hat!

 

-Die sichere Handhabung der Waffe: Fängt bei mir schon damit an dass man jedes mal wenn man die Waffe in die Hand nimmt zuerst eine Ladekontrolle durchführt um sicherzugehen dass die Pistole entladen ist. Auch wenn Du diese zu Hause aus dem Schrank nimmst, auch wenn Du sie vor dem putzen nur mal kurz abgelegt hast weil Du mal pinkeln musst. Das sollte meiner Meinung nach IMMER passieren und schon ein Reflex sein.

KEINE scharfe Munition in der Nähe der Waffe zu Hause. Nache einem Schießstandbesuch alle Magazine nochmal kontrollieren und ggf. entleeren, Munition in den Munitionsschrank oder Tresor.

 

-Dummy-Patronen farblich markieren und bewusst offen aufbewahren, nicht im Munitionsschrank oder Waffenschrank, dann kann man nichts durcheinanderbringen. Ich habe mir hier von einem Kollegen der Wiederlader ist leere, gebrauchte Hülsen mit neuen Geschossen OHNE Pulver und Zündhütchen pressen lassen, diese farblich markiert, mit diesen führe ich auch mein Trockentraining durch. Die sind in einem dieser Kunststoffspritzlinge aus den Munitionsschachteln mit dem Boden nach oben aufbewahrt, das ganze liegt bei mir offen auf dem Schreibtisch neben meinem Arbeitsplatz. Weshalb diese nicht-scharfen Patronen und keine Dummys aus Kunststoff? Realistisches Gewicht des Magazins sowie die Möglichkeit Störungsbeseitigungen mit heiss geschossener Pistole auf dem Schießstand trainieren zu können. Das mit dem realistischen Gewicht kommt bei mir in der Open nochmal mehr zum tragen da ich in D mit 20 Schuss im Magazin an den Start gehe, im Ausland demnächst mit mindesten 26. Speziell beim Draw und auch bei Transitions macht es aus meiner Sicht schon einen Unterschied ob man den mit leerer Waffe trainiert oder mit gefülltem Magazin.

 

-Trainingsmagazine aus Kunststoff von DAA, diese Lilanen mit dem roten Follower. 2-3 Stück können nicht Schaden um reloads zu üben. Fallen gelassen wir das Trainingsmagazin, das echte wird nachgeladen.

 

-Timer-App auf dem Handy, ich habe hier die PAR-Timer App (rotes Symbol mit weisser Schrift und Zielkreis). Eigentlich das wichtigste Instrument für erfolgreiches Trockentraining! Ich gehe mittlerweile sogar soweit und sage dass Trockentraining ohne Timer keinen Sinn ergibt. Optional auch einen der neuen Fancy Timer mit Dryfire-funktion, allerdings dient der Timer beim Dryfire aus meiner Sicht weniger dazu Zeiten zu analysieren sondern sich selbst zu pushen und unterbewusst auch an den Zeitdruck zu gewöhnen.

 

-Dryfire-Targets sind ebenfalls essentiell, ich verwende hierfür die Micro-Targets aus Pappe, Minitargets und auch Fullsize Targets sowie Fullsize Half-targets (die in der Mitte abgeschnittenen). Zusätzlich habe ich bei mir im Flur und in Teilen der Wohnung die kleinen rechteckigen Abklebepatches mit ca. 23mm x 23mm an verschiedenen Ecken angebracht. Wenn möglich sollten die Targets auch auf unterschiedlicher Entfernung angebracht werden und nicht nur auf einer Ebene (bei mir zwischen 1m und 11m).

 

2. Trainingsroutine / Trockentraining

 

Auch wenn der eine oder andere bei dem Wort "Trainingsroutine" Pickel kriegt und das ganze sehr dogmatisch anmutet: Stelle Dir selbst die Frage wohin Du möchtest / was dein eigener Anspruch bei dem Thema IPSC ist und entscheide Dich dann wie intensiv Du das ganze umsetzt. Möchtest Du nur "ein bisschen IPSC schiessen und spaß dabei haben" - absolut okay, aber auch hierfür solte man, auch unter dem Sicherheitsaspekt und der Verantwortung den anderen Personen gegenüber, ein Mindestmaß an Skill und Routine mitbringen, was zumindest gelegentliches Trockentraining mit sich bringt. 

 

Wenn Du allerdings etwas ambitionierter unterwegs bist dann kann ich Dir aus meiner Erfahrung mitteilen was zumindest für mich funktioniert hat, ich versuche das ganze mal etwas strukturierter darzustellen. Ich erhebe auch hierbei nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder absolutes Wissen!

 

Weshalb erwähne ich das ganze Thema Trockentraining so explizit?

 

Wenn man sich mal einen typischen Matchablauf sowie das schiessen auf einer Stage anschaut wird man in der Beobachterrolle feststellen dass sich viele kleine Puzzleteile zu einem großen ganzen zusammenfügen. Wer sich ein bisschen mit dem Thema Training auseinandersetzt wird feststellen dass dies bei ziemlich vielen Sportarten / Hobbys der Fall ist. Macht es also Sinn immer "das ganze Ding" zu trainieren oder zerlege ich mir den Ablauf in viele kleine Teile und trainiere diese isoliert? Was macht da wohl mehr Sinn? Wenn ich Schlagzeug spielen lernen möchte, fange ich dann mit dem Blastbeat wie bei Nile an oder spiele komplexes Zeug wie Animals as Leaders? Sicher nicht, step by step, und kontinuierlich steigern.

 

Das ganze fängt auf einer IPSC-Stage an beim Start, also im Normalfall der Draw und das beschiessen des ersten Targets. Abweichend hiervon  gibt es auch die Bedingungen mit Waffe unterladen und geholstert ODER Waffe und Magazine getrennt auf dem Tisch in diversen Konfigurationen. Hierbei muss ich also zuerst die Waffe nach dem Draw durchladen und kann dann das Ziel beschiessen, oder ich muss sogar erst das Magazin einführen, durchladen, und kann dann erst schiessen.

 

Der Witz an der Sache ist dass ich diesen ganzen Schmuh bis zur Zielerfassung und dem betätigen des Anzugs zu Hause trocken trainieren kann. Frage Dich selbst hierbei einmal ob Du zehn mal hintereinander die leere, abgeschlagene Waffe mit dem Dummy-Magazin neben dran vom Tisch nehmen kannst, durchlädst und im Ziel bist...

 

Logischerweise haben wir also in den ersten zwei bis vier Sekunden einer Stage schon reichlich "Material" mit dem wir im Trockentraining starten können.

 

Ich gebe hierzu mal ein explizites Beispiel wie alleine dieser Vorgang im Trockentraining aussehen kann:

 

Setup: 1x Dryfire Target, Timer-App, Gürtel angelegt, leere Magazine in den Magazintaschen, ein mit Dummys geffülltes Magazin in der Waffe, gespannt im Holster.

 

-Übe zuerst langsam den korrekten Draw aus dem Holster, achte auf deinen Griff, insbesondere die linke Hand, und die richtige Druckverteilung der jeweiligen Hand an der Waffe. Achte darauf dass Du mit dem Stück Hand zwischen Daumen und Zeigefinger sicher und fest oben am Beavertail der Waffe "einrastest" bevor Du die Waffe aus dem Holster ziehst und die linke Hand nahe am Körper in richtung Griff führst. Dein Indexpunkt der linken Hand sollte am ersten Fingergelenk des Zeigefingers nahe am Abzugsbügel sein. Schliesse die linke Hand nun und führe die Pistole nach vorne und in richtung Ziel, achte hierbei auf einen sauberen Griff und darauf dass der Druck am Griff während des Weges nach vorne von der rechten Hand auf die linke Hand übergeht. Versuche die Pistole so hochzuführen dass der Dot immer im Target landet. Fortgeschrittene Version: Mach das ganze mit geschlossenen Augen, öffne diese erst wenn die Pistole in der vorderen Schussposition ist. Siehst Du den Dot? :grin:

 

-Wenn Du diese Bewegung langsam und konstant hinbekommst, nimm nun die Timer- App zur Hand. Stell Dir eine Par-Time von 3 sekunden ein. Dein Anspruch sollte sein das ganze zehn mal hintereinander hinzubekommen und vor dem Schluss-Piep mit dem Red Dot im Ziel zu sein. 

 

-Zeitaufwand in der ersten Session: 15-20 minuten

 

-Bei der zweiten Session am nächsten Tag machst Du die Bewegung maximal 10 mal langsam, danach kommt wieder die 3-Sekunden-Par-Time für zehn Wiederholungen, danach geht es in 0,2-Sekunden Schritten abwärts mit der Zeit. Mach pro 0,2er Schritt fünf Draws. Wenn Du nur noch einen von den fünf Draws hinbekommst, stelle 0,1 Sekunden hoch und versuche das mindestens fünf mal hintereinander hinzubekommen. Hinterfrage deinen Griff ab und zu mal, also greifst Du die Waffe nach der 30. Wiederholung immer noch so fest dass Du jetzt auch einen echten Schuss abgeben könntest? Jetzt bist Du so langsam in dem Bereich in welchem Du anfängst Dich zu pushen! 

 

-Auch hier wieder: Zeitaufwand maximal 20 minuten!

 

-Dritter Tag: Fange direkt mit der PAR-Time vom Vortag an. Kein aufwärmen, keine langsame Probe. Du bist gefühlt nun auf der ersten Stage des Matches und musst jetzt eine gute Kaltstart-Performance hinlegen! Du wirst merken dass Du zwar schon deutlich schneller als am ersten Tag bist, aber die gute Zeit vom Vortag wird eher schwierig werden. Versuche den Draw so hinzubekommen dass Du wieder mindestens fünf mal hintereinander dieselbe Bestzeit hinbekommst. Wenn Du merkst dass das ganze auch zehnmal hintereinander klappt, dann steigere den Zeitdruck wieder um 0,1 Sekunden. Für nen Standard-Draw sind 1,2 Sekunden heutzutage keine besonderheit mehr, ich persönlich ziele im Training immer auf Draws unter 1.0 Sekunden, gnaz normales Kydex-Holster.

 

Nach einer Woche gehst Du nun her und übst den ganzen Ablauf mit der unterladenen Pistole, also auch hier wieder langsam den Bewegungsablauf ins Kleinhirn eintrainieren, danach zügig dazu übergehen dich selbst zu pushen. Exerimentiere langsam damit ob es mehr Sinn macht den Schlitten hinten an der Optik zum durchladen zu greifen oder ob Du eine flüssigere Bewegung hinbekommst wenn Du den Schlitten an den vorderen Serrations durchrepetierst. Bei letzterem kann die Supporthand meist flüssiger zum Griff wandern als wie wenn diese irgendwo freihändig weit hinter der Pistole rumbaumelt.

 

Nach einer weiteren Woche übst Du nun das ganze mit Pistole und Magazin getrennt auf dem Tisch. Experimentier auch hierbei zuerst wieder wie das Magazin am besten ausgerichtet ist und auf welcher Seite es liegt um einen Bewegungsablauf so einfach und flüssig wie möglich hinzubekommen. Versuche beim greifen der Pistole von anfang an einen sauberen Griff zu bekommen sodass Du nicht nachjustieren musst oder dein Index falsch ist.

 

Wiederhole auch mal wieder den Standard-Draw und Unterladen. Diese Drills sind keine Dinge die man "abhakt" sondern sollten immer wieder mal in die Trainingsroutine eingebaut werden.

 

Versuche dass Du täglich 10-20min Dryfire in deinem Tagesablauf einbauen kannst. Diese aber fokussiert und selbstkritisch! Wenn Dir nach den 20 Minuten die Hand nicht etwas weh tut machst Du was falsch ;) 

 

Wenn Du nun wieder auf der Schiessanlage bist übst Du das ganze am besten nochmal direkt auf dem Stand 5-10 mal trocken, danach wird die Waffe im scharfen Schuss bedient. Spätestens nachdem der erste Schuss gefallen ist wirst Du übrigens auch direkt merken ob dein Griff an der Waffe ausreichend und korrekt ist. Nimm nen Timer mit zum Training und analysiere jeweils die Zeiten die Du:

 

-Sicher und konstant schaffst

-->Das ist das Tempo das Du auch in Matches vorlegen solltest, pushe Dich im Training, aber nicht auf nem Match!

 

-maximal pushy erreichst

--> Das ist die Zeit die Du für Dich persönlich im Training als Maßstab setzen solltest. Hier ist es ähnlich wie beim Gewicht heben: Wenn Du immer nur mit demselbsen Gewicht trainierst und Dich nicht steigerst wirst Du auch keinen Progress sehen und auf der Stelle tappen. Wenn Du aber auf einem Wettbewerb bist solltest Du nie an das maximum ran gehen!

 

Generell gilt: Je höher dein maximalbereich, desto höher ist auch deine "Komfortzone"!

 

 

Du siehst nun dass wir bei den ersten 2-4 Sekunden einer Stage bei enorm viel Trainingspotential angekommen sind. Das mag auf den ersten Blick zwar etwas "erschlagen", aber Du wirst ziemlich schnell feststellen dass Du selbst sehr schnell sehr viel besser wirst. Und unterm Strich sind es nur 10-20 min täglich die Du hierfür investieren musst.

 

Über den Draw und die verschiedenen Startpositionen heraus kommen jetzt natürlich auch so Sachen wie Magazinwechsel, Transitions von Targets, unterschiedliche Distanzen von Targets etc. Wenn ich das jetzt alles explizit aufschreibe sitze ich heute Abend noch am Rechner.

 

Hierzu muss man natürlich auch sagen dass es mittlerweile eine schier unendliche Fülle an kostenlosen Trainingsvideos gibt, aus dem deutschsprachigen Raum empfinde ich die Videos von Greyground schon als einen recht guten Startpunkt, für diejenigen die Enlisch sprechen kann ich die Kanäle von Ben Stoeger, Hwansik Kim und Rob Epifania empfehlen. Darüber hinaus kann ich auch das Buch "Baseline Dryfire" von Ben Stoeger sehr empfehlen, hat mir persönlich auch nochmal einige Schwächen aufgezeigt und mir richtig was gebracht.

 

Am Ende vom Tag bringt das viel mehr als sich wegen irgendwelcher Tuningteile stundenlang den Kopf zu zerbrechen.

 

 

Generell noch ein paar Tips von mir zum Thema Training auf dem Stand:

 

Ich habe es bei diversen IPSC-Trainingsgruppen häufig erlebt dass man zuerst eine Stage aufbaut, dann wird diese Stage 4-6 mal geschossen, der RO stoppt die Zeit und danach wird abgeklebt und man sagt das scoring zwar an, aber eine App zur Auswertung wird eher selten benutzt. Dann macht man denselben Stageaufbau mal Strong Hand only, dann mal weak hand only, und das wars dann so ziemlich. Man ist halt dabei und hat ein paar Schuss abgegeben, aber wirklich effektiv ist das ganze am ende vom Tag halt auch nicht. Die Zeit und das Geld kann man allerdings auch effektiver nutzen.

 

Ich persönlich versuche beim IPSC-Training immer das Scoring inklusive Hitfaktor berechnen durchzuführen (App: Simple Scoring IPSC, blaues Logo auf weissem Hintergrund), auch für mich mental versuche ich unterschiedliche herangehensweisen unterzubringen:

 

-Erste Runde: Fokussiert, leichter Fokus auf Alphas, keine Mikes, keine No-Shoots, reloads sauber während dem laufen umsetzen, standing reloads absolut vermeiden. Zügig, aber sicher durch den Parcour, ähnlich wie auf einem Match. Trainiert zudem auch die Kaltstart-Performance und zeigt einem direkt ob man an der einen oder anderen Stelle einen Fehler gemacht hat. --> Der erste Stagedurchlauf des Tages muss sich immer wie ein Match anfühlen!

 

-Zweite Runde: Falls in der ersten Runde Fehler aufgetaucht sind, Fokus darauf diese abzustellen, falls fehlerfrei geht es direkt in die

 

-Dritte Runde: Pushen, pushen, pushen! Bei dem dritten Durchlauf versuche ich wirklich mich zu pushen, schnellere Zielerfassung, schnellere Doppelschüsse, richtig Gas geben! --> hier sind wir natürlich wieder beim Thema mit dem Progress, nur wer sich selbst pusht wird auch weiterkommen. Eventuell fällt Dir hierbei auch auf dass Du auf den nahen Targets trotz extrem hohem Tempo doch Doppel-Alphas hast, eventuell kann man hiervon Erkenntnisse gewinnen und dieses schnellere beschiessen zur Gewohnheit machen ;)  

 

Eventuell kann man auch solche einzelnen Parts einer Stage beim nächsten Training aufbauen und für 2-4 Durchgänge nur diesen Part üben ;) 

 

Auch sind die dedizierten IPSC-Trainings eine sehr gute Möglichkeit die Dinge welche in einem Match vielleicht schief gelaufen sind nochmal "unter Laborbedingungen" zu analysieren und zu korrigieren. Bei mir war das beispielsweise von einer vorderen Position nach links hinten zu rennen um ein einzelnes Ziel neben einer Blende zu beschiessen. Hatte nach dem Sprint und anschliessendem rumdrehen erst mal ne komplette Sekunde gebraucht um meinen Dot wieder zu finden... Damit kommen wir auch zum nächsten Punkt:

 

3. Schwächen erkennen - Fehler gezielt abstellen

 

Dieser Punkt ist meiner Meinung nach ebenfalls unterschätzt. Ich habe manchmal das Gefühl dass viele sich selbst etwas "passiv" betrachten und nicht wirklich erkennen was schief gelaufen ist, was noch trainiert werden muss oder wo eklatante schwächen sind. Frei nach dem Motto "Ajo ist halt net so gut gelaufe, schaun mer mal wies beim nächste mal wird..."

 

Ich habe es mir mittlerweile zur Gewohnheit gemacht ein kleines Heftchen im DIN A5-Format mit aufs Match zu nehmen, wenn ich mal kurz Zeit habe skizziere ich mir den Matchaufbau und die Sache die schief / nicht so gut gelaufen ist. Ich schaue auch bei besseren Schützen sehr genau hin wie diese die Stage durchführen, und beobachte auch die anderen Schützen und sehe dort die Fehler.

 

Wenn Du die Gelegenheit hast und bist mit einem guten Schützen in einer Squad (die Namen evtl mal kurz vorher bei ipscelo.com checken), dann schau dort genau hin und versuche Dich selbst kritisch zu hinterfragen ob Du die einzelnen Aspekte von dessen Durchgang nicht auch schaffen könntest, bzw. frage Dich was dieser Schütze nun anders gemacht hat als Du. 

 

Fange damit an auch beim Training die anderen Schützen zu beobachten, welche Fehler siehst Du? Wo könnte der Schütze noch mehr Zeit herausholen? Schau Dir die Matches von den Weltmeistern an und achte auf die Details wie beispielsweise Reloadtechnik.

 

Hinterfrage Dich beim Trockentraining sowie bei einem Match kritisch: Habe ich das wirklich fokussiert durchgezogen? Wo habe ich Zeit verloren? Aber auch: Hier war ich heute definitiv besser und sicherer unterwegs als beim letzten Match!

 

4. Matchtag & speziell der Walkthrough

 

Benutze wie bereits erwähnt nur das Equipment und die Magazine welche Du bereist im schrafen Schuss erprobt hast. Nimm Dir am Vortag nochmal 15min Zeit und überprüfe dein Equipment. Knarre geputzt? Magazine ohne Sand drin? Innen bei den Magazinkörpern nochmal dünn Öl aufgetragen sodass sich die Murmeln nicht verhaken? Sind alle Schrauben an meinen Magazinhaltern und Holster fest? Damit schaffst Du Dir selbst sicherheit in Bezug auf dein Equipment.

 

Deine Mentale Einstellung sollte bei den ersten paar Matches sein: "Ich schaue heute mal wie mein persönlicher Leistungsstand ist" und NICHT "Heute gilt es, ich muss jetzt alles geben!!!" - Du wirst sowieso keine Presidents Medal mit nach Hause nehmen, aber Du kannst das Match als persönliches Feedback für Dich selbst nutzen um deinen Leistungsstand abzufragen. Das nimmt Dir auch mental den Druck raus und auf lange Sicht wirst Du schneller besser.

 

Was Du natürlich nur schwer trocken üben kannst ist der Walkthrough. Ein routinierter Ablauf hilft hierbei allerdings, die verschiedenen Aspekte kann man auch der Reihe nach abarbeiten OHNE alles auf einmal zu machen.

 

Aus mentaler Perspektive ist der Walkthrough eigentlich am wichtigsten. Du setzt Dir selbst den Weg durch die Stage und kannst dadurch deinen Fokus zum Großteil auf das beschiessen der Targets verwenden. Wenn Du anfängst nachzudenken wo Du jetzt hinmusst hast Du schon verloren.

 

Meine persönliche Vorgehensweise hierbei ist:

 

-1. Walkthrough: Ich schaue mir die Stage vom Startpunkt an und zähle die Targets durch. Ich versuche meinen Weg so zu wählen dass ich ohne unnötige Stops durchkomme. --> grober Fahrplan

-2. Walkthrough: Ich gehe nur nochmal den Weg ab und ziele hierbei auf alle Targets. --> Verinnerlichung des Fahrplans

-3. Walkthrough: Ich zähle nun die Schüsse auf dem Weg und setze mir die Reloadpunkte strategisch um Standing Reloads zu vermeiden. Wenn Swinger oder kleinere Popper in schwierigen Positionen oder weiteren Entfernungen sind zähle ich 3-4 Schuss als Makeup-Reserve dazu. Selbst wenn ich diese nicht benötige wechsle ich das Magazin an den mir selbst gesetzten Punkten. -->Verinnerlichung des Fahrplans und eine Sache zusätzlich, und zwar die Reloadpunkte

-4. Walkthrough: Ich laufe den kompletten Parcour nochmal ab inklusiver Reloadpunkte --> nochmalige Verinnerlichung, gibt mir selbstbewusstsein dass die Stage gut wird.

-Wenn jetzt noch Zeit ist: Ich chekce nun gerne nochmal besondere Positionen bezüglich des optimalen Standes um gut rein- und wieder rauszukommen, oder dem Auslösen von einer Blende oder irgendeinem anderen "Special Feature", falls vorhanden.

 

Was Du insbesondere am Anfang AUF GAR KEINEN FALL machen solltest: Du hörst kurz vor ende des Walkthroughs einen anderen Schützen welchen Du als besser als Dich selbst einschätzt sagen dass ein anderer Weg durch den Parcour besser ist und änderst dann kurz vor Beginn nochmal deinen Stageplan... Rezept für Desaster, lass es und bleibe bei deinem ursprünglichen Plan, auch wenn dieser nun "schlecht" erscheint. Versuche das Gefühl zu ignorieren und halte Dich an deinen Plan. Wenn Du versuchst diesen kurz vor Beginn umzuschmeisen fängst Du auf der Stage das denken an, Du machst einen Fehler und das ganze Kartenhaus bricht ein. 

 

 

Ich hoffe damit haben sich so einige Fragen mal geklärt und man kann aus meinem Beitrag was mitnehmen ;) Eventuell trägt es auch dazu bei dass man sich hier in zukunft weniger über Equipment auslässt sondern an den Skills arbeitet.

 

Grüße

 

Peter

 

 

 

 

 

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Geschrieben

Lieber Peter, das mit dem Equipment kommt halt aus Mangel an Erfahrungen.

Man sucht sich Dinge wo man von zu Hause aus ansetzen kann. 

Aber vielen Dank für Deinen Bericht.

 

Was ich mich frage ist, warum sind (besonders für Anfänger) die ersten Sekunden (Draw) so wichtig. Ist da nicht  an anderer Stelle viel mehr Zeit zu verlieren? Ich meine man zieht die Waffe in der Regel ja nur einmal. 
 

Ich habe es auch viel geübt, hab aber nicht versucht den Draw in Rekordzeit hin zu bekommen sondern wie Du schon schriebst auf die Indexpunkte zu achten und auf keinen Fall irgend etwas falsch zu machen. Das grösste Problem sind die anderen Dinge wie zB der Magazinwechsel. Ich mach das quasi jedesmal anders und bekomme keine Konstanz. 
 

Vielen Dank nochmal, werde es mir ausdrucken. 

Geschrieben

Gerne, das Ding mit den Draw war eigentlich nur als Beispiel gedacht wie man die einzelnen Teile einer Stage "auffiletieren" kann. Das ist im Prinzip auf jeden Aspekt / jeden Komponente anwendbar. Evtl schreibe ich zum Magazinwechsel nochmal was.

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb HeavyGauss:

Gerne, das Ding mit den Draw war eigentlich nur als Beispiel gedacht wie man die einzelnen Teile einer Stage "auffiletieren" kann. Das ist im Prinzip auf jeden Aspekt / jeden Komponente anwendbar. Evtl schreibe ich zum Magazinwechsel nochmal was.

Deine Mühe in allen Ehren, da ist auch jede Menge ordentliches an Hinweisen dabei, aber zu Standard-Manipulationen gibt es doch so viel an Lektüre und Videos. 

Geschrieben

@Hasenklage Der Draw ist eine Sache die nicht nur für den eigentlichen Draw am Anfang wichtig ist, sondern schult auch immer wieder den richtigen Griff an der Waffe mit beiden Händen zu finden. Wenn Du auf einer Stage nach hinten rennen musst wirst Du beispielsweise auch eine Hand von der Pistole nehmen müssen und in der Endposition wieder beide Hände zur Waffe bringen um die nächsten Schüsse abzugeben. Hattest Du bei deinem Trockentraining mit einem Timer oder Timer-App trainiert? Falls nicht würde ich das wirklich empfehlen, steht ja nicht umsonst in meinem Beitrag so drinnen ;)  Das Trockentraining muss irgendwo messbar sein.

 

 

Zu den Reloads:

 

vor 2 Stunden schrieb Hasenklage:

Dinge wie zB der Magazinwechsel. Ich mach das quasi jedesmal anders und bekomme keine Konstanz.

 

Du hast Dir hier die Antwort eigentlich schon selbst gegeben. Du machst das jedes mal anders und bekommst keine Konstanz rein. Was kannst Du nun dagegen machen?

 

-Es jedes mal gleich machen

 

- dadurch Konstanz rein bringen

 

Wie macht man es jedes mal gleich?

 

-Eine eindeutige Methode einüben, erst langsam und dann wie in meinem langen Beitrag beschrieben unter Zeitdruck mit nem Timer.

 

Vorgehensweise:

 

Linke Seite:

 

-Magazine mit dem Projektil nach vorne in die Magazintasche 

-Mit der Handmitte auf den Magazinboden, sodass der Magazinboden zwischen Handmitte und Daumenballen liegt, den Zeigefinger längs an der Voderkante des Magazinkörpers angelegt mit der Fingerspitze richtung Projektil

-Magazin mit dieser Handhaltung nach oben rausziehen, linken Arm komplett so nach vorne rotieren sodass der Oberarm parallel zum Oberkörper ist, Unterarm schräg vorm Oberkörper angewinkelt, das Magazin sollte nun mit dem Projektil nach vorne und ca. 45° zur rechten Seite geneigt vor deinem Solarplexus zum stehen kommen

 

Rechte Seite:

 

-Magazinauslöseknopf betätigen (unmittelbar in dem Moment in welchem Du die linke Hand von der Waffe nimmst)

 

-Rechten Oberarm nach unten, ebenfalls parallel zum Körper bringen, Unterarm dabei anwinkeln

 

-Rechte Hand mit der Waffe ca. 45° nach rechts drehen (um die Laufachse)

 

 

 

-Jetzt sollte das Magazin eigentlich schon in richtung Magazinschacht schauen, der ausgestreckte Zeigefinger hilft Dir dabei beim Indexieren. 

 

-Danach das Magazin rein in den Schacht und in einer flüssigen bewegung mit dem Handballen von unten das Magazin einrasten lassen, nochmal mit Schackes einen kleinen Schnicker von unten geben.

 

-Zum Schluss jetzt,  ganz ähnlich zum draw, die linke Hand direkt an die Pistole und wieder nach oben damit ins nächste Ziel.

 

 

Du kannst Dir das ganze mal hier ab Minute 3:15 auf dem Video anschauen wie es aussehen sollte, auch wenn Du vermutlich kein Englisch sprichst: 

 

 

 

Falls es zu schnell geht kannst Du bei Youtube auch die Wiedergabegeschwindigkeit anpassen.

 

 

Das nächste Thema ist dann natürlich den Magazinwechsel in der seitlichen Bewegung oder in der Bewegung nach vorne zu üben. Selbe Vorgehensweise, nur um das laufen erweitert. Siehst Du in dem Video ebenfalls ab Minute 09:37.

 

Timer spätestens ab der zweiten Trainingssession mit dazu nehmen!

 

 

 

 

Und lies Dir bitte nochmal meinen anderen Beitrag in Ruhe und langsam durch ;) 

 

 

Geschrieben
vor 21 Stunden schrieb Alex99:

Losgelöst von Deinen DPM Federn: 2,27 oder 1,36 ist als Abzugsgewicht definiert, bist höher alles gut bist Du darunter bist Du draussen wenn gemessen wird...Schiess doch erstmal ein paar Matche bevor Du da eine "Production-Optics-Race-Gun" draus machst.

Gilt aber nur in Deutschland.

International ist in der Production Division, incl. Production Optics, kein Mindestabzugswiderstand mehr vorgeschrieben.

 

Das BDS Sporthandbuch wird wohl bei der nächsten Überarbeitung entsprechend angepaßt.

 

Nur meine 0,02 €

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Jake Cutlass:

Gilt aber nur in Deutschland.

International ist in der Production Division, incl. Production Optics, kein Mindestabzugswiderstand mehr vorgeschrieben.

 

Das BDS Sporthandbuch wird wohl bei der nächsten Überarbeitung entsprechend angepaßt.

 

Nur meine 0,02 €

Hier bitte mal eine Quelle hinterlegen. 

Geschrieben
Am 4.4.2026 um 12:25 schrieb Hasenklage:

Ich fand das Reddot (green circle) nicht sofort, und da Deutschüsse ja verboten sind…

brauchte ich länger

Wenn du durch dein Reddot schaust ist es doch kein Deutschuss mehr. Ob du den Punkt/Kreis jetzt siehst oder vielleicht auch nicht, auf 1m... 

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