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Pakistani Gunmaking


rummelschuetze
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Was mich hier wundert ist, dass die es schaffen funktionierende Waffen herzustellen, ohne großartige Berechnung von Gasdrücken, Öffnungswinkeln, Materialeigenschaften (Härten)...

Das wichtigste hat aber allerdings wieder mal gefehlt: Wie kommen die Züge in den Lauf? Nachdem in der einen Szene nur ein normales Loch in den fast fertigen Laufkörper gebohrt wurde, gehe ich davon aus, dass die Züge entweder hinein geschnitten werden, oder der Lauf glatt bleibt.

Weiß jemand mehr, oder hab ich was übersehen?

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Ich denke nicht, daß die da auf gut Glück loslegen. Man sieht nur die Handwerker, ich denke aber ,daß die Planung durchaus die Gasdrücke, Maßtoleranzen und sonstige wichtige Dinge berücksichtigt. Pläne von Handfeuerwaffen kann man doch heutzutage überall im Netz finden.

Wo ich in dem Video etwas gestaunt hab, der Mann der den Verschluss der Doppelflinte augenscheinlich mit Hilfe einer Feile dicht gemacht hat.

Aber auch da glaub ich, daß man nicht alles gesehen hat, es wurde sicherlich noch mit einer Fräsmaschine oder Ähnlichem nachgearbeitet.

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Züge???

Nun hier eine Maschine die die dort vor Ort mit ihren Fräs und Drehmaschine bauen können. Diese Maschine kann jeglichen Drall machen.

Das ganze extrem improvisiert, aber man kriegt eine Idee wie es machbar ist.

Das größte Problem ist längere Läufe zu bohren. Wenn die nicht vorgebohrt sind und man sie aufbohrt kann man es mit konventionellen Mitteln vergessen.

Was mich hier wundert ist, dass die es schaffen funktionierende Waffen herzustellen, ohne großartige Berechnung von Gasdrücken, Öffnungswinkeln, Materialeigenschaften (Härten)...

Wieso??

Eine 1911 kann man nur mit Feile und improvisierter Drehmaschine herstellen. Ich habe schon eine in der Hand gehabt die im Vietnam Krieg in einer Hinterhofschmiede in 7.62 Tokarev gebaut wurde. Die war absolut top von der Fertigung her und ,man konnte noch auf 100m eine Mannscheibe treffen. War höchstwahrscheinlich eine Politische Offiziers Waffe.

Von den Berechnungen her haben die ja die Modelle und ich nehmen mal an das bei Langwaffen er die Kaschi als Modell dient wo die Toleranzen so gross sind das es immer läuft.

Was aber diese Art der Waffen zu bauen von industrieller Fertigung unterscheidet ist das die Teile meistens nicht austauschbar von einer Waffe zu anderen sind. Weil bei jeder Waffe so zu sagen alle Teile auf einander angepasst werden.

Es ist nämlich gar nicht so einfach die Austauschbarkeit zu garantieren, da muss man mit Mittelmassen arbeiten und SD Abweichungen so wie die Abnutzung der Werkzeuge mit ein berechnen. Etwas was zb Caracal als sie in Saudi Arabien produzierten nicht hin gekriegt haben.

Ich denke auch das aus diesen Schmieden keine Scharfschützenwaffen kommen können.

Joker

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Ich war selbst mal vor Jahren einen Tag in dem Dorf und habe dort auch AK47 geschossen. Nicht alle Waffen, die man anfangs im Video gesehen hat, haben die auch gebaut. Es werden dort einfache Waffen, Schießkugelschreiber, AK47, ein paar Flinten, Tokarevs und noch ein paar andere Waffen hergestellt. Der Rest kamt aus Fabriken, wobei sich die Palette durchaus erweitert haben kann.

Die Qualität ist nicht sonderlich toll, reicht aber zum knallen. Die Waffen dort sind alle frei erwerbbar, dürfen aber nicht so einfach legal in das durch die pakistanische Zentralregierung verwaltete Staatsgebiet verbracht werden, schon gar nicht als Ausländer (Pakistan hat sehr viele unabhängige Treibel-Gebiete, die machen was sie wollen).

Wie ich dort war, war so eine Tokarev um die 50 DM, eine AK lag bei etwa 200 DM. Damit das Zeugs aus gerne gekauft wird, hat man es mit Made in China beschriftet. Munition ist aber durchaus im Verhältnis teuer.

Ich habe damals einen etwas 14 jährigen Jungen gebeten mich mal mit seiner AK schießen zu lassen. Wir sind dann im normalen Bus aus dem Ort gefahren und haben etwas rumgeknallt. Das offizielle Schießen im Ort war einfach zu teuer.

Gruß

Makalu

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Diese Maschine kann jeglichen Drall machen.

FALSCH! Die gezeigte Ziehbank (so nennt man die Maschine richtig) ist nur in der Lage konstante Drallwinkel zu erzeugen. Progressive Drallarten wie parabolischer, Sinus-, Kreis-, kubischer Drall usw. geht damit nicht.

Das größte Problem ist längere Läufe zu bohren. Wenn die nicht vorgebohrt sind und man sie aufbohrt kann man es mit konventionellen Mitteln vergessen.

FALSCH! Das Tieflochbohren und anschliessende Honen ist nicht so schwer. Den passenden Kanonenbohrer kann man (wenn man es kann) gut selber machen. Das Ziehen ist die Kunst!

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....

Was mich mal interessieren würde: "Was hat dich dahin verschlagen"

Bekommt man da keine Angst, nicht mehr lebend nach Hause zu kommen?

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FALSCH! Die gezeigte Ziehbank (so nennt man die Maschine richtig) ist nur in der Lage konstante Drallwinkel zu erzeugen. Progressive Drallarten wie parabolischer, Sinus-, Kreis-, kubischer Drall usw. geht damit nicht.

Ich sprach von der Dralllänge nicht irgendwelche exotische variablen Drälle. Frag mich übrigens in welchen normalen Waffen man solche findet.

FALSCH! Das Tieflochbohren und anschliessende Honen ist nicht so schwer. Den passenden Kanonenbohrer kann man (wenn man es kann) gut selber machen. Das Ziehen ist die Kunst!

Das würde mich aber mal interessieren mit dem einfachen Tieflochbohren, kannst du das konkreter werden.

PS: Wir reden übrigens darüber Gebrauchswaffen zu machen keine Matchwaffen.

Joker

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Was mich mal interessieren würde: "Was hat dich dahin verschlagen"

Bekommt man da keine Angst, nicht mehr lebend nach Hause zu kommen?

Ist wie gesagt schon ein paar Tage her. Genaugenommen war das 1994. Da habe ich mal ein Jahr frei genommen, den Rucksack gepackt und bin im Januar nach Indien geflogen. Nach 6 Monaten musste ich ausreisen und ein neues Visum beantragen. Das habe ich in Pakistan gemacht und dabei 8 Wochen dort verbracht. War auch eine sehr tolle Zeit dort, sehr freundliche Menschen, aber leider etwas gefährlich. Die haben mich am 2. Tag auch gleich mit etwas Medizin in einem Mangosaft für 8 Stunden außer Gefecht gesetzt. Ist aber auch noch gut ausgegangen. Na ja auch wenn es eine wahnsinnig tolle Zeit dort war, besonders im Hindukush und den Bergen, war ich danach wieder froh, die Grenze nach Indien überschritten zu haben. Leider bin ich danach auch nie mehr nach Pakistan gekommen, wenn es mich sicherlich wieder reizen würde. In Indien war ich seit dem regelmäßig und es werden noch viele weitere Reisen in das Land folgen.

Erst letztes Jahr im März war ich dort und habe das erste mal in dem Land richtig geschossen –so rund 1800 Schuss 308 Win und etwas 5,56 auf Entfernungen bis 600m. Schießtechnisch sind sie aber beide nicht so der Renner, auch wenn in Pakistan theoretisch viel geht, ist die Infrastruktur dafür etwas beschränkt.

Gruß

Makalu

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Lieber Joker

Den Begriff "Dralllänge" kann ich in Deinen vorangengangenen Post's nicht entdecken. Du sprachst von "jeglichen Drall".

Definiere "normale vs. unnormale Waffe", dann kann ich darauf Antworten. So exotisch sind progressive Drallarten nicht. Ab gewissen innenballistischen Gegebenheiten sind diese sehr von Vorteil, wenn nicht sogar zwingend. Da Du aber offensichtlich den Sinn dahinter nicht kennst beweist einmal mehr, dass Du von der Entwicklung, Konstruktion und Bau von Rohrwaffen nicht sehr viel verstehst. Sprich Du hast keinerlei praktische Erfahrung.

Zum Thema Tieflochbohren: Fast jeder Mechanikerstift im 4. Lehrjahr (Fachrichtung Zerspanung) wird Dir aus einer Stange HSS, einem Vitax einen Einlippenbohrer (Fachbegriff für Kanonenbohrer) schnitzen. Und Honen hat nichts mit Matchwaffen zu tun. Gehont hat man schon Büchsenröhren im 18. Jahrhundert.

Ich behaupte ja auch nicht eine Koniotomie durchführen zu können nur weil ich mal den Beschrieb dazu mal gelesen habe.

Gruss Moskito

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@Joe07: Damals war die Situation dort auch viel anders als heute. Ich selber war 2006 dort ... und ich würde gerne wieder hin. Die Landschaft ist unbeschreiblich schön und die Menschen auf dem Land sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe mich dort niemals gefährdet gefühlt. Ok, Islamabad birgt halt die Gefahren einer jeden großen Stadt, aber Nachts durch bestimmte deutsche Städte zu laufen ist auch nicht sicherer ;-) Auf dem Land lag unser Gepäck meist im offenen Jeep und nie wurde was geklaut. Mach das mal bei uns ... so schnell kannst gar nicht schauen wie alles weg wäre. Es ist ein Jammer dass diese scheiss Taliban alles zerstören, was sich die Menschen in Pakistan tourismusmäßig aufgebaut haben. Nach den jüngsten Ereignissen am Nanga Parbat sollte man ja jetzt sogar diese Gegend meiden. Ich glaube nicht dass ich dort in absehbarer Zeit nochmals hinkommen werde ...

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