In Polen wird seit letztem Jahr eine freiwillige militärische Schulung bzw. Widerstands-/Abwehrfähigkeiten-Schulung für polnische Bürger angeboten. Also etwas unterschiedliche Ansätze, im wesentlichen aus zwei Komponenten.
Der polnische Generalstabschef Wieslaw Kukuła hat dazu auf einer Pressekonferenz im November erklärt:
"Erstens soll die individuelle Widerstandsfähigkeit der Bürger gestärkt werden, und zweitens sollen die Verfügbarkeit, die Widerstandsfähigkeit und die Kompetenz der Reserven gestärkt werden. Wir werden diesen Prozess auf zwei Wegen organisieren.
Der erste ist 'Resilienz' - er richtet sich an Menschen, die sich nicht an die Streitkräfte binden wollen und die auch nicht vorhaben, mit der Waffe in der Hand für Polen einzutreten.
Für die Streitkräfte ist der wesentliche Weg jedoch die Reserve - der Aufbau einer gewissen Kapazität und der Belastbarkeit der Reservisten".
Lt. "EuroNews" hat die Pilotphase des Programms am 5. November 2025 begonnen. "Bis zu 25.000 erwachsene Polen werden an dem sechswöchigen Training teilnehmen." Ab Anfang 2026 läuft das Programm in vollem Umfang an.
Weiter: "Am Ende des Pilotprojekts werden die Befehlshaber der Einheiten Berichte mit Schlussfolgerungen erstellen, die innerhalb von 14 Tagen an den Generalstabschef gehen. Auf der Grundlage dieser Berichte wird das Verteidigungsministerium ein umfassendes Programm entwickeln, das auch Logistik und Ausbildungsinhalte umfasst."
.... "Im März dieses Jahres berichtete Premierminister Donald Tusk über die Arbeit an einem ähnlichen Programm und schätzte, dass Polen bis 2027 eine militärische Ausbildungskapazität von 100.000 Freiwilligen pro Jahr erreichen wird."
Auch soll es militärische bzw. der Resilienz dienende Ausbildungskomponenten in polnischen Schulen ab Klasse 8 geben.
Insgesamt soll so wohl eine einschlägige Wissensvermittlung sowie niederschwelliger Zugang von Zivilisten zu den Streitkräften (hauptsächlich Aufbau der Reserve für territoriale Verteididungsaufgaben) erreicht werden.