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Pfand für Patronenhülsen


Josef Magnum

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Pfand auf Patronenhülsen. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, soll ab dem 01.04.2003 ein Pfand auf Patronenhülsen erhoben werden. Jeder Händler, der Munition verkauft, ist dann verpflichtet, die leeren Hülsen zurückzunehmen. Zu diesem Zweck bekommt er einen Schlagstempel, mit dem die Zündhütchen chrisgrinst.gif der einzelnen Patronen mit seinem Zeichen versehen werden können.

Höhe des Pfandes:

Um das System unkompliziert zu halten, beträgt die Höhe des Pfandgeldes bei Zentralfeuerpatronen, die für Kurzwaffen bestimmt sind, pro Millimeter Geschoßdurchmesser 1 Eurocent. Gemessen an der breitesten Stelle. Bei Zentralfeuerpatronen, die für Langwaffen bestimmt sind, beträgt die Höhe des Pfandgeldes 1 Eurocent pro Millimeter Hülsenlänge.

Daher muß bei Kauf bestimmter Kaliber, die sowohl aus Lang- als auch Kurzwaffen verfeuert werden können, bei Kauf der Waffentyp angegeben und vom Händler vermerkt werden.

Randfeuerpatronen für Langwaffen werden wie die Zentralfeuermunition für Langwaffen behandelt, bei Randfeuerpatronen für Kurzwaffen werden diese gewogen. Das Pfandgeld beträgt pro Gramm Gewicht 1 Eurocent. Näheres wird noch per Verordnung geregelt.

Mit dieser einfachen Regelung soll die Umwelt deutlich entlastet und der Handel möglichst wenig behindert werden. Es wird dann kaum länger, als eine Stunde pro Kunde dauern, eine Schachtel KK_Patronen zu erwerben und vorhandenes Hülsenmaterial zurückzugeben! Jeder Händler muß natürlich nur die Hülsen zurücknehmen, die bei ihm gekauft wurden. Ein toller Fortschritt, wie Umweltminister B. meinte, besonders auch im Hinblick auf die hohen Arbeitslosenzahlen. Zusammen mit der ebenfalls geplanten Wiederladegebühr sei man "auf dem richtigen Weg."

Für die, bei denen es etwas länger dauert: DAS SOLL EIN (SCHLECHTER) SCHERZ SEIN!!! gr1.gifgr1.gifgr1.gifgr1.gif

Wirklich Utopie?

Gruß Josef

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In Antwort auf:

...Bei Zentralfeuerpatronen, die für Langwaffen bestimmt sind, beträgt die Höhe des Pfandgeldes 1 Eurocent pro Millimeter Hülsenlänge...


Also nix mehr mit kalibrieren der Hülsen vor dem Wiederladen !!

Je öfters man die Hülse schiesst, desto länger wird sie, umso mehr Pfand gibts zurück... gaga.gif

Wertsteigerung durch Mehrfachnutzung... chrisgrinst.gif

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Ist schon bekannt ob diese Regelung auch für Behörden, Polizei und Bundeswehr zutreffen wird ? Und wie verhält es sich dann bei Munition, die bei Auslandseinsätzen verschossen wird ? Und wie ist das mit Torpedos ???

Fragen über Fragen grlaugh.gifgrlaugh.gifchrisgrinst.gif

Gruß, Wolle

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@ Bono:

Ja, VL-Schützen müssen ihre Kugelpflaster gewaschen und gebügelt oder chemisch gereinigt zurückliefern, Pfand 1 cent je mm Durchmesser, als Füllmittel verwendeter Gries ist aufzukehren und in der nächsten Griesklößchensuppe wieder zu verwenden!

Immer schön sauber bleiben und halt Dein Pulver trocken!

MfG, MaCu chrisgrinst.gif

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Hi Josef M.

"Es wird dann kaum länger, als eine Stunde pro Kunde dauern, eine Schachtel KK_Patronen zu erwerben und vorhandenes Hülsenmaterial zurückzugeben!"

Na, dann kann der Händler wenigstens sagen; bei mir ist immer was los. Der Laden ist immer voll.

Hülsenpfand

Nein, bitte nicht auf meine angegebene HP gucken!!! laugh.gif

DVC, Martin

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Hallo Josef,

was sieht die Verordnung bei Wiederladern vor? Muß ich mir selbst Pfand bezahlen wenn ich geladen habe um es mir zurückzugeben wenn die Patronen verschossen sind?

Und wenn wirklich mal eine Hülse verlorengeht - ich darf dann das Pfand das ich mir bezahlt habe ja nicht an mich zurückzahlen, im Laufe der Jahre würde hier eine schwarze Kasse entstehen die von den Begierlichkeiten unserer Regierung garantiert nicht verschont bliebe. Eine Hülsenpand-Differenzabgabe wäre denkbar.

Gruß Stephan

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Hi Python,

die Wiederladeabgabe hatte ich eigentlich nicht auf das Pfand bezogen, denn das kriegt man ja zurück. Aber um den Schwachsinn weiterzutreiben:

Wiederlader verringern durch ihr böses Tun das Mehrwertsteueraufkommen. Also sollte wenigstens die Differenz zwischen dem Preis für wiedergeladene und neue Munition versteuert werden. Dazu müßte dann jeder Wiederlader eine Liste in mehrfacher Ausfertigung führen, in die jede Patrone einzeln mit verladener Pulversorte und Menge eingetragen werden muß. Eine Kopie kriegt jeden Monat das Finanzamt, das daraufhin zunächst mal die Höhe der monatlich zu bezahlenden Steuervorauszahlung festsetzt. Abgerechnet wird dann am Jahresende. Schafft viele Arbeitsplätze für Finanzbeamte! Eine weitere Kopie kriegt die Behörde, die den "Sprengstoffschein" ausgestellt hat. Nur so kann sie prüfen, was du mit dem gekauften Pulver überhaupt gemacht hast und ob du tatsächlich die fünf Zentner Nitro brauchst. Jedes Jahr wird natürlich einmal Inventur gemacht...und wehe, es fehlen ein paar grains!

Eine weitere Kopie kriegt das zuständige PP, damit die wissen, was für ein gefährliches Bürschchen du bist. Noch weiterer Schwachsinn gefällig? Mir wird selbst schon ganz schlecht, also hören wir mit dem Blödsinn besser auf. Die Realität ist schon schlimm genug!

Gruß Josef chrisgrinst.gifchrisgrinst.gifchrisgrinst.gif

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