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IGNORED

Fallplattenanlage bauen


maddi

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Hallo Leute,

nachdem ich lange genug genötigt wurde, bin ich nun tatsächlich 1. Vorsitzender unseres Schützenvereins geworden. Jetzt habe ich mir zusammen mit unserem 2. Vorsitzenden überlegt, ob es nicht machbar wäre, auf dem 25m Stand die eine oder andere Trainingsmöglichkeit für bdmp Leute einzurichten. Wir sind ein dsb Verein, aber da jetzt die zwei neuen Chefs 28 und 29 Jahre alt sind, soll ein etwas frischerer Wind durch die Hallen wehen :) Unser Stand ist bis zur Hälfte betonniert und dann kommt Sand, samt etwa 1m hohem Wall vor den Scheiben, oben mit dickem Holzbalken als Abschluss. Der Kugelfang fängt in etwa 80cm Höhe an und deckt gut die dsb Scheibe ab. Dahinter kommt eine Holzwand, ca. 1m dick, mit Teppich verkleidet und dahinter ist noch eine Betonwand. Das fungierte ehemals als Kugelfang. Der Stahlfang samt Lamellen ist uns auferlegt worden, weil beim alten Konstrukt angeblich Feuergefahr bestand... Die ausgeschossenen Löcher im Holz waren zwar voll mit Blei und allgemein 10mal gut, aber naja. Zur eigentlichen Frage: Könnte man auf den dicken Querbalken Fallplatten vor den Kugelfang schrauben oder kann es da Probleme mit der Abnahme geben? Welche Entfernungen brauche ich denn für die Mehrdistanzschiesserei? Man könnte ja rausnehmbare Balken auf der Betonfläche installieren oder muss ich näher als 15m an die Scheibe zum MD schiessen? Ich kenne mich leider mit den bdmp Disziplinen null aus, daher die doofe Fragerei. Welche Möglichkeiten habe ich denn auf 25m noch, um ein bißchen größeres Angebot zu schaffen? Zur Not kann ich mal Fotos vom Schießstand machen. Ist eine geschlossene Anlage mit guter Absaugung. Auf unserer HP unter Bilder gibts schonmal einen ersten Eindruck vom Stand. Siehe Signatur! Besten Dank schonmal für eure Hilfe!

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Hallo,

ich lach mich kaputt...ich weiß nicht ob so ein Schießstandverantwortlicher jemals versucht hat nen Balken mit nem Feuerzeug anzuzünden...da kannst lang mit Blei drauf schießen bis da was brennt...insbesondere wenn du z.B. Eichenbalken verwendest. Mein Gott...unser Land wird langsam immer seltsamer.

Gruß

Carsten

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Ich sehe hier eigentlich mehr das Problem bei den Fallplatten.

Hier im Frankfurter Raum gibt es eine Indooranlage mit 5 Stahlpopper (25 Meter) bei der, zumindest in der Vergangenheit, schon mal Mantelfragmente bis zur 25 Meter-Linie zurückflogen. Einige Hessen können sich sicher noch daran erinnern.

LG

Manfred

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Muß nicht jede derartige Änderung eines Standes über den Tisch eines Schießstandsachverständigen gehen?

Jede: nein.

Derartige (sc. Fallplattenanlage): ja, außer die Anlage ist schon als solche bauarttypisch komplett abgenommen, und befindet sich innerhalb des Kugelfangs.

Carcano

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Jede: nein.

Derartige (sc. Fallplattenanlage): ja, ...

Der Threadstarter fragte ebenfalls danach:

Welche Entfernungen brauche ich denn für die Mehrdistanzschiesserei?

Und das ist definitiv eine Änderung, die abgenommen werden muß.

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Und das ist definitiv eine Änderung, die abgenommen werden muß.

Anders die Vereinigung der Schießstandsachverständigen und die abgeänderten Schießstandrichtlinien (gerade ausgedruckt).

:eclipsee_gold_cup:

Carcano

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Welche Entfernungen brauche ich denn für die Mehrdistanzschiesserei?

Der Blick ins BDS-Sporthandbuch verrät:

MD-Kurzwaffe:

5, 10, 15 und 20 Meter

MD-Flinte:

15, 20 und 25 Meter

Evtl. schonmal über IPSC nachgedacht? (Eine MD-Zulassung reicht m.W. dazu nicht aus!)

Edit: Ich kann mir euren Stand nicht exakt vorstellen, weiß aber, dass einige Vereine den Versuch was eigenes zu bauen relativ schnell aufgegeben haben und stattdessen eine Anlage gekauft haben. Zum Beispiel hier. Leider ist der Shop gerade down, daher keine Preisinfos auf der Seite. Meine mich aber an ca. 1.500€ pro Anlage zu erinnern, kann mich aber täuschen!

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Die anspruchslosen und ausgesprochen schlecht verarbeiteten - wiewohl für alle praktischen Bedürfnisse ausreichenden - Anlagen sind krass überteuert, es besteht aber ein fast-Monopol. Man kann es dem Hersteller nicht wirklich übelnehmen, dass er diese Lage nutzt.

Carcano

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deswegen am besten solch eine Klappfallscheibenanlage selber zusammen schweißen. Das Material kann man sich von ner Schlosserei aufs Maß anfertigen lassen. Und man kann diese noch dem Schießstand anpassen.

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Anders die Vereinigung der Schießstandsachverständigen und die abgeänderten Schießstandrichtlinien (gerade ausgedruckt).

Verstehe ich jetzt nicht. Nach meinem (begrenzten) Erkenntnisstand ist ein Stand, wenn er nur für eine Entfernung abgenommen wurde, nicht als MD-Stand einsetzbar, da ja die Flugrichtungen anders sind. Das fängt mit den Blenden an etc. - sogar, ob man steht oder liegt oder beides wird IMHO festgelegt.

Aber ich kann mich auch irren.

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Tust Du. :)

Carcano

Ja? Also ich lese in dem von Dir verlinkten Dokument nur etwas von "unter Umständen", "durchdringbaren Scheibenträgern", "im Einzelfall" und "unter Beachtung strenger Auflagen und bei Errichtung zusätzlicher Hochblenden".

Ganz so einfach hört sich das für mich aber nicht an.

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Hier noch eine Anmerkung bei den verwendeten Zielen mit Kurzwaffenkaliberbeschuss darauf achten das der Stahl Hardox 500 oder vergleichbar ist dann kommt nicht so viel zurück.

für die BDMP Flinten kann man geringere Güte nehmen ist aber auch nicht ratsam da es Leute geben soll die nicht wissen was sie treffen dürfen und schnell mal eben mit der Pistole einen fliegen lassen.

Kaufen ist teuer aber ein wenig Erfahrung haben die schon ( es gibt drei die Fallscheiben herstellen )

CU

Heiko

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Tust Du. :)

Mhm...

Interessant dürfte die Neuregelung insbesondere für 25m-Schießstände sein. Auch eine Vorverlegung

der Schützenstände in die Schießbahn ist bei offenen Schießstätten unter Beachtung strenger

Auflagen und bei Errichtung zusätzlicher Hochblenden möglich.

Und nichts anderes ist bei Mehrdistanz (nach BDS-SpHB) notwendig. Nicht nur verschiedene Scheibenstops.

Aber ich will mich absolut nicht rumstreiten.

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hi, fans des schweissgeräts.......

logisch kann man alles selber bauen - aber ob sich der aufwand und das daraus entstandene "werk" dann wirklich gelohnt haben, ist eine offene frage.

ich kenne die fallscheibenanlagen von zwei herstellern - die bauteile sind per laser geschnitten, sauber gebohrt und ordentlich abgekantet.

von diesen anlagen haben wir mehrere seit jahren im einsatz und ausser den plates ist hier noch nichts den bach runter.....

die dinger sind definitv nicht billig, aber meiner meinung nach "preis-wert"

wenn jemand zugang zu allen benötigten maschinen hat, kann er bestimmt was sparen - allerdings müssen diese eigenbauten dann auch einzeln abgenommen wewrden.............

stand by .........

handgunner

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Du hast bewusst verfälschend zitiert, Sal-Peter. Schlechter Stil. Und obendrein peinlich.

Das habe ich nicht.

Wenn ich lese "Auflagen", dann denke ich an Genehmigung. Und bei Genehmigung kommt in der Regel irgendein amtlicher Mensch mit ins Spiel.

Von der Freiheit, einen Schießstand bezüglich seiner Nutzung von z.B. 25m auf "Mehrdistanz" umzugestalten, ohne irgendjemanden "Amtlichen" mit ins Boot zu nehmen, kann ich beim besten Willen nicht aus dem von dir verlinkten Text unter Ziff. 4.7.8. rauslesen. Aber vielleicht versteht das ja nur ein Volljurist.

Da ich Standabnahmen nie selber beigewohnt habe und mir dementsprechend die praktische Erfahrung fehlt, bin aus aus dem Fred raus. Schluß & Ende.

Hier der gesamte Text, aus dem ich angeblich verfälschend zitiert haben soll:

4.7.8 Anordnung der Scheiben auf Zwischenentfernungen

Die bisher in den Schießstand-Richtlinien vorgegebenen Regelungen zur Anordnung von Scheiben

auf Zwischenentfernungen der Schießbahnlänge (z.B. Scheibenaufstellung auf 25 m in 50 m langen

Schießbahnen) verlangten bei offenen Schießstätten bisher immer ein eigenes Geschossfangsystem

hinter den jeweiligen Scheibenstandorten. Die Umsetzung dieser Vorschrift bedingt oft sehr

aufwendige und auch kostenintensive Vorrichtungen, um die Schießbahnen auf mehrere Distanzen

unter Beibehaltung des Schützenstandorte nutzen zu können.

Durch aktuelle Neukonstruktionen bei den Scheibenzugsystemen (z.B. obenliegende Scheibenzüge)

und aufgrund damit sich ergebenden sicherheitstechnischen Überlegungen sind hier ohne

Beeinträchtigung der Benutzer eines Schießstandes und der Allgemeinheit, speziell der Nachbarschaft

sowie Umgebung von Schießstätten, u.U. Vereinfachungen möglich. Diese haben auch

Kosteneinsparungen und teilweise Lärmminderungen zur Folge. Die Neuregelung beinhaltet zur

Wahrung des Bestandschutzes bei bestehenden Schießstätten auch die bisherigen Formulierungen

und sicherheitstechnischen Forderungen.

Es kann nach den neuen Vorschriften in Einzelfällen unter Verwendung von durchdringbaren

Scheibenträgern und bei obenliegenden Scheibenzuganlagen auf eigene Geschossfangsysteme auf

Zwischenentfernungen in den Schießbahnen verzichtet werden. Eine der wesentlichen

Voraussetzungen für die Anwendung dieser Neuregelungen stellen aber mit der Schießstandbreite

und Durchschusshöhe korrespondierende Geschossfangsysteme mit Fangdächern, besser noch

geschlossene Geschossfangkammern, als Abschluss der Schießbahnen dar. Es muss auch darauf

geachtet werden, dass die Scheibenzentren beim Aufstellen der Scheiben auf Zwischenentfernungen

so positioniert werden müssen, dass die Geschosse von den Geschossfangsystemen an Ende der

Schießbahnen sicher aufgenommen werden. Dies dürfte in Einzelfällen – insbesondere bei

Scheibenposition 50 m in 100 m langen Schießbahnen - bedeuten, dass u.U. die schießsportlich

vorgegebenen Höhen der Scheibenzentren nicht zwingend eingehalten werden können.

Interessant dürfte die Neuregelung insbesondere für 25m-Schießstände sein. Auch eine Vorverlegung

der Schützenstände in die Schießbahn ist bei offenen Schießstätten unter Beachtung strenger

Auflagen und bei Errichtung zusätzlicher Hochblenden möglich. Durch die neuen

schießstandbaulichen Bestimmungen wird zukünftig bei solchen offenen Anlagen bei korrekter

Bauweise ein Eintrag von Geschossmaterial innerhalb der Schießbahnlänge vermieden.

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Schön, dass meine Frage diskutiert wird! So wie es aussieht, käme dann nur die Flinte MD in Frage, da ich nicht näher an die Scheibe könnte. Höchstens wenn ich den Boden bis vorne betoniere. Sind Hochblenden nicht hinfällig bei geschlossenen Ständen? Wir haben auch an der 25m Linie keine Blenden. Fallscheiben selbst bauen ist kein Problem. Ich kann auf Metallbauermeister und diverse andere Spezis zurückgreifen. Mal was anderes: Wie sieht es denn bei mobilen Fallscheibenanlagen aus? Da wird doch vor Benutzung nichts abgenommen oder? So eine Anlage lässt sich ja auch zum "wegräumen" bauen.

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Wer sind die beiden anderen Hersteller, die oben genannt wurden ?

Stahlziele.de kenn ich !

Was ist Vergleichbar mit Hardox 500 ?

Bitte für Laien erklärt ! (z.B. VA 4, 1.4751 oder ähnlich)

hab zwar mal das Datenblatt von Hradox 500 gesehen kann aber als nicht Schlosser-Techniker nix damit anfangen.

Gruß

Hegges

PS: in den Schießstandrichtlinien des DSB ist ganz hinten ein Plan von einem Mehrdistanzstand drin, das sind viele Blenden verbaut.

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Es gibt zusätzlich die Möglichkeit, Kunststoffziele zu verwenden. Die können in sämtlichen Formen und Größen gekauft werden und sind erstaunlich stabil und haltbar. Selbst häufigen Beschuss mit FLG machen die Dinger mit.

Die Vorteile wären:

-keine Verklemmungen der Mechanik durch Geschoßreste

-keine Emissionen durch Bleistaub

-keine Querschläger oder Abpraller

-zugelassen vom BDS

Der Nachteil ist ganz banal:

-es fehlt das "pling"- Geräusch beim Schiessen/ Treffen, was die Sache "etwas" langweiliger macht.

Hier kann man sich die Dingers mal anschauen: LINK

Ach ja, ich bin kein Angehöriger dieser Firma, mein Verein hat nur schon mal spaßeshalber dort ein paar Ziele bestellt.

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