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IGNORED

Die alten SIG/Sauer MCX Gewehre in Schleswig Holstein


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Geschrieben (bearbeitet)

Moin!

Die alten SIG/Sauer MCX Gewehre in 5,56x45 wurden ja bekanntlich für 4,3 Millionen € durch neue HK 437 in 7,62x35 (.300 BLK) ersetzt.
https://soldat-und-technik.de/2024/02/bewaffnung/36879/polizei-schleswig-holstein-stellt-neue-mitteldistanzwaffe-hk437-vor/
https://www.kn-online.de/schleswig-holstein/neue-waffen-fuer-die-landespolizei-schleswig-holstein-hk437-4S7O3AC2QRAY7BFFJQMPON2DQQ.html

 

 

Nach Presseberichten wurden bei den MXC ja reklamiert, dass die Läufe "vorzeitig" den Geist aufgegeben haben sollen. Gutachten hätten ergeben, der Stahl sei zu weich und die Läufe hätten eine fehlerhafte Wärmebehandlung erhalten.

Allerdings hätten die Gewehre formal die Ausschreibungskriterien eingehalten und Regreßforderungen hätten nicht mit der erforderlichen Sicherheit geltend gemacht werden können.

Ist mir allerdings ein Rätsel, denn in Eckernförde wussten sie grundsätzlich, wie man gute Läufe baut. Und Wärmebehandlung konnten die auch.
Wenn der Lauf defekt ist, warum wird dann nicht einfach ein Neuer eingeschraubt? Das ist doch kein Hexenwerk?

Weiterhin sollen "einige" Waffen von dem Problem betroffen gewesen sein. Etwa die Ausbildungswaffen, die ordentlich durchgenudelt wurden?

 

Soweit so gut. So ein bisschen erinnert mich das Genöle an den Streit um das G36.

 

Was mich noch einmal interessieren würde: Nach wieviel Schuss kam es dann hier zu Ausfällen? Dazu habe ich noch nichts Belastbares gehört.

Ich habe mal einen Polizei-Schießausbilder dazu gefragt, der wurde recht einsilbig und das Thema wurde gewechselt.

 

Irgendwie konnte ich mich nicht des Eindrucks erwehren, daß man seitens der Polizei einfach auch neues Spielzeug haben wollte.
Dazu passt dann auch, dass etwa 500 MCX gegen 1700 HK 437 ersetzt werden. Man nutzt also die Gelegenheit, gleich auch die MP5 zu ersetzen und damit eine einheitliche Waffe in SH einzuführen. Was ja nicht grundsätzlich schlecht ist.

 

frogger

 

 

 

 

 

Bearbeitet von frosch
Geschrieben

Seit dem überfall auf die Ukraine dürfte es HK wieder prächtig gehen...

2024

Umsatz stieg auf über 343 Millionen Euro.. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag bei 63,1 Millionen Euro.
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb frosch:

Etwa die Ausbildungswaffen, die ordentlich durchgenudelt wurden?

 

Was mich noch einmal interessieren würde: Nach wieviel Schuss kam es dann hier zu Ausfällen? 

 

... auch die MP5 zu ersetzen und damit eine einheitliche Waffe in SH einzuführen. Was ja nicht grundsätzlich schlecht ist.

 

Moin,

 

natürlich waren es zuerst die Ausbildungswaffen, die hatten schon einen enormen Durchfluß,

da ja alle PVB erstmal damit beschult wurden mußten.

 

Das kristallisierte sich schon ganz am Anfang heraus; zuerst dachte man noch, daß sei ein ( bedauerlicher ) Einzelfall

und wechselte die Waffen gegen andere aus, aber auch da stellte sich das Problem ein.

 

Mit den normalen Einsatzwaffen wurde ja auch nicht viel gemacht, mal hier und da ein Stück verletztes

Rehwild erlöst, aber mehr auch nicht, da fiel nichts negatives auf.

 

Das Drama mit der Ausbildungsmuition, die eine Störung nach der anderen verursachte, lassen wir 

hier mal ganz beiseite, da hat man mit anderer Mun zumindest nachgebessert.

 

Zur Umstellung auf die andere Waffe:

 

Irgendein Entscheider meinte wohl mal, daß 5,56 mm vielleicht

doch nicht so das Gelbe vom Ei sei ( es kamen ja zeitgleich Berichte aus AFG, daß

die Bw auch wieder verstärkt 7,62 einsetzte, anstatt 5,56 ); also neue Waffe

im stärkeren Kaliber ( wenn der Richtige etwas fordert, dann ist immer Geld da... ).

 

Da Aussondern der MP 5 halte ich persönlich für falsch.

 

1. sie ist einfach zu bedienen, präzise ( Aimpoint ) und erfordert kaum Training.

2. paßt in jeden Streifenwagen ( ohne Nachrüstung ).

3. kostet nix, weil sie da ist und die gleiche Mun wie die P 99 Q verschießt.

4. ist in diversen Einsatzlagen besser als die Pistole ( mehr Vo, längere Visierlinie, besseres beidhändiges Halten ),

   gerade beim häufigsten Schußwaffengebrauch, nämlich auf verletztes Tiere

5. hat gerade in bebauten Gegenden nicht so viel "Wums" und Reichweite, wie  5,56 oder .300

 

Aber ich habe ja nichts zu entscheiden...

Geschrieben

Soweit ich das richtig in Erinnerung habe, wollten einige Länderpolizeibehörden eine Waffe, die bis max. 150m einsetzbar ist. Da ist die 9x19 meiner Meinung nach raus. Die MP5 der Polizei hat ziemlich kurze Läufe.

Die 5,56x45 (.223) ist im Polizeieinsatz auch nicht sooo dolle, weil wenig "Mannstoppwirkung" und sehr weiter Gefährdungsbereich. 
Gerade im Polizeieinsatz ist die 300 Blackout nicht schlecht, weil irgendwo in der Mitte zwischen 308 und 9x19. Und weiter als 100m dürfte im normalen Einsatz die absolute Ausnahme sein. Einem Gegner mit einem 223-Sturmgewehr kann man mit dem HK437 deutlich mehr entgegensetzen als mit der MP5. 
Ich finde die Entscheidung für die HK437 nicht schlecht.
Im militärischen Kontext nutzt man die 300 Blackout nur für subsonic-Einsätze bei Spezialeinheiten und da auch nur im Verbund mit anderen Waffen in der Gruppe. Dafür eignet die sich aber ziemlich gut. 

Geschrieben

Da werden halt wieder über die verschiedenen Beschaffungsvorhaben, Regierungen und Behördenleitungen innerhalb kurzer Zeit mehrere Faktoren zusammen gekommen sein.

- Erkennbarer Verschleiß oder festgestellte Qualitätsmängel bei den MCX

- Eignung von 5,56/.223 für den polizeilichen Einsatz

- Systemkosten, gerade bei notweniger Nachbeschaffung

vor 2 Stunden schrieb Olt d.R.:

Da Aussondern der MP 5 halte ich persönlich für falsch.

 

1. sie ist einfach zu bedienen, präzise ( Aimpoint ) und erfordert kaum Training.

2. paßt in jeden Streifenwagen ( ohne Nachrüstung ).

3. kostet nix, weil sie da ist und die gleiche Mun wie die P 99 Q verschießt.

4. ist in diversen Einsatzlagen besser als die Pistole ( mehr Vo, längere Visierlinie, besseres beidhändiges Halten ),

   gerade beim häufigsten Schußwaffengebrauch, nämlich auf verletztes Tiere

5. hat gerade in bebauten Gegenden nicht so viel "Wums" und Reichweite, wie  5,56 oder .300

Die MP5 hat einfach ihren Zenith überschritten, auch diese Waffen sind teils seit Jahrzehnten im Dienst. Da Streifenfahrzeuge ohnehin in recht kurzen Zyklen ersetzt werden macht die Ausstattung für eine mittelfristige Umrüstung keinen derartigen Unterschied.

Dass sie "besser" als die Kurzwaffe ist hat sie mit jeder anderen kompakten Langwaffe gemein.

Und der "Wums" ist gegenüber .300 BLK je nach Munition kein wirklicher Unterschied, wobei .300 mehr Flexibilität hinsichtlich der Reichweite bietet. 

 

Alles in allem hat es durchaus Gründe warum die MP5 bereits seit geraumer Zeit und quasi bundesweit Stück für Stück durch andere "Mitteldistanzwaffen", regelmäßig in Form kompakter Langwaffen für Mittelpatronen ersetzt wird.

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