@Tyr13
Ich kann doch aber sagen, wenn ich auf Entfernung X durch verstellen der Visierung aus einem Hochschuss einen Fleckschuss mache, treffe ich auf Entfernung Y dann auch tiefer. Das ist jetzt erst einmal eine rein qualitative Aussage, soweit korrekt?
Dann stelle ich empirisch und quantitativ fest, meine Entfernung X ist 100m und der Hochschuss ist 4cm.
Und bei der Entfernung Y, die größer als 100m ist, habe ich einen Fleckschuss. Das entnehme ich alles den Gegebenheiten, ich habe noch nichts berechnet. Die Entfernung Y kann ich durch den Versuch ermitteln.
Soweit korrekt?
Somit kenne ich drei Punkte meiner ballistischen Kurve.
Mündung, Treffersitz auf 100m und Treffersitz auf Y Meter.
Wenn ich nun durch ein winziges Neigen des Laufs und somit des Abgangswinkels des Geschosses, das kann man z.B. auch mit Vorhaltemarken machen, auf 100m 4cm tiefer treffe als vorher, dann treffe ich doch auf z.B. 200m 8 cm tiefer als vorher.
Wohlgemerkt, ich behaupte nicht, dass das Geschoss um 4 oder 8 cm gegenüber der Höhe über der Visierlinie auf 100m abgefallen ist, sondern nur, dass es auf 200m 8cm tiefer trifft, als vorher auf 200m. Alleine durch die Auswirkung meiner Visierung.
Wenn ich in hohem Winkel schießen würde, so dass ich bei einer Neigung des Laufs die Flugzeit beeinträchtige, dann kann man nicht mehr so rechnen, das ist mir klar.
Aber beim jagdlichen Büchsenschuss ist das ja praktisch alles ein waagerechter Wurf. Die vertikale Anfangsgeschwindigkeit ist im Flachland vernachlässigbar. Und die Flugkurve sehr gestreckt. Da erweckt das Schaubild von gestern einen deutlich anderen Eindruck.