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IGNORED

Schießanlage in Tschechien als deutscher Sportschützenverein langfristig pachten oder gar kaufen - praktikabel oder chancenlos ?


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Geschrieben (bearbeitet)

Hallo zusammen,

 

ich schieße in mehreren Vereinen seit über 20 Jahren auf Schießanlage in Tschechien.

Die Betreiber sind überall voll in Ordnung und die Standmieten mehr als günstig.

Nun gibts es eine kleine Anlage in Grenznähe mit 6x 50m und einer 100m Bahn die in Kürze wohl mangels Betreiber aufgegeben wird.

Der ältere Besitzer hat keinen Nachfolger und hat im Gespräch verlauten lassen,dass er die gesamte Anlage gerne dauerhaft verpachten,eventuell auch

verkaufen würde.

Hat zufällig jemand von Euch Infos darüber,vor welchen Hürden ein deutscher Sportschützenverein steht wenn er in Tschechien eine Schießanlage dauerhaft pachten möchte ?

Bislang ist der Schießbetrieb dort ja genehmigt, die tschechische Polizei schießt dort gelegentlich und er wird von tschechischen Jägern und Sportschützen genutzt.

Unser Verein ist dort seit 2 Jahren regelmäßig zu Gast und es wäre schon verlockend dort einen festen Trainingsort zu haben.

Was meint ihr - machbar .... oder wegen massenhafter Hürden und Kosten für einen deutschen Pächter sein lassen ?

 

Schönen Gruß Silver

 

Bearbeitet von Silver73
Geschrieben

Solange ihr Pächter seit, sehe ich primär keinen Unterschied als wenn ihr als zahlender Gast kommt.

 

vor Kauf würde ich mir im Land nen Anwalt suchen der Deutsch kann, da als Besitzer ja ganz andere Dinge zu Händeln hast ( standerlaubnis, Behörden , Zulassung , Prüfung) etc.

 

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb CZM52:

Solange ihr Pächter seit, sehe ich primär keinen Unterschied als wenn ihr als zahlender Gast kommt.

Der Unterschied wäre, dass die vorhandenen Gebäude in Stand gehalten werden müssten.

Für Sicherheit des Geländes müsste gesorgt werden - Lage ist weitab jeglicher Zivilisation, mitten im Wald und auf zwei Seiten von Sumpfgebiet umgeben.

Strom gibts da nur über Solar und WC als Mobiltoilette ohne fließendes Wasser.

Es gibt in meinem Verein sogar ein interessiertes Mitglied, der die Anlage u.U. in Eigenregie als Nebenjob betreiben möchte.

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb Silver73:

Es gibt in meinem Verein sogar ein interessiertes Mitglied, der die Anlage u.U. in Eigenregie als Nebenjob betreiben möchte.

Das klingt nach viel Arbeit, wenig Ertrag und massig Problemen... 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Slickride:

Das klingt nach viel Arbeit, wenig Ertrag und massig Problemen... 

Aktuell sind die Gebäude ja OK, Nachfrage zum schießen ist auch vorhanden - wenn nun bei Besitzer bzw. Betreiberwechsel

keine nennenswerten Hürden seitens der tschechischen Behörden oder noch nicht absehbare Kosten dazukommen könnte sich das durchaus auch finanziell rechnen.

Mich freut es schon wenn ich in Tschechien einen günstigen Stand zur Verfügung habe,auf dem ich von Flinte,Kurzwaffe bis GK Büchse alles schießen kann.

Wenn nun mein Verein oder auch ein Vereinsmitglied den Stand betreiben würde sehe ich das durchaus positiv.

Aber mal abwarten -  zuviel behördlicher Aufwand,eventuell benötigte neue Genehmigungen für die Schießanlage und damit explodierende Kosten

wären ein sofortiges KO Kriterium.

 

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb HangMan69:

ich gehe davon aus, dass bei "Besitzerwechsel an einen Deutschen/Auslände" eine "Wohnadresse in Tschechien nachgewiesen werden muss...

Das kann gut möglich sein.

Ich habe mal meinen Kameraden auf diesen Thread hier aufmerksam gemacht - wie er mir geschrieben hat ist er hier im Forum auch angemeldet.

Auf jeden Fall muß man sich bei einer Pacht und vor allem bei einem wie auch immer gearteten Kauf zuvor ausgiebig Informieren.

 

Geschrieben

Ich bin mal gespannt, ob und wie da eine Haftpflichtversicherung aus Deutschland greift. Hier sind Schießanlagen ja klar geregelt, in Tschechien sieht das wahrscheinlich anders aus. Wenn es da mal zu einem Unfall kommt, könnte die Frage der Haftung unangenehm werden.

Geschrieben

Die EU-Kommission ist ein bisschen komisch. Diskutiert wird die generelle Bleifreiheit im Schießsport auf Grund der nervenschädigenden Eigenschaften von Blei, was den Umgang mit Schwermetall-Verunreinigungen schwierig macht. Als Käufer besteht möglicherweise ein Risiko, zukünftig für Maßnahmen einer weiteren Kontamination oder einer Sanierung aufkommen zu müssen. Fortschreitender Kontamination kann durch beispielsweise Schusskästen begegnet werden, was unerwartete Kosten verursachen kann. Sanierungsmaßnahmen oder Rückbaumaßnahmen wie Kosten für Bodenanalytik, Baumaßnahmen zwecks Bodenaustausch, Deponierungskosten können aus meiner fachlichen Sicht erheblich sein.

 

Als Verpächter würde ich vom neuen Mieter jedenfalls eine Zusicherung für eine Risikoübernahme bzw. Rückgabe im ursprünglichen Zustand verlangen. Und ich würde vielleicht solche vertraglichen Bedingungen besichern lassen.

 

Etc. etc. etc.

 

Für so ein Projekt würde ich daher auch Fachleute aller Art (Notare, Geometer,  Ziviltechniker, Sachverständige, Wirtschafts- und Finanzfachleute) einbinden, womit erhebliche finanzielle Vorleistungen verbunden sind.

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