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WSV warnt vor manipulierten Emails


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Geschrieben

Der Württembergische Schützenverband warnt aktuell vor manipulierten Emails. Es geht um Rechnungen für Bearbeitungsbebühren.

 

Zitat

Von unserer E-Mail-Adresse: waffenantrag@wsv1850.online versenden wir Zahlungsaufforderungen von Bearbeitungsgebühren für entsprechende Waffenanträge.
In einem Fall wurde eine E-Mail zwischen dem Versand und der Zustellung an das Mitglied abgefangen und nachträglich inhaltlich verändert.
Unsere Bankdaten, die das Mitglied für die Überweisung benötigt, wurden mit einer falschen ausländischen IBAN (z.B. beginnend mit LT… oder ES…) vertauscht, sodass das Geld an einen falschen Adressaten in der Regel im Ausland überwiesen wurde. Weiterhin wurden Prüfungshinweise herausgenommen.

Bitte beachten Sie daher:
Für unsere Bedürfnisanträge verwenden wir eine Bankverbindung, die immer mit DE…………. beginnt.
Bitte prüfen und vergleichen Sie vor einer Überweisung die Richtigkeit der IBAN ggf. mit den hinterlegten Daten auf unserer Homepage. https://www.wsv1850.de/waffenrecht/downloadbereich

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir auf dieses Problem nur begrenzt Einfluss haben und daher auf Ihre Mithilfe angewiesen sind.


Vielen Dank
Ihre WSV-Geschäftsstelle

 

https://www.wsv1850.de/?view=article&id=2569:gehackte-e-mails-bei-waffenantraegen&catid=2

 

Geschrieben (bearbeitet)

Das Problem liegt hier wohl auf der Rechnerseite des Empfängers.

 

Schon raffiniert: Mails im Posteingang nach IBAN scannen und dahingehend manipulieren. Wenn man nicht genau hinschaut, schickt man das Geld an die Gauner.

Bearbeitet von ASE
Geschrieben (bearbeitet)
Zitat

In einem Fall wurde eine E-Mail zwischen dem Versand und der Zustellung an das Mitglied abgefangen und nachträglich inhaltlich verändert.
Unsere Bankdaten, die das Mitglied für die Überweisung benötigt, wurden mit einer falschen ausländischen IBAN (z.B. beginnend mit LT… oder ES…) vertauscht, sodass das Geld an einen falschen Adressaten in der Regel im Ausland überwiesen wurde. Weiterhin wurden Prüfungshinweise herausgenommen.

 

 

Das spricht für eine empfängerseitige IBAN-Clipper-Malware 

Bearbeitet von ASE
Geschrieben
vor 18 Minuten schrieb WOF:

zwischen dem Versand und der Zustellung ist
wohl kaum auf dem Rechner des Empfängers.

In diesem Fall muss ich mich der Meinung von ASE wohl anschließen …
 

Die Masche ist eigentlich altbekannt. Neu ist eher, dass sich Betrüger inzwischen offenbar auch mit vergleichsweise kleinen Beträgen beschäftigen. Vermutlich ist der Aufwand durch Automatisierung und KI deutlich gesunken.


Gerade bei Firmen lief so etwas früher häufig in deutlich größeren Dimensionen ab – mehrere Tausend oder sogar Hunderttausende Euro waren keine Seltenheit.

Typischerweise wurde zunächst ein Rechner oder E-Mail-Konto kompromittiert, zum Beispiel über präparierte Office-Dokumente. Als Bewerbungen getarnte Dateien mit schädlichen Makros waren dabei lange ein Klassiker.


Hatten die Angreifer Zugriff, konnten sie das Postfach nach Rechnungen und anderen Zahlungsanweisungen durchsuchen. Kam eine interessante Rechnung herein, wurde sie teilweise noch vor dem Öffnen abgefangen, die Bankverbindung im Dokument geändert und anschließend wieder ins Postfach gelegt.

Das Gemeine daran: Der Vorgang selbst war echt. Geschäftspartner, Namen, Anschriften, Artikel und Rechnungsbetrag stimmten. Nur die Zahlungsdaten waren manipuliert. Teilweise stand sogar ausdrücklich dabei: „Achtung, Bankverbindung geändert.“


Wenn bei größeren Beträgen dann kein Abgleich über einen zweiten Kommunikationsweg erfolgte – also Telefon, Messenger usw.; E-Mail eignet sich in so einem Fall natürlich nicht –, war das Geld schnell weg.

Der höchste mir persönlich bekannte Schadensfall lag bei rund 200.000 Euro.

In diesem Fall gab es sogar ein Warnzeichen: Die Rechnung stammte angeblich von einer bekannten Mitarbeiterin des Geschäftspartners, die sich bereits drei Monate zuvor von den Kunden verabschiedet hatte.
Man nahm einfach an, sie sei zu ihrem früheren Arbeitgeber zurückgekehrt.

 

Die Angreifer hatten offenbar schon einige Zeit mitgelesen und die Auftragsanbahnung verfolgt. Anhand älterer Rechnungen konnten sie das passende Rechnungsformular vermutlich schon vorab vorbereiten.

Auf dem Rechner der Buchhaltung wurde später tatsächlich Schadsoftware nachgewiesen.

Besonders ärgerlich: Die IT hatte zuvor mehrfach auf die notwendige Modernisierung hingewiesen. Die Geschäftsführung hatte die Umstellung der rund 30 Arbeitsplätze mit Office und direktem Aussenkontakt in der Fa. aus Kostengründen abgelehnt.
Office 2002 müsse schließlich reichen – und das war, wenn ich mich richtig erinnere, 2017 oder 2018.

Am fehlenden Geld lag es übrigens nicht …


Also, bis auf die eher lächerliche Summe, genau das Vorgehen was hier vermutet wird.

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