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IGNORED

Ich hab´s getan: Einsicht ins Bundeszentralregister (§42 BZRG)


drano

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Hallo Gemeinde,

dieser Post ist keine Frage, vielmehr soll er als Info / Ermutigung für all jene dienen, die sich wegen irgendwas in ihrer Vergangenheit Sorgen um ihre Zuverlässigkeit (§5 WaffG) machen.

Generell kursieren hier im Forum verschiedenste Gerüchte über die Tilgung von Eintragungen aus dem Bundeszentralregister, deshalb hier der Link zu §46 BZRG

http://www.gesetze-im-internet.de/bzrg/__46.html

Und wer sich nicht sicher ist, zu welcher Gruppe von Missetätern er nun gehört, kann einfach und problemlos einen Antrag auf Einsicht stellen. Dauert etwa 14 Tage und kost nüscht!!

Bundeszentralregister ist nicht gleich Führungszeugnis, aber das dürfte klar sein (im BZR stehen auch Sachen, die im Führungzeugnis nicht mehr auftauchen, die der SB aber zu sehen bekommt).

Nachdem ich heute meine Einsicht genommen habe, sehe ich dem amtlichen Treiben deutlich gelassener entgegen - "keine Eintragungen".

Also meine Ermutigung: wenn ihr euch nicht sicher seid: Beantragen!! Nutzt eure Bürgerrechte.

Grüße

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Guest Harlekin

wahrscheinlich kommen hier gleich wieder Kommentare wie z.B.:

"Du glaubst doch nicht, dass die etwas löschen!?"

"Das ist nur das, was man Dir mitgeteilt hat."

"Denen glaube ich gar nichts."

"Wer weiß, was die noch alles in ihrer Datensammelwut gespeichert haben und es Dir verschweigen."

Harlekin

edit

noch was: im BZR stehen nur abgeschlossenen Verfahren. Die Waffenbehörde fragt aber auch laufende Verfahren über das ZStV (Zentrales Staatsanwaltschaftliches Verfahrensregister) ab.

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Ich habe auch mal bei diversen Behörden nach Daten über mich angefragt. Ist ja mein Recht nach diversen Datenschutzgesetzen. Auf dieser Seite https://www.datenschmutz.de/cgi-bin/auskunft kann man automatisch verschiedene Anfragen erstellen lassen, man kann verschiedene Behörden anklicken (BKA, LKAs, Zoll, Verfahrensregister, Verfassungsschutze,...). Man bekommt dann pdfs mit dem passenden Text, den man gleich abschicken kann. 2 Behörden wollten von mir noch eine beglaubigte Kopie meines Personalausweises bevor sie mir die Daten geschickt haben.

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Also ich kann mir das sparen, weil ich der Vergangenheit ein braves Bübchen war. So kann in den Registern auch nichts drin stehen.

Viel interessanter wäre da der Einblick der Schufa-Daten. Ich habe zwar keine laufenden Kredite, aber dort stehen auch Anfragen von Firmen drin. Kreditgeber, Warenhäuser usw. können dort auch Einträge veranlassen, von denen man ncihts weiß. Bist Du Kunde bei Quelle und anderen Versandhäusern? Dann haben die Schufa-Daten über Deine Person angefordert. Diese Anfragen und anderes steht in der Schufa. Private Anfragen nach Auskunft ist sogar kostenpflichtig.

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...

Viel interessanter wäre da der Einblick der Schufa-Daten. Ich habe zwar keine laufenden Kredite, aber dort stehen auch Anfragen von Firmen drin.

...

Auch gar keine Karten, Dispos oder Bausparverträge? :AZZANGEL:

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Doch, aber Verpflichtungen zum Haus schon längst alles abbezahlt.

Egaldinx!

Du hast damit "Kredite", auch wenn Du sie gerade nicht in Anspruch nimmst. :AZZANGEL:

... dürftes so möglicher Weise schufa-Einträge haben [manchen Banken ist das aber auch zu teuer und bringt ihnen fast nichts, weil sie Dich seit BASEL II eh von innen nach außen drehen und dann auch noch "raten" (:rotfl2:) müssen]

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Ja stimmt. Ordnungsgemäß abgezahlte Kredite sind auch quasi ein Positiv-Eintrag in der Schufa.

Jedoch sollte man wissen, dass wohl so gut wie jeder Schufa-Einträge hat, von denen man nichts weiß. Da wäre eine Auskunft schon interessant, wer sich so alles zu meiner Liquidität erkundigt hat.

Einträge im BZR und natürlich das anwaltschaftliche Verfahrensregister wird man wohl mindestens erahnen können und wer noch nie was mit Polizei und Gericht zu tun hatte, kann sich die private Anfrage ersparen.

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Ja stimmt. Ordnungsgemäß abgezahlte Kredite sind auch quasi ein Positiv-Eintrag in der Schufa. ...

Meinte eigentlich, dass Du mit Karten, Dispo und Bausparvertrag auch aktuell laufende Kredite hast. Du mußt Kredite nicht bereits in Anspruch nehmen, um sie haben. Es reicht, dass sie Dir zugesichert wurden. :)

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Wenn es mal soweit sein sollte, das ICH bei einer Behörde nachfragen muss, was ICH angestellt habe, dann lasse ich mich ins Altersheim einweisen und werde bestimmt kein Eisen beantragen.....Alzheimer läßt grüßen.

:appl: Kugel mich gerade auf dem Teppich....... :rotfl2:

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Wenn es mal soweit sein sollte, das ICH bei einer Behörde nachfragen muss, was ICH angestellt habe, dann lasse ich mich ins Altersheim einweisen und werde bestimmt kein Eisen beantragen.....Alzheimer läßt grüßen.

Dito

Hatte nie irgendwas mit der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu tun (in "negativer Hinsicht"), von daher wüsste ich nicht, warum ich mir extra son Auszug anfordern muss, weil ich sowieso weiß, daß da nichts drin steht

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Meinte eigentlich, dass Du mit Karten, Dispo und Bausparvertrag auch aktuell laufende Kredite hast. Du mußt Kredite nicht bereits in Anspruch nehmen, um sie haben. Es reicht, dass sie Dir zugesichert wurden. :)

Ist schon klar. Quelle und Konsorten machen auch eine Anfrage an die Schufa, sobald Du Kunde bzw. Sammelbesteller wirst.

Mir geht es um das Prinzip. Man muss sich das mal langsam auf der Zunge zergehen lassen:

Da sammelt eine private Institution Daten über meine Person und ich habe keine Kontrolle, wer diese Daten abfragt bzw. Eintragungen vornehmen lässt. Und wenn ich das wissen will, muss ich auch noch eine Gebühr bezahlen. Außerdem kann ich keinen Antrag auf Löschung meines Schufa-Kontos stellen.

Den Sinn und die Notwendigkeit der Bundes-Register wird wohl von keinem angezweifelt, jedoch ist dort die Auskunft streng kontrolliert und ich kann als Bürger kostenlos Einblick nehmen. So weiß ich auch in aller Regel, ob dort Einträge vorhanden sein könnten.

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Guest Harlekin

so langsam kriegt Ihr den Dreh'...

bei den Behörden werden längst nicht so viele Daten gespeichert, wie manche glauben. Vor allem werden sie wesentlich sensibler gehandelt als die Daten von manchen privaten Datenspeicherern.

Habt Ihr schon mal davon gehört, dass beispielsweise Daten des Verfassungsschutzes oder der Polizei in großem Umfang in die Öffentlichkeit gelangt sind?

Harlekin

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so langsam kriegt Ihr den Dreh'...

bei den Behörden werden längst nicht so viele Daten gespeichert, wie manche glauben. Vor allem werden sie wesentlich sensibler gehandelt als die Daten von manchen privaten Datenspeicherern.

Habt Ihr schon mal davon gehört, dass beispielsweise Daten des Verfassungsschutzes oder der Polizei in großem Umfang in die Öffentlichkeit gelangt sind?

Harlekin

Das glaube ich nicht, im Moment wird ja überall spioniert, siehe Lidl, Bahn usw. Das ist ja auch kein Wunder bei den Politikern in Deutschland, unsere Merkel hat das einmal gelernt, wer in der DDR studiert hat war 100% für´s System und sonst nichts anderes. Heute ist spionieren für viele schon Pflicht, jeder Telefon-Anruf jede E-Mail alles wird gesammelt und aufbewahrt, und wahrscheinlich nie mehr gelöscht. Wo sind alle die ehemaligen Stasis hin ?. Die kann man jetzt gut gebrauchen.

Gruss Manfred

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Die Datensammellei bei "Privaten" ist tendenziell größer als beim Staat. Jedoch geht es schon lange nicht mehr darum, welche Daten von wem wo in welche Datei gestopft worden sind, sondern darum wer sich wann, wie und vor allem auch warum Zugriff auf Daten verschaffen kann. Was nützt es Dir wenn der Staat weniger Daten sammelt, sich dann aber Zugriff auf die bei "Privaten" gesammelten Daten verschafft (ist schon Regelfall bei Kommunikations-, Konto- und Steuerdaten) ... und wenn dem Staat die "Privaten" nicht genug Daten beschaffen oder speichern, dann verpflichtet er sie halt einfach dazu. :bad:

BTW, wärend die "Privaten" Dir i.d.R. Auskunft erteilen müssen, was sie über Dich haben, und diese Daten auf Dein Verlangen zumindestens berichtigen müssen, wenn nicht gar löschen, behält sich der Staat, bzw. seine Verwaltung, sich vor, was sie Dir erzählen, was sie über Dich gespeichert haben.

Bei den Daten geht es dem Staat gar nicht so sehr darum, was aktuell gespeichert ist, sondern sich Möglichkeiten zu verschaffen, sich Daten über Dich zu beschaffen zu können.

Verbot von Nummernkonten => Zugriff auf Kontodaten wegen z.B. Steuerzahlung, Kriminalität, "Terror"-Bekämpfung, ...

Mautbrücken statt "Pickerl" => Mauterfassen, Geschwindigkeitskontrolle, Fahrzeugfahndungen (Bewegungsprofile), ...

Digitales Foto und Fingerabdrücke in Perso und Paß => automatische Fahndungsabgleiche, Personenfahndung (Bewegungsprofile) über Gesichtserkennung

...

... und wenn Du diese Datenabgriffe über EIA-Tools verknüfts hast Du

  1. den recht transparenten Untertanen [OK, ist nicht toll, das einer weiß, mit wem und wie ich z.B. vög_l :blush:]
  2. vernetzte Folgen von falschen Daten (GiGo) [Hey, ich bin weder devot noch schwul. :016: ]
  3. die theoretische Möglichkeit durch gezielte Datenveränderung/-ergänzung falsche Anscheine zu erzeugen [Du wirst wegen Kinderpornografie Eingbuchtet, obwohl Du nie etwas damit zu tun hattest, aber als kritischer Bürger einigen bedeutenden Personen gewaltig auf die Nerven gegangen bist :mega_shok:]

Paranoid?

Vielleicht, aber

  1. ich war Bundesbeamter,
  2. habe in der IT-Entwicklung und
  3. als Innenrevisor gearbeitet

Es muß nicht sein, aber es ist möglich. :closedeyes:

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Dann stelle ich auch hier den Link rein:

http://www.heise.de/newsticker/Alarmierend.../meldung/126680

[...]

Wie nun die Datenschützer des CNIL feststellten, enthalten 83 Prozent der Eintragungen Fehler. Diese variieren von einfachen Tippfehlern bis hin zu Personenverwechslungen, wobei aus Opfern plötzlich Täter wurden. Als größtes Manko bemängeln sie die häufig fehlenden, aber dringend nötigen Aktualisierungen des Systems. So hätten Tatverdächtigte auch nach einem Freispruch durch den Richter kaum Chancen auf eine Rehabilitation.

sorry wegen crossposting.

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DAS ist eigentlich das größte Problem. Wer sich nicht selbst kümmert, weiß überhaupt nicht, ob etwas gespeichert wurde. Wenn ja, ob es stimmt. Darin sehe ich die größere Gefahr. Oder, ob das zu Recht eingetragene nach Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Zeit auch gelöscht wurde. Dies sollte man sich zumindest schriftlich von der für die Eintragung zuständigen Behörde bestätigen lassen.

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