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IGNORED

Ein Stück zur Überforderung österreichischer Behörden


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Collector's Firearms bietet gegenwärtig eine Waffe an, die ich in Österreich nicht anmelden müssen möchte.

Vielleicht ginge es ja auch ohne Schwierigkeiten, aber bei den halbgebildeten Beamten sind eher interessante, wenn auch unangenehme Reaktionen zu erwarten!

Es handelt sich um eine alte Colt Lightning , also eine Unterhebel-RepetierBÜCHSE. Im Prinzip nix Verbotenes , - nur hat diese eine einen GLATTEN Lauf. Der Unterschied zu Repetierflinten besteht also nur in der für die Waffe geeigneten Munition, aber er besteht.

Ob man das österreichischen Behörden klarmachen könnte? :huh:

Gruß

Greenhorn

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aber bei den halbgebildeten Beamten sind eher interessante, wenn auch unangenehme Reaktionen zu erwarten!

Ob man das österreichischen Behörden klarmachen könnte? :huh:

Greenhorn

Österreichische Behörden bestehen aus Beamten in unterschiedlichen Positionen, vom Wirtschafts- über Verteitigungs- bis hin zum Innenministerium. Ich kenne Beamte, die sind nicht nur halbgebildet, sondern haben auch Maturanivau, und auch Hochschulstudium, (bis hin zum "wirklichen Hofrat", durch unseren Herrn Bundespräsidenden ernannt,) die haben auch einen Eid auf die Verfassung Österreichs abgelegt, im Gegensatz zu den meisten von uns. (Ausgenommen Bundesheer.) Aber man sollte in waffenrechtlichen Dingen nicht die kleinen oder mittleren Beamten verantwortlich machen, die müssen auch nur administrieren, was von "oben" kommt. Vielleicht auch deshalb mein gutes Einvernehmen mit dem Administrationsbüro in Wien. Soweit mir bekannt befinden sich ja auch in unseren Reihen:"halbgebildete Beamte" bis hin zu unserem Hr. Hofrat Mölzer, deshalb sollte man mit solcher Defination äußerst sorgsam umgehen.

Schönes Wochenende - Fahrkarte.

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...sieht für mich aus, wie ein Vorderschaftrepetierer.

;)

Für mich auch.

Einen Unterhebel vermag ich da nicht zu erkennen ...

Die Frage wird sich stellen: für welche Mun ist das Ding ausgelegt ?

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Verboten sind in Österreich lediglich VorderschaftrepetierFLINTEN.

Die Lightning ist allerdings eine Büchse, daran ändert auch der glatte Lauf nichts.

Eine Flinte ist für den Schrotschuß ausgelegt.

Mir ist allerdings klar, daß man an diesem Gewehrchen kleinlich sein könnte, was die Definition anlangt, aber genauso wäre es mit den Bezeichnungen Kurzwaffen- und Langwaffenkaliber. Das ist auch nicht wirklich verbindlich geregelt und führt in der Praxis zu kuriosen Verhältnissen.

Munition für Unterhebler in .357 bekommt man nur gegen waffenrechtliches Dokument, Waffe geht auch ohne. In 30/30 gar kein Problem.

Aber Sinn wird man in waffenrechtlichen Fragen nicht wirklich suchen dürfen.

Interessant wäre vielleicht mal, ob es im Gesetz eine Definition von Büchse und Flinte gibt. Mir ist da jetzt so aus dem Gedächtnis nichts bekannt.

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Verboten sind in Österreich lediglich VorderschaftrepetierFLINTEN.

Die Lightning ist allerdings eine Büchse, daran ändert auch der glatte Lauf nichts.

Eine Flinte ist für den Schrotschuß ausgelegt.. Das ist auch nicht wirklich verbindlich geregelt und führt in der Praxis zu kuriosen Verhältnissen.

Aber Sinn wird man in waffenrechtlichen Fragen nicht wirklich suchen dürfen.

Interessant wäre vielleicht mal, ob es im Gesetz eine Definition von Büchse und Flinte gibt. Mir ist da jetzt so aus dem Gedächtnis nichts bekannt.

Super Frage @Highlander, was ist der Unterschied zwischen Büchse und Flinte,(im österr. Waffenrecht) .

Ich muß gestehen, diese Frage gebe ich weiter an unsere Experten

Fahrkarte

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Die Lightning ist allerdings eine Büchse, daran ändert auch der glatte Lauf nichts.

Denke ich auch mal. Ansonsten müsste man sich die Frage stellen, ob eine Büchse automatisch zur Flinte wird, wenn der Lauf ausgeschossen ist. :rotfl2:

und wech

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Ähem - man sollte natürlich richtig Tippen können und dabei auch mitdenken! :confused: Natürlich Vorderschaft-Repetierer! :huh:

Pardon!

(Andernfalls gäbe es ja auch das Problem der Interpretation als Verbotene Vorderschafts-Repetier-Flinte nicht. Dummer Flüchtigkeitsfehler!)

Gruß

Greenhorn

PS.: Der Unterhebler ist bekanntlich die Colt Burgess, während die Lightning der Vorderschaft Repetierer ist. Meist Büchse, manchmal - wie gezeigt - auch "Glatte Büchse". Obwohl "Smooth-Rifle" ursprünglich für eine andere Waffengattung gebräuchlich war... :)

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Ähem - man sollte natürlich richtig Tippen können

Pardon!

@Greenhorn, danke für deinen ??? Tipp, Ähem, Pardon, ich wollte nur wissen, was der Unterschied zwischen Flinte und Büchse laut österr. Waffengesetz ist, oder sein könnte, abgesehen von "Pump-Guns" sprich Kat. "A".Denn die wenigsten von uns erwerben oder erben eine "Pump-Gun" "FLINTE".

Fahrkarte.

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Nu, Fahrkarte, die Flinte ist glattläufig und - in der Regel - für Schrot gedacht.

Die Büchse hat einen gezogenen Lauf für "Kugeln".

Wer mit den Waffen nicht umgehen kann, schießt mit beiden "Schrott" :rotfl2:

Gruß

Greenhorn

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Nu, Fahrkarte, die Flinte ist glattläufig und - in der Regel - für Schrot gedacht.

Es gibt auch Flinten mit gezogenem Lauf.

Diese sind jedoch nicht für Schrot, sondern für Flintenlaufgeschosse gedacht.

Ob die nach österreichischem Recht als "Flinte" gelten?

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Es gibt auch Flinten mit gezogenem Lauf. :peinlich:

Ob die nach österreichischem Recht als "Flinte" gelten? :gutidee:

Juhuhhh. Aber egel wohin diese Läufe gezogen sind, Greenhorn hat recht."Wer mit Waffen nicht umgehen kann, schießt Schrott".

Fahrkarte.

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Was ist daran "peinlich"?

Das Problem ist nur, dass das Wort "Flinte" nicht 100% eindeutig ist. Schrotgewehr mit glattem Lauf in Flintenklalibern sind eben nur eine zugegebenermaßen große Teilmenge unter dem Begriff "Flinte".

Und "Büchse" ebensowenig.

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wenn man den gesetzestext genau liest dann könnt ma meinen dass vorderschaftrepetier-slugflinten nicht verboten sind :)

WaffG:

§17/1/4 flinte (SCHROTgewehr) mit vorderschaftrepetiersystem (verboten)

§30 der erwerb von schusswaffen mit GEZOGENEM lauf die weder verboten, kriegswaffe noch genehmigungspflichtig sind... ...ist zu melden.

ironie:

und da flinte nur schrotgewehre betrifft, ist eine slugflinte mit gezogenem lauf auch keine repetierflinte iS des gesetzes - sonst wär mein .22er mit schrotmun ja auch eine! und ne repetierflinte auch noch dazu :o dann beweg ich mich ja mit schrotmun tief im illegalen :D

/ironie

das denk ich aber nur solange ich der definition in der klammer als schrotgewehr vertraue - im endeffekt wirds aufs kaliber rauslaufen, also 10/12/16/20/.410 + vorderschaft = verboten... sinnhaftigkeit sei dahingestellt, aber das kann man hier ja eh schon xmal nachlesen die thematik...

just my 2 cents

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....im endeffekt wirds aufs kaliber rauslaufen, also 10/12/16/20/.410 + vorderschaft = verboten... sinnhaftigkeit sei dahingestellt, aber das kann man hier ja eh schon xmal nachlesen die thematik...

So isses. Es wird darum gehen, wofür die Munition / das Kaliber eigentlich gedacht ist.

Vergleiche Munition mit Teilmantel - Hohlspitz. Ist die per definitionem für LW, isse erlaubt. Siehe meine 300 grs Hornadys für die 45/70er Marlin. Die haben - für Wiederlader exakte - Kal. .458. Dafür gibt's keine KW-Patronen, jedenfalls kenn ich keine.

Mit Patronen/Geschossen im Kal. .451 ( 452) dürft ich mich hingegen nicht erwischen lassen, da Kurzwaffenmun.

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Naja, WIR wissen ja, was in Österreich verboten und was erlaubt ist.

Gleichzeitig ist aber jedem von uns bekannt, daß die Behörde weit weniger genehmigt als vom Gesetz her vorgesehen wäre. Die gezeigte Waffe würde - meine ich - viele Behörden bei uns überfordern.

Apropos: Was ist heute eine gezogene Flinte? Kenne ich nur aus dem 17. Jahrhundert, - damals gerade Züge die den Schrot nicht beeinflussen aber die Verschmutzung eine Zeit lang auffangen.

Gruß

Greenhorn

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Obwohl "Smooth-Rifle" ursprünglich für eine andere Waffengattung gebräuchlich war... :)

Das ist ein Wiederspruch in sich. Rifle kommt ja eigenlich rifled barrel, gedrehter Lauf kommt und das Gegenstück zu Musket war. Was ist ein smooth-rifle?

Gruss Trigger

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Rifle kommt ja eigenlich von rifled barrel, gedrehter Lauf.

1775, "portable firearm having a spirally grooved bore," used earlier of the grooves themselves (1751), noun use of rifled (pistol), 1689, from verb meaning "to cut spiral grooves in" (a gun barrel), 1635, probably from Fr. rifler, from O.Fr. rifler "to scratch or groove"

Das Gegenteil heißt eigentlich nicht "Smooth rifle" sondern "smooth bore gun".

Und die Lightning ist eine Repetierbüchse.

Es gibt genug andere Vorderschaftrepetierbüchsen (z.B. im Kal. .22lfB) die legal sind.

Mein BüMa hat 2 herumstehen...

Den Behörden ist dabei völlig egal, ob die einen glatten oder einen gezogenen Lauf hat.

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Smooth Rifle ist eigentlich etwas anderes.

Der Unterschied zwischen Büchse und Flinte ging weit über den gezogenen Lauf hinaus. Büchsen hatten ein vollständiges Visier, Flinten nur ein Korn. Büchsen hatten einen Backenschaft, Flinten nicht. Büchsen hatten oft einen Stecherabzug, oft eine Patchbox, einen Abzugsrahmen mit Abstütz-Stange für die Finger der Rechten Hand.

Viele Schützen wollten diese Büchsen-Eigenschaften in ihrer Waffe haben, bevorzugten aber einen glatten Lauf, um Rundkugel und Schrot aus einer Waffe schießen zu können. Diese "Flinte im Büchsen-Design" wurde Smoth-Rifle genannt. Während man Flinten vom Aussehen her erkennen kann, ist die SmoothRifle äußerlich von der Büchse nicht zu unterscheiden.

Gruß

Greenhorn

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1775, "portable firearm having a spirally grooved bore," used earlier of the grooves themselves (1751), noun use of rifled (pistol), 1689, from verb meaning "to cut spiral grooves in" (a gun barrel), 1635, probably from Fr. rifler, from O.Fr. rifler "to scratch or groove"

Das Gegenteil heißt eigentlich nicht "Smooth rifle" sondern "smooth bore gun".

Und die Lightning ist eine Repetierbüchse.

Es gibt genug andere Vorderschaftrepetierbüchsen (z.B. im Kal. .22lfB) die legal sind.

Mein BüMa hat 2 herumstehen...

Den Behörden ist dabei völlig egal, ob die einen glatten oder einen gezogenen Lauf hat.

Thanks! Das hatte ich gesucht aber nicht gefunden. Musketen hatten demnach keine grooves.

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Um oben gesagtes abschließend noch optisch zu verdeutlichen noch drei Bilderserien.

Oben die Smoothbore Gun, eine typische glattläufige Flinte (Fowler).

Danach die Smooth-Rifle, zuletzt die Büchse. Während die unterschiedliche Architektur zum Fowler nicht zu übersehen ist, wird man zwischen zweiter und dritter Waffe keine grundlegenden Unterschiede finden, solange man nicht die Bohrung des Laufs untersucht. Das ist charakteristisch für Smoothrifles.

Ach ja - die Vorbilder zu allen drei Waffen stammen aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts, alle aus dem Raum NeuEngland (Fowler) bis Pennsylvania.

Gruß

Greenhorn

PS:

Fowler

Fowler.jpg

Smoothrifle

Smoothrifle.jpg

Rifle

Rifle.jpg

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