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IGNORED

Mehr Wehrkraft durch zivil bewaffnete Reservisten?


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Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb ChrissVector:

 

Es ist also mitnichten damit getan dem 50jährigen OG d.R. ein Gewehr in die Hand zu drücken und ihm zu sagen wann er wo sein soll. Kann man natürlich machen, ist aber dann ein Rezept für Desaster.

 

Mag sein, allerdings: Wenn man sich ansieht, was RUS (also das Land, das lt. Generalinspekteur Breuer 2029 die NATO in Europa angreifen könnte) an ihrem aktuellen Kriegsschauplatz so an Personal aufbietet, dann ist auf deren Seite auch massiv "Desaster"-Potenzial. 

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb karlyman:

Mag sein, allerdings: Wenn man sich ansieht, was RUS (also das Land, das lt. Generalinspekteur Breuer 2029 die NATO in Europa angreifen könnte) an ihrem aktuellen Kriegsschauplatz so an Personal aufbietet, dann ist auf deren Seite auch massiv "Desaster"-Potenzial. 

Das Problem ist: Ja, aber weit weniger zu deren Nachteil als es bei uns im Inland durch unsere eigenen Kräfte der Fall wäre. Russland setzt in der Ukraine auf Abnutzung, was sie sich angesichts der deutlich höheren (und weitgehend armen) Gesamtbevölkerung und des Rückgriffs auf ausländische Kämpfer auch (noch) leisten können.

Ob das bei einem Angriff auf Litauen auch so aussehen würde darf man bezweifeln, dort ist die Gemengelage (zahlenmäßig, politisch, geographisch) eine entscheidend andere. 

Dennoch ist es für Russland erst mal egal, wenn ein Reservist mit unzureichender Ausbildung halt ein paar litauische Zivilisten massakriert. Der politische Fallout wenn das in Deutschland durch deutsche Soldaten die eine KRITIS-Einrichtung bewacht haben passiert ist nicht zu unterschätzen, gerade in der heutigen, nicht zuletzt durch Russland beeinflussten politischen und medialen Landschaft.

Geschrieben

Das Kernproblem der Heimatschutzkompanien und die Ausbildung von Ungedienten zum Reservisten ist, dass es einfach keinen wirklichen Bedarf gibt.

Ich habe durchaus beruflich recht engen Kontakt zu diversen Partnereinheiten der BW und viele Kollegen, die langjährige SAZ waren, können das bestätigen.

 

 

Probleme:

 

1.) Unterstützung bei Naturkatastrophen: Das beste Beispiel war die Aartal-Katastrophe. Da konnten die Heimatschützer praktisch keine Hilfe darstellen. Das konnte ich vom THW aus sehen. Die Teile der BW, die gebraucht wurden, waren Pioniere oder ähnliches. Was soll ich mit einer Truppe Reservisten, die keine Ausrüstung oder Ausbildung an solchem Material haben. Zudem ist ja Sinn einer Reserve die aktive Truppe zu unterstüzen, wenn diese an die Grenzen kommt. Bei 185.000 Mann muss schon recht viel passieren, bis das passiert. Das will die Reserve aber nicht hören.

 

2.) Wach- und Sicherungsaufgaben: Laut BW gibt es in Deutschland 10 Millionen Veteranen. Also alles Personen, die als Reservisten wieder dienen könnten. Die ATN Wach- und Sicherungssoldat ist vermutlich bei vielen vorhanden. Warum sollte ich dort Zivilisten ausbilden, die kaum auf den Ausbildungsstand eines aktiven Soldaten kommen werden. Die Einsätze der Heimatschutzkompanie bei mir um die Ecke waren im Prinzip nur Torwachaufgaben. Dafür könnte ich eine Truppe der aktiven 185.000 Mann einsetzen.

 

3.) Verständnis zum Soldatenberuf: Wenn ich mir die Ausbildungspläne der BW zum Offizier, Feldwebel etc. angucke, dann sehe ich einen immensen Aufwand, um Leute in Personen bzw. Führungsverantwortung zu bringen. Ein bis zwei aus meinem damaligen Lehrgang haben den Laufbahnwechsel zum Reservefeldwebel gemacht. Wenn ich mir deren zeitlichen Aufwand angucke, dann ist das im Vergleich zum Aktiven echt ein Witz. Also nicht man den Soldatenberuf nicht wirklich ernst. Kein Reservist würde in deren Hauptberuf jemanden aktzeptieren, der anstatt eine 3 Jährige Ausbildung zu machen, nur zwei Wochen Ausbildung erhalten hat und dann ebenfalls Geselle ist. So eine soldatische Schnellausbildung macht nur Sinn, wenn es Personen sind, die eine Mangelqualifikation mitbringen (Arzt, IT o.ä.). Die setze ich aber auch dort ein. Viele Reservisten haben einen Zivilberuf und daher kommt durchaus der Anspruch gleich bzw. schnell in eine höhere Laufbahn zu kommen (Aussage eines Kollegen aus dem PersaBW). "Ich habe ein Studium im Marketing also will ich Reserveoffizier werden".

 

Ich glaube man würde der Verteidigungsbereitschaft einen Gefallen tun, wenn man diese Projekt sein lässt und sich darauf konzentriert die Soldaten, die die BW bald verlassen werden, als Reservisten zu gewinnen und dort in Reservekompanien in deren alten Einheiten weiter in Übung halten zu lassen.

Dann sollen potentielle Interessenten halt Freiwilligen Wehrdienst für X-Monate leisten und können dann in ihren Einheiten weiter dienen (als Reservisten).

 

 

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